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Den Ansturm meistern: Am Samstag ist „Wechseltag“ bei der AOK

AOK, Kundenberatung
Daniela Werthmöller, Kundenmanagerin aus dem Servicezentrum Osnabrück

Die AOK im Osnabrücker Land hat in 2017 einen starken Zuwachs von rund 8.000 neuen Versicherten verzeichnen können. Mit insgesamt 2,66 Millionen ist in Niedersachsen bereits jeder Dritte AOK-versichert. Damit noch rechtzeitig bis zum 28. Februar alle Wechselwilligen zur AOK wechseln können, wird es am Samstag (24.02.) einen „Wechseltag“ geben.

Mit einem Zusatzbeitrag von 0,8% und einem Gesamtbeitrag von 15,4% liegt der Beitrag deutlich unter dem Branchenschnitt.
Für 2018 hat der Verwaltungsrat neben dem günstigen Beitragssatz erneut ein maximales Mehrleistungs-Budget von 500 Euro statt 250 Euro für grundsätzlich jeden Versicherten beschlossen. Über dieses Budget können beispielsweise zwei professionelle Zahnreinigungen im Jahr, Reiseschutzimpfungen sowie Sonderleistungen bei Schwangerschaft abgerechnet werden.

Die Kunden bekommen für die Mehrleistungen 80 Prozent ihrer Kosten erstattet. Das gilt auch für jeden, der bis zum 28.02.2018 wechselt. Alle anderen Kunden, die nach diesem Datum ihren Wechsel beantragen, erhalten ein Mehrleistungs-Budget in Höhe von 250 Euro.

Vor Ort alle offenen Fragen klären

Die Kundenberater in den Servicezentren der AOK im Osnabrücker Land berichten von einem gleichbleibend starken Ansturm auch in diesem Jahr. Viele Interessenten möchten noch vor dem 28.02. ihre Krankenkasse wechseln und lassen sich in ihrem Servicezentrum vor Ort beraten. Dabei gilt es, offene Fragen zu Themen wie der Familienversicherung, der Weiterführung laufender Behandlungen oder zur Inanspruchnahme der Mehrleistungen zu klären. „Wir bieten individuelle Auskünfte für jeden einzelnen Interessenten. Auch zum Wechsel möchten wir ganz in Ruhe diesen Service bieten“, erklärt Klaus Hachmeister, Regionaldirektor der AOK im Osnabrücker Land. „So haben wir uns dazu entschieden, das Servicezentrum am Samstag, den 24. Februar zu öffnen, damit alle, die zu uns wechseln möchten, an diesem Tag zusätzlich die Möglichkeit dazu haben.“ Die Kundenberater, die am 24.02. von 09:00 bis 13:00 Uhr im Einsatz sind, erklärten sich freiwillig bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. „Noch Unentschlossenen stehen wir gerne zur Seite, wenn es darum geht, die für sie richtige Krankenkassenwahl zu treffen.“, so Margit Meyknecht, Kundenmanagerin im Servicezentrum der AOK in Osnabrück. „Dafür nehmen wir uns an diesem Samstag gerne die Zeit.“

Sonderöffnungstag der AOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen am 24.02.2018 von 09:00 – 13:00 Uhr in der Niedersachsenstraße 10 in Osnabrück.

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AFP

Osnabrücker SPD macht aus nicht-öffentlicher Sitzung eine Pressemitteilung

Persönlich vertraulich

Am Dienstagnachmittag veröffentlichte unsere Redaktion eine Pressemitteilung der SPD-Ratsfraktion Osnabrück. Wie sich herausstellte, bezog sich die Pressemitteilung auf einen nicht-öffentlichen Vorgang, der also unter Ausschluss der Bürger zur Beratung anstand.

Es ging um ein vom Bund Osnabrücker Bürger (BOB) angeregtes Gutachten zum Osnabrücker Stadthafen, die Kosten dafür (80.000 Euro) und die Kosten, die für die voreilige Straßenmarkierung des Neumarkts ausgegeben wurden (44.000 Euro) und welche Ausgabe nun sinnvoller sei.

