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Auf diese Dinge sollte man bei einem kreativen Brief achten

alte Briefe

Noch nicht vor allzu langer Zeit gehörte das Briefeschreiben zum Alltäglichen und jeder, der etwas auf sich hielt oder etwas in Schriftform zu sagen hatte, setzte sich an den Tisch, nahm einen Briefbogen, nutzt einen Füllfederhalter und kreierte einen Brief. Selbst noch nach vielen Jahren der Digitalisierung ist das Briefeschreiben zu Papier für viele noch immer die schönste, romantischste und mit beeindruckendste Form sich zu äußern.

Aber wie sagt man, was am besten? Gesteht man der Angebeteten unter Umständen die heimliche Liebe zu ihr? Oder bringt sich mit einer beeindruckenden Wortwahl und Formulierung so richtig und vor allem nachhaltig in Szene? Ob in digitaler Form, oder auf Papier geschrieben: Jedes Wort sollte Gewicht haben und den eigentlichen Sinn niemals verfehlen.

Der Anfang ist das Wichtigste

Wie beginnt ein Brief eigentlich? Diese Frage stellen sich wohl alle, die jemals das Erlebnis hatten, minutenlang vor einem weißen Blatt Papier zu sitzen und genau über diese Frage schließlich grübelten. Mit Recht, denn besonders der Anfang hat es in sich. Der erste gelesene Satz entscheidet oft über das Weiterlesen des Briefes, mit welchem Interesse weiter gelesen wird, mit welchen Emotionen und Gefühlen. Besonders bei Liebesbriefen sind die ersten geschriebenen Worte ungemein wichtig und entscheiden nicht selten über den Anfang einer Liebesgeschichte oder schon über das Ende, bevor sie eigentlich begann.

Wichtig ist bei Liebesbriefen eine ganz einfache Regel immer zu beherzigen: Einfach das Herz sprechen lassen und die Gefühle, die man hegt, beschreiben und aufschreiben. Allein dieser Anfang kann schon ein guter sein – und ist es in der Regel auch. Wer allzu viel nachdenkt und jedes Wort auf Links dreht, schreibt am Ende längst nicht mehr das, was er eigentlich im tiefsten Innern fühlt und sagen wollte. Auf liebessinn.de findet man hierzu übrigens sehr gute Anregungen und Tipps für Briefe solcher Art.

Formal oder ergreifend intim?

Die Rede für eine Trauerzeremonie eines guten Freundes kann die ganze Trauergemeinschaft zu tiefst bewegen und auch zum Lächeln bringen. Denn allzu schwer und schwermütig sollten die gewählten Worte der Ansprache nicht sein und dennoch das Herz berühren. Vor allem auch immer wieder die guten Eigenschaften des Verstorbenen ruhig etwas humorvoll gestalten, um der Schwere der Situation etwas Leichtigkeit zu verschaffen. Dass bei solchen Reden grundsätzlich viele Tränen fließen werden, lässt sich nicht durch Worte verhindern und sollte auch nicht das Ziel einer schönen Rede hierbei sein. Intimität und Anteilnahme stehen hierbei immer im Vordergrund. Ansprachen bei Festen, Jubiläen und Firmenevents zu halten, ist immer eine heikle Sache. Denn nicht nur die Anforderungen sind sehr hoch, sondern auch die Tatsache, dass die gesamte Betriebsmannschaft parat steht und zuhört. Inklusive Chefetage. Da sollte man schon weit im Voraus planen, was genau diese Rede beinhalten sollte. Welche Themen angesprochen werden sollten und welche besser nicht. Das Gleiche gilt auch bei offiziellen Anschreiben und Ausschreibungen. Hier sind rechtlich abgeklopfte Inhalte von großer Bedeutung. Denn besonders bei sensiblen Themen, die an die große Glocke gehängt werden müssen, können schwere Missverständnisse und Fauxpas geschehen, die am Ende verheerende Folgen mit sich ziehen können.

AFP

Saubere Sache – Hehler mit Drogerieartikeln im Wert von mehreren tausend Euro erwischt

Diebstahl
Ein Teil des vermeintlichen Diebesgutes

Beamte der Bundespolizei haben letzten Freitag mutmaßliche Hehlerware im Wert von mehreren tausend Euro sichergestellt. In einem PKW wurden bei der Einreise aus den Niederlanden nach Deutschland acht Taschen voller Drogerieartikel entdeckt.

