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Kommentar: Osnabrück hat *keinen* Kunstskandal

Wem gehört das "Selbstbildnis mit Geschirrtuch" vom Felix Nussbaum?
Wem gehört das "Selbstbildnis mit Geschirrtuch" vom Felix Nussbaum?

Rund 58.000 Unternehmen sind zwischen Osnabrück, Bad Bentheim und Meppen Mitglied der IHK. Die Betriebsgröße reicht vom Kiosk an der Ecke bis zum Volkswagenwerk im Osnabrücker Fledder. Dass sie mit den gezahlten Mitgliedsbeiträgen auch in Kunst investiert haben, dürfte vielen Unternehmerinnen und Unternehmern bislang gar nicht bewusst gewesen sein.

Ein Skandal wäre es, wenn von ihnen nun ein Geschenk an die Stadt Osnabrück erwartet wird, wie es einige Lokalpolitiker bereits fordern. Ein Kommentar:

Auch wenn die Mitgliedschaft nicht immer lieb, dafür oft teuer erkauft ist, so sollte jeder Unternehmer, aber auch jeder Mitarbeiter eines IHK-Mitgliedsunternehmens und vor allem jeder Lokalpolitiker anerkennen, dass die IHK eine wichtige Aufgabe in der Region erfüllt. Zwar bildet längst nicht jeder Mitgliedsbetrieb aus, doch profitiert jedes Unternehmen und jede Gemeinde der Region von der Verfügbarkeit gut ausgebildeter Mitarbeiter.
Und egal ob es um den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, die Zukunft der Innenstädte oder die Verfügbarkeit schneller Onlinezugänge geht: Immer ist es die IHK, die hier klare Position für Unternehmen und Mitarbeiter bezieht. Doch warum sollte die IHK das Geld ihrer Mitglieder in Kunst investieren oder einmal investiertes Geld verschenken?

Warum auch immer diese Bilder von der IHK gekauft wurden…

Dem niedersächsischen Landesrechnungshof und dem Wirtschaftsministerium ist es zu verdanken, dass die Vollversammlung der IHK bereits im März den Entschluss getroffen hat drei Bilder des Osnabrücker Malers Felix Nussbaum (1904 – 1944) zu verkaufen.
Warum auch immer zwei Bilder in den 70er Jahren, ein weiteres dann im Jahr 2000 angeschafft wurden, es war selbstverständlich ein Glücksfall für Osnabrück, dass die Bilder so nicht in einen privaten Sammlerkeller gerieten. Ohne dass es den zahlreichen IHK-Mitgliedern in der Region bewusst war, konnten die Leihgaben zur Komplettierung der Sammlung des Osnabrücker Nussbaum-Hauses beitragen.
Doch was interessiert dies den Inhaber eines Taxibetriebs in Nordhorn oder den Lebensmittelhändler in Bentheim? Sie haben einen Anspruch darauf, dass ihre Mitgliedsbeiträge zielgerichtet eingesetzt werden: Kunsthandel und Besitz gehört nicht zu den Aufgaben einer IHK.

Wieso verschenken was einen Wert hat?

Forderungen, die IHK möge die Bilder doch nun möglichst verschenken oder zum Anschaffungspreis der 70er Jahre abgeben, sind ebenfalls kaum vermittelbar.
„Kunst verschachern das geht gar nicht“, positioniert sich der Grüne Volker Bajus bereits bei Facebook und sein Parteifreund Michael Hagedorn geht sogar so weit, dass er mit Verweis auf „Anstand“ ein Verschenken der Kunstwerke an die ewig klamme Stadt Osnabrück fordert.
Was ist das für ein Weltbild, dass diese grünen Politiker haben? Da wird dankend angenommen, dass sich die Industrie- und Handelskammern zum Beispiel für das duale Ausbildungssystem, die Förderung von Jungunternehmern und die kritische Begleitung der Bundes- und Landespolitik engagieren. Dass dies alles nur möglich ist, weil tausende Unternehmer Jahr für Jahr einen nicht unwesentlichen Beitrag an die IHK zahlen, wird gar nicht erst in Erwägung gezogen.
Die Beitragszahler der IHK haben einen Anspruch darauf, dass aus ihrem Vermögen keine Geschenke an eine ihnen oft doch sehr ferne und in Sachen Haushaltspolitik alles andere als wirtschaftlich handelnde Stadt Osnabrück gemacht werden.

