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Mösers Meinung (aktuell): das Fahrrad und der Herbst

Osnabrück hat autofrei
"Osnabrück hat autofrei"

Guten Abend,

heute hat uns der Herbst mit seiner ganzen unbarmherzigen Härte getroffen. Seit den frühen Morgenstunden regnet es in Strömen. Leider war davon auch das große Fest in der Martinistraße betroffen, das eine eindrucksvolle Demonstration für den Fahrradverkehr werden sollte. Wegen des schlechten Wetters verirrte sich allerdings kaum jemand auf die Festmeile und diese sicherlich gut gemeinte Veranstaltung fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Der Herbst ist nunmal eine schlechte Jahreszeit für die Fahrradfahrer, das dürfte eigentlich schon seit langem bekannt sein. Das Fahrrad ist im großen und ganzen ein Schönwetter-Fortbewegungsmittel, es taugt nicht für Regen, Eis und Schnee und sollte auch bei starken Winden besser nicht genutzt werden. Diese Tatsache sollten auch die Verkehrsplaner in unserem schönen Osnabrück berücksichtigen.

Vielleicht wollte der Wettergott am heutigen Tage den Initiatoren der Partymeile auf der Martinistraße den dezenten Hinweis geben, daß sie es mit ihrer euphorisch anmutenden Begeisterung für den Radverkehr doch bitteschön nicht übertreiben und der Realität verpflichtet bleiben mögen. Denn auf Sonnenschein folgt Regen, mit Vorliebe im Herbst. Und dann weiß man doch ein wasserfestes Automobil erst so richtig zu schätzen. Da nützt auch das schönste Straßenfest nichts.

Ich wünsche allen HASEPOST-Lesern einen Start in die neue Woche, an dem es nichts zu mösern gibt. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Ihr

Justus Möser

Hier alle bislang erschienenen Kolumnen von Justus Möser.

 


So sah es aus bei „Osnabrück hat autofrei“ am 23.10.2018:

 

AFP

Scheidender Sparkassenvorstand Petersmann stellte seine Nachfolger als Azubis ein

Johannes Hartig, Nancy Plaßmann, André Schüller und Friedrich H. Petersmann
Foto: Pohlmann

Das gibt es auch nicht allzu oft: Als Sparkassen-Vorstand Friedrich H. Petersmann am Freitag offiziell in den Ruhestand verabschiedet wurde, konnte er den Staffelstab an zwei Nachfolger übergeben, die er Jahrzehnte vorher selbst als Personalchef der damaligen Kreissparkasse eingestellt hatte.

Titelfoto: Johannes Hartig, Nancy Plaßmann, André Schüller und Friedrich H. Petersmann

Aber auch sonst ist die Vita von Friedrich Petersmann für einen Sparkassen-Vorstand inzwischen als ungewöhnlich zu bezeichnen. 1970 startete er als Lehrling in dem Unternehmen, dem er 48 Jahre treu bleiben sollte und an dessen Spitze er sich in den Ruhestand verabschiedete.
Als Petersmann 2011 in den Vorstand aufrückte und dort die Verantwortung für das Privatkundengeschäft übernahm, war er „mit 59 in einem Alter, in dem andere bereits über den Vorruhestand nachdenken“ neckte Moderator Ludger Abeln den scheidenden Manager.

Verabschiedung Friedrich Petersmann, Sparkasse Osnabrück
Abschied im Sparkassen-Foyer

Nancy Plaßmann und André Schüler übernehmen im Vorstand

Die beiden neuen am Freitagabend präsentierten Vorstandsmitglieder, Nancy Plaßmann (39) und André Schüller werden nicht beide Friedrich Petersmann ersetzen. Seine Aufgaben im Privatkundengeschäft, zu denen in den vergangenen Jahren zunehmend auch die Digitalisierung zählte, wird die seit 20 Jahren für die Sparkasse tätige Nancy Plaßmann übernehmen – als erste Frau im Vorstand der Sparkasse. André Schüler kehrt aus Göttingen zurück an den Ort seiner Ausbildung, wo er die Aufgaben des bereits im April nach Aachen gewechselten Thomas Salz im Firmenkundengeschäft übernimmt.