Der mit einer Frau und drei Männern besetzte PKW wurde Karfreitag, nach erfolgter Einreise aus den Niederlanden, gegen ein Uhr in der Nacht auf der Autobahn (BAB) 30 festgestellt. Das Fahrzeug wurde auf dem Parkplatz „Waldseite Süd“ von den Bundespolizisten angehalten und im Rahmen der grenzpolizeilichen Überwachung überprüft. Als die Beamten das Auto unter die Lupe nahmen, entdeckten sie im Kofferraum acht Gepäckstücke mit diversen Drogerieartikeln. Darunter 165 elektrische Zahnbürsten und mehrere hochwertige Parfüms sowie weitere Pflege- und Haushaltsartikel. Kaufbelege für die große Menge an Drogerieartikel in ihrem Kofferraum mit einem geschätzten Ladenverkaufspreis von mehreren tausend Euro hatten die 21-jährige Frau und ihre männlichen Begleiter im Alter von 25, 30 und 44 Jahren nicht. Sie gaben an, diese in den Niederlanden privat angekauft zu haben.

Die Bundespolizei hat gegen die vier rumänischen Staatsangehörigen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und das vermeintliche Diebesgut wurde sichergestellt. Der Fall erinnert stark an die zwei Männer aus Osteuropa, die 2016 mehrere Drogeriemärkte der Kette „Rossmann“ bestohlen haben. Die Täter mussten damals fünf Monate ins Gefängnis.

AFP

Aktionismus gegen „rechts“ – worum es hinter den Kulissen des VfL wirklich geht

VfL Osnabrück, gegen rechts
Alle Bildbestandteile via Twitter

Es hätte für die Vereinsführung des VfL nicht besser laufen können. Ein von Vertretern des Präsidiums, Aufsichtsrat und Fanvertretern beim Spiel gegen Hansa Rostock (Spielergebnis: 1:1) präsentiertes T-Shirt mit dem Motto „Gegen rechts“, wurde vom rechtspopulistischen Blog pi-news.net zum Anlass für einen Blogbeitrag unter dem Titel „Drittligist macht Politik“ genommen.

Medien- und öffentlichkeitswirksam wurde der inhaltlich eher maue Beitrag von der stellvertretenden AfD-Parteivorsitzenden Beatrix von Storch per Twitter – ausgerechnet am 1. April – einer größeren Leserschaft bekannt gemacht.

Antwort auf den Tweet sorgte für Aufmerksamkeit

Was Beatrix Amelie Ehrengard Eilika von Storch, geborene Herzogin von Oldenburg, wohl nicht bedacht hatte, oder aber ganz bewusst ins Kalkül zog (Aufmerksamkeit ist alles),: Anders als die allermeisten ihrer täglich oft mehr als einem Dutzend Tweets, wurde diese Kurzmeldung mehr als reichlich gelesen – und die Kritik fiel auf sie zurück.

Denn der VfL reagierte so, wie es ein Handbuch für Social Media nicht besser empfehlen könnte: Die mit mehr als 35.000 Followern für das deutsche Twitter durchaus als Influencerin anzusehende AfD-Politikerin (zum Vergleich: Angela Merkel, 26.200 Follower), bekam eine Antwort des Osnabrücker Vereins, die für noch mehr Aufsehen und Anerkennung sorgte. Die Bekanntheit von Beatrix von Storch wurde zum Vehikel für eine Retourkutsche, die in Folge bundesweit Schlagzeilen machte.

VfL bietet Storch ein Gratis-Trikot an

Den Vorwurf, mit einer pauschalen Absage an ein nicht näher definiertes „rechts“, zu dem sich offensichtlich auch die AfD-Politikerin zählt, gleichzeitig Straftaten von Linksradikalen zu tolerieren, wollte der Verein nicht auf sich sitzen lassen.
In seiner ausführlichen Replik schreibt der VfL, dass er den Tweet von Frau von Storch als „Beleidigung“, gleichzeitig aber auch als „Kompliment“ empfindet und sich dadurch in seiner Haltung bestätigt fühle. „Wofür ‚Gegen Rechts‘ steht, finden Sie auf unserer Website. Wenn Sie sich darin wiederfinden, senden wir Ihnen gern ein Trikot der Aktion zu – signiert vom gesamten multikulturellen Kader des VfL Osnabrück.“

Von „Drittligist reagiert erstklassig“ (Focus Online) bis „der Klub reagiert grandios“ (Reviersport) reicht das Feedback der Presse, die inzwischen bundesweit über den Schlagabtausch zwischen AfD-Politikerin und VfL berichtet.