Wenn es überhaupt einen Skandal gab, dann war dies der Ankauf der Bilder aus IHK-Beiträgen, die sicher nicht dafür gedacht waren. Ein Glück für die IHK, dass seinerzeit nicht so genau hingeschaut wurde. Das dafür eingesetzte Geld gehört dennoch den Mitgliedern, und die haben einen Anspruch auf einen anständigen Verkaufspreis.
Wenn es noch einen Skandal geben sollte, dann wäre dies ein Verschenken oder eine Abgabe der Bilder zu einem nicht marktgerechten Preis.

Das Nussbaum-Haus: Ein Discount-Museum

„Bilder gehören ins Museum“ fordert Volker Bajus ebenfalls. Dem kann man zustimmen, vor allem wenn es sich um für Osnabrück und einem seiner größten Söhne so wichtige Werke handelt.
Aber Kunst hat auch seinen Preis. Bestimmt wird dieser Preis durch Sammler, Kunsthändler und auch durch Eintrittspreise für Museen. Dass das Nussbaum-Haus auch weiterhin für Jugendliche unter 18 kostenfrei ist und von Erwachsenen eher symbolische 5 Euro kassiert, zeugt bereits von Unverständnis der Lokalpolitiker für die Realitäten.
Das vom renommierten Architekten Daniel Libeskind gestaltete Nussbaum-Haus und die darin gezeigten Werke sind ein Pfund, mit dem Osnabrück wuchern kann. Nur einen symbolischen Eintrittspreis zu verlangen, ist eine Frechheit gegenüber dem Steuerzahler und dem Werk des Künstlers. Dass nun kein Geld in der Kasse ist um die drei zum Greifen nahen Bilder in den eigenen Bestand zu übernehmen, ist somit auch selbstverschuldet von der Lokalpolitik, die seit Jahren ein derartiges Discount-Museum in der Stadt duldet.

Die Aufmerksamkeit, die den nun zum Verkauf stehenden Bildern zukommt, sorgt vielleicht dafür, dass sich ein Mäzen findet, der im Sinne der Stadt die Bilder ankauft und im Sinne der IHK-Mitglieder auch einen anständigen Preis dafür bezahlt.
Ein ordentlich gestalteter Leihvertrag kann dann dafür Sorge tragen, dass die Besucher der Stadt Osnabrück auch in Zukunft und noch sehr lange die Möglichkeit haben diese wichtigen Nussbaum-Bilder zu sehen.

Warum nicht langfristig für den Ankauf sparen?

Konstruktionen wie „Leihe mit späterer Kaufoption“, zum Beispiel durch eine zu gründende Stiftung oder einen Museumsverein, wären denkbar.
Der kurzfristig zu findende Käufer würde damit zu einem Kreditgeber für den in der Zukunft bereits fixierten zweckgebundenen Ankauf. Der zukünftig zu zahlende Kaufpreis könnte jetzt schon verhandelt werden – zum Beispiel der jetzige Kaufpreis mit einer Null-Verzinsung. Ein Mäzen, der so der Stadt und den Kunstliebhabern aushilft, würde lediglich auf eine Wertsteigerung verzichten und hätte sein Kapital sicher angelegt – Zinsen gibt es im Augenblick ohnehin nicht.

Eine dringend notwendige moderate Anhebung der Eintrittspreise, zum Beispiel auf das Niveau einer Kinokarte, könnte ab sofort für einen zuverlässigen Kapitalzufluss in einen Ankaufs-Fond sorgen.
Und vielleicht findet sich unter den Mitgliedsunternehmen der IHK und bei den jetzigen Kritikern eines Verkaufs, auch noch der Ein oder Andere, der ebenfalls etwas dazugibt, damit sowohl die Interessen der Allgemeinheit wie der IHK-Mitglieder befriedigt werden.

Und noch was: Die Verfolgung und Ermordung des Künstlers Felix Nussbaum durch das NS-Regime ist ein schrecklicher Hintergrund für seine Kunst. Dass seine Werke nun am Kunstmarkt gehandelt und einen Wert haben, ist ein Teil der Wertschätzung gegenüber dem Künstler und seinem tragischen Schicksal. Forderungen den Wert dieser Kunst auf „0“ zu taxieren entwerten den Künstler posthum auf eine besonders perfide Weise.

