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Rollerfahrer kracht in Bramsche unter Transporter

Am Freitagabend kam es in Bramsche im Landkreis Osnabrück zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Rollerfahrer schwer verletzt wurde.

Der 16-jährige befuhr mit seinem Zweirad gegen 21:45 h den Lutterdamm stadteinwärts. Aus bislang noch ungeklärter Ursache krachte er dann unter einen am Fahrbahnrand geparkten Transporter.

Rollerfahrer kracht in Bramsche unter Transporter

Da er ersten Meldungen zufolge dort eingeklemmt war, alarmierte die Rettungsleitstelle Osnabrück neben dem Rettungsdienst mit Notarzt auch die Ortsfeuerwehren Bramsche und Engter zur Einsatzstelle.

Jugendlicher Rollerfahrer schwer verletzt

Rollerfahrer kracht in Bramsche unter Transporter

Der Kradfahrer konnte jedoch ohne technisches Gerät unter dem Transporter hervorgeholt werden. Schwer, aber nach ersten Erkenntnissen nicht lebensgefährlich, verletzt wurde er vom Rettungdienst ins Krankenhaus gebracht.

AFP

Kosten für dreieinhalb Monate Neumarktsperrung: 43.699 Euro – und es wird noch teurer

Kosten der Sperrung des Neumarkts, Osnabrück

Was das alles wieder kostet..? Auch unsere Redaktion hat sich schon diese Frage gestellt; zuletzt anlässlich der fast eine Woche dauernden Entfernung der Spezialfarbe, mit der die Straßenmarkierung für den Neumarkt aufgebracht wurde – obwohl dem verantwortlichen Stadtbaurat bekannt war, dass es laufende Verfahren gegen die Neumarktsperrung gab.

BOB fragte nach und bekam eine erstaunliche Zahl genannt

Eine erste Antwort auf die Frage nach den Kosten konnte unsere Redaktion am 26. Januar geben: 10-15.000 Euro, alleine für die Entfernung der Farbe Marke „hält für die Ewigkeit“.

In Beantwortung einer Anfrage vom Bund Osnabrücker Bürger (BOB) musste die Verwaltung nun offenlegen, was die zwischen Freitag dem 13. Oktober und dem 2. Februar andauernde Sperrung insgesamt gekostet hat.

Kosten Neumartktsperrung
Quelle: Ratsinformationssystem Osnabrück

Um stolze 43.699 Euro, was ungefähr dem Jahresbruttogehalt eines verbeamteten Gymnasiallehrers (A13) entspricht, wurde die Stadtkasse erleichtert.

Größter Einzelposten: Schwer lösliche Spezialfarbe

Nach Recherchen unserer Redaktion hätte eine Markierung der Fahrbahn mit schnell wiederablösbarer Baustellenmarkierung – wie sie bei den vorherigen Sperrungen angewandt wurde – etwa 2.500 Euro gekostet, die Ablösung wäre für wenige hundert Euro innerhalb weniger Stunden (nicht Tagen) möglich gewesen. So wurden für Markierung, Beschilderung und anschliessender Entfernung der Farbe durch eine externe Spezialfirma nach Angaben der Verwaltung das Zehnfache, also 27.000 Euro ausgegeben.

Die Verwaltungskosten kann die Verwaltung selbst nur „grob“ schätzen, nochmals 8.800 Euro. Und bei den Anwaltskosten fehlt der abschließende Überblick; allein bis zum Jahresende sind für externe Kanzleien und für das Verwaltungsgericht nochmals fast 8.000 Euro fällig geworden.
Unterm Strich könnten also noch ein paar Hunderter hinzukommen, für nicht einmal vier Monate Neumarktsperrung.

AFP

Kurden-Konflikt führt zu Massenschlägerei in Osnabrücker Große Straße

Symbolbild Große Straße
Symbolbild Große Straße

In der Großen Straße machte am Donnerstagnachmittag der Kurdische Kulturverein Osnabrück an einem genehmigten Infostand auf die Situation in Afrin aufmerksam. Ausgelöst durch zwei Provokateure, kam es am späten Nachmittag zu einer Massenschlägerei, bei der zwei junge Männer verletzt wurden. 