In sehr persönlichen Redebeiträgen, insbesondere von Petersmanns langjährigem Vorstandskollegen, dem weiter als Vorstandsvorsitzenden tätigen Johannes Hartig, konnten die fast 200 Ehrengäste das berufliche Leben von Friedrich Petersmann Revue passieren lassen, der nun in den „Unruhestand“ entlassen wird, in dem er sich weiterhin in der Arbeit für seinen Wohnort Sutthausen, und die katholische Kirchengemeinde engagiert, nun aber mehr Zeit für seine Frau, Reisen, Kunst und Kultur haben wird.

Verabschiedung Friedrich Petersmann, Sparkasse Osnabrück
Friedrich Petersmann (links) und Moderator Ludger Abeln
AFP

Drogenhändler in Osnabrück wartete mit Machete auf Polizei

Polizei Symbolbild
Symbolbild

Eine Machete und mehrere Messer fanden Fahnder der Polizei Osnabrück bei der Durchsuchung der Wohnung eines mutmasslichen Drogenhändlers in der Osnabrücker Altstadt. Ein vor einem Haftrichter erlassener Haftbefehl wurde allerdings schnell wieder außer Vollzug gesetzt.

(ots) – In der Nacht zu Samstag wurde von Polizeibeamten die Wohnung eines 28-jährigen Mannes durchsucht, da es Hinweise gab, dass der Mann Cannabispflanzen in seiner Wohnung hat und mit Drogen handelt. Doch die Beamten fanden weitaus mehr als nur Cannabis.

Neben Cannabis auch Kokain, Tabletten und Waffen gefunden

Die Beamten suchten die Wohnung in der Großen Gildewart in der Osnabrücker Altstadt auf und der Verdacht bestätigte sich: In der Wohnung konnten mehrere Cannabisprodukte, Kokain, Tabletten, Drogenutensilien, Testosteron und mehrere Messer, darunter eine Machete aufgefunden und sichergestellt werden.

Der junge Mann wurde vorläufig festgenommen. Ein Ermittlungsverfahren wurde von den Polizeibeamten eingeleitet. Am Samstagnachmittag wurde der Tatverdächtige einem Haftrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl erließ. Allerdings wurde dieser Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

AFP

Trunkenheitsfahrer beleidigte und beschimpfte Polizisten

Symbolbild Alkoholfahrt
Symbolbild: Alkoholfahrt

In der Nacht zu Samstag wurde gegen 01.30 Uhr ein 37-jähriger Mann von Beamten der Autobahnpolizei überprüft. Dabei zeigte er nach Angaben der Polizeiinspektion ein sehr aggressives Verhalten gegenüber den Polizisten.

Der Mann war mit einem Toyota auf der A30 in Richtung Hannover unterwegs. In Höhe Hasbergen konnte er kontrolliert werden, dabei stellten die Beamten fest, dass er betrunken war und auch keinen Führerschein hatte.

Nach Blutprobe wieder auf freiem Fuß

Der 37-Jährige wurde vorläufig festgenommen, wobei er heftig Widerstand leistete. Er beleidigte und beschimpfte die Polizisten, die ihn mit zur Dienststelle nahmen. Dort wurde ihm eine Blutprobe entnommen.

Nach weiteren polizeilichen Maßnahmen und Zahlung einer Sicherheitsleistung durfte der Mann am Samstagmittag die Wache wieder verlassen, sein Auto mußte er allerdings stehen lassen.

AFP

Gute Nachricht des Tages: In Hamburg fahren bald elektrische Müllautos

Elektromüllauto
Foto: Faun

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Wer kennt es nicht, das Geräusch wenn vollkommen überdimensionierte Müllautos bereits sehr früh am Morgen durch viel zu schmale Straßen fahren? Bei jedem Stopp machen Hydraulikpumpen zusätzlichen Lärm und der Dieselmotor läuft dabei natürlich weiter.