Bereit kurz nach Veröffentlichung der Pressemitteilung meldeten sich gleich mehrere Parteienvertreter bei uns und zeigten sich sehr verwundert über die Pressearbeit der Sozialdemokraten

Eigentlicher Urheber: die CDU, nicht BOB

So stellte sich sehr bald heraus, dass die Idee, die Zukunft des Osnabrücker Stadthafens mit seinen unterdimensionierten Schleusen im Rahmen eines Gutachtens nochmals auf die politische Agenda zu heben, aus dem nicht-öffentlichen Teil des am gleichen Abends tagenden Haushaltsausschusses entstammte.
Und nicht allein BOB war der Urheber dieser Gutachten-Idee, sondern auch die mit keinem Wort von der SPD-Ratsfraktion erwähnte CDU, und das sogar federführend.

Das Durchstechen von nicht-öffentlichen Informationen ist nicht unüblich, Pressemitteilungen dazu schon

Was genau in dem fraglichen Antrag von CDU und BOB steht, ob er angenommen wurde – oder auch nicht – wird unsere Redaktion vermutlich erst mit etwas zeitlichem Abstand erfahren.
Dass Inhalte aus nicht-öffentlichen Sitzungen an die Presse „durchgestochen“ werden, ist nicht ungewöhnlich. Oft berichten wir und unsere Kollegen der Tagespresse nicht über derartige Themen, nutzen sie jedoch als Hintergrundwissen, um Zusammenhänge besser darstellen zu können.
Dass ein nicht-öffentlicher Tagesordnungspunkt Gegenstand einer regulären Pressemitteilung wird, ist jedoch zumindest „ungewöhnlich“.

Ungewöhnlich findet dies auch Dr. Stephen Grüner (BOB), der in einem ersten Statement dazu schreibt: „Der Bund Osnabrücker Bürger reagiert mit Verwunderung, dass die SPD vertrauliche interna des Masterplan Hafens vor einer Entscheidungsfindung in die Öffentlichkeit trägt“.  Mit einer eigenen Pressemitteilung will BOB dazu noch gesondert Stellung nehmen. Besonders kurios findet der Lokalpolitiker, dass dem Bürger so zwar die Stellungnahme der SPD präsentiert wurde, ihm aber wegen der Vertraulichkeit die eigentliche Fragestellung verborgen bleibt.

SPD bezieht sich auf Präzedenzfall aus 2015

Zur Vertraulichkeit der Angelegenheit befragt, kontert SPD Fraktionschef Frank Henning, dass er sich die Frage stellt, warum die Frage der Gutachtenvergabe überhaupt für den nicht-öffentlichen Teil der Finanzausschuss-Sitzung vorgesehen wurde, „denn was ist an einer Gutachtenvergabe geheimhaltungsbedürftig?“

Im Übrigen verweist Henning auf einen seiner Meinung nach ähnlich gelagerten Fall aus dem Jahr 2015, bei dem der CDU-Fraktionschef Dr. Fritz Brickwedde aus nicht-öffentlicher Sitzung des Verwaltungsausschusses (VA) Informationen an die Presse gab.
Damals hatten SPD und Grüne die Verwaltung zur Zulässigkeit einer derartigen Indiskretion befragt. Die Antwort auf diese Anfrage war wiederum nicht-öffentlich (VO/2015/5252), liegt aber unserer Redaktion in Kopie vor.
Seinerzeit bestätigte das Rechtsamt der Stadtverwaltung, dass „Angelegenheiten, die im Verwaltungsausschuss beraten werden, […] nicht schon deshalb geheimhaltungsbedürftig [seien], weil dessen Sitzungen stets nichtöffentlich [sind]“.
Grenzen für die Pressearbeit der Fraktionen sieht die Verwaltung vor allem bei „geheimhaltungsbedürftigen Angelegenheiten“; dass die Beauftragung eines Gutachtens über den Hafen als geheim anzusehen ist, bestreitet Henning (siehe oben).