Warum bezieht der VfL Position „gegen rechts“?

Doch, was steckte hinter der Aktion, die dafür sorgte, dass die Vereinsoberen statt im Brioni-Anzug im T-Shirt gemeinsam mit dem etwas im seitlichen Abseits platzierten Vertreter der Fanabteilung gemeinsam zum Fototermin erschienen?

Tatsächlich grummelt es bereits seit Monaten an Teilen der Fanbasis. Der ursprüngliche Auslöser für den geballten Unmut dürfte in der Nicht-Zulassung des Kabarettisten Kalla Wefel für die Wahl des aktuellen Vereinspräsidiums zu suchen sein. Im Vorfeld der Präsidiumswahl im vergangenen Herbst, wurde Wefel von einem in seiner damaligen Zusammensetzung alles andere als unbefangen einzuschätzenden Gremium die Befähigung zum passiven Wahlrecht als Kandidat für das Präsidentenamt des VfL abgesprochen, so dass lediglich der ehemalige Stadtwerkevorstand Manfred Hülsmann zur Wahl stand.
Mit-Entscheidend für die Nichtzulassung Wefels soll auch das Votum von Jürgen Wehlend gewesen sein, der als VfL Geschäftsführer und Mitglied der Wahlkommission über seinen eigenen Aufsichtsrat entscheiden konnte.
In Wehlends Vergangenheit, als Geschäftsführer des einstigen Großsponsors osnatel, war der damalige Stadtwerke-Vorstand Chef und Förderer des Mannes, der im Herbst darüber entscheiden sollte, ob mit Wefel ein Wettbewerber um das Präsidentenamt zugelassen werden sollte.

Vorsitzender des Wahlausschusses in der Kritik

Im Streit um die Zulassung als Kandidat für das Präsidentenamt soll Wefel aber vor allem in Konflikt mit Ralf Wöstmann, dem Vorsitzenden des Wahlausschusses geraten sein. Wöstmann, selbst als Rechtsanwalt tätig, soll bei der Präsidiumswahl 2009 einen Anwaltskollegen für das Amt des Vizepräsidenten vorgeschlagen haben. Wefel schrieb dazu an den Empfängerkreis seine Heimatabend-Rundbriefs im vergangenen Herbst: „VfL-Kumpels nennen jenen Anwalt auch „Ebbie“ -, der sich auf seiner Facebook-Seite als überzeugter AfD-Anhänger darstellt, als Fan der rechtsradikalen „Identitären Bewegung“, als steter Mahner vor der „Verschwulung Deutschlands“, als Warner vor dem Aussterben der deutschen Rasse sowie als Alter Herr der schlagenden Verbindung „Arkadia Mittweida“, die bereits 1999 mit dem Absingen des „Horst-Wessel-Liedes“ deutschlandweit Schlagzeilen machte. Ein solcher WA (Wahlausschuss), der einen solchen A (Anwalt) zu ihrem Vorsitzenden gewählt hat, der den besagten anderen A zum Vizepräsidenten vorgeschlagen hat, tut wirklich gut daran, mich als Kandidat für das Präsidentenamt abzulehnen“.

Der Streit um und über jenen „Ebbie“ (für den Vornamen „Eberhard“) sorgt seither und seit inzwischen knapp einem halben Jahr in der Fanszene für Aufregung. Inzwischen vergeht kaum ein Spiel mehr, an dem nicht Spruchbänder mit dem Namen „Eberhard“ in der Fankurve zu sehen sind.
Der ehemals als Vizepräsident gehandelte Anwaltskollege „Ebbi“ des Wahlausschuss-Vorsitzenden Wöstmann, vertrat den Verein – bevor er zum Gegenstand von Spruchbändern wurde -schon in Markenrechtsangelegenheiten, wie die Datenbank des Patent- und Markenamts belegt. Gleichzeitig engagiert sich der „Erfolgsanwalt“ aber auch als Kleinsponsor des Vereins und trägt so zur Finanzierung des VfL bei.

VfL auf dem rechten Auge blind?

