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Kleine Postbank-Filiale in der Lotter Straße schließt im Juni

Postbank Lotter Straße

Die Filiale ist klein, groß ist meist nur die Wartezeit und lang die Schlangen vor den beiden Schaltern. Damit soll es im Juni vorbei sein. Die Postbank kündigte nun die Schließung ihrer Filiale an, in der noch der Geist der Beamtenpost der 80er Jahren wehte.

Die Postbank verlagert ihr Dienstleistungsangebot in Osnabrück Ende Juni auf eine Partnerfiliale der Deutschen Post. Die Filiale in der Lotter Straße 75 öffnet daher letztmalig am Montag, den 25. Juni 2018. Für die Kunden bedeutet dies zwar einen Wechsel von Standort und Ansprechpartnern, die Dienstleistungen der Post können sie aber wie gewohnt in Anspruch nehmen. Zu diesem Zweck plant die Deutsche Post die zeitgleiche Eröffnung einer neuen Partnerfiliale in unmittelbarer Nähe des bisherigen Standortes, und zwar am Kurt-Schumacher-Damm 1.

Kundenberater kommen nach Hause

Ihre Kunden informiert die Postbank per Aushang, Handzettel und persönlichem Anschreiben über die neue Partnerfiliale der Deutschen Post und den nächstgelegenen Geldautomaten, an dem Postbank Kunden entgeltfrei Bargeld abheben können.
Für beratungsintensivere Themen wie Baufinanzierung, Altersvorsorge und Privatkredite empfiehlt die Postbank die Filiale in Osnabrück, Wittekindstraße 5-8, oder die Postbank Finanzberatung, die auf Kundenwunsch auch bequem zu Hause berät.

Bargeld gibt es auch im Supermarkt und an der Tankstelle

Eine weitere Möglichkeit zur kostenfreien Bargeldversorgung finden Kunden in Osnabrück, Lotter Straße 30 (Deutsche Bank). Die Postbank weist zusätzlich darauf hin, dass viele Supermärkte inzwischen das sogenannte Cashback-Verfahren anbieten, bei dem man sich beim bargeldlosen Bezahlen kostenfrei Geld auszahlen lassen kann. Diesen Service finden Kunden in Osnabrück unter anderem in den Filialen von Netto, Weidenstraße 20, und Rewe, Bohmter Straße 64.

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AFP

Kommentar: Der Oberbürgermeister soll Verantwortung für das Maidorf übernehmen – warum sollte er?

Wolfgang Griesert
Im Zweifel ist der OB schuld?

Nun ist es also passiert: Die Maiwoche 2018 wird ohne das beliebte Maidorf stattfinden. Alle mehr oder weniger engagierten Rettungsversuche haben nichts genutzt, jetzt muss schleunigst ein „Plan B“ her.

Und natürlich muss auch ein Schuldiger gefunden werden für die Misere, die ein gewaltiger Imageschaden nicht nur für die Maiwoche ist.
Ohne Schuldigen geht es doch nicht? So jedenfalls die Logik der Politik. Doch den, der per Stellenbeschreibung die Verantwortung tragen sollte, der passt der Regenbogenkoalition nicht ins Kalkül. Wer also dann?

Der Imageschaden für Osnabrück geht viel weiter als es auf den ersten Blick scheint. Da ist nicht einfach nur eine Anlaufstelle für ein „spezielles Publikum“ (Zitat Frank Otte) verschwunden; Osnabrück hat mal wieder verloren, auf vielen Ebenen.
Vor allem hat die Osnabrücker Verwaltung sich erneut als unfähig erwiesen im Sinne der Bürger zu arbeiten. Erinnert sich noch jemand daran, dass es der Verwaltung vor gar nicht so langer Zeit auch nicht möglich war ein von Robin Schulz angebotenes kostenloses Konzert auf der Maiwoche zu organisieren? Und auch in diesem Jahr wird es kein großes Public Viewing zur Fußballweltmeisterschaft geben, wie schon vier Jahre zuvor oder vor zwei Jahren bei der EM – übrigens trotz anderslautender Ratsbeschlüsse.

Führungskräfte müssen in Verantwortung genommen werden

Und erneut hat die Lokalpolitik alles dafür gegeben, die ohnehin schon grassierende Politikverdrossenheit in der Hasestadt zu befeuern.
Die Aufgabe des Rates der Stadt Osnabrück ist es, der Verwaltung auf die Finger zu schauen und zur Not auch auf die Finger zu hauen. Wenn sich ein leitender Mitarbeiter als unfähig erweist, dann muss das auch Konsequenzen haben.

