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Mehr Mitarbeiter, mehr Überschuss – Stadtwerke Osnabrück deutlich über Plan

Christoph Hüls, Wolfgang Griesert und Dr. Stephan Rolfes, Stadtwerke Osnabrück AG
Christoph Hüls, Wolfgang Griesert und Dr. Stephan Rolfes

Mit Beginn der Sommerferien präsentieren die Stadtwerke Osnabrück traditionell während ihrer Jahreshauptversammlung die Kennzahlen des zurückliegenden Geschäftsjahrs.
Am Mittwochnachmittag, kurz vor Anpfiff des finalen Deutschland-Spiels bei der Fußball-WM, konne das zu 100% in Besitz der Stadt Osnabrück befindliche Unternehmen gute Zahlen präsentieren.

Auf den ersten Blick dürfte den anwesenden Mitgliedern des Stadtrats und den Führungskräften der Stadtwerke die deutliche Abweichung von den Planzahlen beim Jahresüberschuss aufgefallen sein. Statt „nur“ 5 Millionen Euro (Vorjahr: 4 Millionen), wie geplant, konnten satte 10,5 Millionen Euro an Jahresüberschuss verbucht werden – bei allerdings leicht geringeren Umsatzerlösen (siehe Grafik).

Möglich war diese überraschende Abweichung von der Planung, weil die Stadtwerke Teile der zuerst in Eigenregie gebauten Windkraftanlagen an der Autobahn A1 (Rieste) an Umlandgemeinden verkaufen konnten. Zusätzlich konnte das ehemalige Bürogebäude der Nordwestbahn verkauft werden, was als „Einmaleffekt“ ebenfalls Geld in die Kasse brachte – jedoch nicht grundsätzlich unerwartet war, wie der Stadtwerke Vorstandsvorsitzende Christoph Hüls betonte. Hüls war es dabei wichtig zu betonen, dass hierbei keinesfalls Tafelsilber verkauft wurde.

Kennzahlen Stadtwerke Osnabrück AG
Quelle: Stadtwerke Osnabrück AG

Neben den drei Millionen Euro für die Stadtkasse, profitieren Stadt Osnabrück und Region aber auch von zahlreichen weiteren Effekten. So beträgt der finanzielle „Zufluss“ zur Stadt Osnabrück, zum Beispiel durch Steuerzahlungen, in Summe 33,4 Millionen Euro. Durch lokale Auftragsvergabe profitierten Unternehmen der Hasestadt 2017 von einem Einkaufsvolumen in Höhe von 46,8 Millionen Euro.

Drei Millionen an die Stadt Osnabrück

Wie in den Vorjahren schütten die Stadtwerke drei Millionen Euro an die Stadt Osnabrück aus, der restliche Jahresüberschuss wandert zur Eigenkapitalstärkung in die Gewinnrücklage. „Es stehen wichtige und zukunftsweisende Investitionen in die Infrastruktur unserer Stadt an“, begründete der Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, auf der Jahreshauptversammlung die Eigenkapitalstärkung. „Dazu gehören Investitionen in den Breitbandausbau, in neue Mobilitätsformen oder auch in neue Energiekonzepte“, so Griesert weiter. „Und dafür benötigen wir kompetente Stadtwerke in kommunaler Hand, die die Zukunftsaufgaben aus eigener Finanzkraft heraus anpacken können.“

Nachdem die Eigenkapitalquote der Stadtwerke in den vergangenen Jahren stetig abnahm, wird nun das Ziel in Angriff genommen das Eigenkapital in der Bilanz wieder auf eine Quote von über 30% zu bringen.

Kunden erwarten mehr als Wasser, Strom und Busse

Die beiden Stadtwerke-Vorstände Christoph Hüls und Dr. Stephan Rolfes zeigten sich offen für die Herausforderungen der Zukunft. In internen Strategiesitzungen wird schon heute darüber nachgedacht, was die Kunden zukünftig von den Stadtwerken erwarten. Dr. Rolfes zeigte an Beispielen wie Gentechnik, E-Sports, Helikopter-Taxis und Holographie-Übertragungen, dass seiner Ansicht nach für viele heute noch unerwartete neue Technologien – vor allem auch „Bandbreite“ bei der Datenübertragung – zukünftig eine große Rolle spielen werden. Christoph Hüls wollte dabei für die Zukunft nicht ausschliessen, dass die Stadtwerke irgendwann von der reinen Bereitstellung von Infrastruktur auch wieder aktiv in die Vermarktung von Datennetzen einsteigen könnten.
Die in 2017 eröffnete E-Kartbahn „Nettedrom“ ist für die Stadtwerke zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell geworden, das die Aufwendungen für defizitäre Bereiche, wie die Schwimmbäder, auszugleichen hilft. Andere Kommunen schauen sich in Osnabrück an, wie sie dieses Modell für sich adaptieren können.

