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Gute Nachricht des Tages: 1000. Baby im Klinikum Osnabrück geboren

Klinikum Osnabrück
Foto: Klinikum Osnabrück

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nicht mehr nur an Weihnachten, sondern jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Nachwuchs ist doch was Schönes! Im Klinikum Osnabrück wurde das 1000. Baby in diesem Jahr geboren. Der kleine Junge heißt Benedikt und war bei seiner Geburt bereits stolze 3.800 Gramm schwer. Seine Eltern und besonders die beiden Geschwister freuten sich sehr über den Familienzuwachs.

Dr. Helga Brachmann-Michalski und Hebamme Karin Siepelmeyer von der Geburtshilfe des Klinikums Osnabrück gratulierten den Eltern Nadine und Holger ganz herzlich mit einem Strauß Blumen zur Geburt des neuen Familienmitglieds. Nadine Meyer bedankte sich bei Frau Dr. Brachmann-Michalski ausdrücklich für die Unterstützung bei der Entbindung. „Das war eine tolle Hilfe, vielen Dank“, sagte sie.

Alle sind bestens vorbereitet

Für Benedikt ist zuhause bei der in Osnabrück lebenden Familie schon alles vorbereitet. Viele Sachen sind noch von seinen älteren Schwestern vorhanden und müssen nicht extra angeschafft werden. Weil Benedikts Geburt ein Reisevorhaben über den Haufen geworfen hat, schmiedet die Familie nun Pläne für eine Fahrt ans Wasser, bei der dann auch Benedikt dabei ist. Die 38-jährige Mutter und der 44-jährige Vater haben vor der Geburt mit den beiden älteren Schwestern darüber gesprochen, dass ein neues Familienmitglied erwartet wird. „Benedikt war ein Überraschungskind“, berichtete Nadine Meyer. „Und nachdem wir es erklärt hatten, haben wir uns alle darauf gefreut.“

Große Zahl von Babys für 2018 erwartet

Wie Dr. Helga Brachmann-Michalski deutlich machte, wurde das 1000. Baby in diesem Jahr im Klinikum Osnabrück zwei Wochen früher als 2017 geboren. „Das deutet darauf, dass wir wieder auf eine besonders große Zahl von Babys kommen. Im Jahr 2017 waren es fast 1700 Kinder, die bei uns geboren wurden“, erwähnt sie. Frau Brachmann-Michalski wies weiter darauf hin, dass unter den 1000 Klinikum-Babys in diesem Jahr bereits 44 Zwillinge und einmal Drillinge waren.

AFP

Warum verlieren einige Bäume in Osnabrück ihre Rinde?

Platane
Ist es den Bäumen zu heiß?

„Warum denn so viele Eichen auf dem Wall die Rinde verlieren“, wollte ein Leser neulich von uns wissen. Wie sich herausstellte meinte er die Platanen, die entlang zahlreicher Osnabrücker Straßen stehen – aber Baum ist Baum, Platanen sind aber ein wenig speziell.
Tatsächlich verlieren auffallend viele Platanen derzeit ihre Rinde. Auch der alte Baum vor unserer Redaktion – wir wollten auch wissen, was da wohl der Hintergrund ist und haben nachgefragt.

Tatsächlich ist es ganz normal, dass Platanen ihre Rinde abwerfen, erklärt uns Yvonne Boullion, die technische Leiterin des Botanischen Gartens in Osnabrück. Zurückzuführen ist die „Absprengung“ der Borke auf das so genannte „Dickenwachstum“. Im Laufe mehrerer Jahre entsteht durch das Wachstum von Rinde und Holz eine große Spannung in den äußeren Schichten der Borke. Mit Teils lautem Knacken und Knirschen drückt die Platane dann ihre Rinde weg.

Platanen gut für Hitze gerüstet

Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen machen der Platane die anhaltend hohen Temperaturen nichts aus, sagt Boullion. Denn Platanen wie sie hier zu finden sind, sind Kreuzungen mit Bäumen, die im Mittelmeer heimisch sind und sich an den warmen Tagen besonders wohl fühlen. „Vielleicht ist das vermehrte Absprengen der Borke sogar ein Zeichen dafür, dass es der Pflanze gut geht“, berichtet die Leiterin des Botanischen Gartens. Wie genau sich Hitze oder Kälte auf die Pflanzen auswirkt ist aber nicht wissenschaftlich bestätigt.