AFP

Wo die HASEPOST-Leser Urlaub machen

Hasepost Urlaubsländer

Noch bis Anfang August sind Schulferien und zahlreiche Leser der HASEPOST sind bereits im Sommerurlaub.

Anonymisiert und dem Datenschutz entsprechend kann unsere Redaktion regelmäßig abrufen, wie häufig und vor allem woher die Abrufe unserer Website kommen.
Seit einigen Tagen ist deutlich festzustellen, wie die Abrufe aus klassischen Urlaubsländern zunehmen. Die großen europäischen Länder, aber auch die USA, Australien und zahlreiche Länder Asiens gehören das ganze Jahr über zu Dauergästen der Abrufstatistik, während die Türkei, Griechenland und in diesem Jahr ganz besonders Kroatien sich vor allem im Sommerhalbjahr nach oben schieben.

Spanien führt die Rangliste an, die Türkei fällt ab

Unterstellt man den Auslandsabrufen eine große Zahl an Urlaubern, dann kann für Ende die letzte Juniwoche folgende Rangliste aufgestellt werden:

  1. Spanien
  2. Frankreich
  3. Italien
  4. Griechenland
  5. Türkei
  6. Österreich
  7. Kroatien
  8. USA
  9. Dänemark
  10. Niederlande

Wir freuen uns, dass wir für unsere Leser – egal wo sie gerade sind – aktuell und kostenfrei aus Osnabrück, Deutschland und der Welt berichten können!

Trotz der beginnenden Sommerferien war der Juni, nach dem März 2017, der bislang zweitbeste Monat für die HASEPOST, gemessen an den Abrufzahlen.

Wir wünschen frohe Ferien!

AFP

Erneut Osnabrücker Bundespolizist von nordafrikanischem Schwarzfahrer verletzt

Symbolbild Kontrolle Bundespolizei
Symbolbild: Bundespolizei

Erneut wurde am Samstag ein Osnabrücker Hauptbahnhof ein Bundespolizist von einem Nordafrikaner (19) verletzt. Die Tat ist der bisherige Höhepunkt einer ganzen Reihe von ähnlichen Vorfällen, die in den vergangenen Monaten bei der zuständigen Bundespolizeidirektion Bad Bentheim aktenkundig wurden. 

Der junge Mann und sein 20-jähriger Begleiter waren im IC 2314 (Köln – Westerland) ohne gültige Fahrausweise aufgefallen. Der 19-Jährige versuchte zunächst, sich der Identitätsfeststellung durch hinzugerufene Bundespolizisten zu entziehen. Er flüchtete über die Bahngleise und versteckte sich in einem Gebüsch. Der junge Mann konnte gestellt werden, leistete aber bei seiner Festnahme und auch auf der Dienststelle erheblichen Widerstand.

Gezielte Tritte gegen Polizeibeamten

Der Schwarzfahrter attackierte u.a. einen Polizisten durch einen gezielten Fußtritt in Richtung Unterleib. Diesen Angriff konnte der Beamte mit der Hand abwehren, wurde dabei jedoch an der Hand verletzt. Der renitente Mann musste gefesselt werden.

Im Intercity auch als Dieb betätigt

Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurde zudem bekannt, dass die beiden Männer im fahrenden IC 2314 zwei Frauen Gepäckstücke entwendet hatten. Die Gegenstände, zwei Koffer und eine Reisetasche, ließen die Beschuldigten beim Eintreffen der Polizei auf dem Bahnsteig zurück. Die beiden betroffenen Frauen waren bereits in Richtung Hamburg weitergereist und konnten durch die Bundespolizisten verständigt werden.

Gegen beide marokkanischen Staatsangehörigen wurden nach Angaben der Bundespolizei umfangreiche strafrechtliche Ermittlungen aufgenommen. Gegen den 19-Jährigen wird zudem wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.
Symbolbild: Bundespolizei


Hinweis der Redaktion: Wir haben uns in Übereinstimmung mit dem aktualisierten Pressekodex entschlossen das Herkunftsland des Festgenommenen zu nennen.
In den vergangenen Monaten kam es mehrfach zu teils sehr aggressiven Übergriffen von Nordafrikanern gegenüber Beamten der Bundespolizei (siehe unten).
Wir bitten unsere Leser sich in den Kommentaren bei Facebook mit grundsätzlicher Vor-Verurteilung zurückzuhalten.