Miteinander der Verkehrsträger

Der für die Mobilität zuständige Stadtwerke-Vorstand Dr. Stephan Rolfes stellte die Bedeutung der Mobilitätswende heraus. „Die Zukunft der Mobilität ist plattformbasiert“, so Dr. Rolfes. „Die verschiedenen Verkehrsträger wie Bus, Bahn, Carsharing und Fahrrad werden hierüber vernetzt. Die Plattform sagt dem Kunden dann, wie er am schnellsten, günstigsten und bequemsten von A nach B kommt.“ Eine Schlüsselrolle nehme dabei die Elektrifizierung und die Beschleunigung des Nahverkehrs ein. „Ende des Jahres startet unsere erste rein elektrische Buslinie im Stadtgebiet. Weitere werden folgen, die dann auf schnellen Achsen unterwegs sind und so den Nahverkehr attraktiver machen.“

Henning will mehr Investitionen in Mobilität fördern

Im Anschluss an die Präsentation der beiden Vorstandsmitglieder meldeten sich traditionell die Fraktionsvorsitzenden der im Rat der Stadt vertretenen Parteien zu Wort. Mit Bezug auf die Herausforderungen im bereich der Mobilität regte Frank Henning (SPD) an, doch darüber nachzudenken, ob die regelmäßig an die Stadt überwiesenen drei Millionen Euro aus den Erlösen der Stadtwerke nicht per Ratsbeschluss direkt wieder zurück an das kommunale Unternehmen überwiesen werden könnten, verbunden mit dem Auftrag dieses Geld zielgerichtet in den Ausbau der Mobilitätsangebote der Stadtwerke zu investieren. Henning will dies bei der nächsten Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke auf die Tagesordnung setzen.

Digitalisierung als Chance für Stadtwerke-Mitarbeiter

Beide Vorstände betonten die zahlreichen Ansätze, Potentiale und Chancen, die sich für alle Geschäftsfelder aus der Digitalisierung ergäben. „Ganz gleich, ob im Energie-, Mobilitäts- oder Freizeitbereich: Unser Anspruch ist es, diese Chancen für uns und somit auch für die Menschen in unserer Region zu nutzen“, so Stadtwerke- Chef Christoph Hüls. „Dafür sind wir gut aufgestellt und packen es mit einer starken und kompetenten Mannschaft an.“ Der Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Griesert bedankte sich in diesem Zuge insbesondere bei allen „Stadtwerkern“. „Die gut 1.300 Beschäftigten in der gesamten Stadtwerke-Gruppe – inklusive der Beteiligungen und Tochtergesellschaften – bilden den Kern des Erfolges. Ihnen gilt unser ausdrücklicher Dank für ihr Engagement für Osnabrück.“

Setzt sich der Trend fort, kann Griesert im kommenden Jahr „gut 1.400“ Beschäftigten danken, denn neben dem Jahresüberschuss hat sich auch die Anzahl der Stadtwerke-Mitarbeiter im vergangenen Jahr erhöht, von 1.324 auf 1.377 zum Jahresende.

AFP

Während der Sommerferien wird eifrig gebaut (und gestaut) in Osnabrück

Lärmkartierung Stau auf der Natruper Straße
Symbolbild Verkehr in Osnabrück

Die komplette Liste der Stau-Stellen

Wie in den vorherigen Jahren nutzen die Stadt Osnabrück sowie die Stadtwerke-Tochter SWO Netz GmbH die verkehrsarmen Sommerferien und beginnen mit notwendigen Baumaßnahmen im Stadtgebiet. Das Wort „Beginnen“ ist dabei wörtlich zu nehmen; nicht wenige Baustellen werden uns weit bis in den Herbst begleiten.

Die Planungen sind nach Angaben des Presseamtes der Stadt Osnabrück im Rahmen des gemeinsamen Baustellenmanagements von Stadt und SWO Netz GmbH eng abgestimmt. Trotzdem können diese sowie bereits laufende Maßnahmen teilweise zu Verkehrsbehinderungen führen.

Für alle, die Staus umfahren wollen, empfehlen wir unsere aktuelle Staukarte auf www.hasepost.de/verkehrslage.

Folgende verkehrsrelevante Maßnahmen werden in den Sommerferien (ab dem 28. Juni) beginnen bzw. haben begonnen:

Fürstenauer Weg (Haste): Seit dem 25. Juni ist der Abschnitt zwischen Bramscher Straße und „An der Netter Heide“ zur Einbahnstraße stadtauswärts umfunktioniert. Die SWO Netz GmbH setzt in diesem Bereich die Arbeiten zur Neuverlegung einer Wasserhauptleitung vom Hochbehälter Piesberg in Richtung Innenstadt fort. Stadteinwärts ist eine Umleitung über Elbestraße und Römereschstraße eingerichtet. Die Arbeiten im Fürstenauer Weg sollen innerhalb der Sommerferien bis Anfang August abgeschlossen sein.

Gluckstraße/Händelstraße (Westerberg): Seit dem 25. Juni erneuert die SWO Netz GmbH die Versorgungsleitungen sowie die Kanalisation im Abschnitt zwischen Lieneschweg und Sedanstraße. Im Anschluss saniert die Stadt Osnabrück die Straßenoberfläche, baut eine neue Querungshilfe im Bereich der Einmündung Liszthof und bringt „Berliner Kissen“ zur Verkehrsberuhigung auf. Für die Arbeiten ist der Abschnitt bis Ende September voll gesperrt.