Trockenheit trotzdem ein Problem

Auch bei anderen Bäumen ist der Verlust von Rinde zu beobachten. Häufig wird das aber nicht bemerkt, da nur sehr kleine Borkenschuppen abgestoßen werden. Obwohl das Verlieren der Borke bei den Platanen ganz natürlich ist, leiden viele andere Bäume derzeit unter der großen Trockenheit und Hitze. Die Stadt Osnabrück rief deswegen bereits dazu auf, selbst Hand anzulegen und den Pflanzen ein wenig Wasser zu gönnen. Bei angekündigten 32 Grad in den nächsten Tagen kann das auf jeden Fall nicht schaden.

AFP

„Tedi“ übernimmt Filiale von „Xenos“ in Osnabrück

Xenos Osnabrück
Bald verschwunden - Die Xenos-Filiale

Der deutsche Nonfood-Händler „Tedi“ übernimmt 63 Filialen der niederländischen Kette „Xenos“ – auch das Geschäft in Osnabrück. Bereits im Dezember 2017 kündigte das Unternehmen an in den nächsten Monaten schrittweise die gekauften Filialen umzuwandeln. Die Umstellung solle auch alle bestehenden Arbeitsverträge beinhalten.

Auch in Osnabrück ist dieser Prozess bereits in vollem Gange. Die Artikel von „Xenos“ werden derzeit mit großen Rabatten verkauft. Außerdem werden neue Mitarbeiter gesucht – bereits unter dem Logo von „Tedi“. Die Filialen standen im letzten Jahr zum Verkauf, nachdem der niederländische Großkonzern „Blokker Holding“ (zu dem auch Xenos gehört) ankündigte, sich in Zukunft nur noch auf die „Blokker“-Einzelhandelskette konzentrieren zu wollen.

„Tedi“ mit ambitionierten Wachstumszielen

„Die Übernahme der deutschen Xenos-Filialen ist eine tolle Chance, die ambitionierten Wachstumsziele von TEDi zu realisieren. In Deutschland wollen wir pro Geschäftsjahr rund 150 neue Filialen eröffnen, in ganz Europa soll die Zahl der Filialen in den nächsten Jahren auf 5.000 steigen“, sagte der Vorsitzende der Tedi GmbH & Co. KG., Silvan Wohlfahrt.

In Osnabrück gibt es bereits eine „Tedi“-Filiale an der Möserstraße. In Kürze wird dann an der Adresse von „Xenos“ in der Große Hamkenstraße eine weitere eröffnen.

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AFP

„Tropennächte“ und „Hundstage“ – der Sommer dreht jetzt auf

Hundstage und Tropennächte
Hundstage und Tropennächte

Als ob wir nicht schon seit Mai nahezu durchgehend Sommer hätten – mit entsprechenden Problemen für die Landwirtschaft – nun dreht der Sommer richtig auf.

HASEPOST hatte bereits in der vergangenen Woche über erste Prognosen berichtet, die hochsommerliche Hitze bis Anfang August vorhersagen. Mit den „Hundstagen“, die am Sonntag begannen, dreht der Sommer nun tatsächlich auf.

Das Onlineportal Wetter24 berichtet nun von einer sich „verschärfenden“ Wettersituation und das in Deutschland auch die 35 Grad Marke in den kommenden Tagen immer häufiger überschritten werden wird. Hoher Luftdruck vom Mittelmeer bis rauf nach Skandinavien wird dafür sorgen, dass sehr warme Luft subtropischen Ursprungs von Nordafrika zu uns gelangt.

Tropennächte: Nachts nicht unter 20 Grad

Dabei kann es auch dazu kommen, dass die Temperaturen in der Nacht nicht mehr unter 20 Grad sinken: sogenannte Tropennächte stehen uns bevor.
Noch ist es nicht soweit. Das Lokale Osnabrücker Wetterportal Westerbergwetter hat für die vergangene Nacht noch Tiefsttemperaturen deutlich unter 20 Grad gemessen (frische 17 Grad um kurz nach 6 Uhr am Morgen).

Noch einmal Luft schnappen: Mittwoch geht es los

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sieht einen vorläufigen Höhepunkt der Hitzewelle am Mittwoch und Donnerstag erreicht. Nach seinen Berechnungen könnte dann auch in Osnabrück die 30 Grad Marke überschritten werden.

Nach Ansicht von Wetter 24 könnte der Sommer 2018 noch einige neue Rekorde aufstellen und würde sich damit dann weit vorne unter den wärmsten Sommern seit Beginn der modernen Wetteraufzeichnung einreihen.