AFP

Osnabrücker Burger-Restaurant „the Bulldog“ bereits nach einer Woche „leergefuttert“

the Bulldog Qualityday

Es klingt nach Ostberlin im Sommer 1989 oder Nordkorea heute Mittag, aber tatsächlich gibt es auch 2017 in Osnabrück ein Restaurant, das schlicht „leer gefuttert“ wurde und deswegen eine Zwangspause einlegen muss.

Am Sonntagabend, kurz nach 21 Uhr, warfen die Verantwortlichen des erst knapp eine Woche zuvor eröffneten Restaurants „the Bulldog“ an der Pagenstecherstraße das virtuelle Handtuch. Via Facebook verkündete das Team einen „Qualityday“, an dem nicht nur der persönliche Akku der Mitarbeiter, sondern auch das Lager mit frisch geschnittenen Pommes und Beef für den Fleischwolf wieder aufgefüllt werden soll.

the Bulldog Osnabrück, Pagenstecherstraße
Fleisch. Kreisch! 180 Gramm Rindfleisch zwischen zwei Brötchenhälften: Alles Made in Osnabrück!

Wie das „the Bulldog“ den Burger neu definieren will.

Ankündigung an die Fans via Facebook

Restaurant-Gäste zeigen Verständnis

In den Kommentaren des Facebook-Postings zeigen sich die Gäste verständnisvoll. Ein Gast berichtet davon, am Samstag 40 Minuten auf einen Tisch gewartet zu haben, aber die Wartezeit habe sich gelohnt. Andere Leser regen an, den Montag doch ganz grundsätzlich als Ruhetag einzuführen, um an den restlichen Tagen der Woche voll einsatzbereit zu sein.

Mit 110% Power geht es Dienstag weiter

Von der Geschäftsleitung, die vermutlich am Montagvormittag noch im Ruhemodus war, konnte unsere Redaktion keine Stellungnahme bekommen, allerdings ist die Aussage auf Facebook auch so eindeutig: „Ab Dienstag um 12h sind wir wieder für euch da mit 110% Power und noch mehr Leidenschaft!“

Mehr über das „the Bulldog“ an der Pagenstecherstraße in Osnabrück.

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Foto: Screenshot Facebook

AFP

Grenzkontrollen wirken: Statt G20-Gewalttäter schnappte die Bundespolizei Drogenschmuggler

Drogenfund

Bei den Grenzkontrollen aus Anlass des G20-Gipfels in Hamburg, hat die Bundespolizei am Samstagabend an der deutsch-niederländischen Grenze einen 27-jährigen Drogenschmuggler festgenommen. Der Mann hatte versucht mehr als 26 Kilogramm verschiedener Rauschgifte zu schmuggeln.

Der 27-Jährige war nach Angaben der Bundespolizei mit seinem Kleintransporter über die Autobahn 30 aus den Niederlanden in die Bundesrepublik Deutschland eingereist. Gegen 18 Uhr wurde das Fahrzeug auf dem Parkplatz „Bentheimer Wald“ angehalten und im Zuge der Kontrollen an der Schengen-Binnengrenze zu den Niederlanden anlässlich des G20-Gipfels grenzpolizeilich kontrolliert.

Hauptzollamt Osnabrück unterstützte Bundespolizei

Bei der Überprüfung verwickelte sich der 27-Jährige Pole in Widersprüche. Außerdem blieb den Kontrollkräften die Nervosität des Mannes nicht unbemerkt. Gemeinsam mit Beamten des Hauptzollamtes Osnabrück wurde das Auto des Mannes darum genauer überprüft.

Bei der anschließenden Durchsuchung des Fahrzeugs entdeckten die Beamten mehre Tüten mit Rauschgift. In einem Sofa im Laderaum waren rund 9,2 Kilogramm Marihuana, 9,2 Kilogramm Haschisch, 6,9 Kilogramm Amphetamin und 1,1 Kilogramm Gramm Crystal Meth versteckt.
Damit endete der Schmuggelversuch an der deutsch-niederländischen Grenze. Der Mann wurden daraufhin vorläufig festgenommen und Beamten des Zollfahndungsamtes Essen für weitere Ermittlungen übergeben.

