Im Bereich Landwehrkaserne wurde am Montag (unabhängig von der in der Gartlage gefundenen Bombe) bei Bauarbeiten ebenfalls ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

[Update] Die Stadt Osnabrück, auf deren Gelände die Bombe gefunden wurde, hat nun auch Informationen für die betroffenen Bürger im Nachbarland NRW bereitgestellt. Es wurde auch im Schulzentrum Wersen in der der Straße „Am Herrengarten“ eine Aufnahmeeinrichtung eingerichtet.

Für Fragen sind bis zum Ende der Maßnahme Bürgertelefone eingerichtet:

Osnabrück: 0541 323-4490
Lotte/Büren: 05404 88916


Nach Angaben der Stadtverwaltung handelt es sich um eine englische Fünf-Zentner-Sprengkörper wird noch heute entschärft. Für die notwendigen Maßnahmen müssen etwa 8.000 Menschen ihre Häuser und Wohnungen bis 18 Uhr räumen und den Evakuierungsbereich sofort verlassen.

Anwohner sollen in den Schinkel fahren

Für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger steht als Evakuierungszentrum auch in diesem Fall die Gesamtschule Schinkel, Windhorststraße 79, zur Verfügung. Es steht ein Shuttle-Service zur Verfügung.

Eine Liste der zu räumenden Straßen in Osnabrück kann auf der Seite geo.osnabrueck.de/evakuierung eingesehen werden. Die Bewohner Bürens werden vor Ort unterrichtet bzw. müssen sich anhand der Karten orientieren.

Bombe, Eversburg, Landwehrkaserne, Büren, Atter
Quelle: Stadt Osnabrück

Die Straßen im Evakuierungsbereich sind ab 18 Uhr gesperrt. Der Linienverkehr des Verkehrsbetriebs läuft bis zum Abschluss der Evakuierung weiter. Ein Aussteigen im vorgenannten Bereich ist nicht mehr möglich.

Die den Bereich der Evakuierung begrenzenden Straßen und Flächen bleiben frei zugänglich beziehungsweise befahrbar.

Krankentransporte und Nachbarschaftshilfe

Für bettlägerige oder kranke Personen bestehen Transportmöglichkeiten, die über die Regionalleitstelle Osnabrück (Telefon: 0541 323-4455) angefordert werden können. Es ist unbedingt anzugeben, ob die Person sitzend oder liegend transportiert werden kann, ob ansteckende oder infektiöse Krankheiten oder gegebenenfalls sogar eine Transportunfähigkeit bestehen. Notwendige Transporte können ab sofort, müssen jedoch unbedingt vor der Maßnahme angemeldet werden. Je eher die Information erfolgt, desto besser kann für den Transport gesorgt werden.

Die Entschärfung des Blindgängers kann erst nach erfolgreicher Umsetzung aller Sicherheitsmaßnahmen erfolgen. Es wird daher dringend darum gebeten, den Evakuierungsbereich bis 18 Uhr zu verlassen und den Anweisungen der Ordnungskräfte Folge zu leisten.

Die Maßnahme wird mehrere Stunden dauern. Es sollten daher die unbedingt notwendigen Dinge (Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung) sowie angemessene Kleidung mitgenommen werden. Die Stadt Osnabrück bittet darum, ältere und insbesondere auch ausländische Nachbarn über die Evakuierungsmaßnahme zu informieren. Die Betroffenen sollten sich vor dem Verlassen Ihrer Wohnung vergewissern, dass sie Elektro- und Gasgeräte (Bügeleisen, Herd usw.) ausgeschaltet und alle Wasserhähne geschlossen haben.

Bürgertelefon

Die Stadt Osnabrück informiert – auch über Rundfunkdurchsagen – sobald die Maßnahme abgeschlossen ist und die Bewohner in Ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren können. Für Fragen ist bis zum Ende der Maßnahme ein Bürgertelefon unter 0541 323-4490 geschaltet.

Weitere Informationen erhalten Sie hier im Internet und unter geo.osnabrueck.de/evakuierung.