Kritiker an der Vereinsbasis diskutieren in nicht öffentlichen Facebookgruppen regelmäßig die Verquickung von Amts- und Vereinsgeschäften, bei denen sich ehemalige leitende Mitarbeiter des jetzigen Vereinspräsidenten in finanziell gut dotierten Posten im Vereinsmanagement wiederfinden.
Dass in diesem Zusammenhang eine Vorab-Selektion von Präsidiumskandidaten gebilligt wurde, mit dem den Vereinsmitgliedern ein Bewerber für das Präsidium vorenthalten werden konnte, wird mit der Personalie des Kleinsponsors „Eberhard“ in Verbindung gebracht, gegen den es scheinbar keine Bedenken in der Führungsebene des Vereins gab und gibt.
Die Logik einiger Kritiker der Vereinsstrukturen: Entweder ist der Verein auf dem rechten Auge blind oder ein entsprechendes finanzielles Engagement sorgt für eine entsprechende Sehschwäche derer, die bei der Personalie Kalla Wefel sogar ein polizeiliches Führungszeugnis vom „Kandidaten für die Kandidatur“ verlangten.

Der plötzliche Aktionismus des VfL „gegen rechts“ wird dabei als Nebelkerze betrachtet, mit der von den eigenen und eigentlichen Konflikten zwischen Teilen der Fanbasis und der Vereinsführung abgelenkt werden soll.

So gesehen – und mit Unterstützung durch Beatrix von Storch – ging die Strategie erst mal auf.
Doch der Konflikt ist nicht beendet; bis zum Saisonfinale im Mai wird es noch einige Spiele geben, bei denen sich Beobachter, die bislang nichts über die Hintergründe wissen, die Frage stellen werden: „Wer ist Eberhard“ und warum wird im Stadion „gegen einen Sponsor“ protestiert, wie es die Lokalzeitung NOZ ihren Lesern vermittelte.

Illustration unter Verwendung diverser Screenshots von Twitter Inc.

AFP

Am Wochenende wird es in Osnabrück schöner als auf Mallorca

Wettervorhersage Osnabrück, Mallorca
Screenshot: iOS / Weatherchannel

Der Frühling auf Mallorca ist eine feine Sache. In wenig mehr als zwei Stunden gelangt man vom Osnabrücker Hausflughafen FMO auf die Lieblingsinsel der Deutschen, wo die Mandelblüte geradezu spektakulär ist.

Allerdings ist Anfang April die Mandelblüte auf den Balearen schon wieder vorüber und tatsächlich kann nun auch das Wetter in heimischen Gefilden begeistern.

Ein Blick auf die Wetter-App des Smartphone zeigt: Zumindest am kommenden Sonntag kann Mallorca nicht mehr mit Osnabrück mithalten. Bei leichter Bewölkung erwarten wir Höchstwerte um 21 Grad an der Hase, und das sowohl am Samstag wie am Sonntag.

Osnabrück: Sonne, Mallorca: Regen

Tatsächlich ist das kommende Osnabrück-Wetter von den Temperaturen her exakt auf dem Niveau der Mittelmeerinsel, zum Beispiel am Freitag und Samstag. Doch anders als auf Mallorca, wird es in Osnabrück dabei trocken bleiben, während für Mallorca am Wochenende Regen angesagt ist.

Für den in dieser Woche auf Dienstag verschobenen Anfang der Arbeitswoche erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Vormittag sowie im Tagesverlauf viele Wolken mit Regen, der später schauerartig und teils gewittrig sein könnte. Die Temperaturen liegen am Dienstag zwischen 15 und 19 Grad. Es weht ein mäßiger südlicher Wind. In der Nacht zum Mittwoch ist es wolkig mit etwas Regen.

AFP

Werden die Osnabrücker Schadstoffmesswerte durch falsch platzierte Messstellen manipuliert?

Messcontainer am Schlosswall in Osnabrück
Messcontainer am Schlosswall in Osnabrück

Grundsätzlich zählt Osnabrück zu den Großstädten, die eher gute Luftwerte vorweisen können. Das musste auch der klagefreudige Verein Deutsche Umwelthilfe (DUH) anerkennen, der zwar im März auch der Hasestadt eine Klage androhte, nach Fristablauf vor Ostern aber nichts dergleichen unternahm.

[Update 03.04.2018, 08:40] Bild des Passivsammlers vom Neumarkt unten im Artikel hinzugefügt.