Handelswert der Drogen: 360.000 Euro

Die beschlagnahmten Drogen haben einem „Straßenverkaufswert“ von ca. 360.000,- Euro.

Der 27-Jährige wurde am Sonntagvormittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück einem Haftrichter beim Amtsgericht Nordhorn vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl und der Mann wurde der nächsten Justizvollzugsanstalt zugeführt.
Die abschließenden Ermittlungen werden vom Zollfahndungsamt Essen, am Dienstsitz in Nordhorn geführt.

Die Grenzkontrollen der Bundespolizei erfolgen lageabhängig an allen deutschen Schengen-Binnengrenzen. Sie sollen die Anreise potentieller Gewalttäter in das Bundesgebiet verhindern und zu einem störungsfreien Verlauf des G20-Gipfels beitragen. Reisende müssen daher mit entsprechenden Kontrollen rechnen.

Foto: Bundespolizei

AFP

Rauchwolke verdunkelte den Himmel über Osnabrück Eversburg

Feuer bei der Firma RAWIE in Osnabrück

Gegen 21 Uhr zog am Samstagabend eine Rauchwolke von Osnabrück bis über die Innenstadt von Osnabrück. Das Bild erinnerte an den Brand in der Müllsortieranlage vor gut einem Jahr, der nur wenige hundert Meter weiter die Feuerwehr für Tage in Atem hielt.

Doch der Brand an diesem Samstagabend war schnell gelöscht und die Rauchwolke verzog sich schnell.

Feuer bei der Firma RAWIE in Osnabrück
Rauchwolke über Osnabrück Eversburg.

Mit Unterstützung der freiwilligen Feuerwehren aus Osnabrück Eversburg und Haste wurde brennendes Verpackungsmaterial, das auf bzw. neben dem Werksgelände der Firmen Rawie und Grannex (Dornierstraße) gelagert wurde, gelöscht.

Feuer bei der Firma RAWIE in Osnabrück
Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle.

Schaulustige strömten an den Einsatzort

Neben den Rettungskräften waren auch schnell zahlreiche Schaulustige vor Ort, die sich teils an den zur Absicherung des Einsatzorts aufgestellten Feuerwehrleuten vorbeidrängen wollten.

Zahlreiche Leser der HASEPOST posteten bei Facebook Bilder der Rauchwolke, die bis Georgsmarienhütte und und Belm zu sehen war und ein weitaus größeres Feuer erwarten ließ.

Ob es zu größeren Sachschaden kam, konnten die am Einsatz beteiligten Feuerwehrleute am Samstagabend noch noch nicht feststellen.

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AFP

Vandalen auf dem Friedhof in Osnabrück Schinkel

Friedhof, Engel
Symbolbild Friedhof

Zwischen Mittwochmorgen, 11:00 Uhr, und Donnerstagabend, 19:00 Uhr, trieben bislang unbekannte Randalierer ihr Unwesen auf dem Schinkeler Friedhof an der Belmer Straße. Die Osnabrücker Polizei bittet um Mithilfe bei der Suche nach den Tätern.

An mindestens zehn Gräbern machten sie sich zu schaffen, schmissen Skulpturen um, warfen Vasen kaputt und verschmierten Gräber mit Farbe.

Wer hat die Totenruhe gestört?

Die Polizei Osnabrück hat nun mehrere Strafverfahren eingeleitet u.a. wegen Störung der Totenruhe und bittet um Hinweise zu verdächtigen Feststellungen unter 0541-327 3203 oder 0541-327 2115 (außerhalb der Geschäftszeit).
Symbolbild

 

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AFP

Überfall auf Pizza Hut in Osnabrück war vermutlich ein „Inside Job“

Tatwaffe und Beute
Die Tatwaffe und die Beute (Foto: Polizei Osnabrück)

Nachdem es am späten Mittwochabend zu einem Raubüberfall bei Pizza Hut am Domhof in OSnabrück kam, konnte die Polizei schon am Donnerstag einen Tatverdächtigen festnehmen.