Wer in Ratsdebatten von der Stadtverwaltung als „Konzern“ spricht und sich selbst als Stadtrat in der Rolle eines Aufsichtsrats wähnt, der muss endlich auch selbst den Mut haben Führungsqualitäten zu beweisen.
Wer eine Stadt als Konzern wie ein Wirtschaftsunternehmen steuern will, muss seine Führungskräfte – zumindest ab der Bereichsleiter-Ebene – auch wie ein Konzern behandeln. Wer nicht im Sinne des Unternehmens handelt, der fliegt! So geht das!

Otte ist schuld?

Wer aber soll die Konsequenzen tragen? Stadtbaurat Frank Otte, der nach 14 Jahren fortlaufender Maidorf-Genehmigung, davon 4x durch ihn selbst, sich bereits im vergangenen Jahr entschlossen haben will, unter den bisherigen Voraussetzungen die Genehmigung zu verweigern?
Die Genehmigungs-Verweigerung war offensichtlich eine einsam getroffene Entscheidung, auch wenn Maidorf-Betreiber Frederic Heede zumindest „vorgewarnt“ gewesen sein soll.

Die Kardinalfrage ist: Warum hat der Stadtbaurat erst sieben Monate nach der letzten Maiwoche seine Zweifel an der Genehmigungsfähigkeit gegenüber Politik und Presse öffentlich gemacht?

Selbst die  Osnabrück-Marketing und Tourismus GmbH (OMT) soll im Januar buchstäblich „aus allen Wolken“ gefallen sein, als Otte mit seinen Genehmigungs-Zweifeln an die Öffentlichkeit trat. Daraufhin entstand hektische Betriebsamkeit, die vielleicht erfolgreich gewesen wäre, wenn Otte nicht solange geschwiegen hätte.

Die Politik oder das Personalamt der Stadtverwaltung sollte vielleicht doch mal hinterfragen, ob der Stadtbaurat nicht irgendwo den Überblick verloren hat, oder zu einer geordneten Amtsführung gar nicht fähig ist?
Zu sehr erinnert die späte Beteiligung der Lokalpolitik an der Maidorf-Rettung an Ottes Phantom-Baustelle auf dem Neumarkt, mit der er seinerzeit die Neumarkt-Sperrung begründete (auch gegenüber den Verwaltungskollegen vom Rechtsamt).
Erst ein Richterspruch erinnerte Otte daran, dass da überhaupt keine Baustelle mehr war, die eine Neumarktsperrung begründete.
Ist das Beamten-Amnesie, ideologisch indizierte Demenz oder einfach das „Prinzip Otte“, wenn Realitäten solange ausgeblendet werden, bis es nicht mehr geht?

Wenn nicht Otte, wer dann?

Oder hätte doch der Oberbürgermeister, als Vorgesetzter des Stadtbaurats, frühzeitig die Kompetenzen für das Maidorf übernehmen sollen?

Oder liegt *die Schuld* vielleicht bei einer anonymen Sachbearbeiterin im SPD-geführten niedersächsischen Umweltministerium, wie es Frank Henning (SPD) beim Pressegespräch am Dienstag nahelegte?

Die anonyme Ministeriums-Sachbearbeiterin ist natürlich – wenn man von den Versäumnissen des Stadtbaurats ablenken will – geradezu ein Gottesgeschenk für die Regenbogenkoalition.
Frank Henning ist ein cleverer Taktierer und hat das wohl erkannt. Dass ausgerechnet nun mit dem Finger auf den Oberbürgermeister gezeigt wird, dürfte für Henning im Sinne der Regenbogen-Harmonie gar nicht gelegen kommen, auch wenn er sonst keine Gelegenheit auslässt, gegen den Oberbürgermeister zu agieren.

Wieso der OB? Kann der Stadtbaurat keine Verantwortung übernehmen?

Wieso sollte der Oberbürgermeister denn überhaupt für „seinen“ Stadtbaurat einspringen? Sollte Frank Otte nach einer nicht gerade kompakten (Gesamt-) Hochschulausbildung nicht ausreichend Know How besitzen, die Verantwortung für komplexe Genehmigungsverfahren selbst zu übernehmen?