PS: Hunden, die besonders hitzeempfindlich sind, kann man mit einem feuchten Handtuch über die „Hundstage“ helfen, wie auf unserem Titelfoto zu sehen ist. Mehr Tipps für Hundebesitzer haben wir hier.
[Update, 10:00] Allerdings sollten Hund nicht in nasse Handtücher eingewickelt werden – darauf machte uns eine Leserin aufmerksam. Tatsächlich ist es nicht unumstritten, wie dieser Artikel belegt, Hunde derart abzukühlen. Also besser nur ein nasses Handtuch „zum Drauflegen“ anbieten.

PPS: Die heiße Sommerzeit, die umgangssprachlich als „Hundstage“ bezeichnet wird, endet erst am 23. August.

AFP

Gute Nachricht des Tages: „Grüne Welle“ auf dem Tacho [Video]

Ampel Assistent

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nicht mehr nur an Weihnachten, sondern jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Wer regelmäßig im Osnabrücker Stau steht, für den klingt diese Nachricht wie pure Science Fiction. Die Verwaltung in der Hansestadt hat sich zum Ziel gesetzt mit moderner Technik zukünftig den Individualverkehr zu beschleunigen und Staus zu vermeiden.

Ein wenig warten müssen die Autofahrer – nicht nur in Hamburg – bis diese Technik weit verbreitet ist. Hamburg bereitet sich mit der Entwicklung auf einen Kongress für intelligente Verkehrssteuerung vor, der allerdings erst im Herbst 2021 stattfinden wird.

Mehr dazu im Video:

Die aktuelle Verkehrslage für Osnabrück gibt es hier bei uns, nicht erst 2021 😉

Quelle: Glomex/dpa

AFP

Was bleibt eigentlich vom Bierfest in Osnabrück?

Bierfest Osnabrück

Einen „Kater“werden sicherlich einige Besucher des Bierfestes an diesem Sonntag auskurieren, denn bei tropischen Temperaturen bis in die Nacht, bot das inzwischen zum fünften Mal in Osnabrück gastierende Bierfest reichlich Gelegenheit zur innerlichen Abkühlung mit überwiegend alkoholischen Getränken. Am Sonntag gibt es allerdings – anders als bei anderen Festen auf dem Marktplatz – keine Möglichkeit zur Erfrischung. Und es gibt kritische Stimmen von den lokalen Gastwirten.

Wer an diesem sonnigen Juli-Sonntag auf dem Markt eine Erfrischung sucht, wird keinen Erfolg haben. Die Karawane zieht weiter und weil die Bierbuden bereits am Donnerstag im rund 400 Kilometer entfernten Mannheim wieder für Umsatz sorgen müssen, ist der Sonntag „Abbautag“ für die bundesweit tätige GIG Linden GmbH, die neben dem Bierfest auch verschiedene Craft-Bier Kneipen betreibt und als Bierverleger eigene Biersorten vermarktet.

Ein Mitarbeiter des Veranstalters erklärte gegenüber unserer Redaktion, dass das Unternehmen in diesem Jahr in insgesamt 16 Städten deutschlandweit gastiert. Los ging es am 4. Mai in Berlin, und am 22. September wird vor den Toren der Bundeshauptstadt, in Potsdam, die Gerstensaft-Tournee beendet sein.

Nicht nur kleine Brauereien beim Bierfest

Mit insgesamt 222 Bierspezialitäten wird eine scheinbar bunte Vielfalt von teils exotischen Bieren präsentiert, bunt gemischt mit einigen weniger ausgefallenen Bieren, hinter denen große Konzerne und industriell arbeitende Brauereien stehen, wie „1873 Pils“ (Anheuser-Busch InBev), „Grevensteiner“ (Veltins) oder „Paulaner“ (Heineken).

Bierfest 2018 Osnabrück
Voll war es beim Bierfest 2018

Neben dem frühen Abbau – bereits am Sonntag, wenn viele Familien zum Bummeln in die Stadt kommen – fiel beim Osnabrücker Bierfest des Jahrgangs 2018 auf, dass es nur wenig Sitzgelegenheiten gab und in diesem Jahr die Musik lediglich aus der Konserve kam und dadurch eine gewisse Ballermannstimmung entstand. Andere Events auf dem historischen Markt beziehen auch den Sonntag mit ein. Begleitende „handgemachte Musik“ oder Lichtinstallationen („Osnabrück isst gut“) sorgen für einen Rahmen, der auch attraktiv ist für Besucher, die nicht von einem kostenpflichtigen Getränk zum nächsten wanken wollen.