In der Syrischen Provinz, nahe der Grenze zur Türkei, werden die dort lebenden überwiegend kurdischen Bewohner vom Nato-Partner Türkei in einen Angriffskrieg verwickelt. In den vergangenen Wochen kam es bereits zu zwei Demonstrationen in der Osnabrücker Innenstadt, die auf die Situation der dort lebenden Menschen aufmerksam machten.

Am späten Nachmittag,  gegen 17.35 Uhr, provozierten nach Angaben der Polizei zwei Passanten die Betreiber des Infostandes. Der zunächst verbale Streit eskalierte, und es kam im Eingangsbereich eines nahegelegenen Modehauses zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Dabei wurden zwei Männer im Alter von 16 und 18 Jahren leicht verletzt.
Nach Angaben eines Lesers der HASEPOST waren zeitweise bis zu 25 junge Männer an der Auseinandersetzung beteiligt.

Wer hat Fotos oder Videos gemacht?

Den eingesetzten Beamten gelang es schließlich, die Kontrahenten zu trennen und die beiden Verletzten wurden mit Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Zum Zeitpunkt des Geschehens befanden sich zahlreiche Personen in der Fußgängerzone, die die Auseinandersetzung beobachteten und Aufnahmen fertigten.

Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden und das Material zur Verfügung zu stellen. Hinweise werden unter der Rufnummer 0541/327-2215 oder 327-2115 entgegengenommen.

AFP

Bewohner bemerkt Brand des eigenen Wohnhauses in Glandorf im Landkreis Osnabrück

Am frühen Freitag Morgen kam es zum Brand eines Wohnhauses in Glandorf. Das Feuer brach zunächst im Carport aus und griff dann auf den Dachstuhl des Hauses über.

Kurz vor 6:00 Uhr bemerkte ein Mann beim Verlassen seines Wohnhauses in einer dicht bebauten Wohnsiedlung das Feuer. Umgehend rief der Familienvater die Feuerwehr an und holte seine Frau und die Kinder aus dem Gebäude.

Familienvater bemerkt Brand auf dem Weg zur Arbeit

Um 5:58 Uhr alarmierte daraufhin die Rettungsleistelle Osnabrück die Feuerwehr Glandorf mit den Ortsfeuerwehren Glandorf und Schwege. „Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand das Carport im Vollbrand und das Feuer hatte bereits auf den Dachstuhl des Wohnhauses übergegriffen.“, so Hubert Johannpötter, Ortsbrandmeister in Glandorf. Umgehend wurden die Drehleitereinheit der Feuerwehr Bad Rothenfelde sowie die Feuerwehr Bad Laer mit Atemschutzgeräteträgern zur Unterstützung alarmiert.

Carport und Dachstuhl brennen bereits bei Eintreffen der Feuerwehr

„Ein besonderes Augenmerk mussten wir auf die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach auf der Rückseite des Hauses legen. Wir setzten hier sofort eines der Rohre ein, um die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion zu erhalten und ein Abrutschen der schweren Anlage zu verhindern.“, so Wehrführer Johannpötter.

Darüber hinaus mussten die Einsatzkräfte beim Löschangriff dennoch Vorsicht vor stromführenden Anlagenteilen walten lassen. Zwar konnte der Energieversorger das Haus vom öffentlichen Stromnetz trennen, die Panelen einer Photovoltaikanlage lassen sich jedoch nie ganz ausschalten. Sobald sie Licht bekommen, produzieren sie auch Strom.

Photovoltaikanlage auf Dach vor Absturz geschützt

Fünf Strahlrohre und zwei Wärmebildkameras setzten die Trupps der Feuerwehren unter Atemschutz im Innen- und Aussenangriff ein, bis sie kurz vor 7:00 Uhr „Feuer aus“ melden konnten. Mit 58 Brandbekämpfern waren sie vor Ort, rund 10 weitere Einsatzkräfte stellte der Malteser Hilfsdienst in der vorsorglich alarmierten Schnell-Einsatz-Gruppe des Rettungdienstes.