Ein Mann überfiel gegen kurz vor 23:00 Uhr zwei Angestellte im Restaurant und raubte unter Vorhalt einer Pistole einen vierstelligen Bargeldbetrag. Trotz großangelegter Fahndung konnte der Räuber zunächst entkommen. Nach den ersten Ermittlungen und einem Hinweis aus der Bevölkerung geriet jedoch schnell ein 19-jähriger Mann aus Osnabrück in das Visier der Osnabrücker Beamten.

Täter und Opfer hatten sich wohl abgesprochen

Eine Wohnungsdurchsuchung noch am Donnerstag bei dem 19-Jährigen brachte dann den Durchbruch. Die Beamten fanden nicht nur die Tatwaffe und die Bekleidung, auch das erbeutete Bargeld konnten sie finden. Im Rahmen der Ermittlungen war der 19-Jährige vollumfänglich geständig. Offenbar war die Tat zumindest mit einem der Opfer genau so abgesprochen und geplant, so die Polizeidirektion Osnabrück.

Die genauen Hintergründe und Motive versucht die Polizei nun aufzuklären. Sie ermittelt nun auch wegen Vortäuschens einer Straftat und weiteren Delikten gegen die Angestellten.

AFP

Polizeibeamte auf dem Weg zum G20 Gipfel verunglückten auf der A1 bei Osnabrück

Unfall auf der Autobahn, Feuerwehr - Symbolbild
symbolbild Autobahn unfall feuerwehr

Zwei Polizeibeamte aus Rheinland-Pfalz, die auf dem Weg zum G20 Gipfel in Hamburg waren, wurde am Donnerstag in einen Autounfall auf der Autobahn A1 bei Osnabrück verwickelt.

Nach Angaben der Polizeidirektion Osnabrück fuhr ein BMW auf den VW Sharan der beiden Beamten auf. Dabei wurden die Insassen des BMW – zwei Erwachsene (37 und 39) sowie zwei Kinder (4 und 7) schwer verletzt. Die beiden Polizeibeamten erlitten nur leichte Verletzungen.

BMW überschlug sich und landete auf einer Wiese

Der Unfall ereignete sich zwischen den Anschlussstellen Osnabrück Hafen und Nord. Der BMW überschlug sich mehrfach und landete auf dem Dach in einer rechts angrenzenden Wiese.

Zur Unfallaufnahme und Bergung war der Hauptfahrstreifen bis in den Nachmittag gesperrt.

Symbolbild Autobahnunfall

AFP

„Tolopen Volk“ sorgt für Bevölkerungswachstum in Osnabrück

Bürgeramt Osnabrück
Bürgeramt Osnabrück / Foto: Pohlmann

Für *echte* Osnabrücker ist so ziemlich jeder der östlich von Voxtrup, südlich von Nahne, westlich von Hellern oder nördlich von Haste stammt „tolopen Volk“, also irgendwie „zugelaufenes Volk“, um die plattdeutsche Begrifflichkeit grob zu übersetzen.

Wer in Belm geboren wurde ist schon suspekt, und angesichts des Makels mit dem KFZ-Kennzeichen ist der Nachbar aus Büren dem Eversburger oft ferner als die Strände von Mallorca.

Allerdings, das zeigt eine aktuelle Statistik der Stadtverwaltung, sorgen zugereiste Landkreisbewohner, vor allem aber „Menschen mit Migrationshintergrund“ dafür, dass Osnabrück stetig wächst.

Nur ein Fünftel der Osnabrücker war sein ganzes bisheriges Leben hier gemeldet

Exakt 50.477 Menschen mit Migrationshintergrund lebten Ende 2016 in Osnabrück. Diese Zahl ist der Hauptgrund dafür, dass die Bevölkerungszahl in der Hasestadt seit Jahren steigt, wie aus der aktuellen Statistik des Referats für Strategische Steuerung und Rat hervorgeht. Zum Vergleich: Drei Jahre zuvor waren hier mehr als 8.000 Menschen mit Migrationshintergrund weniger gemeldet.