Nur zwei Osnabrücker Wirte auf dem Osnabrücker Bierfest

Dass es vor allem „Druckbetankung“ sei, die seit 2014 auf dem Osnabrücker Marktplatz stattfindet, kritisieren auch Osnabrücker Gastwirte, die sich nicht richtig repräsentiert sehen bei dem bundesweit umherziehenden Gerstensaft-Event, das mit dem Zusatz „Osnabrücker“ eine Nähe zur lokalen Gastronomie suggeriert, die tatsächlich nicht vorhanden ist.
Lediglich die Marktschänke und das Alando Palais waren als lokale Anbieter beim 2018er Bierfest vertreten – bei insgesamt 29 Ständen. Dazu ein paar regionale Brauereien wie Friedensreiter aus Steinfurt oder Finne aus Münster, die aber auch an anderen Gastspiel-Standorten des von Hannover aus organisierten Bierfests präsent sind.

Wir fragen unsere Leser:

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Ein „Wanderzirkus“ zu Lasten der lokalen Gastwirte?

„Zum größten Teil“, so ein Gastronom der nicht namentlich genannt werden möchte, wird das Bier, das in Osnabrück zum Ausschank kommt, „quer durch die Republik gekarrt“ – lokale Großhändler bleiben außen vor. Auch den Auf- und Abbau organisieren mitreisende Mitarbeiter des Veranstalters. Und selbst der über das Bierfest patrouillierende Sicherheitsdienst ist zusammen mit dem Bierfest auf Reisen.
Lediglich die beiden lokalen Budenbetreiber der Marktschänke und des Alando haben ihre Wurzeln in Osnabrück und sorgen dafür, dass wenigstens ein kleiner Teil des Umsatzes in der Hasestadt bleibt. Alles in allem, so das Resümee eines anderen Osnabrücker Gastwirts, mit dem wir darüber sprachen: „Ein Wanderzirkus“, der zwar Gäste in die Stadt bringt aber keinen Umsatz in die Kassen der lokalen Wirte.

 

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Gute Nachricht des Tages: Ein autistischer Schüler hält eine überraschende Rede

Sef Scott
YouTube / PISDCommunications

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nicht mehr nur an Weihnachten, sondern jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Sef Scott, Schüler Plano Senior High School in Texas, war während seiner Schulzeit kein großer Redner, im Gegenteil. Durch seinen Autismus lagen und liegen seine Talente woanders. Doch mit der Hilfe seines Bruders, der trotz den Folgen eines Gehirntumors für Wohltätigkeitsveranstaltungen Reden hält, und mit Unterstützung seiner Mutter, hielt Sef Scott eine Rede bei der Abschlussveranstaltung seiner Highschool, die nachdenklich und angesichts der Hintergründe des Redners begeistert und Mut macht.

Der autistisch veranlagte Absolvent fordert seine Zuhörer auf sich mit der Erinnerung an seine Rede zukünftig an „Unerwartetes zu erinnern“, so unerwartet wie es ist, dass er mit seiner Kommunikationsstörung diese Rede halten kann.

„Folge nicht den Träumen eines Anderen“, fordert er seine Mitschüler auf und „fürchte Dich nicht vor der Zukunft“, in der viel Unerwartetes auf die Highschool-Absolventen warten wird. Es geht nicht darum zu tun, was andere von einem erwarten und man soll nicht in den Fußstapfen anderer laufen, denn die führen einen nur dahin, wo andere einen haben wollen!

Die ganze Rede von Sef Scott im Video:

Quelle und Screenshot: YouTube

AFP

Mit dabei beim „Azubi in Gefahr“-Kickbox-Dreh

Azubi in Gefahr Max testet das Kickboxen im OSC
Azubi in Gefahr Max testet das Kickboxen im OSC.

Ende Mai war der „Azubi in Gefahr“ von L&T im Osnabrücker Sportclub e.V. und erprobte sich beim Kickboxen. Das war nicht die erste Station des Azubis Max. Er habe schon einige Dinge ausprobieren dürfen. Die einen wären mehr, die anderen weniger anstrengend gewesen. Max und Kickboxen – ob das gut ging?

[Anmerkung der Redaktion: „Mit dabei“ war unsere Praktikantin Jasmin Schulte, die diesen den Artikel geschrieben hat. Sie ist auch im „Azubi in Gefahr“ Video zu sehen wie sie Azubi Max die Basics des Kickboxens beibringt.]

Was hat es mit „Azubi in Gefahr“ auf sich?

Max ist Auszubildender im L&T Sporthaus und war wohl derjenige, der „zu spät die Hand weggezogen hat“. Deshalb ist es jetzt seine Aufgabe im Rahmen des Formats „Azubi in Gefahr“, neue Sportarten auszuprobieren. So probiert Max „ungewöhnliche“ Sportarten wie Sumo oder Rugby aus, aber auch Trendsportarten wie Yoga oder trainiert unter Höhenluft im hauseigenen Fitnessstudio „City Gym“. Mit Witz und mehr oder weniger Talent bringt Max in kurzen zweiminütigen Clips die Zuschauer zum Schmunzeln.