Verletzt wurde bei dem Feuer zum Glück niemand, es entstand jedoch beträchtlicher Sachschaden. Der Dachstuhl und das Carport brannten samt eines Traktors aus. Die Ursache für den Ausbruch des Feuers war vor Ort noch unklar, ein Ermittlungsteam der Polizei nahm die Arbeit zur Feststellung der Brandursache auf.

AFP

Heimlich entfernt: Stadt entsorgt Parkplatz-Blockade in der Dielingerstraße

Mobile Zukunft Dielingerstrasse Osnabrück

Ob es wohl ein kleiner Videobeitrag war, den HASEPOST am vergangenen Wochenende auf Facebook gepostet hatte, der den Ausschlag für das Abräumen einer umstrittenen Installation auf zwei Parkplätzen in der Dielingerstraße gab?

Seit vergangenem Spätsommer wurden zwei der knappen Parkplätze in der Dielingerstraße (Altstadt) durch zusammengeschraubte Europaletten blockiert, die auf einen bereits nach wenigen Wochen nicht mehr sonderlich ansehnlich wirkenden grünen Teppich gestellt wurden. Unser Video zeigt den Zustand der Verwahrlosung, keine sechs Monate nach der Installation im September 2017.

Ziel der Installation, so ihre Befürworter aus der Regenbogenkoalition im Stadtrat, war es für die „Verkehrswende“ zu werben und zum Umstieg vom PKW auf andere Verkehrsmittel zu animieren.

In verschiedenen Facebook-Gruppen wurde zuvor immer wieder darüber diskutiert, warum Anwohner mit kostenpflichtigem Anwohnerparkausweis und die auswärtigen Kunden der zahlreichen kleinen Einzelhandelsgeschäfte durch die offensichtliche Sperrmüllansammlung behindert werden. Zum Aufenthalt, wie von der Regenbogenkoalition im Mai 2017 bei der Beschlussfassung im Stadtrat vorgesehen, sorgte die in rasantem Tempo vermüllte Sitzgelegenheit – direkt auf Augenhöhe mit den Abgasanlagen der dort fahrenden Stadtbusse, LKW und PKW – jedenfalls nicht.

Verwaltung erklärt Räumaktion

Am Rande einer Veranstaltung der Aktion „Mobile Zukunft“ vor wenigen Tagen, behauptete Stadtbaurat Frank Otte gegenüber dem Redakteur dieses Artikels, es sei „nur ein Parkplatz“ verstellt worden, tatsächlich waren es zwei.
Die Beantwortung der Anfrage zum Rückbau der Paletten-Installation erfolgte über das Presseamt der Stadt Osnabrück.

Holzpaletten in der Dielingerstraße
Eine Mauer aus Holzpaletten in der Dielingerstraße (Foto: B. Specker)

Stadtverwaltung: Schuld sind die Anderen

Die Antwort, die unsere Redaktion am Freitagvormittag erhielt, schiebt die Schuld für die heimlich durchgeführte Spermüllabfuhr unbekannten Dritten zu, die offenbar nicht den nötigen Respekt gegenüber wild aufgeschichteten Pressholz-Paletten aufzuweisen wussten.
Die Schuldzuweisung für das Scheitern des Blockadeprojekts im Wortlaut:

„Das im Rahmen eines Patenprojekts von MOBIL>E ZUKUNFT am Park(ing) Day 2017 provisorisch errichtete Parklet an der Dielingerstraße ist aufgrund mehrfachen mutwilligen Vandalismus stark beschädigt worden. Um die Gefahr von Verletzungen zu bannen und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, musste es kurzfristig entfernt werden. Die Parkplätze sind laut Ratsbeschluss langfristig entwidmet, so dass demnächst eine Absperrung der Fläche mit Hinweisschild erfolgt.“

Wichtig ist wohl der letzte Satz, der übersetzt wohl bedeuten soll: Ein Scheitern des Projekts ist per Ratsbeschluss nicht möglich. Nun wird (kostenpflichtig für den Bürger) neu geplant und vermutlich für die Ewigkeit etwas gebaut, das nicht so schnell auf den Piesberg gefahren werden muss. So heißt es dann auch abschließend:

„Derzeit wird die Ausführungsplanung für das im Rahmen des Projekts MOBIL>E ZUKUNFT angekündigte dauerhafte und bauliche Parklet vorangetrieben. Es ist geplant, dass dieses im Frühsommer der Öffentlichkeit übergeben werden kann.“

Unsere Redaktion bleibt dran an dem Thema. Vor allem die Anwohner, Einzelhändler und ihre Kunden warten sicher bereits mit großer Vorfreude darauf, dass die beiden Parkplätze in der Dielingerstraße erneut zugestellt werden – dann auch vandalismus-gesichert.