Griesert nahm Otte bereits Kompetenz für Neumarkt

Haben die, die jetzt die Verantwortung beim Oberbürgermeister suchen, vielleicht eine „Kleinigkeit“ aus der jüngsten Vergangenheit vergessen? Schon einmal, beim Aufreger-Thema Neumarkt, hat Oberbürgermeister Griesert dem Stadtbaurat ein Thema aus den Händen genommen – vor exakt einem Jahr machte Griesert den Neumarkt zur Chefsache.
Innerhalb von nur zwei Monaten präsentierte der Oberbürgermeister im vergangenen Jahr einen fertigen Plan zur Umgestaltung des Neumarkts. Dieser Plan war offen, sowohl für eine spätere Sperrung für den Individualverkehr, wie auch für eine gelegentliche Nutzung als Veranstaltungsfläche, zum Beispiel für den Jahrmarkt oder Open Air Konzerte.

Regenbogen meuterte gegen „Chefsache“ des OB

Aber so viel Wille zur Umsetzung und Gestaltung ging der vereinigten Regenbogenkoalition zu weit.
Unter Verweis auf das vom Oberbürgermeister geführte Rechtsamt, dessen Mitarbeiter vor „innerlichen Konflikten“ geschützt werden sollten, meuterten die Regenbogenpolitiker gegen den OB – allen voran der Grüne Michael Hagedorn – und rissen das Ruder nun an sich.
Fortan sollte weder der umstrittene Stadtbaurat Frank Otte, noch der studierte Architekt Wolfgang Griesert, sondern eine bunte Truppe aus einem Rentenberater, einer pensionierten Gewerkschaftssekretärin, einem Finanzbeamten und einem Hautarzt über die Zukunft des Neumarkts entscheiden. Wie zu erwarten, scheiterte dieses „Kompetenzteam“ in Rekordzeit.

Regenbogen-Kompetenzteam scheiterte am Neumarkt

Wohin die Übernahme der Neumarkt-Kompetenzen durch die Feierabend-Politiker geführt hat, konnte man in den vergangenen Monaten eindrucksvoll beobachten. Der Neumarkt wurde gegen die Expertise von Oberbürgermeister und Rechtsamt (mal wieder) geschlossen und musste nach einem Rüffel der Verwaltungsrichter aus Lüneburg schnell wieder geöffnet werden.
Die geballte Kompetenz von Rentenberater, Sekretärin & Co. erleichterte die Stadtkasse um fast 50.000 Euro, weil unter Verantwortung der Feierabendpolitiker die Sperrung gleich mit teurer Spezialfarbe fixiert wurde, die danach (nochmals teuer) wieder entfernt werden musste. Es konnte ja keiner ahnen, dass ein Gericht nicht im Sinne des regenbogengefärbten Kompetenzteams entscheiden würde…

Vor diesem Hintergrund also hätte der Oberbürgermeister erneut (versuchen) sollen, dem Stadtbaurat eine Entscheidung abzunehmen?
Die, die jetzt versuchen die Verantwortung von Frank Otte auf den OB abzuwälzen, hätten doch sofort wieder alles rückgängig gemacht, was dieser entschieden hätte.

Wer die Verantwortung zu tragen hat, ist offensichtlich. Dass es den Lokalpolitikern aus der Regenbogenkoalition an Einsicht fehlt, ist ebenfalls offensichtlich. Und dass diese erneute Fehlleistung des Verantwortlichen ohne Konsequenzen bleiben wird, leider auch.

AFP

Vor dem Heger Tor ist Osnabrücks kleinste Baustelle

Osnabrücks kleinste Baustelle, Heger Tor
Osnabrücks kleinste Baustelle

Baustellen sind ein Thema in Osnabrück. Wir haben nachgefragt, warum eine einsame Warnbake vor dem Heger Tor steht. Ist das Osnabrücks kleinste Baustelle?

Die Antwort ist verblüffend und kann einen ganz schön ärgern, denn es geht hier auch um einen sehr dreisten Diebstahl.

Ein aufmerksamer Leser wies uns Anfang der Woche auf eine bereits seit Wochen einsam vor dem Heger Tor stehende Warnbake hin und fragte, ob die dort wohl vergessen oder von feiernden Altstadtbesuchern von einer anderen Stelle verschleppt und abgestellt worden sei?

Im Anschluss an einen Fototermin in der nahen Dielingerstraße machten wir einen Abstecher an das Tor zur Altstadt, und tatsächlich, da steht die einsame Warnbake und warnt… ja vor was wird denn hier gewarnt?
Dieses Rätsel war schnell gelöst, denn wenn man die Baustellenabsperrung ein wenig verschiebt, kommt ein kleines Loch zum Vorschein – vielleicht so groß wie zwei Handteller. Groß genug, um böse zu stolpern, wenn da nicht die Absperrung stehen würde.