Im Hamburg soll damit zumindest auf einigen Routen ab kommendem Jahr Schluss ein. Ein brandneuer LKW des schwedischen Herstellers Volvo, der einen Spezialaufbau der niedersächsischen Firma Faun erhielt, beginnt seinen Dienst bei der Stadtreinigung Hamburg. Bei dem neuen Fahrzeug wird die skalierbare Batteriekapazität genutzt, um leise und emissionsfrei zu fahren und den Aufbau und Lifter anzutreiben. Das Müllfahrzeug wird von zwei Elektromotoren mit 370 kW Maximalleistung (260 kW Dauerleistung) und einem Zweiganggetriebe angetrieben. Zur Energiespeicherung werden Lithium-Ionen-Batterien verwendet. Mit dem Einsatz von alternativen Antrieben leisten Entsorgungsunternehmen einen wertvollen Beitrag zu einer verbesserten Umweltbilanz in belasteten Städten und Ballungsgebieten und läuten die Entsorgung von morgen ein. In zwei Jahren soll die Serienproduktion für die weltweit saubersten Müllfahrzeuge starten, so der Hersteller.

AFP

Am Freitag feierte Osnabrück den „No-No-Parking“ Day

No Parking Day Osnabrück, 2017 und 2018

Eine persönliche Beobachtung von Heiko Pohlmann

Erinnert sich noch jemand an den dritten Freitag im Monat September 2017? An diesem Tag wurde in Osnabrück zum zweiten Mal, erstmals mit offizieller Tolerierung durch die Stadt und scheinbar auch letztmals der „PARK(ing) DAY“ gefeiert. Da es vor allem darum ging Autos am Parken zu hindern, war es mehr ein „No Parking Day“ – und da in diesem Jahr kein Aktivist mehr Lust zu haben schien so seine moralische Überheblichkeit Überlegenheit zu präsentieren, war es 2018 ein „No-No-Parking Day“.

Wer wollte – und das waren vor allem die Grüne Ratsfraktion und Greenpeace Osnabrück – konnte am dritten Septemberfreitag 2017 knappen Parkraum zweckentfremden und damit ein Zeichen gegen den motorisierten Individualverkehr setzen. Stolz präsentierten sich die Kämpfer gegen individuelle Mobilität, wie sie am Straßenrand picknickten auf ihren Social Media Kanälen und in Pressemitteilungen. Und ein Jahr später: nichts!
Anders als im vergangenen Jahr ist auf den Facebook-Accounts der Grünen Ratsfraktion und von Greenpeace Osnabrück nichts dazu zu finden. Nachhaltigkeit im Protest sieht wohl anders aus?

Möglich machte diesen Aktionismus ein Entscheid des Stadtrats, der im Frühjahr 2017 entschieden hatte, dass die Verwaltung diese Landnahme zukünftig an jedem 3. Freitag im September tolerieren solle – nicht nur im September 2017 sondern auch an den folgenden PARK(ing) DAYs. Eine extra dafür eingerichtete Homepage unter parkingday-osnabrueck.com ist inzwischen wieder verwaist, die im Internet Archive aufbewahrte Kopie der Seite verspricht: „Der PARK(ing) DAY lebt weiter und wird größer! Ihr findet uns Dank der freundlichen Unterstützung nun im Projekt MOBILE ZUKUNFT!“ Doch auch da findet sich nur eine Ankündigung, der in diesem Jahr offenbar niemand mehr folgen wollte.

Parklet Dielingerstraße
Im September 2017 begann die Besetzung des „Parklets“ als Happening der Osnabrücker Grünen – ein Jahr später erinnern nur Baustellen-Absperrungen daran

Mit dem Parking Day 2017 begann die „Parklet Posse“

Seit dem Aktionstag 2017 sind zwei Parkflächen in der Dielingerstraße für den Parksuchverkehr gesperrt. Nachdem Mitglieder der Grünen dort ein Picknick feierten, wurde nicht wieder aufgeräumt, es wurden sogar zusätzliche Europaletten aufgeschichtet, und erst als diese zusätzlichen Müll anzogen hatten im Frühjahr wieder entfernt.

Bei einer Infoveranstaltung der Aktionsgruppe Mobile<Zukunft im August wurde auf Nachfrage unserer Redaktion angekündigt bis zum PARK(ing) DAY 2018 (also gestern) eine feste Installation auf der „Parklet“ getauften Fläche zu installieren. Daraus wurde wohl nichts, wie unser Foto von Freitagvormittag zeigt. Nun – so eine Mitteilung der Verwaltung an den Rat – soll „bis Ende September“ eine dauerhafte Bebauung der Parkfläche erfolgen. Die Zeit wird knapp, das Geld offenbar nicht. Mehr als 12.000 Euro soll das Parklet den Steuerzahler bereits gekostet haben.