AFP

Neumarkt vs. Kanalhafen – SPD greift BOB wegen Gutachten zu Stichkanal-Schleusen an

Schleuse Stichkanal Osnabrück Haste
Schleuse Stichkanal Osnabrück Haste / Foto: Pohlmann

„80.000 € für nichts und wieder nichts!“ und „BOB will Gutachten, das aktuell nicht gebraucht wird“. In einer am Dienstag verteilten Pressemitteilung macht die Osnabrücker SPD-Ratsfraktion dem Bund Osnabrücker Bürger (BOB) schwere Vorwürfe und rechnet die durch während einer laufenden Klage vorgenommene Fahrbahnmarkierung des Neumarkts mit schwer lösbarer Spezialfarbe gegen ein von BOB angeregtes Gutachten zum Osnabrücker Stadthafen auf.

„Die unerwartete Gerichtsentscheidung zur Neumarktöffnung, die in der Hauptsache noch nicht entschieden wurde, brachte den Bund Osnabrücker Bürger in Wallung. Skandalschreie wurden laut, die eine Verschwendung von Steuergeldern anprangerten (Zitat: „Wenn Ideologie Hirn frisst…44.000 € zulasten der Osnabrücker Steuerzahler…“). Wie scheinheilig diese Empörung seitens des BOB ist, zeigt nun der Wunsch nach einem Gutachten für den Osnabrücker Hafen, das 80.000 € kostet, aber überhaupt nicht gebraucht wird“, erläutert Frank Henning in der aktuellen Pressemitteilung der SPD-Ratsfraktion.

Bis 2030 erwartet die SPD Stillstand beim Kanalausbau

„Das Gutachten soll den Schleusenausbau des Osnabrücker Hafens voranbringen. Leider wird dieser Ausbau im Bundesverkehrswegeplan bis 2030 gar nicht vorrangig aufgeführt, ein Ausbau ist bis zu diesem Jahr mithin nicht vorgesehen. Auch die Verwaltung bestätigt dies und weist darauf hin, dass die Ergebnisse des Gutachtens bis dahin wieder veraltet sind“, so Henning weiter.
„BOB verschwendet hier Steuergelder in doppelter Höhe im Vergleich zu den Neumarktkosten ohne mit der Wimper zu zucken. Man misst also mit zweierlei Maß: Empörung dort, wo man sie ideologisch brauchen kann, Kreidefressen, wenn es um eigene Projekte geht“, so Henning abschließend.

Stichkanal Schleuse Osnabrück Haste
Breit – schmal – breit: So wie ein Nadelöhr liegt die Schleuse zwischen dem teuer ausgebauten Stichkanal und dem Hafenbecken.

Hintergrund: Vor einigen Jahren wurden rund 40 Millionen Euro in die Verbreiterung des Stichkanals, der Verbindung zwischen dem Stadthafen und dem Mittellandkanal bei Bramsche, investiert. Nicht ausgebaut wurden allerdings die Schleusen in Hollage und Haste, so dass moderne Schiffe den Kanal zwar theoretisch befahren können, spätestens an der ersten Schleuse bei Hollage nicht mehr weiterkommen.
Der Osnabrücker Landtagsabgeordnete Burkhard Jasper (CDU) bezeichnete diese Situation in einem Gespräch mit unserer Redaktion im Jahr 2016 als „Schildbürgerstreich“.
Fachleute befürchten, dass es bereits vor dem Ausbau der beiden Schleusen überhaupt keine Binnenschiffe mehr geben wird, die noch durch die alten Anlagen aus dem vorherigen Jahrhundert passen.