Eine „Großbaustelle“ der Stadtwerke?

Doch wer buddelt hier, direkt vor einem der Osnabrücker Wahrzeichen ein so kleines Loch, und warum?
Auf der Warnbake findet sich das Logo der Stadtwerke Osnabrück.
Also haben wir bei der Zentrale der Stadtwerke nachgefragt, was denn hier wohl gebaut wird. Marco Hörmeyer, Pressesprecher des kommunalen Unternehmens, war auch überrascht über die Nachfrage. Die großen Baustellen und Aktivitäten seines Arbeitgebers kennt er natürlich alle, aber eine Baustelle vor dem Heger Tor, und dann so eine kleine Angelegenheit, nur so groß wie ein oder zwei Handteller? Davon war auch ihm nichts bekannt.

Doch wenn die Stadtwerke irgendwo bauen, ausgerechnet auch noch vor einem derart attraktiven Fotomotiv, muss das irgendwer im Konzern wissen. Und tatsächlich, binnen weniger als fünf Minuten rief Hörmeyer zurück und hatte des Rätsels Lösung und gleich noch eine überhaupt nicht schöne Geschichte, die von einem sehr dreisten Diebstahl handelt.

Das Loch verdeckt einen „Tatort“

Dort, wo jetzt die einsame Warnbake den Fußgänger vor einem kleinen Loch warnt, war bis vor kurzem noch ein Spezial-Strahler im Boden eingelassen, der das Heger Tor stimmungsvoll beleuchtete.
Ob dieser Strahler nun bei eBay als Hehlerware im Angebot ist oder irgendein Reihenhaus in der Vorstadt beleuchtet?
Die hochwertige Speziallampe, ausgerüstet mit einem trittfesten Spezialglas, war irgendwann verschwunden – es blieb das Loch im Fußweg. Diebe haben die Lampe – direkt an der Kreuzung von Wall und Lotter Straße – aus dem Boden gehebelt, fachmännisch vom Netz getrennt und ein Loch hinterlassen.
Ein zweiter Strahlen, ein paar Meter weiter, ist noch vorhanden, wie auf unserem Foto zu erkennen ist.

Bis Ostern soll das Loch verschlossen werden

Aktuell arbeiten Stadtverwaltung und Stadtwerke an einem neuen Beleuchtungskonzept für die Altstadt, so Stadtwerkesprecher Hörmeyer. Die Lampe wird daher vorerst nicht ersetzt, sondern die Stolperfalle im Boden mit Steinen verschlossen. Das alles soll noch vor Ostern geschehen, damit ist Osnabrücks kleinste Baustelle dann auch abgeschlossen.
Es bleibt das ungute Gefühl, dass es Menschen gibt, die alles klauen, wessen sie irgendwie habhaft werden können – sogar im Boden verbaute Spezialstrahler.

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AFP

Junge Union legt Stadtbaurat Otte den Rücktritt nahe

Frank Otte, Stadtbaurat Osnabrück
Frank Otte. / Archivbild: Pohlmann

Eine Sachbearbeiterin im Umweltministerium sorgte dafür, dass die Maiwoche in diesem Jahr ohne das beliebte Maidorf auskommen muss. So jedenfalls das offizielle Narrativ, das Stadtbaurat Frank Otte – flankiert von Frank Henning (SPD) und Anette Meyer zu Strohen (CDU) – am Dienstagvormittag der Osnabrücker Lokalpresse präsentierte.

Parallel zum eilig einberufenen Pressetermin veröffentlichte die Junge Union Osnabrück am Vormittag eine Erklärung, die erstmals seit dem Amtsantritt des umstrittenen Stadtbaurats Konsequenzen für „eine lange Liste von Fehlentscheidungen und Versäumnissen“ fordert.
Unvergessen ist für die Junge Union, dass erst die vom Stadtbaurat verweigerte erneute Genehmigung dafür sorgte, dass bis hin in eine hannoversche Ministeriums-Amtsstube nach einer Institution oder Person gesucht werden musste, die bereit war stellvertretend für den Verwaltungschef die Verantwortung zu übernehmen – erfolglos.