Pottgraben (Innenstadt): Ab Ende Juni verlegt die SWO Netz GmbH neue Versorgungsleitungen sowie einen Kanalhausanschluss zwischen Konrad-Adenauer-Ring und dem Hotelneubau. Über die genaue Dauer und die Verkehrsführung während der Arbeiten läuft derzeit noch die Abstimmung zwischen der Stadt und der SWO Netz GmbH.

Große Straße (Innenstadt): Ab 2. Juli erneuert die SWO Netz GmbH die Versorgungsleitungen zwischen Neumarkt und Deutsch-Passage. Die Arbeiten werden in diesem Abschnitt bis voraussichtlich Ende Oktober andauern.

Heger-Tor-Wall (Innenstadt): Ab dem 28. Juni baut die Stadt auf dem Heger-Tor Wall die „Protected Bike Lane“. Dafür wird die vollständige rechte Fahrspur von der Dielingerstraße aus in Richtung Katharinenstraße sowie der Radweg in Anspruch genommen. Die Arbeiten sollen innerhalb der Sommerferien abgeschlossen sein. Die Arbeiten wurden mit Vorbereitungsarbeiten bereits im Mai begonnen und sorgen seither bereits für Staus weit über den Wall hinaus.

Am Huxmühlenbach (Fledder): Im Stadtteil Fledder ist die Straße Am Huxmühlenbach vom 16. bis 20. Juli zwischen Piärkamp und Heimkehrerweg voll gesperrt. Hier saniert die Stadt die Fahrbahndecke.

Stau
Stau in Osnabrück

Folgende verkehrsrelevante Maßnahmen laufen bereits und werden in den Sommerferien fortgeführt:

Hermann-Ehlers-Straße (Sutthausen): Seit Mitte Juni erneuert die SWO Netz GmbH die Versorgungsleitungen im Abschnitt zwischen „Am Wulfter Turm“ und „An der Rennbahn“. Zeitweise regelt eine Ampelanlage den Verkehr. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende September an.

Johannisstraße (Innenstadt): Seit Ende Mai laufen die umfangreichen Arbeiten der Stadt Osnabrück und der SWO Netz GmbH zur Neugestaltung des Neumarktumfeldes. Derzeit werden in der Johannisstraße im Abschnitt zwischen Neumarkt und Große Rosenstraße die Strom-, Gas und Wasserleitungen inklusive Hausanschlüsse erneuert. Zudem werden die Grundstücksanschlusskanäle saniert sowie Schutzrohre für eine künftige Breitbanderschließung gelegt. Die Arbeiten können nur in offener Bauweise durchgeführt werden und finden unter Vollsperrung zunächst bis zum 23. November statt.

Blumenhaller Weg (Wüste): Seit Ende März erneuert die SWO Netz GmbH die Kanalisation, die Kanalhausanschlüsse und die Gashochdruckleitung im Bereich zwischen Rückertstraße/Hiärm-Grupe-Straße und Alfred-Delp-Straße. Die Arbeiten finden unter abschnittsweiser Vollsperrung statt und dauern bis Ende Mai 2019. Derzeit ist der Abschnitt zwischen Rückertstraße/Hiärm-Grupe-Straße und Blumenesch voll gesperrt.

An der Petersburg (Innenstadt): Die Deutsche Bahn erneuert seit April 2018 Eisenbahnüberführung über die Kreisstraße „An der Petersburg“. Über diese Brücke führen die Gleise der Strecke Osnabrück–Lengerich–Münster. Das Bauwerk hat das Ende seiner technischen Nutzungsdauer erreicht, und wird nun durch einen Neubau ersetzt. Dafür ist es erforderlich, dass Spundwände und Bohrpfahlwände in den Bahnkörper eingebracht werden. Die Fahrbahn kann hier am 29. Juni wieder freigegeben werden. Die Bauarbeiten gehen jedoch bis Ende 2019 weiter und werden weitere Sperrungen erforderlich machen, die jedoch noch nicht terminiert werden können.

Bramscher Straße (Sonnenhügel): Seit Juli 2017 erneuert die SWO Netz GmbH unter Vollsperrung die Kanalisation im Abschnitt zwischen Weserstraße und Süntelstraße. Die Arbeiten in diesem Abschnitt dauern noch bis Ende des Jahres an.

Bramscher Straße (Sonnenhügel): Die Straßenbauarbeiten am Knotenpunkt Nord der Bramscher Straße machen eine Vollsperrung der Bramscher Straße sowie der rechten Spur der Hansastraße in stadtauswärtiger Richtung nötig. Die Baustelle bleibt voraussichtlich über die Sommerferien hinaus bestehen. Am Knotenpunkt Süd müssen für die Arbeiten auf der Hansastraße in stadteinwärtiger Richtung eine Geradeaus- und eine Linksabbiegerspur gesperrt werden. Diese Maßnahme wird die Stadt mit dem Ende der Sommerferien abschließen. 

Lesenswert: Leserzuschrift zu den Bauarbeiten an der Bramscher Straße.

Knollstraße (Sonnenhügel): In der Knollstraße finden bereits seit April Kanal- und Straßenbauarbeiten statt. Die Vollsperrung zwischen dem dortigen Verbrauchermarkt und dem Richthofenweg wird voraussichtlich bis zum 7. September bestehen bleiben.