AFP

Kommentar: Lebensretter brauchen keine Besserwisser

Weltkriegsbombe (Symbolbild)
Weltkriegsbombe (Symbolbild)CC BY-SA 3.0

Zugegeben, wenn es um den VfL geht, dann finden sich schnell ein paar „Experten“, wie mit bestehendem Kader und vermutlich deutlich weniger Geld der Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft werden könnte. Und auch wenn es um die Zukunft der SPD geht, deren Politik inzwischen von einstigen konservativen und grünen Mitbewerbern erledigt wird, werden sich auch außerhalb der Stammtische schnell Lösungen finden lassen. Flüchtlingskrise, Neumarkt oder die Zukunft des Osnabrücker Güterbahnhofs – eigentlich wissen wir es auch da doch alle besser. Was sind wir doch ein Volk von Experten!

Eine Bombe will zerstören und töten, nicht diskutieren!

Wenn es aber um Bombenräumungen geht, darf es keine Diskussion geben.

Einerseits sollte jedem klar sein, dass er mit einem patzigen „ich geh´ hier nicht weg“ nicht durchkommt, andererseits ist so eine mehrere Zentner schwere Weltkriegsbombe auch einfach keine Gegenstand, der langwierige Diskussionen zulässt.
Selbst wenn so eine Bombe ein Dreivierteljahrhundert im Osnabrücker Boden gesteckt hat, ohne sich ihrem eigentlichen Zweck – Tod und Zerstörung zu verbreiten – zu widmen, beginnt mit dem Moment der Freilegung ein Wettlauf mit der Zeit. Dieser Wettlauf, den die gut ausgebildeten Experten vom Kampfmittelräumdienst in der Regel gewinnen, kann aber auch mal verloren gehen.
2010 opferten drei Polizisten in Göttingen ihr Leben, weil so eine Bombe auch nach Jahrzehnten noch eine tödliche Waffe ist. Und in München sorgte eine Bombe, die bei einer kontrollierten Sprengung nicht wie geplant reagieren wollte, im Jahr 2012 für Schäden in Millionenhöhe.

Auch wenn in den oben genannten Fällen „nur“ Sicherheitspersonal und Material zu Schaden kam, sollte jedem klar sein, dass die Gefahr nicht abstrakt ist. Und dieses „nur“ vor „Sicherheitspersonal“ ist reichlich ekelhaft.
Denn diese Menschen, die in Göttingen sogar mit ihrem Leben bezahlten, sorgten zuvor bei hunderten ähnlichen Einsätzen dafür, dass nicht noch mehr passiert ist. Ihre Kollegen haben nach dem Unfall in Göttingen nicht etwa ihren Beruf aufgegeben, sondern waren am Montag gleich zweimal in Osnabrück im Einsatz, damit wir sicher weiterleben können.
Was steckt da für ein unerträglicher Egoismus hinter, wenn manche Anwohner aus Eversburg und Büren es am Montag für zu unbequem hielten zu Freunden, Verwandten oder in die kurzfristig eingerichteten Aufnahmemöglichkeiten auszuweichen, und es vorzogen sich in ihren Wohnungen und Häusern zu verstecken oder in der Dunkelheit dorthin zurückzuschleichen?

Auch wenn die Sprengung gestern Nacht „nur“ laut war und die Feuerwehr am Ende lediglich ein paar zerborstene Scheiben sichern musste, hätte durchaus mehr passieren können – siehe oben, Beispiel München oder Göttingen.
Aber auch so ist schon eine Menge passiert. Glaubt man den Mitteilungen des Osnabrücker Presseamts, kam es zu stundenlangen Verzögerungen, weil die teils freiwilligen Helfer des THW, der Feuerwehr und der Polizei keine vollständige Räumung des Evakuierungsgebietes melden konnten, sondern immer wieder in Diskussionen mit unwilligen Anwohnern verwickelt wurden.
So wurde die Sprengung nicht nur hinausgezögert, sondern auch die Geduld und die Nerven der Sprengmeister bei Temperaturen deutlich unter Null Grad unnötig strapaziert. Was wäre gewesen, wenn die stundenlange Verzögerung beim zuständigen Sprengmeister, der an diesem Tag sicher deutlich länger als 12 Stunden im Dienst war, zu einer zitterigen Hand oder einer fatalen Fehlentscheidung geführt hätte?