JU: Stadtbaurat deutlich überfordert

Unter dem Titel  „Stadtbaurat sollte über Abschied nachdenken“ erklärt die Jugendorgansation der CDU, sie sei„fassungslos über die Entscheidung zum Maidorf“, und weiter: „Das Maidorf war ähnlich geplant wie in vergangenen Jahren, die Betreiber rüsteten nach, der TÜV Nord signalisiert Unterstützung – aber der zuständige Stadtbaurat lässt zu, dass eine Herzkammer der Maiwoche vernichtet wird“, so Christopher Peiler, Vorsitzender der Jungen Union Osnabrück.

Die Maiwoche wird extrem an Attraktivität verlieren und der vom Stadtbaurat vorgesehene alternative Food-Court wird nicht ansatzweise entsprechende Besucherzahlen generieren. Gerade für die jungen Besucher bricht so ein beliebter Anlaufpunkt und ein Highlight im Jahr weg.
Aus Sicht der Jungen Union reiht sich das Scheitern beim Maidorf in eine lange Liste von Fehlentscheidungen und Versäumnissen des Stadtbaurates ein. „Stillstand in der Verkehrsplanung, Durcheinander und Klagen am Neumarkt sowie wenig innovative Ideen bei der Stadtplanung. Herr Otte muss irgendwann auch mal Verantwortung für ständige Fehler übernehmen und Konsequenzen ziehen“, so Peiler.

Die Junge Union fordert, dass endlich innovative Ideen, unbürokratische Lösungen und stichhaltige Konzepte für ein lebenswertes Osnabrück präsentiert werden. „Der Stadtbaurat scheint jedenfalls damit deutlich überfordert zu sein“, so Peiler abschließend.

Foto: Archiv Hasepost

AFP

Neue Masche bei Diebstählen aus Osnabrücker Wohnungen

Tür
Haustür (Symbolbild)

Von einer neuen Masche spricht die Polizei Osnabrück. Neu in Osnabrück jedenfalls – bereits bekannt in anderen Teilen Deutschlands. Unbekannte Personen klingeln in Mehrfamilienhäusern, geben vor, neue Mieter zu sein und verschaffen sich so Zugang zu Wohnungen. Später werden dann Diebstähle festgestellt.

Am Freitagmittag (12.30 Uhr) suchte eine unbekannte Frau (27-32 Jahre alt, 1,75m-1,80m groß und schlank, dunkle Kleidung, graue Strickmütze, graue Strickhandschuhe, hochdeutsch) ein Mehrfamilienhaus in der Artilleriestraße auf, klingelte an der Wohnung einer älteren Dame und gab vor, „Frau Weber“, die neue Nachbarin zu sein. Sie wolle sich vorstellen und drängte sich sehr forsch in die Wohnung der Seniorin. Die Wohnungsinhaberin war überrumpelt und bat die Unbekannte in ihr Wohnzimmer. Man habe sich belanglos unterhalten, dann verabschiedete sich „Frau Weber“ und verließ die Wohnung. Später bemerkte die Rentnerin, dass ihr Schlafzimmer durchsucht worden war – zum Glück fehlte nichts. Aber es spricht einiges dafür, dass die angebliche Frau Weber die Wohnungstür geöffnet ließ, damit eine weitere Person Zugang erhielt. Während die angebliche neue Mieterin die Wohnungsinhaberin durch ein Gespräch ablenkte, durchsuchte jemand Drittes das Schlafzimmer nach Wertgegenständen.

Weiterer Vorfall in der Von-Bodelschwingh-Straße

Die gleiche Masche lief gegen 14 Uhr in der Von-Bodelschwingh-Straße, zum Glück auch erfolglos! Auch hier klingelte eine junge Frau in einem Mehrfamilienhaus an der Wohnungstür einer Seniorin. Die junge Frau (etwa Mitte 20) erklärte, die neue Mieterin zu sein und bat darum, in der Wohnung der älteren Dame warten zu dürfen. Die Rentnerin lehnte dieses Ansinnen jedoch ab. Sie konnte jedoch beobachten, wie die junge Frau zu einem jungen Mann ging, der vor dem Haus gewartet hatte. Die beiden gingen in Richtung Lerchenstraße davon. Hinweise zu diesen versuchten Trickdiebstählen oder „Besichtigungsmaschen“ nimmt die Polizei Osnabrück unter 0541 327 2215 oder 0541 327 3203 entgegen.

AFP

Was sind das für Leute, die ein Festival des Hacks feiern?