[Update 30.07.2018, 10:45] Nach Hinweis eines Lesers fügen wir ergänzend hinzu, dass die  Tageszeitung Münchner Merkur, auf die sich dieser Artikel bezieht, auf die seinerzeit strengeren Vorgaben einer EU-Richtlinie Bezug nimmt, die wohl nachträglich so abgeändert wurde, dass nun auch Messungen in eng bebautem Umfeld, wie am Osnabrücker Wall, regelkonform sind.

 

Vielleicht spielte bei der Klage-Zurückhaltung des Vereins, der durch seine Finanzierung (Abmahnungen gegen mittelständische Unternehmen und enge Zusammenarbeit mit Toyota) ins Gerede gekommen ist, auch eine Rolle, dass vieles, was Vereinschef Resch der Stadt als Versäumnis anlastet, bereits längst auf den Weg gebracht wurde, wie ihm die Stadtverwaltung in einem Antwortschreiben mitteilte.

Was die Stadtverwaltung allerdings noch nicht in Angriff genommen hat, ist die Überprüfung, ob die in Osnabrück ermittelten Luftschadstoffe überhaupt valide sind und den europäischen Normen entsprechend ermittelt werden.

Warum wird in Athen anders gemessen als in Osnabrück?

Der Bund Osnabrücker Bürger (BOB) teilte am Samstag auf seiner Facebook-Seite einen Artikel der BILD Zeitung, der fragt „Sind wir die Mess-Deppen der EU“.
Eindrucksvoll schildert die Boulevardzeitung, wie beispielsweise in Stuttgart ein Messcontainer direkt am verkehrsreichen Neckartor, knapp drei Meter neben dem Straßenrand postiert wurde, während in der griechischen Hauptstadt Athen ein vergleichbarer Messcontainer mit deutlichem Abstand und auch lediglich an einer zweispurigen Einbahnstraße seine Daten sammelt.

Messcontainer Athen, Bild.de
So wird anderswo in Europa gemessen: Da wo sich wirklich Menschen aufhalten – nicht direkt neben der Fahrbahn (Screenshot: Bild.de)

Man muss allerdings nicht ausgerechnet die BILD bemühen, um hinter das Phänomen der geradezu masochistisch und in Erwartung extremer Messwerte aufgestellten Mess-Standorte zu kommen. Die Tageszeitung Münchner Merkur steht sicher nicht in Verdacht zu boulevardesk an dieses ernste, weil Tausende in ihrer persönlichen Mobilität einschränkende Thema heranzugehen. Die Kollegen aus der bayerischen Landeshauptstadt deckten bereits Anfang März den Mess-Irrsinn deutscher Behörden auf.
Auch München steht unter Beobachtung von Öko-Aktivisten und auch die bayerischen Mess-Container liefern absurd hohe Schadstoffkonzentrationen. Und wie in Osnabrück an der Ortsdurchfahrt der Bundesstraße B68 am Wall, werden die Messwerte u.a. am Stachus, an den verkehrsreichsten Ecken der Stadt gemessen.

Zentimeter statt 10 Meter Entfernung zum Fahrbahnrand

Die wohl gravierendste Einflussgröße für die Osnabrücker Schadstoffmessungen dürfte die Platzierung des einzigen Messcontainers in der Stadt sein – direkt am Fahrbahnrand, an einer innerstädtischen Bundesstraße, wenige Zentimeter vom fließenden – dort aber oft gestauten – Verkehr. Dass die Mess-Fühler dabei nicht nur direkt am Verkehrsgeschehen ihre Daten sammeln, sondern auch noch auf gleicher Höhe mit den auf Höhe des Fahrzeugdachs angebrachten Abgasanlagen vieler Nutzfahrzeuge und Omnibusse, dürfte die Messwerte zusätzlich „pushen“.
Nicht einmal ein fester Fahrradweg oder Gehweg, wie am Stuttgarter Neckartor oder am Münchner Stachus, trennen die Messfühler in Osnabrück vom Verkehrsgeschehen.