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AFP

Im Sommer gibt es 157 neue Emojis (Video)

Neue Emojis 2018
Neue Emojis 2018

Können junge Menschen noch ganze Sätze schreiben ohne ein Emoji zu verwenden ? Wieso eigentlich Wörter aus nur wenigen zur Verfügung stehenden Buchstaben bilden , wenn es doch so viele passende kleine Bilder gibt?

Irgendwann im kommenden Sommer wird es noch einfacher sein ein passendes Symbol für komplexe Bedeutungen zu finden, dann werden voraussichtlich 157 neue Emojis für aktuelle Smartphone- und Computerbetriebssysteme veröffentlicht.

Wie gewohnt erhalten ältere Geräte die neuen Emoji mit entsprechenden Updates nachgeliefert.

Endlich auch rothaarige Emoji

Das Unicode Consortium, das für die Standardisierung der Grafiken zuständig ist, hat 157 Kandidaten für kommende Erweiterungen vorgestellt. Darunter verschiedene Superhelden, ein Partygesicht, ein fürchterlich frierender Smiley und endlich auch rothaarige Menschen.
Allerdings sind nur etwa die Hälfte der Grafiken wirklich komplett neue Symbole, der Rest vor allem andersfarbigen Hauttöne, die politisch korrekt kombiniert werden können – die neuen roten Haare können auch mit hellen, braunen und schwarzen Gesichtern dargestellt werden.

Grafiken sehen überall leicht anders aus

Alle Geräte- bzw. Betriebssystem-Hersteller haben die Möglichkeit die Emojis im eigenen Stil zu gestalten. Die hier auf der Seite gezeigten Entwürfe, die im Blog der Emojipedia vorgestellt wurden, zeigen das Design von Apple für die macOS (MacBook und iMac) und iOS (iPhone und iPad) Betriebssysteme.

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Puma wird wieder Ausrüster für den VfL Osnabrück

Bremer Brücke, Osnabrück, VfL
unter Verwendung eines Fotos der Bremer Brücke von Graaf from af, CC BY-SA 3.0

Die Herzogenauracher Traditionsmarke PUMA und der VfL Osnabrück haben am Donnerstag im Rahmen des Partnertreffens im neuen Sporthaus von L&T ihre neue, langfristige Partnerschaft bekannt gegeben.

Ab dem 01. Juli 2018 wird die Sportmarke erneut offizieller Ausrüster der Lila-Weißen. Damit knüpfen Puma und der VfL an eine gemeinsame Geschichte an, denn bereits von 2007 bis 2013 spielten die Osnabrücker im Puma-Trikot.

Mit dem erneuten Wechsel zurück zu der Marke mit der Raubkatze wird Adidas abgelöst, das führende der beiden von den Gebrüdern Dassler gegründeten und in starkem Wettbewerb zueinander stehenden Unternehmen.

Neuer Fanshop im L&T Sporthaus

Ab der Spielsaison 2018/19 werden Puma und der VfL Osnabrück gemeinsam mit dem Fachhandelspartner L&T sowohl die Lizenzmannschaft als auch die Nachwuchsteams bis einschließlich der U16 mit Trikots und Trainingsbekleidung ausstatten. Der VfL-Fanshop im neuen L&T Sporthaus bietet zudem Replika-Trikots, Merchandise-Produkte und mit dem VfL-Logo veredelte Sportstyle-Kollektionen an. Auch im bisherigen Fanshop an der Bremer Brücke wird sich Puma engagieren: Geplant ist eine moderne Ladeneinrichtung, um allen Fans der Lila-Weißen nicht nur an den Brückentagen ein attraktives Einkaufserlebnis bieten zu können.