Weitere Infos zu den kommenden und laufenden Baumaßnahmen gibt es auch unter www.osnabrueck.de/baustellen, zu den Busumleitungen unter www.swo.de/verkehrsmeldungen.

AFP

Leserbeitrag: Jugendmannschaft des SSC Dodesheide gewinnt Pokal

SSC Dodesheide
Foto: Martin Wobker

Nachdem die Bundesliga in der Sommerpause ist und die Stars inzwischen um den WM Cup kämpfen, gab es bei den Jugendmannschaften in Osnabrück und Landkreis noch einige Entscheidungen auszuspielen.

Erwähnen möchten wir hier die herausragende Leistung der C1 Jugend vom SSC Dodesheide. Nachdem die vergangene Spielzeit schon als Staffelsieger absolviert wurde, plante man für die diesjährige Saison einen weiteren Coup. Bereits in der Vorbereitung wurden viele Testspiele gewonnen. Zum Wettbewerbsstart waren die Jungs in topform und gewannen jedes Spiel.

Keine Niederlage

Lediglich in der Rückrunde musste man bei einen unentschieden die Punkte teilen. Auch im Kreispokal siegte der Nachwuchs vom SSC gegen höherklassige Gegner mit der gewohnten Disziplin und erreichte verdientermaßen das Finale. Am entscheidenden Abend boten die Jungs den ca. 200 Zuschauern ein abwechslungsreiches Spiel und feierten nach einem 3:2 den Pokaltriumph.

Ein Beitrag von unserem Leser Martin Wobker

AFP

Über 200 Biersorten für das Osnabrücker Bierfest im Juli

Bierfest

Veranstaltung vom 19. Juli bis zum 21. Juli

Bierfreunde hergehört: Am 19. Juli beginnt in Osnabrück das alljährliche Bierfest. In diesem Jahr sind rund 30 verschiedenen Stände mit über 200 verschiedenen Bieren vertreten. Egal ob fruchtig, oder herb – mit oder ohne Alkohol, es wird für jeden Geschmack etwas geboten.

Das älteste Rezept für des Deutschen liebstes Getränk ist schon über 6000 Jahre alt. Im Zweistromland entdeckten die Sumerer im 4. Jahrtausend vor Christi Geburt wie sich aus Getreide ein Bier herstellen lässt. Wissenschaftler vermuten, dass aber bereits die Vorfahren der Sumerer ein Ur-Bier brauten, möglicherweise bereits vor ca. 10.000 Jahren. Und auch die alten Ägypter ließen damals Wasser und halb gebackenes Brot vergären und erhielten so eine der ersten Formen von Bier. Seit damals hat sich das Bierbrauen zu einer echten Kunst entwickelt und bietet für wirklich jeden Geschmack etwas an. Auf dem Osnabrücker Bierfest, das am 19. Juli beginnt, können die Besucher zwischen 227 verschiedenen Bieren wählen und sich munter durchprobieren (zumindest so lange wie der Geldbeutel mitmacht)

Rund 25 Bierstände

Gleich vorweg: Fans der „normalen“ Biere müssen sich keine Sorgen machen. Jeder kann auf dem Festival ohne Probleme ein Weizen, oder Pils bekommen. Beinahe jeder der vertretenen Stände hat die Klassiker mit im Programm. Wer sich ein bisschen weiter in die bunte Welt des Gerstensaftes wagen will, der kann zum Beispiel am „längsten Tresen der Welt“ dänischen Fruchtbier probieren, oder beim „Südafrikaner“ ein Lager aus Nigeria testen – oder gleich eine Weltreise machen. Neben deutschen Bieren sind auch Osteuropa, Österreich, Dänemark, diverse Südafrikanische Länder, die USA und noch einige mehr vertreten. Wer eigentlich kein Bier mag und nur wegen des Events mitkommt, der kann immerhin zwischen verschiedenen Limonaden wählen. Und auch für das leibliche Wohl ist mit fünf Food-Trucks gesorgt.

Preise, Öffnungszeiten und was noch so wichtig ist

Das Bierfest beginnt am Donnerstag, den 19. Juli auf dem Marktplatz am Rathaus und endet am Samstag, den 21. Juli. Start ist am Donnerstag um 17 Uhr bis 23 Uhr und am Freitag und Samstag jeweils ab 17 Uhr, beziehungsweise 14 Uhr bis Mitternacht. Die Preise liegen zwischen 3,50€ und 5,50€ – je nach Größe der Brauerei und Alkoholgehalt der Getränke. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen..

AFP

Terror: Bundespolizei trainierte im Hauptbahnhof Hannover

Terrorübung Hannover
Foto: Bundespolizei

Mit dem ersten Schuss – einer Platzpatrone – begann am Dienstagabend um 22:50 Uhr in der Bahnhofshalle des hannoverschen Hauptbahnhofs eine großangelegte Übung der Bundespolizei unter der Beteiligung der Polizeidirektion Hannover, des Landeskriminalamtes Niedersachsen, der Feuerwehr und des Rettungsdienstes Hannover sowie mit Unterstützung der Deutschen Bahn AG.