Sonntag wird die Martinistraße blockiert

Auch wenn der PARK(ing) DAY 2018 ausgefallen ist, wird den Osnabrückern in zeitlicher Nähe, an diesem Sonntag erneut vorgeführt, was angeblich ihre (mobile) Zukunft sein soll. Am Sonntag wird eine der Haupteinfallstraßen der Stadt, die Martinistraße gesperrt und es soll bei erwarteten 15 Grad und möglichem Starkregen für die Verkehrswende unter dem Motto „Osnabrück hat autofrei“ geworben werden. So viel Aktionismus an nur kurz aufeinander folgenden Tagen, war wohl zu viel? Die üblichen Gruppen – die in diesem Jahr keine Parkplätze besetzt hielten – werden (wenn das Wetter nicht zu schlecht ist) sicher am Sonntag dabei sein, wenn dann die Martinistraße blockiert wird.

AFP

Themenwochenenden bei den Zoo Lights im Osnabrücker Zoo

Zoo Lights im Osnabrücker Zoo. Foto: Jasmin Schulte

Seit Freitagabend (21.9.) und am heutigen Samstagabend (22.9.) finden im Zoo Osnabrück die Brasilianischen Nächte statt. Damit gibt es neben den Zoo Lights, die vor einer Woche (15.9.) gestartet sind, ein zusätzliches Special, das einen Zoobesuch auch an einem Herbstabend attraktiv macht. 

2. Zoo Lights im Osnabrücker Zoo

Zum zweiten Mal gibt es nun die Zoo Lights im Osnabrücker Zoo. Die Zoo Lights haben den Zoo im letzten Jahr 170.000 Euro gekostet. „Wir als Zoo haben mit den Zoo Lights ein Plus von 10.000 Euro gemacht. Ein voller Erfolg also“, freut sich Hanna Rickert, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Zoo Osnabrück, und begründet damit auch die zweiten Zoo Lights. Insgesamt 650 leuchtende Tiere erwarten die Besucher hier. Zusammen bilden die Tiere verschiedene Installationen. Meist sind die leuchtenden Tiere so platziert, dass sie sich nah bei ihren Artgenossen befinden. Die Tiger stehen zum Beispiel auf dem Gehege der Tiger, die Seelöwen vor dem Seelöwenbecken oder die Flamingos am Eingang beim Flamingobecken. Anders als im letzten Jahr, wo die Anordnung der Lights noch keiner genauen Strategie folgte.

Themenwochenenden bei den Zoo Lights im Osnabrücker ZooDie Brasilianischen Nächte machen den Auftakt für die folgenden Themenwochenenden. Die Themenwochenenden sind gleichzeitig ein Ersatz für die Dschungelnächte, die es in diesem Jahr nicht geben wird. „Wir wollen den Besuchern etwas Neues bieten. Mit der Verbindung der Zoo Lights und den Themenwochenenden wollen wir die Chance nutzen, den Besuchern viele verschiedene Attraktionen zu bieten“, so Hanna Rickert.

Bunt, laut, brasilianisch

Themenwochenenden bei den Zoo Lights im Osnabrücker Zoo
Brasil Show Köln. Foto: Jasmin Schulte

Heute Abend beginnen die Brasilianischen Nächte mit der Trommelgruppe Rosinhans um 18:30 Uhr. Die Brasil Show Köln ist eine Sambagruppe, die schon zu den Halbfinalisten bei der Talentshow „Das Supertalent“ gehörte. Mit Trommeln, Samba und Capoeira schaffen sie einen bunten Mix und bewegen auch die Besucher zu dem einen oder anderen Hüftschwung. Im Anschluss spielt die Band „Manga Maluca“, die die verschiedensten Musikrichtungen zusammenbringt – Jazz, Rock, Samba-Funk, Pop und Raggae.

