Die Uhr rückt immer weiter auf Mitternacht zu, doch es tut sich nichts am Bombenfundort, der ehemaligen Landwehrkaserne an der Grenze zu Büren (NRW).


[Update] Mit einem sehr lauten Knall verabschiedete sich die Weltkriegsbombe, nachdem sie mehr als 70 Jahre im Eversburger Boden steckte. Um 00:01 Uhr konnte der Sprengmeister die Gefahr endlich mit einer kontrollierten Sprengung bannen.


Kurz nach 22 Uhr meldete die Pressestelle, dass erst rund 80% des Evakuierungsgebietes als „geräumt“ gelten. Und auch eine Stunde später harren in den Evakuierungszentren in Lotte etwa 300 Menschen und in der Gesamtschule Schinkel – am anderen Ende der Stadt – etwa 130 Menschen drauf, endlich den Rest der Nacht in den eigenen vier Wänden verbringen zu dürfen.

Um 23:15 die Meldung: „Wersen und Büren sind geräumt“, nun hängt alles an den Eversburgern, die ein OK an den Sprengmeister weiterhin verhindern.

Wann genau die Weltkriegsbombe gesprengt werden kann ist offen – ob es noch vor Mitternacht soweit sein wird?
Es hängt offensichtlich vor allem an den ignoranten Anwohnern, die mühsam von den Einsatzkräften über die Gefahr für ihr Leben überzeugt werden müssen.

Beispiel München: Die Gefahr ist real

Wie es aussehen kann, wenn eine Bombensprengung nicht so läuft, wie geplant, erlebte im Jahr 2012 die bayerische Landeshauptstadt München. Einige Eversburger wollen die Gefahr offensichtlich nicht wahrhaben.