Letztendlich beteiligten sich rund 900 Einsatzkräfte unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen an dem realitätsnahen Szenario, um das Vorgehen und Zusammenspiel in den komplexen und lebensbedrohlichen Situationen zu trainieren. In fünf Durchläufen mimten Darsteller aus Reihen der Polizei Terroristen, Bahnreisende und Verletzte bei einem inszenierten Anschlag im Hauptbahnhof.

„Die Wahl von Bahnhöfen als Übungsorte entstand aus der ordnungspartnerschaftlichen Zusammenarbeit der Bundespolizei und dem DB-Konzern. Da derartige Übungen unabdingbar für den Schutz der Infrastruktur und Bahnhofsnutzer sind, unterstützt die DB die notwendigen Vorbereitungen und Maßnahmen mit allen involvierten Bereichen“, so Sabine Brunkhorst von der Deutschen Bahn AG.

Opfer waren realistisch geschminkt

Bei jedem Trainingsdurchgang dauerte es nur wenige Augenblicke, bis die Einsatzkräfte die Terroristen bekämpften, die realistisch geschminkten Opfer aus dem Gefahrenbereich retteten und an zuvor abgestimmten Orten an Feuerwehr- und Rettungsdienst auf dem Bahnhofsvorplatz übergaben, um eine Erstversorgung und den schnellen Transport in eine Klinik zu gewährleisten.

„Ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg ist die Festlegung realitätsnaher Übungsszenarien“, führten die Präsidenten der Bundespolizeidirektion Hannover und der Präsident der Polizeidirektion Hannover aus.

Terrorübung Hauptbahnhof Hannover
Alles wirkte sehr realistisch, Foto: Bundespolizei

„Wir müssen damit rechnen, das sich jederzeit weitere gefährdungsrelevante Ereignisse bis hin zu einem terroristischen Anschlag ereignen können. Ziel solcher Übungen ist es, die Kollegen auf so ein Szenario bestmöglich vorzubereiten und die Einsatzkonzepte so zu optimieren, dass im Falle eines Anschlages Schlimmeres verhindert werden kann“, so der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Dr. Martin Kuhlmann.

Terror-Hintergrund: Islamismus

Von der gestrigen Nacht versprechen sich alle Teilnehmer wertvolle Erkenntnisse, insbesondere um das Zusammenspiel aller Sicherheitspartner weiter zu verbessern. Um im Falle eines Falls gut vorbereitet zu sein, hat auch die Polizeidirektion Hannover in den vergangenen Jahren ihre Einsatzkonzepte vor dem Hintergrund der islamistischen Gefährdungslage fortwährend angepasst.

„Im Zusammenwirken mit der Bundespolizeidirektion Hannover war es uns im konkreten Fall wichtig, unsere behördenübergreifende Reaktion auf einen simulierten Anschlag im Hauptbahnhof Hannover zu trainieren. In der Auswertung versprechen wir uns auch davon wertvolle Erkenntnisse, um nötige Maßnahmen noch schneller durchführen und die Bevölkerung vor größerem Schaden bewahren zu können“, so Polizeipräsident der Polizeidirektion Hannover, Volker Kluwe weiter.

Alle Übungsdurchgänge wurden videographiert, um diese in den kommenden Wochen umfangreich auszuwerten. Davon versprechen sich alle Sicherheitspartner wichtige Erkenntnisse damit die Abläufe weiter optimiert werden können und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger stets gewährleistet ist.

AFP

Einblicke in das Bromelienhaus des Botanischen Gartens

Ananasgewächse im botanischen Garten Osnabrück
Ananasgewächse im botanischen Garten. Foto: Jasmin Schulte

Vor zwei Wochen haben wir für unsere Leser und Leserinnen einen Blick in das Bromelienhaus des Botanischen Gartens geworfen, um mit ein paar Fotos „Lust auf mehr“ zu machen. Diesen Donnerstag (28. Juni) öffnet das Nutzpflanzenhaus des Botanischen Gartens. Hier werden „Bananen, Zuckerrohr und Co.“ zu finden sein.

Der Eintritt ist frei, los geht’s um 13 Uhr. Mehr Infos gibt es bei der Universität Osnabrück.

Impressionen aus dem Bromelienhaus

Bromeliengewächse werden auch Ananasgewächse genannt. Sie sind in Süd-, Mittelamerika, in den südlichen Teilen Mexikos sowie an der Spitze Floridas und auf den westindischen Inseln zu entdecken. Auch die Redaktion der Hasepost hat einen Blick in das Bromelienhaus geworfen und ein paar Impressionen für unsere Leser gesammelt.

AFP

Parklet-Posse: Und plötzlich waren die Absperrungen weg!

Parklet Osnabrück

Der Platz, den unser Redaktionssystem für Schlagzeilen zulässt, ist recht begrenzt. Eigentlich müsste die Headline lauten: Und plötzlich waren die Absperrungen weg, dann waren sie wieder da, und dann kamen auch noch Verbotsschilder dazu. Und der OSB wird auch noch ein viertes Mal kommen müssen…

Rund um die zwei Altstadt-Parkplätze, die laut Ratsbeschluss vom Mai vergangenen Jahres „entwidmet“ wurden und im Rahmen eines Projekts der Aktion MOBILE>ZUKUNFT eine „Erweiterung des öffentlichen Raums“ werden sollen, könnten wir inzwischen eine eigene Rubrik einführen, hier die neueste Entwicklung in vier Akten:

Nachdem HASEPOST am Wochenende darüber berichtetet hatte, dass die beiden raren Parkplätze wieder einer Verwendung zugeführt wurden („Osnabrücks bester Parkplatz“), waren am Dienstagmorgen dann auch die nicht mehr benötigten Plastikabsperrungen verschwunden. Soweit so gut für die Autofahrer.