Messwerterfassung Osnabrück
Messwerterfassung direkt am Schlosswall in Osnabrück

Nach EU-Recht wären die Messwerte ungültig

Aber auch das, was sich auf der „anderen Seite“ des Messcontainers abspielt, beeinflusst die Messwerte. Die Richtlinie 2008/50/EG über „Luftqualität und saubere Luft für Europa“ soll eigentlich für europaweit vergleichbare Messwerte sorgen. In ihr wird auch festgelegt, wie der Abstand zu Häuserwänden und die Platzierung in Straßenschluchten zu betrachten ist.
„Der Luftstrom um den Messeinlass darf in einem Umkreis von mindestens 270 Grad nicht beeinträchtigt werden“, so die Vorgabe aus Brüssel – übersetzt bedeutet das: Hinter dem Messcontainer muss die Luft frei zirkulieren können.
Nun steht der Container in Osnabrück, nahe der Schlosswallhalle, keine 4 Meter von einer über mehr als 100 Meter reichenden dichten und mehrstöckigen Wohnbebauung, und auch die gegenüberliegende Häuserreihe ist durchgängig bis zur OsnabrückHalle und dem Ratsgymnasium geschlossen. Nach der EU-Richtlinie, die europaweit gelten sollte, wäre dies ein NoGo. Doch bei der Übernahme in deutsches Recht wurden aus vielen harten Vorgaben lediglich ein weiches „kann“. Und statt 270 Grad freier Zirkulation, sind es nur noch 180 Grad, die in Deutschland eingehalten werden „sollten“ statt „müssen.“

Passivsammler am Osnabrücker Neumarkt
Der Passivsammler am Neumarkt, wenige Zentimeter vom Straßenrand montiert

Es ist allerdings nicht nur der aktiv Messdaten sammelnde Container vor der Schlosswallhalle, der bei Beachtung der EU-Vorgaben zweifelhaft postiert wurde, auch die Passivsammler am Osnabrücker Problemplatz Neumarkt wurden so montiert, dass sie ihre Messwerte direkt auf Augenhöhe mit den Abgasanlagen von Nutzfahrzeugen und Omnibussen sammeln, natürlich auch vor dem Hintergrund einer mehrgeschossigen Häuserwand und ohne Nutzung des möglichen Abstands von 10 Metern zur Fahrbahn, sondern erneut nur wenige Zentimeter neben der Fahrbahn.

Doch egal ob Absicht oder einfach nur Leichtfertigkeit hinter der Auswahl der Messpunkte in der Hasestadt steckt, die ermittelten Abgaswerte sinken im Jahresvergleich ständig und lagen im vergangenen Jahr zeiweise unter den geltenden Grenzwerten – trotz ungünstig postierter Messstationen.

 

AFP

Lebensgefahr: Mann (22) aus Westerkappeln in eigener Wohnung angeschossen

(Symbolbild) Polizeiabsperrband
(Symbolbild) Polizeiabsperrband

Unbekannte Täter versuchten am frühen Morgen des Ostermontags in eine Wohnung im Ortskern von Westerkappeln einzudringen.

In einer gemeinsamen Mitteilung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Steinfurt und der Polizei Münster wird der Tatzeitpunkt mit 02:42 Uhr angegeben.

Bei dem Einbruch kam es aus bislang ungeklärten Gründen zu einer Schussabgabe auf den 22-jährigen Wohnungsinhaber.

War es ein Mordanschlag?

Rettungskräfte brachten den Schwerverletzten in ein Krankenhaus. Er schwebt in Lebensgefahr. Wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes wurde beim Polizeipräsidium Münster eine Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Thomas Götze eingerichtet. „Bislang haben wir noch keine Hinweise auf das Motiv für die Tat. Wir fahnden mit Hochdruck nach den Tätern“, erklärte Thomas Götze.

Möglicherweise haben aufmerksame Zeugen die Täter beobachtet. Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0251 275-0 entgegen.

 

AFP

Achtung Radarkontrolle!

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Blitzer / Foto: Mobil in Deutschland e.V.

Auch heute wieder frisch zum Montagmorgen einmal die Übersicht, wo und wann im Landkreis geblitzt wird.

Auch an Ostermontag wird „geblitzt“.

Weiterlesen: Warum der Landkreis diese Informationen veröffentlicht, die Stadt Osnabrück aber nicht.

Geschwindigkeitsmessung an folgenden Standorten:

Montag, 2.4. Bissendorf
Dienstag, 3.4. Bramsche
Mittwoch, 4.4. Bohmte
Donnerstag, 5.4. Bad Essen
Freitag, 6.4. Bissendorf
Samstag, 7.4. Melle
Sonntag, 8.4. Quakenbrück

Der Landkreis weist allerdings darauf hin, dass auch in anderen Gemeinden des Landkreises zusätzlich geblitzt werden kann.