„Mit dem VfL Osnabrück, der durch viel Spielfreude und seine tolle Fangemeinde eine besondere Stellung in der 3. Liga einnimmt, stärken wir unser Fußball-Engagement und unsere Markenpräsenz im Bereich Teamsport. Wir freuen uns sehr darauf, gemeinsam auf Punktejagd zu gehen und auch die vielen jungen Fans zu begeistern“, erklärt Matthias Bäumer, Area General Manager PUMA DACH.

Zukünftig mehr Merchandising

Jürgen Wehlend, Geschäftsführer des VfL Osnabrück: „Wir können bereits auf eine langjährige, partnerschaftliche und sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zurückblicken und sind stolz, Puma wieder als Ausrüster gewonnen zu haben. Die Gespräche waren immer zielorientiert und auf Augenhöhe, so dass wir mit viel Enthusiasmus den erneuten Doppelpass angehen werden. Besonders von der bereits bestehenden Partnerschaft zwischen Puma und unserem Partner L&T versprechen wir uns vor allem im Bereich Merchandising einen deutlichen Schritt in die richtige Richtung.“

Titelbild unter Verwendung eines Fotos der Bremer Brücke von Graaf from af, CC BY-SA 3.0

AFP

FDP-Ratsfraktion bringt neue Sperrung des Neumarkts „zur Erforschung des Verkehrsverhaltens“ ins Gespräch

Neumarkt Osnabrück
Rätsel um die Osnabrücker Neumarkt-Gitter (teilweise) gelöst?

Wer geglaubt hatte, dass mit der vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg verfügten Aufhebung der Neumarktsperrung wieder so etwas wie zumindest vorläufige Ruhe in den Streit um Osnabrücks Problemplatz gekommen ist, sieht sich getäuscht. In einer am Donnerstagnachmittag verschickten Pressemitteilung bringt FDP-Fraktionschef Dr. Thomas Thiele eine neue Möglichkeit ins Spiel, wie dem Individualverkehr der Neumarkt entzogen werden könnte.

Im Rahmen einer „Probephase“ nach § 45 (1) 6 könnte der Neumarkt erneut gesperrt werden, so Thiele. Nach Ansicht des FDP-Politikers könnte die Straßenverkehrsbehörde bestimmte Straßen sperren um zur Erforschung des Verkehrsverhaltens, der Verkehrsabläufe sowie zur Erprobung geplanter verkehrssichernder oder verkehrsregelnder Maßnahmen den Verkehr lenken und den Verkehr entsprechend zu leiten.

Vorausgegangen war der Pressemitteilung der Liberalen eine von CDU Fraktionschef Fritz Brickwedde veröffentlichte Erklärung, in der dieser erklärt hatte: „Der offene Neumarkt vermeidet Umwege und Staus, führt  dadurch zur Verringerung von CO2 und ist deshalb gut für den Klimaschutz“.

CDU-Fraktionschef probierte unterschiedliche Fahrtrouten aus

Diese These untermauerte der CDU-Politiker mit konkreten Zahlen, die er bei einer „Testfahrt“ ermittelt haben will. Von Wellmann in Hellern bis zur Bremer Brücke in Schinkel sei ein Testwagen außerhalb des Berufsverkehrs die Strecke über den Neumarkt, über den Wall und über die Autobahn gefahren. Über den Neumarkt seien es 5,3 km und zwölf Minuten Fahrtzeit gewesen. Über den Wall habe der PKW fünfzehn Minuten für 6,6 km benötigt. Die Fahrt über die Autobahn habe für 16,4 km achtzehn Minuten gebraucht. Allein der Umweg über die Autobahn bedeute eine Verdreifachung der Strecke. Es sei völlig eindeutig, dass mehr Kilometer auch zu mehr Emissionen von CO2 führen würden.