1. Akt: OSB sammelte herrenlose Absperrungen ein

Wie uns die Pressesprecherin des Osnabrücker ServiceBetriebs (OSB) Katrin Hofmann auf Nachfrage bestätigte, wurden die Baustellenabsperrungen von OSB-Mitarbeitern eingesammelt, da diesen nicht erkenntlich war, was damit abgesperrt werden sollte. Am Abend zuvor hatte ein zufällig vorbeikommender OSB-Mitarbeiter einige der im städtischen Besitz befindlichen Baken auf der Dielingerstraße herumliegen entdeckt, wo sie den Verkehr gefährdeten. Er sammelte die herrenlosen Baustellenbaken ein und informierte seine Kollegen, die für den Abtransport sorgten.

Fahrradhändlerin ist überrascht

Als Brigitte Keidel, Inhaberin des Fahrradgeschäfts, vor dem sich seit vergangenem Jahr das Drama mit den abgesperrten Parkplätzen abspielt, am Morgen den freigeräumten bzw. entsperrten Parkplatz entdeckte, dachte sie, nun sei wieder der Normalzustand hergestellt.
Die Fahrradhändlerin hatte im Frühjahr nach eigenen Angaben ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro an die Stadt bezahlen müssen, weil sie auf der ungenutzten Fläche ein paar Fahrräder ausgestellt hatte.
Für die 100 Euro, die der Stadtkasse zugute kamen und so auch der Finanzierung des OSB dienten, sollte Frau Keidel an diesem Morgen allerdings noch viel geboten bekommen.

Parklet Dielingerstraße2. Akt: OSB bringt die Absperrungen wieder zurück

Nur kurz nach Ladenöffnung kam erneut ein orangener Kleinlaster des OSB angefahren und stellte erneut Baustellenbaken vor ihrem Laden ab – allerdings nicht rund um die beiden Parkflächen, denn die wurden inzwischen von PKWs belegt, deren Fahrer vermutlich in der Stadt ihrem steuerpflichtigen Job nachgehen, den Einzelhandel mit ihrem Einkauf unterstützen oder einfach nur einen Kaffee trinken und so zur Attraktivität der Innenstadt beitragen.
Blöd also für die OSB-Mitarbeiter, dass sie ihre Absperrungen nur abladen aber nicht aufstellen konnten.

Mobile Zukunfts-Aktionisten forderten erneute Absperrung

Hintergrund der schnellen Rückführung der kurz zuvor eingesammelten Baustellen-Baken war, so die OSB-Sprecherin, dass eine Mitarbeiterin der Aktionsgruppe MOBILE>ZUKUNFT den Servicebetrieb über die unerwartete und in ihren Augen nicht gerechtfertigte Räumung informiert hatte und um eine erneute Absperrung der Parkflächen bat.

Parklet
So soll es sein: Absperrungen die nichts absperren!

3. Akt: OSB kommt noch mal wieder… was vergessen

Was genau geschah, nachdem die Absperrungen wieder zurückgebracht worden waren – wegen der dort inzwischen abgestellten Autos aber nicht aufgestellt werden konnten -, entzieht sich der Öffentlichkeit; es wurde wohl etwas vergessen
Die inzwischen zweite Pendeltour zwischen OSB-Bauhof und Dielingerstraße sollte nicht die letzte Fahrt an diesem Vormittag bleiben.
Nicht einmal eine Stunde nach dem letzten Besuch in der Altstadt, parkte wieder ein orangener OSB-Kleinlaster in der Dielingerstraße und lud weiteres „Zubehör“ ab.

Rechtssicherheit hergestellt?

Nun wurden auch noch zwei schicke neue Verbotsschilder aufgestellt, die Rechtssicherheit schaffen sollen und das Parken auf der entwidmeten Parkfläche ein für alle Mal unter Strafe stellen und mit einem ordentlichen Bußgeld belegen – auch wenn da erstmal *nichts* abgesperrt wird, weil es wohl noch Monate dauern wird, bis die im Mai 2017 vom regenbogen-bunten Stadtrat beschlossene Installation dort aufgestellt wird.
Auf Nachfrage unserer Redaktion hatte der Jurist Professor Dr. Thorsten Koch darauf hingewiesen, dass es einer deutlichen Kennzeichnung bedarf, wenn das Parken auf einer als Parkfläche erkennbaren Fläche untersagt werden soll.

Allerdings wird bis dahin mindestens noch einmal der OSB vorbeikommen müssen…

4. Akt: Der OSB wird wohl nochmals kommen müssen

Da die Verbotsschilder aufgestellt wurden, während dort noch Autos parkten und die Warnbaken bislang noch nicht aufgestellt werden konnten, wird der Osnabrücker ServiceBetrieb auch noch ein viertes Mal anrücken müssen.
Dann aber, so die OSB-Sprecherin, sollen die Baken mit Gewichten versehen werden, damit sie nicht erneut entfernt werden.