Hackfestival
Vorbereitung für das Hackfestival

Am 14. Und 15. April findet an der Halle Gartlage Osnabrücks erstes Hackfestival statt. Organisiert wird die Veranstaltung von der Firma „Next Choice“, die auch für den Streetfood-Circus am vergangenen Wochenende verantwortlich war. Da das Thema Hackfleisch bei unseren Lesern und auch bei uns in der Redaktion großes Interesse geweckt hat, haben wir weiter recherchiert und mit Projektmanager Christian Schwager gesprochen.

Was sich natürlich gleich als Frage aufdrängt: Wie kommt man auf die Idee in Zeiten, in denen der Veganismus immer populärer wird, ausgerechnet ein Hackfleischfestival zu veranstalten?
„Wir wollten mal in eine andere Richtung gehen“ sagt Christian Schwager „es gab bereits viele Vorschläge für Veranstaltungen dieser Art, die aber nie realisiert wurden. Wir wollten das dann einfach mal machen“. Dass die Resonanz so groß sein würde, damit hatten die Mitarbeiter von Next Choice dann doch nicht gerechnet.

Allein auf der Facebook-Seite der HASEPOST wurde die Ankündigung zur Veranstaltung über 300.000 Mal geklickt. „Wir hatten damit gerechnet, dass die Veranstaltung gut ankommt, aber so viel Feedback hat uns dann doch überrascht“ so Schwager.

Hackfestival
Burgerpattys auf dem Grill
© Next Choice

Weit mehr als nur das klassische Mettbrötchen

Bei Hackfleisch denken sie meisten von uns wahrscheinlich erstmal an Mettbrötchen und Mett-Igel. Diese Klassiker werden auf den Festival natürlich nicht fehlen, aber aus dem gewolften Fleisch kann man noch viel mehr machen. Aussteller wie die „Burger Biene“ aus Osnabrück oder der „Hackbaron“ aus Hamburg präsentieren sich bei dem Hackfleisch-Event mit Burgern, Chili, Köfte, Köttbullar, Tacos und vielen anderen Leckereien.
Auch ein Dessert aus Hackfleisch wird es geben, verrät Christian Schwager „Es wird Hackfleisch mit etwas Süßem sein. Was genau bleibt aber erstmal ein Geheimnis, aber es wird den Leuten schmecken“. Wir sind auf jeden Fall gespannt.

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AFP

Sachbearbeiterin im Umweltministerium entschied über Osnabrücker Maidorf

Maidorf 2018, Pressetermin
Betroffene Gesichter bei Politik und Verwaltung als im März das Aus für das Maidorf 2018 verkündet wurde

„Wenn man es denn gewollt hätte…“ Den Satz beendete Frank Henning, Stadtrat in Osnabrück und Mitglied es Landtags in Hannover nicht, doch jeder, der bei der eilig am Dienstagvormittag einberufenen Pressekonferenz mit am Tisch saß, hätte den Satz verlängern können.

So wie es die Osnabrücker Lokalpolitik und die Verwaltung sieht, war an der entscheidenden Stelle kein Wille vorhanden die notwendige Verantwortung zu übernehmen oder zumindest den gegebenen Ermessensspielraum zu nutzen.

Zuvor berichtete Stadtbaurat Frank Otte im Detail darüber, wie in den vergangenen drei Monaten das Schicksal des Maidorfs zwischen Osnabrück und Hannover beraten und am Ende dann doch negativ entschieden worden war.

Ursprünglich hätte der TÜV ein gemeinsames „Baubuch“ für das verwaltungsintern als „fliegenden Bau“ angesehene Maidorf erstellen sollen. Bereits im Januar hatte Otte zusammen mit Maidorf Betreiber Frederic Heede die Presse über die Schwierigkeiten informiert, die dieses Jahr für die Genehmigung drohten.
Während im Januar noch der Eindruck entstanden war, dass Maidorf-Betreiber Heede etwas allein gelassen wurde mit der Aufgabe das nötige Dokument vom TÜV erstellt zu bekommen, muss es in der Zwischenzeit einen Wandel gegeben haben – doch das Engagement der Verwaltung reichte nicht oder kam vielleicht auch ein wenig spät.

Parteien machten dem Stadtbaurat Druck

Ursächlich für die Unterstützung des Maidorfs durch die Verwaltung war sicher auch die gemeinsam von CDU, BOB und SPD an Frank Otte gerichtete Aufforderung, nichts unversucht zu lassen um das Maidorf zu retten.
Eine so enge Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg, die auch alle anderen im Rat vertretenen Parteien betrifft, sei „beispiellos“ in der jüngeren Zeit, betonte Anette Meyer zu Strohen (CDU).
Natürlich sei man dabei so sensibel gewesen, nichts zu fordern, was gegen geltendes Recht verstoße. Um beim zuständigen Umweltministerium für Verständnis der Osnabrücker Belange zu werben und offene Fragen zu beantworten, sei er mit Frederic Heede sogar „gemeinsam nach Hannover gepilgert“, berichtete Frank Henning (SPD).