Dabei ist der Begriff Migrationshintergrund in der Statistik sehr weit gefasst. So werden nicht nur Ausländer ohne deutschen Pass, sondern auch eingebürgerte Einwohner und Aussiedler sowie die minderjährigen Nachkommen aller drei Gruppen statistisch als Menschen mit Migrationshintergrund eingestuft. Das heißt, auch wenn Mutter und Vater aus dem Ausland kommen, aber deutsche Staatsbürger geworden sind, werden die Kinder als Menschen mit Migrationshintergrund in der Statistik erfasst – bis sie volljährig sind. Ein Grund dafür ist, den Jungen und Mädchen in Kindergarten und Schule – falls nötig – eine bessere Sprachförderung zu ermöglichen.

Jedes zweite Kind mit Migrationshintergrund

Auf Basis dieser weitgreifenden Einordnung liegt der Anteil der Migranten an der Bevölkerung in Osnabrück bei 30 Prozent. Betrachtet man die Zusammensetzung in den Kindertagesstätten der Stadt, fällt auf, dass dort sogar die Hälfte der Kinder einen Migrationshintergrund hat. „Das liegt daran, dass Menschen mit Migrationshintergrund durchschnittlich mehr Kinder haben als jene ohne Migrationshintergrund“, erklärt Frank Westholt, der die Zahlen im Team Strategische Stadtentwicklung und Statistik ausgewertet hat. „Zudem werden alle Kinder, die mindestens ein Elternteil mit Migrationshintergrund haben, statistisch als Migranten geführt, bis sie 18 Jahre alt sind.“

Doch es sind nicht nur Menschen aus dem Ausland, die es nach Osnabrück zieht. Aus den Nachbargemeinden zogen in den vergangenen vier Jahren durchschnittlich 131 mehr Menschen nach Osnabrück als die Stadt ins nähere Umland verlassen haben. Weit mehr Menschen ziehen aber aus weiter entfernten Regionen Deutschlands nach Osnabrück, zum Beispiel aus Bayern oder Thüringen. So liegt die Zahl hier bei 1.575 Einwohnern im Durchschnitt.

Es wird mehr gestorben als neu geboren

Aus dem Ausland kamen in diesem Zeitraum 1.305 Menschen mehr nach Osnabrück als umgekehrt. Dank dieser Werte lag die Einwohnerzahl damit Ende letzten Jahres bei 168.001, so dass sich der positive Trend seit 2008 fortsetzte. Dass die Zahl der Sterbefälle im ersten Quartal 2017 mit 454 um 50 höher lag als die Geburtenrate, fällt statistisch kaum ins Gewicht.

Wo kommen die Zuwanderer her?

Die größte Gruppe an Ausländern – also Menschen, die in Osnabrück leben, aber keinen deutschen Pass haben – stellen die Türken, von denen 2.682 in Osnabrück gemeldet sind. Es folgen Syrer, Bulgaren, Polen und Portugiesen. Weil viele Migranten die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben, hat die Stadt Osnabrück auch die Herkunft der Migranten untersucht. Hier ist die Gruppe der in Polen geborenen Personen mit 5.664 führend vor Einwohnern mit türkischen, russischen, kasachischen und syrischen Wurzeln. Die Syrer stellen mit 1.606 auch die mit Abstand größte Gruppe Geflüchteter.

Betrachtet man die Bevölkerung der Stadt danach, wo die Bewohner ursprünglich herkommen, ergibt sich das Bild einer zuwanderungsfreundlichen Stadt: 83.603 Deutsche ohne Migrationshintergrund, die nicht ihr ganzes Leben in Osnabrück gemeldet waren, leben in der Stadt. „Zu dieser Gruppe zählen wir nicht nur Menschen, die erstmals nach Osnabrück ziehen, sondern auch jene, die nach einer Zeit in einer anderen Stadt zurückkehren“, erklärt Frank Westholt. Hinzu kommen 50.477 Migranten und lediglich 34.065 Osnabrücker, die bereits ihr Leben lang in der Hasestadt gelebt haben. Westholt zieht daraus klare Schlüsse: „An unserer Statistik lässt sich gut ablesen, dass Menschen mit Zuwanderungshintergrund einen wichtigen Anteil am Bevölkerungswachstum der Stadt Osnabrück in der jüngeren Vergangenheit haben und einen bedeutenden Bestandteil der Osnabrücker Gesellschaftsstruktur ausmachen.“

Die ausführliche Statistik ist in der aktuellen Ausgabe von Osnabrück Aktuell verfügbar.

AFP