Parklet Osnabrück
Nun sind die Absperrungen wieder da – die Parkplätze allerdings besetzt

Noch offen: Wann das Parklet gebaut wird

Bis auf den gesperrten Parkflächen (aka „Parklet“) „etwas“ stehen wird, sollen nach Informationen unserer Redaktion wohl eher noch Monate statt Wochen ins Land gehen. Wenn es soweit ist, soll das Parklet (O-Ton Homepage der Mobile>Zukunft): […] das Gemeinwesen fördern und sich positiv auf die Ökonomie der umliegenden Geschäfte auswirken. Parklets erweisen sich als perfekter Partner eines kurzweiligen städtischen Gestaltungskonzepts und sind im Detail ein Katalysator einer ökologischen, sozialen und lebensfähigen Entwicklung.

Anlieger alleine gelassen

Die Fahrradhändlerin, vor deren Geschäft sich all dies abspielt, stand und steht der Idee mit dem Parklet nach eigenen Angaben durchaus positiv gegenüber.
Allerdings sagt sie „so kann es nicht weitergehen“. Als Anliegerin fühlt sie sich von der Stadtverwaltung und den Mobilitäts-Aktivisten alleine gelassen. Es gab schon mehrfach Anfragen von Kunden, warum sie denn die Parkflächen vor ihrem Laden abgesperrt habe. Der Hintergrund der „Entwidmung“ dieser Parkplätze ist vielen Osnabrückern und Innenstadtbesuchern nicht bekannt und so wird oft mit Unverständnis auf die zwei offenbar sinnlos abgesperrten Parkplätze reagiert.
Warum sie, obwohl sie nur für wenige Stunden ihre Fahrräder auf der ungenutzten Fläche abgestellt hatte ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro zahlen muss, mag sie auch nicht so recht verstehen.

Damit ist sie wohl nicht alleine… Dass ausgerechnet ein Fahrradhändler für die Nutzung von zwei freien Auto-Parkplätzen  zur Kasse gebeten wurde, ist eine feine Ironie bei der Angelegenheit.

AFP

Osnabrücker Busfahrerin während der Arbeit bestohlen

Bus, VOS, WM Fahrplanwechsel
Symbolbild

Klauten Schulkinder die Tasche der Fahrerin?

Am Montagmorgen, zwischen 7.10 Uhr und 8.30 Uhr, wurde eine Busfahrerin in einem Bus der Stadtwerke bestohlen.

Die Frau fuhr hatte ihre private Einkaufstasche hinter dem Fahrersitz deponiert. Nach der Tour musste die Fahrerin feststellen, dass unbekannte Täter die Tasche samt Inhalt an sich genommen und gestohlen hatten.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Osnabrück fuhr die Fahrerin am Montagmorgen einen „E“ Bus, der überwiegend zum Schülertransport Eingesetz wird.

Hinweise zu dem Diebstahl bitte an die Polizei Osnabrück, 0541 327 2115 oder 0541 327 3203.

AFP

IKEA Osnabrück wurde von Presseartikel über P&R Parkplatz überrascht

Bushaltestelle IKEA Osnabrück
Bushaltestelle IKEA, in Zukunft P&R?

Es könnte ja so einfach sein. Der Kundenparkplatz des IKEA-Möbelhauses soll „im Busnetz 2019 eine tragende Rolle als Umstiegsmöglichkeit für Autofahrer“ spielen und zur Park&Ride Fläche für angeblich nach Osnabrück „hereinbrechende Blechlawinen“ werden.

Ein Artikel der lokalen Tageszeitung NOZ – veröffentlicht ausgerechnet am 21. Juni, dem traditionellen Möbelhaus-Feiertag „Midsommar“ – sorgte für Aufregung und Unverständnis bei denen, um deren Parkfläche es dabei geht.

Die nach redaktioneller Ferndiagnose „reichlich vorhandenen“ Parkplätze, zu deren „P“ sich doch nur noch das „R“ für „Ride“ gesellen solle, will der schwedische Spezialist für Möbel, Hot Dogs und Teelichter offenbar doch lieber für „K“ wie „Kunden“ bereithalten – und damit sind die eigenen Kunden und nicht die des öffentlichen Nahverkehrs gemeint.

Ikea Osnabrück, Bushaltestelle
Drei Fahrräder, davon zwei „Fahrradleichen“… aktuell wird hier noch nicht umgestiegen. Im Hintergrund der IKEA-Parkplatz.

Nachgefragt, was sagt IKEA zu der P&R-Idee?