Alando Maidorf, Maiwoche Osnabrück
So schön und voll wird es wohl nie wieder…

Wie genau das Umweltministerium ins Spiel kam, vermochten weder Frank Otte noch die beiden Landespolitiker beantworten. Vermutlich hat sich der TÜV bei seiner Aufsichtsbehörde rückversichern wollen.
Knackpunkt für die Bürokraten in der Landeshauptstadt – vor allem aber für eine zuständige Sachbearbeiterin – sei die Definition „fliegender Bau“ gewesen. Weil das Maidorf speziell für den Einbau in den Innenhof der Stadtbibliothek entworfen wurde, war für die Entscheiderin aus Hannover eine Grundvoraussetzung nicht gegeben. Da half es auch nicht zu argumentieren, dass die Installation durchaus schon mal „auf freiem Feld“ aufgebaut worden war, allerdings befestigt und gestützt an eigens dafür aufgestellte Übersee-Container.

Im nächsten Jahr wohl ein abgespecktes Maidorf

„Der Ball liegt nun wieder bei der Stadt“, so Frank Henning, der erläuterte, wie sich das von einem SPD-Parteifreund geleitete Umweltministerium geschickt aus der Verantwortung gestohlen hat.
Das für das kommende Jahr angestrebte Genehmigungsverfahren nach der niedersächsischen Veranstaltungsstättenverordnung wird von Alando-Betreiber Heede noch mehr abverlangen, als das vom Ministerium in Hannover blockierte Zulassungsverfahren als „fliegender Bau“. Dennoch zeigte sich Frank Henning optimistisch, dass es im kommenden Jahr wieder ein Maidorf geben wird – wenn auch der neuen Zulassungsvorschrift entsprechend ein wenig abgespeckt.

CDU beklagt ausufernde Bürokratie

Dass durch eine bürokratische Entscheidung in Hannover die Maiwoche um eine Hauptattraktion beraubt wurde, bezeichnete Meyer zu Strohen als Bürokratie, „die ausufernde Maße annimmt“, die Entscheidung im Umweltministerium sei „ohne Not“ getroffen worden.

„Plan B“ wird ab morgen geplant

Gemeinsam mit Frederic Heede wird Frank Otte am Mittwoch darüber beraten, wie und in welcher Form der Platz im Innenhof der Stadtbibliothek doch noch genutzt werden kann. Dass es noch keinen „Plan B“ gibt, erklärte der Stadtbaurat damit, dass alle beteiligten Parteien bis zuletzt für das Maidorf in seiner ursprünglichen Form gekämpft hätten.

Hier geht es zum Countdown der Maiwoche 2018.

 

AFP

Wieso werden Geschwindigkeitsmessungen in der Stadt Osnabrück nicht angekündigt?

(Symbolbild) Mobiler Blitzer
(Symbolbild) Mobiler Blitzer

Jeden Montagmorgen weisen wir unsere Leser auf die Blitzer im Landkreis hin. Vielleicht hat sich der eine oder andere schon einmal gefragt, wieso es eine solche Auskunft nicht innerhalb der Stadt Osnabrück gibt. Genau das hat sich unsere Redaktion auch gefragt und hat sich mit der Pressestelle des Landkreises und der Stadt in Kontakt gesetzt.

Reaktionen des Landkreises sowie der Stadt Osnabrück

Der Landkreis positionierte sich wie folgt: „Der Landkreis gibt die Ortschaften mit den geplanten Messungen bekannt, um das Thema immer wieder in das Bewusstsein der Autofahrer zu bringen und so durchaus präventiv auf eine angemessene Geschwindigkeit hinzuwirken. Die jeweils genannten Ortschaften sind allerdings ja nicht die einzigen Stellen, an denen die Geschwindigkeit durch den Landkreis überwacht wird – ein Landkreis darf anders als die Polizei nur an festgestellten Unfallschwerpunkten kontrollieren. Mithin ist der Messplan kein Freifahrtschein für die nicht genannten Orte, sondern eine Erinnerung, überall angemessen zu fahren.“