Ein Wochenende, ein Thema

Auf die Brasilianischen Nächte folgen die Afrikanischen Nächte. An beiden Wochenenden sind Bands und Gruppen zu finden, die sonst bei den Dschungelnächten spielen. Und auch im Anschluss wird es bis zum Ende der Zoo Lights am 11. November kein Wochenende geben, dass nicht unter einem bestimmten Thema steht. Das erste Wochenende im Oktober widmet sich mit dem Handwerk. Auf einem Kunsthandwerkermarkt werden verschiedene Aussteller handgemachtes verkaufen. An den anderen Wochenenden wird es entweder lustig, gruselig oder einen Sprung in die Vergangenheit geben. Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss der Zoo Lights bietet die Laternenwoche. Weitere Details finden Sie hier.

Für die Zoolights gibt es auch einen Gutscheincode, damit der Besuch gleich noch ein bisschen mehr Spaß macht.

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Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt wegen Moorbrand bei Meppen

Feuerwehr

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück führt von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren gegen bislang unbekannte Täter wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Brandstiftung auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 in Meppen. Gegenstand des Ermittlungsverfahrens ist ein am 03.09.2018 durchgeführter Erprobungsversuch, infolgedessen es zur Entzündung erheblicher Teile der dortigen Moorfläche kam.

Am Freitagvormittag wurde Katastrophenalarm in der Region ausgelöst.

Bereits am 20.09.2018 hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück bei dem Amtsgericht Osnabrück den Antrag auf Erlass eines Durchsuchungsbeschlusses für das Gelände der WTD 91 gestellt. Der Durchsuchungsbeschluss wurde antragsgemäß erlassen und am Morgen des 21.09.2018 vollstreckt. An der Durchsuchung waren insgesamt vier Polizeibeamte des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Lingen/Grafschaft Bentheim, sowie zwei Staatsanwälte der Staatsanwaltschaft Osnabrück beteiligt. Die Maßnahme wurde in Kooperation mit dem Dienststellenleiter der WTD 91 durchgeführt und unterstützt.

BW-Dienststelle übergab Daten freiwillig

Ziel der Durchsuchungsmaßnahmen war die Sicherstellung und Beschlagnahme von Datenträgern, Protokollen und weiteren Unterlagen, die Aufschluss über den genauen Hergang des Erprobungsversuches, etwaige Verstöße gegen brandschutzrechtliche Schutzvorschriften und die hieran beteiligten Personen geben können. Sämtliche von den Ermittlern geforderten Unterlagen wurden durch die Dienststellenleitung der WTD 91 freiwillig übergeben.

Die Auswertung der sichergestellten Gegenstände und Unterlagen dauert nach Angaben der Staatsanwaltschaft an.

 

AFP

Gedenkstein für die verstorbenen Kinder von Zwangsarbeiterinnen eingeweiht

Gedenkstein

Auf dem Titelbild dieses Artikels sind bewusst keine Menschen zu sehen, denn bei der Einweihung des Gedenksteins am heutigen Freitag (21.09.) ging es nicht um jene, die den Stein ermöglicht haben, nicht um jene, die Reden gehalten haben und auch nicht um jene, die Blumen niederlegten. Es ging um die vielen Kinder von Zwangsarbeiterinnen, die nur wenige Tage oder Monate alt wurde, die unter unmenschlichen Bedingungen ihren Familien entrissen, und durch die Nationalsozialisten ermordet wurden.

Auf dem Heger Friedhof sind 80 Gräber von Kindern nachweisbar, die in den Osnabrücker Zwangsarbeitslagern ums Leben gekommen sind. Viele von ihnen starben vor ihrem ersten Lebensjahr an Krankheiten und Mangelernährung, manche überlegten den ersten Tag nicht. Direkt nach der Geburt wurden sie ihren Müttern entrissen, damit diese sofort mit der Arbeit weitermachen konnten. Zwischen 1942 bis 1945 wurden allein im Lager „Fernblick“ 312 Geburten und 42 Todesfälle von Kinder meist russischer, polnischer oder französischer Zwangsarbeiterinnen registriert. Festgehalten auf so genannten „Leichenkarten“, die kürzlich wiederentdeckt wurden.

