„Geradezu ein Glücksfall für Münster“, so kommentiert Preußen-Präsident Ömmes die Möglichkeit, „die große Party unserer Preußen“ am 12. Mai auf dem Prinzipalmarkt in Münster unter dem Zeltdach des Osnabrücker Maidorfs zu feiern.


April, April! Da haben wir unsere Leser ausnahmsweise mal hinters Licht geführt. Auch wenn es für Münster sicher ein Grund zu feiern wäre, wenn die Preußen den Klassenerhalt schaffen (allerdings stehen sie aktuell noch besser da als der VfL), wird es wohl nichts mit der großen Party im Ex-Osnabrücker Maidorf. Die Pläne dafür sind nur auf unserem Redaktionsschreibtisch entstanden.

Vielen Dank allen, die es durchschaut und mitgespielt haben. Und eine Entschuldigung an die, die wir hiermit in den April schicken konnten.

Eure Postis von der Hase



Hinter den Kulissen gab es in den vergangenen Wochen schon allerlei Vorbereitungen. Wie unsere Redaktion aus der Verwaltung der Friedensstadt Münster erfahren hat, gab es hierzu vor allem eine enge Abstimmung mit dem für Osnabrück zuständigen TÜV Nord und der in Münster ansässigen Niederlassung der Dekra. Basierend auf der für Osnabrück bereits nahezu fertiggestellten Genehmigungsunterlagen, konnte in Münster – in enger und kooperativer Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung, der Dekra und der Landesregierung – „sehr kurzfristig“ eine Genehmigung für das Aufstellen der bislang auf des Osnabrücker Maiwoche installierten Maidorfs erteilt werden.

Stadtbaurat und Umweltministerium gaben Schützenhilfe

Hilfreich im Genehmigungsverfahren waren auch die intimen Kenntnisse der in Nordrhein-Westfalen geltenden Bauvorschriften. Der Osnabrücker Stadtbaurat, der lange Jahre an einer praxisorientierten Gesamthochschule in NRW studierte, konnte die notwendigen Unterlagen – ohne viel bürokratischen Aufwand – im genehmigungsfähigen Format erstellen und nach Münster übergeben.
„Es lag eigentlich schon alles vor, es fehlte nur ein Stempel und eine Unterschrift“, freut sich Apig Leeze, der zuständige Sachbearbeiter in Münster. Im Rahmen der Amtshilfe lieferte das für Osnabrück zuständige niedersächsische Umweltministerium zusätzliche Argumentationshilfen, wie denn der Ermessensspielraum ihrer Kollegen im Düsseldorfer Ministerium genutzt werden konnte, um eine für alle Beteiligten tolle Feier auf die Beine zu stellen.

US-Sponsor des SC-Preußen finanziert Maidorf

Das Präsidium des aktuell auf dem 13. Tabellenplatz verzeichneten westfälischen Vereins (VfL: Platz 16) organisiert die Klassenerhalt-Feier unter dem Motto „die große Party unserer Preußen“ mit großer finanzieller Unterstützung ihres us-amerikanischen Ausrüsters, der damit natürlich auch die Konkurrenz zu seinem Herzogenauracher Wettbewerbers pflegt, der das Sponsoring des VfL übernommen hat.

Nach ersten Presseinformationen, die am Vomittag des 1. April 2018 bekannt wurden, soll die Preußen-Party bereits vor dem Anpfiff des letzten Spiels der 3. Liga, am 11. Mai mit einer Freibier-Sause inoffiziell beginnen, einen Tag nach dem Fassanstich auf der Osnabrücker Maiwoche.
Abgebaut wird das Osnabrücker Maidorf auf dem Prinzipalmarkt dann erst wieder am 22. Mai, wenn auch in Osnabrück die Maiwoche zu Ende ist.

Maidorf Prinzipalmarkt Münster
Entwurf: Büro Kieker & Spöken, 01.04.2018

Zusammen mit dem Tourismusverein Münster hofft der SC Preußen so eine nicht unerhebliche Zahl Osnabrücker in „die andere Friedensstadt“ zu locken und vor Ort zu zeigen, was möglich ist, wenn Verwaltung und Veranstalter gemeinsam an einem Strang ziehen.

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Entwurf der Zeltkonstruktion: Büro Kieker & Spöken, 01.04.2018, unter Verwendung eines Fotos von CherryX CC BY-SA 3.0