Die Stadt Osnabrück antwortete uns: „Der Landkreis gibt die Gemeinde an, in der gemessen wird. Darüber zu informieren, dass die Stadt in der Stadt misst, erübrigt sich. Konkrete Straßen, bzw. Messstandorte gibt auch der Landkreis nicht an. Da die Auswahl der konkreten Messstandorte im Stadtgebiet von mehreren Umständen abhängen – Baustellen, freie Plätze für den Radarwagen, Verkehrsaufkommen -, werden diese erst kurzfristig ausgewählt.“

Wissenschaftlich bewiesen: Autofahrer fahren bei Ankündigung von Radarkontrollen langsamer

Es gibt bereits wissenschaftliche Studien darüber, dass Autofahrer, wenn sie vor einem Blitzer gewarnt werden, langsamer fahren. So hat auch ein Student der Hochschule der Polizei (DHPol) in Münster in seiner Masterarbeit festgestellt, dass bei 85 Prozent der Autofahrern die Geschwindigkeit in der Tempo-50-Zone, die durchschnittlich bei 57 bis 61 km/h liegt, auf 53 bis 55 km/h gedrosselt wird, wenn zuvor eine Radarkontrolle angekündigt wurde.
Dabei muss es ja gar nicht so weit gehen, dass konkrete Straßen benannt werden, sondern, dass, ähnlich wie beim Landkreis, statt der Gemeinden, die Hinweise über geplante Radarkontrollen auf Stadtteile konkretisiert wird.

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Lokalpolitik vorab informiert: Maiwoche 2018 ohne Maidorf

Maiwoche 2018 ohne Maidorf

Sollte hinter den Kulissen nicht noch in allerletzter Minute eine Lösung gefunden werden, wird die Maiwoche 2018 (ab 10. Mai) in diesem Jahr ohne das beliebte Maidorf stattfinden.

Aus gut informierten Kreisen der Lokalpolitik erfuhr unsere Redaktion, dass die im Osnabrücker Stadtrat vertretenen Parteien bereits vorab durch die Verwaltung darüber informiert wurden, dass das Alando-Maidorf wegen Sicherheitsbedenken in diesem Jahr nicht genehmigt werden kann.

Kurzfristiger Pressetermin mit dem Stadtbaurat

Am Montagabend wurde die Osnabrücker Presse zu einem Termin am Dienstagvormittag (11:30 Uhr) eingeladen, bei dem von Stadtbaurat Frank Otte offiziell erklärt werden soll, ob es das seit 14 Jahren bestehende Maidorf auch in diesem Jahr geben wird.

Im Rahmen eines ersten Pressetermins im Januar erklärte Frank Otte, dass die Stadtverwaltung seit Jahren Gespräche mit dem Betreiber Frederik Heede (Alando Palais) und diversen Gutachtern führe, immer mit dem Ziel ein dauerhafte Genehmigungsbasis für eine der Hauptattraktionen des immerhin größten Straßenfestes in Norddeutschland zu schaffen.

Ende Januar forderten CDU, BOB und SPD den Stadtbaurat auf, konkrete Lösungsvorschläge zu machen.

Unsere Redaktion wird direkt vom Pressetermin mit der Stadtverwaltung berichten. Wir sind gespannt, welche Alternativen für das Maidorf vorgesehen sind. Bislang ist lediglich von einem Streetfood-Bereich im Innenhof der Stadtbibliothek die Rede.

 

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Titelbild: unter Verwendung eines Screenshots von YouTube

AFP

Bauarbeiten sorgen für Engstelle am Nikolaizentrum

Busspur, Nikolaizentrum
Foto: Marcus Budke

Stadtauswärts, an der Umfahrung des wie eine Insel zwischen den Fahrspuren liegenden Nikolaizentrums, kann es in den kommenden Tagen etwas enger werden.

Die für PKW und Fahrräder reservierte Spur ist seit Montag in Höhe des Textilhauses Peek & Cloppenburg abgesperrt. Wie unser Foto zeigt, wird es auf der Busspur nun ganz schön eng.

Engstelle nur wenige Meter lang

Vorübergehend werden sich alle Fahrzeuge an dieser Stelle eine Spur teilen müssen. Wie eine Sprecherin der Stadtwerke auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilte, rechnet man aber nicht mit größeren Behinderungen. Die Baustelle wurde von dem benachbarten Modehaus eingerichtet, dort sollen Arbeiten an der unterirdischen Heizungsanlage vorgenommen werden.

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AFP