Eure Kinder haben Flügel bekommen

Die rund 200 geladenen Gäste auf der Einweihung, unter ihnen die Familie van Wel aus Holland, deren Schwester 1942 an Unterernährung und Lungenentzündung in Osnabrück verstarb, waren sichtlich bewegt und lauschten den Worten der Redner. Besonders ergreifend war die Meditation von Prof. Dr. Reinhold Morkosch, der über alle Religionen hinweg den Kindern und ihren Familien gedachte. „Eure Kinder haben Flügel bekommen und sind wieder zu Engeln geworden. Doch ihr Mütter musstet weiterleben – vereinsamt unter der Geisel der Sklavenarbeit“, sprach er mit dem Blick auf den Gedenkstein. Er verurteilte die Tötung der Kinder, sagte aber gleichzeitig, dass es aus heutiger Sicht immer leicht ist, jemanden von damals zu verurteilen. Mit ihrem Handeln haben die Verantwortlichen den Müttern die Hoffnung auf Liebe und Leben in ihrer Hölle der Arbeitswelt genommen.

Gedenkstein
Die Familie van Wel legt Blumen nieder

Spuren der Liebe

„Doch das wichtigste“, so Mokrosch weiter, „das wichtigste ist, dass die Kinder und die Mütter Spuren der Liebe auf der Welt hinterlassen haben.“ Mit der Einweihung des Gedenksteins wolle man an sie denken und gleichzeitig daran erinnern, dass viele Schicksale noch nicht aufgeklärt sind. Dr. Volker Issmer erinnerte mit einem kurzen Text an die vielen Geschichten, die offenkundig noch kein Ende gefunden haben. „Vieles ist noch nicht bekannt“, sagte er. „Was wurde aus den Müttern, die in den Lagern arbeiten? Kaum jemand hat gefragt.“ Auch Anette Meyer zu Strohen aus dem Osnabrücker Stadtrat sieht in dem Gedenkstein gleichzeitig eine Aufgabe. „Die Untersuchungen zu den Gräueltaten der NS-Zeit sind noch nicht beendet. Und dieser Gedenkstein ist eine besondere Verpflichtung für uns als Friedensstadt.“ Im Anschluss an die Reden legten viele Besucher Blumen und Kränze vor dem Grab nieder, um den vielen vergessenen Kindern zu gedenken.

AFP

Gute Nachricht des Tages: Lidl Großbritannien verkauft “fehlerhaftes“ Obst und Gemüse

Muss es immer perfekt sein? (Symbolbild: Karotte)
Muss es immer perfekt sein? (Symbolbild: Karotte)

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Äpfel mit kleinen braunen Stellen, krumme Gurken oder zu kleine Früchte – all diese Dingen werden von den Supermärkten oft aussortiert und kommen nicht mehr in den Verkauf. Dabei sind die Produkte geschmacklich völlig in Ordnung, sie entsprechen nur nicht dem optischen Idealbild. Der Discounter Lidl hat in Großbritannien nun das Projekt „Too Good to Waste“ ins Leben gerufen und verkauft eben dieses „fehlerhafte“ Gemüse und Obst für etwa 1,67€ pro 5 Kilo!

Anfang August gab das Unternehmen auf seiner Website bekannt, dass es in 122 Geschäften die „Too Good to Waste“-Boxen einführen will. Sie sind Teil des Unternehmensziels bis zum Jahr 2020 rund 25% der Lebensmittelverschwendung zu eliminieren. Zusätzlich sollen Lebensmittel, die kurz vor dem Ablaufdatum sind, im Preis reduziert werden. Das Unternehmen schätzt, dass so in einem Jahr 10.000 Tonnen „Überschuss“ vermieden werden können. Die Boxen sind jeweils in den ersten Stunden nach Öffnung des Geschäftes erhältlich und kosten umgerechnet etwa 1,67€ pro 5 Kilogramm.

Projekt für Deutschland nicht geplant

Auf Nachfrage des Magazins „bento“  gab Lidl an, dass das „Too Good to Waste“ Projekt für Deutschland nicht geplant sei. Hierzulande werde auf Grund von guter Kalkulierung nur so viel eingekauft, wie auch verbraucht wird. Wenn Lebensmittel noch genießbar, aber nicht mehr zu verkaufen sind, werden sie an die Tafel abgegeben, heißt es von Seiten des Unternehmens. Etwas verwunderlich, denn auch hier wird schließlich „fehlerhaftes“ Obst und Gemüse oft aussortiert.

AFP