Kim Steuerwald aus der Kommunikationsabteilung des Möbelkonzerns erläutert, wo das Unternehmen derzeit steht und was bislang entschieden ist:

„Wir befinden uns aktuell in ersten Abstimmungsgesprächen mit den Stadtwerken Osnabrück. Es geht dabei um die mögliche Errichtung einer Bushaltestelle – hier ist jedoch noch nichts entschieden.“

Nach Informationen unserer Redaktion soll es erstmals in der ersten Juli-Woche einen Abstimmungstermin zwischen Stadtwerken, Verwaltung, Immobilieneigentümer und Vertretern des Möbelhauses geben. Die Hoffnung, dass die Schweden dabei auf Teile ihres Parkplatzes verzichten werden, dämpft die Pressesprecherin aus der Zentrale schon im Vorfeld:

„Die Nutzung unseres IKEA Parkplatzes als Park & Ride-Parkplatz war allerdings bislang nicht Teil unserer Gespräche mit den Stadtwerken. Eine solche Nutzung kommt für uns auch nicht in Frage. Denn wir möchten unseren Besuchern ein positives und komfortables Einkaufserlebnis bieten und hierzu zählt auch die Bereitstellung ausreichender Parkmöglichkeiten.“

Begründet wird diese kritische Haltung der Mitnahme-Möblierer damit, dass es dann eng werden würde auf der nicht unbegrenzt großen Parkfläche:

„Würden wir den Parkplatz für eine Park & Ride-Nutzung freigeben, käme es zu Überschneidungen zwischen unserem Kundenverkehr und dem der Pendler. Dies hätte zur Folge, dass wir dieses positive Einkaufserlebnis, in Verbindung mit ausreichenden Parkmöglichkeiten, nicht mehr gewährleisten können.“

Kunden und Mitarbeiter fahren gerne Bus

Allerdings sieht man der geplanten besseren Anbindung des Industriegebiets an der Grenze zwischen Hellern und Gaste grundsätzlich positiv entgegen. Im Gespräch mit unserer Redaktion berichtete eine leitende Mitarbeiterin des Osnabrücker Möbelhauses, dass neben zahlreichen Kunden auch ein nicht unerheblicher Teil der Mitarbeiter darauf angewiesen ist mit dem Bus zum Arbeitsplatz zu gelangen.
Kunden die auf individuelle Mobilität setzen, möchte man jedoch nicht durch einen verkleinerten Parkplatz vergraulen:

„Aus unserer Sicht ist eine Ausweitung und bessere Anbindung an das ÖPNV-Netz interessant, denn wir möchten, dass uns auch möglichst viele Besucher mit alternativen Verkehrsmitteln erreichen können. Dies ist für uns jedoch nicht mit einer Einschränkung der Parkmöglichkeiten für die Kunden verbunden, die weiterhin mit dem Auto zu uns kommen. Um die Möglichkeiten einer verbesserten Anbindung unseres Einrichtungshauses an das ÖPNV-Netz zu beleuchten, werden wir in der kommenden Zeit weitere Gespräche mit den Stadtwerken führen.“

 

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AFP

Osnabrücker Taximörder in England verstorben

Taxen in den 60er Jahren
Taxen in den 60er Jahren, Foto: Bundesarchiv

Vielen älteren Bürgern wird der Name Leslie Grantham vielleicht noch ein Begriff sein. Der ehemalige britische Soldat und spätere Schauspieler ermordete im Winter 1966 den Taxifahrer Felix Reese in Osnabrück, nachdem er zuvor versucht hatte diesen auszurauben. Wie bereits letzte Woche in Großbritannien bekannt wurde, starb Grantham am 15. Juni – woran ist noch unbekannt.

Seit Ende des Krieges gab es in Westdeutschland eine Reihe von Morden an Taxifahrern. Über 180 wurden allein bis 1964 getötet. Ein Opfer war der Osnabrücker Felix Reese, der in der Nacht vom 03. auf den 04. Dezember 1966 erschossen wurde. Der Täter war damals schnell ermittelt, es handelte sich um den in Osnabrück stationierten britischen Soldaten Leslie Grantham.

Fehlgeschlagener Raubüberfall

Nach seiner Festnahme durch die deutsche Polizei gab Grantham an, dass er geplant hatte den Taxifahrer auszurauben. Während der Rangelei habe sich ein Schuss gelöst und Reede in den Kopf getroffen. Angeblich habe Grantham er nicht gewusst, dass seine Waffe geladen war. In einem Gerichtsverfahren wäre er nach der Version der Geschichte „nur“ für Totschlag angeklagt worden. Doch die Richter befanden ihn des Mordes für schuldig und verurteilten ihn zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Da es sich bei Leslie Grantham aber um einen britischen Soldaten handelte, wurde er nach Großbritannien überführt, unehrenhaft aus dem Militär entlassen, und verbüßte zehn Jahre in verschiedenen Gefängnissen.

Mörder wird zum erfolgreichen Schauspieler

Nach seiner Entlassung im Jahre 1977 startet Grantham eine Karriere im britischen Fernsehen. Er spielte verschiedene kleinere Rollen bis ihm 1984 mit der Serie „EastEnders“ der Durchbruch gelang. Er verkörperte die Rolle des Den Watts (Dirty Den) und wurde damit schnell zu nationalen Liebling. 2005 verließ er die Serie, über die er sich im Nachhinein äußerst negativ äußerte. Es folgten noch einige kleine Rollen und Auftritte in Talkshows. Danach verließ er England, vermutlich um in Bulgarien eine nicht näher bekannte Krankheit behandeln zu lassen. Nach seiner Rückkehr verstarb er am 15. Juni 2018 im Alter von 71 Jahren – knapp 52 Jahre nach seinem Opfer.

Vielen Dank an Susan Hellmann für den Hinweis auf dieses Stück Osnabrücker Geschichte, das nun sein Ende gefunden hat.

AFP