Also: Vorsichtig und der Geschwindigkeit entsprechend fahren. Das spart das eine oder andere Knöllchen.

AFP

Osnabrücker Maidorf wird in Münster aufgestellt

Maidorf Prinzipalmarkt Münster
Entwurf: Büro Kieker & Spöken, 01.04.2018

„Geradezu ein Glücksfall für Münster“, so kommentiert Preußen-Präsident Ömmes die Möglichkeit, „die große Party unserer Preußen“ am 12. Mai auf dem Prinzipalmarkt in Münster unter dem Zeltdach des Osnabrücker Maidorfs zu feiern.


April, April! Da haben wir unsere Leser ausnahmsweise mal hinters Licht geführt. Auch wenn es für Münster sicher ein Grund zu feiern wäre, wenn die Preußen den Klassenerhalt schaffen (allerdings stehen sie aktuell noch besser da als der VfL), wird es wohl nichts mit der großen Party im Ex-Osnabrücker Maidorf. Die Pläne dafür sind nur auf unserem Redaktionsschreibtisch entstanden.

Vielen Dank allen, die es durchschaut und mitgespielt haben. Und eine Entschuldigung an die, die wir hiermit in den April schicken konnten.

Eure Postis von der Hase


Hinter den Kulissen gab es in den vergangenen Wochen schon allerlei Vorbereitungen. Wie unsere Redaktion aus der Verwaltung der Friedensstadt Münster erfahren hat, gab es hierzu vor allem eine enge Abstimmung mit dem für Osnabrück zuständigen TÜV Nord und der in Münster ansässigen Niederlassung der Dekra. Basierend auf der für Osnabrück bereits nahezu fertiggestellten Genehmigungsunterlagen, konnte in Münster – in enger und kooperativer Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung, der Dekra und der Landesregierung – „sehr kurzfristig“ eine Genehmigung für das Aufstellen der bislang auf des Osnabrücker Maiwoche installierten Maidorfs erteilt werden.

Stadtbaurat und Umweltministerium gaben Schützenhilfe

Hilfreich im Genehmigungsverfahren waren auch die intimen Kenntnisse der in Nordrhein-Westfalen geltenden Bauvorschriften. Der Osnabrücker Stadtbaurat, der lange Jahre an einer praxisorientierten Gesamthochschule in NRW studierte, konnte die notwendigen Unterlagen – ohne viel bürokratischen Aufwand – im genehmigungsfähigen Format erstellen und nach Münster übergeben.
„Es lag eigentlich schon alles vor, es fehlte nur ein Stempel und eine Unterschrift“, freut sich Apig Leeze, der zuständige Sachbearbeiter in Münster. Im Rahmen der Amtshilfe lieferte das für Osnabrück zuständige niedersächsische Umweltministerium zusätzliche Argumentationshilfen, wie denn der Ermessensspielraum ihrer Kollegen im Düsseldorfer Ministerium genutzt werden konnte, um eine für alle Beteiligten tolle Feier auf die Beine zu stellen.

US-Sponsor des SC-Preußen finanziert Maidorf

Das Präsidium des aktuell auf dem 13. Tabellenplatz verzeichneten westfälischen Vereins (VfL: Platz 16) organisiert die Klassenerhalt-Feier unter dem Motto „die große Party unserer Preußen“ mit großer finanzieller Unterstützung ihres us-amerikanischen Ausrüsters, der damit natürlich auch die Konkurrenz zu seinem Herzogenauracher Wettbewerbers pflegt, der das Sponsoring des VfL übernommen hat.

Nach ersten Presseinformationen, die am Vomittag des 1. April 2018 bekannt wurden, soll die Preußen-Party bereits vor dem Anpfiff des letzten Spiels der 3. Liga, am 11. Mai mit einer Freibier-Sause inoffiziell beginnen, einen Tag nach dem Fassanstich auf der Osnabrücker Maiwoche.
Abgebaut wird das Osnabrücker Maidorf auf dem Prinzipalmarkt dann erst wieder am 22. Mai, wenn auch in Osnabrück die Maiwoche zu Ende ist.

Maidorf Prinzipalmarkt Münster
Entwurf: Büro Kieker & Spöken, 01.04.2018

Zusammen mit dem Tourismusverein Münster hofft der SC Preußen so eine nicht unerhebliche Zahl Osnabrücker in „die andere Friedensstadt“ zu locken und vor Ort zu zeigen, was möglich ist, wenn Verwaltung und Veranstalter gemeinsam an einem Strang ziehen.

