Am frühen Freitag Morgen kam es zum Brand eines Wohnhauses in Glandorf. Das Feuer brach zunächst im Carport aus und griff dann auf den Dachstuhl des Hauses über.

Kurz vor 6:00 Uhr bemerkte ein Mann beim Verlassen seines Wohnhauses in einer dicht bebauten Wohnsiedlung das Feuer. Umgehend rief der Familienvater die Feuerwehr an und holte seine Frau und die Kinder aus dem Gebäude.

Familienvater bemerkt Brand auf dem Weg zur Arbeit

Um 5:58 Uhr alarmierte daraufhin die Rettungsleistelle Osnabrück die Feuerwehr Glandorf mit den Ortsfeuerwehren Glandorf und Schwege. „Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand das Carport im Vollbrand und das Feuer hatte bereits auf den Dachstuhl des Wohnhauses übergegriffen.“, so Hubert Johannpötter, Ortsbrandmeister in Glandorf. Umgehend wurden die Drehleitereinheit der Feuerwehr Bad Rothenfelde sowie die Feuerwehr Bad Laer mit Atemschutzgeräteträgern zur Unterstützung alarmiert.

Carport und Dachstuhl brennen bereits bei Eintreffen der Feuerwehr

„Ein besonderes Augenmerk mussten wir auf die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach auf der Rückseite des Hauses legen. Wir setzten hier sofort eines der Rohre ein, um die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion zu erhalten und ein Abrutschen der schweren Anlage zu verhindern.“, so Wehrführer Johannpötter.

Darüber hinaus mussten die Einsatzkräfte beim Löschangriff dennoch Vorsicht vor stromführenden Anlagenteilen walten lassen. Zwar konnte der Energieversorger das Haus vom öffentlichen Stromnetz trennen, die Panelen einer Photovoltaikanlage lassen sich jedoch nie ganz ausschalten. Sobald sie Licht bekommen, produzieren sie auch Strom.

Photovoltaikanlage auf Dach vor Absturz geschützt

Fünf Strahlrohre und zwei Wärmebildkameras setzten die Trupps der Feuerwehren unter Atemschutz im Innen- und Aussenangriff ein, bis sie kurz vor 7:00 Uhr „Feuer aus“ melden konnten. Mit 58 Brandbekämpfern waren sie vor Ort, rund 10 weitere Einsatzkräfte stellte der Malteser Hilfsdienst in der vorsorglich alarmierten Schnell-Einsatz-Gruppe des Rettungdienstes.

Verletzt wurde bei dem Feuer zum Glück niemand, es entstand jedoch beträchtlicher Sachschaden. Der Dachstuhl und das Carport brannten samt eines Traktors aus. Die Ursache für den Ausbruch des Feuers war vor Ort noch unklar, ein Ermittlungsteam der Polizei nahm die Arbeit zur Feststellung der Brandursache auf.