Abneigung gegen Lebensretter findet sich auch in der Lokalpolitik

Ein letzter Gedanke dazu: Dieses egoistische Verhalten, das gestern Nacht in Eversburg und Büren zu beobachten war, ist nicht auf Bewohner von Reihenhaussiedlungen und Mietwohnungen am Stadtrand beschränkt. Wir finden diesen Egoismus und eine seltsame Abneigung gegen Menschen, die sich für unsere Sicherheit einsetzen, auch immer häufiger bei tätlichen Angriffen gegen Lebensretter und selbst in vermeintlichen politischen Eliten.

So viel anders ist es nicht, wenn in Osnabrück ein pensionierter Verwaltungsmitarbeiter – unter Applaus der Grünen Ratsfraktion – das Sicherheitskonzept der Berufsfeuerwehr in Frage stellt und aus Kostengründen fordert die neue Feuerwehrwache im Osten der Stadt nicht zu bauen; verbunden mit dem Hinweis, dass man ja auch Freiwillige mit Motorrädern voraus schicken könnte, wenn es in Voxtrup, Lüstringen oder Schinkel-Ost  brennt und Menschenleben in Gefahr sind.

 

Symbolbild Weltkriegsbombe, Holger Weinandt, CC BY-SA 3.0

AFP

Egoistische Anwohner verhindern Bombensprengung in Osnabrück Eversburg [Update]

Die Uhr rückt immer weiter auf Mitternacht zu, doch es tut sich nichts am Bombenfundort, der ehemaligen Landwehrkaserne an der Grenze zu Büren (NRW).


[Update] Mit einem sehr lauten Knall verabschiedete sich die Weltkriegsbombe, nachdem sie mehr als 70 Jahre im Eversburger Boden steckte. Um 00:01 Uhr konnte der Sprengmeister die Gefahr endlich mit einer kontrollierten Sprengung bannen.


Kurz nach 22 Uhr meldete die Pressestelle, dass erst rund 80% des Evakuierungsgebietes als „geräumt“ gelten. Und auch eine Stunde später harren in den Evakuierungszentren in Lotte etwa 300 Menschen und in der Gesamtschule Schinkel – am anderen Ende der Stadt – etwa 130 Menschen drauf, endlich den Rest der Nacht in den eigenen vier Wänden verbringen zu dürfen.

Um 23:15 die Meldung: „Wersen und Büren sind geräumt“, nun hängt alles an den Eversburgern, die ein OK an den Sprengmeister weiterhin verhindern.

Wann genau die Weltkriegsbombe gesprengt werden kann ist offen – ob es noch vor Mitternacht soweit sein wird?
Es hängt offensichtlich vor allem an den ignoranten Anwohnern, die mühsam von den Einsatzkräften über die Gefahr für ihr Leben überzeugt werden müssen.

Beispiel München: Die Gefahr ist real

Wie es aussehen kann, wenn eine Bombensprengung nicht so läuft, wie geplant, erlebte im Jahr 2012 die bayerische Landeshauptstadt München. Einige Eversburger wollen die Gefahr offensichtlich nicht wahrhaben.

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Eversburg-Bombe: Sprengung für 22 Uhr geplant

Polizeikontrolle (Symbolbild)
Polizeikontrolle (Symbolbild)

„Die Evakuierung läuft“, teilt die Stadtverwaltung kurz vor 21 Uhr mit – ursprünglich war jedoch geplant bereits um 18 Uhr das Grenzgebiet zu Büren geräumt zu haben. 

Probleme bereiten Anwohner, die nicht willens sind ihre Wohnungen zu verlassen. Manchmal muss daher die Polizei Überzeugungsarbeit leisten.

In Büren (NRW) sind nach Angaben der Stadtverwaltung 4.500 Menschen von der Evakuierung betroffen, in Osnabrück sind es 3.500 Menschen.