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Entwurf der Zeltkonstruktion: Büro Kieker & Spöken, 01.04.2018, unter Verwendung eines Fotos von CherryX CC BY-SA 3.0

AFP

VfL: Unentschieden gegen Rostock, ein Todesfall und randalierende Gäste

Symbolbild Fußball Polizei
Symbolbild: Fabian Flohre

Mit einem Unentschieden (1:1) trennten sich der VfL Osnabrück und Hansa Rostock bei ihrem Samstagsspiel an der Bremer Brücke.

Die  Lila-Weißen sind nun neun Punkte von der Viertklassigkeit entfernt, immerhin etwas.

Überschattet wurde das Spiel von einem tragischen Todesfall und gewalttätigen Gästefans. Ein älterer Dauerkarteninhaber brach auf der Nordtribüne zusammen und musste von einem Notarzt reanimiert werden. Nachdem er in das Marienhospital (MHO) gebracht wurde, verstarb der Mann dort.

Rostock-Fans zeigen sich von ihrer schlechtesten Seite

Die Polizei Osnabrück berichtet von ca. 1050 auswärtigen Fans bei ca. 8600 Zuschauern. Bereits vor dem Spiel kam es nach Angaben der Polizei auf der Anreise der Rostocker Fans zu Sachbeschädigungen, unter anderem auf der Autobahnraststätte Wildeshausen. Die Verursacher konnten identifiziert werden und erhielten einen Platzverweis für die Stadt Osnabrück.

Noch vor dem Spiel kam es zu Körperverletzungen und Auseinandersetzungen zwischen Rostocker Fans und Einsatzkräften. Polizeibeamte setzten Pfefferspray ein. Kurz nach Spielbeginn wollten ca. 800 Gästefans das Stadion verlassen, wieder kam es zu Auseinandersetzungen. Eine Damentoilette wurde total verwüstet und in Brand gesteckt, ebenso eine Dixi-Toilette. Etwa 700 Rostocker Fans verließen gegen 14.50 Uhr das Stadion an der Bremer Brücke, um nach Hause zu fahren.

15 Rostocker im Bahngleis

Nach dem Spiel verließen ca. 15 Personen das Stadion und bewegten sich auf den Gleisanlagen der Deutschen Bahn, sie dürfen mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Betretens von Gleisanlagen rechnen. Auf einem Parkplatz in Stadionnähe wurde einem Osnabrücker ein Fanschal geraubt. Der Täter konnte ermittelt werden und wurde vorläufig festgenommen.

Symbolbild: Fabian Flohre

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NordWestBahn kollidierte mit Gegenständen im Gleis

Nordwestbahn Abfahrt
Symbolbild NordWestBahn, Christian Liebscher, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Ein Zug der NordWestBahn (NWB) kollidierte am späten Freitagabend auf der Bahnstrecke zwischen Sande und Esens mit zahlreichen Gegenständen.

In der Dunkelheit konnte der Triebfahrzeugführer der NordWestBahn ein auf das Gleis gelegtes Fahrrad nicht rechtzeitig erkennen. Der Vorfall ereignete sich kurz nach 22 Uhr auf der Bahnstrecke zwischen Schortens und Jever.

Zum Unfallzeitpunkt befanden sich nach Angaben der Bundespolizei nur wenige Personen in dem Zug. Fahrgäste und das Zugpersonal wurden nach bisherigen Ermittlungen nicht verletzt. Ein Kühlflüssigkeitsschlauch des Zuges wurde durch den Aufprall beschädigt. Zur Beurteilung möglicher weiterer Schäden an der Triebwageneinheit (ggf. Schäden am Motor) wurde der Zug in Wilhelmshaven zunächst aus dem Verkehr genommen.

Steine, Waschbetonplatte und ein Fahrrad

Zwischenzeitlich verständigte Bundespolizisten konnten zudem noch in den Gleisen aufgelegte Schottersteine und Teile einer Waschbetonplatte auffinden. Strafrechtliche Ermittlungen wegen eines möglichen „Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr“ wurden eingeleitet.

Sachdienliche Hinweise werden an die Bundespolizei in Oldenburg unter 0441 – 218 380 erbeten.

Foto: Christian Liebscher, Lizenz: CC BY-SA 3.0

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