Die Annahme der Befürworter der Sperrung, die Autofahrer würden genervt auf die Busse umsteigen, sei pures Wunschdenken, so die CDU. Brickwedde: „Während der Zeit der Neumarktsperrung hat es weder einen Rückgang des Fahrzeugbestandes noch eine Zunahme an Bustickets gegeben.“
Nach Auskunft der Stadtwerke könne ein Zusammenhang zur Neumarktsperrung nicht hergeleitet werden. Eine faktenbasierte Diskussion sei jetzt wichtig, auch wenn es um die Umsetzung des Lüneburger Urteils gehe.

FDP will Straßen vom Individualverkehr „befreien“

Dem halten die Osnabrücker Liberalen entgegen, dass Brickweddes Testfahrten „ohne Wert“ gewesen seien. „Wenn der ehemalige Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt erklärt, dass Straßen, die mit Autos, Bussen und LKW befahren werden, besser für den Umwelt- und Klimaschutz sind als vom Individualverkehr befreite Straßen, muss man sich schon wundern. Wenn dieser dann als Testperson mit seinem PKW kreuz und quer durch die Stadt fährt und daraus Fakten für die Öffnung des Neumarktes darstellt, muss man das als „postfaktisch“ werten“, kritisiert der FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. Thomas Thiele die „Testfahrten“ des CDU-Fraktionsvorsitzenden Brickwedde.Denn gerade die Strecke sei doch für den ÖPNV zu stärken. Gerade diese Verkehre sollten für die Bewohner der Stadt vermindert werden!

Thiele weiter: „Wenn die CDU zusammen mit ihrem Oberbürgermeister die Vorschläge zur Verflüssigung des Verkehrs mit adaptiver Ampelsteuerung, Einbahnstraßenregelung auf dem Wallring, Ringbuslinie, LKW-Durchfahrtverbote und vernünftiges Baustellenmanagement endlich mal anpacken würden, wären wir bei der Reduzierung der Schadstoffbelastung ein großes Stück weiter. Stattdessen wird weiter der Autoverkehr hofiert, anstatt für Alternativen zu sorgen. Dazu gehört u.a., dass auch für diejenigen genug Platz sein muss, die darauf verzichten, mit dem Pkw in die Innenstadt zu fahren und damit aktiv dazu beitragen, Staus und Emissionen zu vermeiden. Der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Fraktion Oliver Hasskamp ergänzt: „Mit der Einrichtung von Park and Ride Parkplätzen, sicheren Radfahrspuren und einem verbesserten und kostengünstigen ÖPNV-Angebot kämen wir voran. Verzichten sollten wir hingegen auf mediale Einzelaktionen. Die helfen nicht weiter.“

Thiele weiter: „Wir brauchen wissenschaftlich fundierte Berechnungen, um sachgerecht beurteilen zu können, ob und wie sich einzelne Verkehrsmaßnahmen positiv auf die Schadstoff- und Stausituationen in der Innenstadt auswirken.“

„Wissenschaftlich müsste Brickwedde demnach“, so Thiele, „unser Anliegen unterstützen und mit einer Probephase nach § 45 (1) 6 StVO den Neumarkt sperren. So könnte die Straßenverkehrsbehörde bestimmte Straßen u.a. zur Erforschung des Verkehrsverhaltens, der Verkehrsabläufe sowie zur Erprobung geplanter verkehrssichernder oder verkehrsregelnder Maßnahmen den Verkehr lenken und den Verkehr entsprechend leiten.

„Testpilot Brickwedde“ raten die in Osnabrück mit der Linkspartei, den Grünen, der örtlichen Sozialdemokratie, den Piraten und der UWG in einer regenbogen-bunten Koalition verbündeten Liberalen, er könne sich „als Baustellenmanager betätigen. Vielleicht wäre er da glaubhafter und erfolgreicher.“

 


Unsere Redaktion hatte vor Veröffentlichung dieses Artikels versucht im FDP-Fraktionsbüro und über eine private Telefonnummer von Seiten der FDP zu erfahren, ob mit Verweis auf §45 der StVO tatsächlich eine erneute Sperrung des Neumarkts angestrebt wird. Wir konnten jedoch keinen Vertreter der Liberalen erreichen.
Zwei Versuche den Neumarkt dem Individualverkehr zu entziehen sind in den vergangenen Jahren bereits vor Gericht gescheitert (siehe hier und hier).