Ziel: Um 22 Uhr wird gesprengt

Wenn alles gut läuft, wird gegen 22 Uhr gesprengt, so die Planung. Vorher muss das Evakuierungsgebiet allerdings als „sicher“ deklariert werden. Es dürfen sich also keine unberechtigten Personen mehr dort aushalten. Dann erst kann die Sprengladung gesetzt werden, die den britischen Blindgänger zur Detonation bringen soll.

Bombe, Eversburg, Landwehrkaserne, Büren, Atter
Quelle: Stadt Osnabrück
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Eversburg-Bombe kann nicht entschärft werden – Sprengung in der Nacht

Symbolbild Bombe
Symbolbild

Ab 18.45 Uhr soll mit der Nachkontrolle des Evakuierungsgebiets begonnen werden, teilte die Stadtverwaltung am Montagabend mit. Bis dahin erfolgte ein Briefing der Helfer.

Die Flüchtlingseinrichtung auf dem Gelände der Landwehrkaserne wurde bereits geräumt, die Bewohner wurden ins Evakuierungszentrum gebracht. Das Kasernengelände ist leer.

Zünder defekt – Entschärfen nicht möglich

Ein Entschärfen ist nicht möglich, da der Zünder beim Aufprall beschädigt worden ist. Der Blindgänger muss daher gesprengt werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat der Sprengung zugestimmt

Der Blindgänger kann erst dann gesprengt werden, wenn „Sicherheit“ gegeben ist, also alle Anwohner das Evakuierungsgebiet verlassen haben. Daher der Wunsch aller beteiligter Einsatzkräfte an die Anwohner, trotz aller Umstände das Gelände zügig zu verlassen.

Wann die Sprengung erfolgen wird, teilte die Stadtverwaltung noch nicht mit. Es wird sicher spät werden, bis das Evakuierungsgebiet wieder an seine Bewohner zurückgegeben werden kann.

Hier alle Informationen zum Evakuierungsgebiet.
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Noch eine Bombe: 8.000 Eversburger müssen die Montagnacht auswärts verbringen [Update]

Bombe, Eversburg, Landwehrkaserne, Büren, Atter
Quelle: Stadt Osnabrück

Im Bereich Landwehrkaserne wurde am Montag (unabhängig von der in der Gartlage gefundenen Bombe) bei Bauarbeiten ebenfalls ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

[Update] Die Stadt Osnabrück, auf deren Gelände die Bombe gefunden wurde, hat nun auch Informationen für die betroffenen Bürger im Nachbarland NRW bereitgestellt. Es wurde auch im Schulzentrum Wersen in der der Straße „Am Herrengarten“ eine Aufnahmeeinrichtung eingerichtet.

Für Fragen sind bis zum Ende der Maßnahme Bürgertelefone eingerichtet:

Osnabrück: 0541 323-4490
Lotte/Büren: 05404 88916


Nach Angaben der Stadtverwaltung handelt es sich um eine englische Fünf-Zentner-Sprengkörper wird noch heute entschärft. Für die notwendigen Maßnahmen müssen etwa 8.000 Menschen ihre Häuser und Wohnungen bis 18 Uhr räumen und den Evakuierungsbereich sofort verlassen.

Anwohner sollen in den Schinkel fahren

Für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger steht als Evakuierungszentrum auch in diesem Fall die Gesamtschule Schinkel, Windhorststraße 79, zur Verfügung. Es steht ein Shuttle-Service zur Verfügung.

Eine Liste der zu räumenden Straßen in Osnabrück kann auf der Seite geo.osnabrueck.de/evakuierung eingesehen werden. Die Bewohner Bürens werden vor Ort unterrichtet bzw. müssen sich anhand der Karten orientieren.

Bombe, Eversburg, Landwehrkaserne, Büren, Atter
Quelle: Stadt Osnabrück

Die Straßen im Evakuierungsbereich sind ab 18 Uhr gesperrt. Der Linienverkehr des Verkehrsbetriebs läuft bis zum Abschluss der Evakuierung weiter. Ein Aussteigen im vorgenannten Bereich ist nicht mehr möglich.