AFP

Polizei: Bitte an Ossensamstag nicht als Dschihadist oder Taliban verkleiden

Terrorist, Kostüm
Foto: Quinn Dombrowski CC BY-SA 2.0

In einem Appell richtet sich die Polizeiinspektion Osnabrück an die Teilnehmer des Ossensamstags und des Hüttensonntags: Bitte auf verdächtig aussehende Kostüme und Accessoires verzichten!

Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten Attrappen von Gewehren, Pistolen, Bomben, Munitionsgürteln und sonstigen ähnlichen Gegenständen zu Hause bleiben. Selbst für die Polizei ist es oftmals nicht einfach, die als Scherz gemeinte „Kopie“ einer Spielzeugwaffe vom Original zu unterscheiden.

Verkleidung als Terrorist kann Irritationen auslösen

Man sollte sich auch bewusst sein, dass Verkleidungen als Taliban oder Dschihadisten in der heutigen Zeit geeignet sind, bei vielen Menschen Irritationen oder falschen Alarm auszulösen. Auch Taschen und Rucksäcke sollten nicht unbeaufsichtigt abgestellt werden.

Fahrrad und Auto sind unter Alkohol tabu

Alkohol und Karneval schließen sich natürlich nicht gegenseitig aus: Aufgrund der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren appelliert die Polizei allerdings an die Karnevalisten, verantwortungsvoll mit alkoholischen Getränken umzugehen. Dazu gehört auch, das Auto, Moped, Fahrrad etc. stehen zu lassen und Taxi sowie öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Foto: Quinn Dombrowski CC BY-SA 2.0

AFP

Transporter kracht auf LKW auf der Autobahn A1 bei Osnabrück

Am Mittwochabend, 07.02.2018, kam es zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn A1 bei Osnabrück in Richtung Münster. Die Fahrerin eines Kleinlastwagen krachte mit ihrem Fahrzeug in einen LKW und wurde schwer verletzt.

Gegen 18:00 Uhr ereignete sich der Unfall zwischen den Anschlussstellen Osnabrück-Nord und Osnabrück-Hafen. Die Fahrerin eines polnischen Transporters fuhr offenbar nahezu ungebremst auf das Heck eines Sattelzuges am Stauende auf. Die 35-jährige wurde dabei in ihrem Fahrzeug eingeklemmt.

Feuerwehr befreit Fahrerin mit technischem Gerät aus Transporter

Die Feuerwehr Wallenhorst rückte deshalb zur Unfallstelle aus und befreite die Fahrerin mit einer Rettunsschere. Schwer verletzt wurde sie anschließend vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt.

Die Ursache für den Unfallhergang ist bisher unklar.

Autobahn im Feierabendverkehr gesperrt

Für die Rettungsmaßnahmen musste die Autobahn in Fahrtrichtung Münster zunächst für über eine Stunde voll gesperrt werden. Anschließend war für die Aufräumarbeiten weiterhin der Hauptfahrstreifen unbefahrbar.

Die Bergung des Transporters wurde dabei zu einer besonderen Herausforderung. Aufgrund von auslaufenden Betriebsstoffen musste er huckepack abtransportiert werden. Der angeforderte Abschlepper kam jedoch mit einem für PKW und Kleintransporter üblichen Fahrzeug, auf dem der Kleinlastwagen die maximal erlaubte Höhe überschritt.

Überhöhe nach Verladung des Kleinlastwagen

Die Polizei musste daher vor dem Abtransport prüfen, ob die Brücken bis zur Anschlusstelle Osnabrück-Hafen hoch genug sind. Dort sollte der Abschelpper dann eine Auffangkonstruktion für die Betriebsstoffe unter den Transporter bauen, um diesen dann abzuladen und mittels einer Abschleppbrille hinter das Bergungsfahrzeug zu hängen.

Dennoch musste der Transporter auf dem Abschleppwagen bereits an der Unfallstelle nochmal abgelassen werden, da der Bergungshelfer sonst die Trümmerteile nicht verladen konnte.

AFP