Die den Bereich der Evakuierung begrenzenden Straßen und Flächen bleiben frei zugänglich beziehungsweise befahrbar.

Krankentransporte und Nachbarschaftshilfe

Für bettlägerige oder kranke Personen bestehen Transportmöglichkeiten, die über die Regionalleitstelle Osnabrück (Telefon: 0541 323-4455) angefordert werden können. Es ist unbedingt anzugeben, ob die Person sitzend oder liegend transportiert werden kann, ob ansteckende oder infektiöse Krankheiten oder gegebenenfalls sogar eine Transportunfähigkeit bestehen. Notwendige Transporte können ab sofort, müssen jedoch unbedingt vor der Maßnahme angemeldet werden. Je eher die Information erfolgt, desto besser kann für den Transport gesorgt werden.

Die Entschärfung des Blindgängers kann erst nach erfolgreicher Umsetzung aller Sicherheitsmaßnahmen erfolgen. Es wird daher dringend darum gebeten, den Evakuierungsbereich bis 18 Uhr zu verlassen und den Anweisungen der Ordnungskräfte Folge zu leisten.

Die Maßnahme wird mehrere Stunden dauern. Es sollten daher die unbedingt notwendigen Dinge (Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung) sowie angemessene Kleidung mitgenommen werden. Die Stadt Osnabrück bittet darum, ältere und insbesondere auch ausländische Nachbarn über die Evakuierungsmaßnahme zu informieren. Die Betroffenen sollten sich vor dem Verlassen Ihrer Wohnung vergewissern, dass sie Elektro- und Gasgeräte (Bügeleisen, Herd usw.) ausgeschaltet und alle Wasserhähne geschlossen haben.

Bürgertelefon

Die Stadt Osnabrück informiert – auch über Rundfunkdurchsagen – sobald die Maßnahme abgeschlossen ist und die Bewohner in Ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren können. Für Fragen ist bis zum Ende der Maßnahme ein Bürgertelefon unter 0541 323-4490 geschaltet.

Weitere Informationen erhalten Sie hier im Internet und unter geo.osnabrueck.de/evakuierung.

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Bombe in Eversburg gefunden – noch eine Evakuierung am Montagabend [Update|

Hier alle Informationen zum Evakuierungsgebiet, das auch Teile von Atter und Büren (NRW) betrifft.


Nachdem die am Vormittag im Bereich des ehemaligen Bundesbahn-Ausbesserungswerks im Stadtteil Gartlage gefundene Bombe erfolgreich entschärft werden konnte, bereitet sich die Stadtverwaltung auf eine weitere Evakuierung vor.

Zufallsfund am Montagnachmittag

Nach ersten informationen wurde im Bereich der Landwehrkaserne (Eversburg/Atter) eine weitere Weltkriegsbombe entdeckt. Ein Sprecher der Stadt erklärte gegenüber der HASEPOST, dass dieser Fund in keinerlei Zusammenhang zum ersten Bombenfund an diesem Tag steht.

Im Verlauf des Nachmittags ist mit weiteren Informationen zu rechnen.

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Fahndung nach Taschendieb: Polizei Osnabrück sucht großen Blonden mit flinken Fingern [Update]

Taschendieb gefasst

[Update] Der Mann wurde nach Hinweisen aus der Bevölkerung ermittelt.

Die Polizei Osnabrück bittet um Hinweise zu dem abgebildeten Mann, der im Verdacht steht, in der Vergangenheit mehrere Taschendiebstähle begangen zu haben.

Mit gestohlenen ec-Karten versuchte der mutmaßliche Taschendieb, Bargeld abzuheben.

Der Mann ist mit etwa 1,90 auffallend groß und kräftig gebaut. Sein lichter Haaransatz besteht aus kurzen blonden Haaren.

Hinweise zu der gezeigten Person bitte an die Polizei unter 0541 327 3203.

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