Ein zukünftiger Kickboxer?

Mit dabei beim "Azubi in Gefahr"-Kickbox-Dreh
Max und Trainer Dustin. Foto: Jasmin Schulte

So war es auch beim Kickboxen. Zunächst wurden die Trainer verkabelt und das Training startete regulär, ohne Max. Nach ein paar ersten Aufnahmen stößt Max dazu und lernt die Trainer das erste Mal Oncam kennen. Ein kurzes Warm-up für Max und es geht los. Einfache Kombinationen, Standardkombinationen wie Jab – Punsh sowie Hooks, soll der Neuling erlernen. „Er stellt sich gar nicht so schlecht an. Nur die Koordination mit welcher Hand er beginnt und mit welcher Hand er endet, scheint noch nicht so gut zu funktionieren“, so Trainer Dustin. Im Hintergrund geht für die anderen Teilnehmer das Training weiter. „Irgendwie merkwürdig, dass man beim Sport gefilmt wird“, heißt es von einer Teilnehmerin. Max wirft ab und an einen anerkennenden Blick auf die Trainierenden. „So wird das nachher bei mir aber nicht aussehen“, scherzt er.

Behind the scenes

Die andere Perspektive: Das Filmteam filmt Max kurz vor dem Sparring
Die andere Perspektive: Das Filmteam filmt Max kurz vor dem Sparring. Foto: Jasmin Schulte

Der „Azubi in Gefahr“-Dreh lief authentisch ab: Es wurde vorher kein Konzept besprochen und auch die Damen und Herren hinter der Kamera wussten nicht, wie das Training sich gestalten wird. Szenen wurden nicht neu gedreht oder wiederholt, sondern Max war ein regulärer Teilnehmer, der ins kalte Wasser geschmissen wurde. Max kam dabei ganz schön ins Schwitzen. Bei Temperaturen um die 30 Grad wohl auch kein Wunder und wenn bei einem solchen Wetter dann auch noch auf kleinem Raum im Keller mit ein paar Mann trainiert wird, kann es auch mal vorkommen, dass der Spiegel beschlägt. Zum Abschluss schickten wir Max mit Andreas, „unserem besten Pferd im Stall“, wie es heißt, in den Ring. In voller Montur wird dem „Azubi in Gefahr“ dann doch ein bisschen anders. Er selbst wusste nicht so recht, was er Andreas entgegen stellen kann. Zu Recht – da heißt es wohl: Übung macht den Meister. Nach dem Sparring gibt Max ein kurzes Statement ab: „Das ist das Gefährlichste, das ich je gemacht habe, aber nicht das Anstrengendste.“ Ob er sich da mal nicht vertan hat?

Wer jetzt Lust bekommen hat, das Kickboxen auszuprobieren: Für Neulinge findet das Training am Donnerstag auf dem Gelände der ehemaligen Landwehrkasernen von 18:15 bis 19:30 Uhr statt. Und für alle Fans von Max gibt es hier die Youtube-Playlist. Seine Videos erscheinen auch regelmäßig auf der Facebook-Präsenz von L&T Sport.

 

[Anmerkung der Redaktion: Unsere Praktikantin Jasmin Schulte ist inzwischen – nach Beendigung des Praktikums – unsere „Freie Mitarbeiterin“, sie wird in den nächsten Wochen bei unseren Kollegen von osradio 104,8 zu hören sein. Wer Lust hat als Studentin oder Student bei der HASEPOST ein Praktikum zu machen, schickt seine Bewerbung per E-Mail an info@hasepost.de.]

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Gute Nachricht des Tages: Bildung in Kenia für alle per SMS

Kenia Schule
Symbolbild

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nicht mehr nur an Weihnachten, sondern jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

In Kenia können viele Kinder keine schulische Bildung erhalten. Entweder sind die Schuluniformen oder -materialien zu teuer, oder der Weg ist schlichtweg zu weit. Eine SMS-Plattform soll dies nun ändern.

Angefangen hat das Ganze mit Eneza Education. Diese begannen Schülern in bestimmten Fächern über eine App zu helfen. Dabei wurden einfache Aufgaben in der App bereitgestellt, die auch zum Üben genutzt werden konnten. Später kam dann die springende Idee: Mann könnte auch den gesamten Lerninhalt digital bereitstellten. Gesagt, getan. Die Lernmaterialien wurden alle digitalisiert und auf einer SMS-Plattform hochgeladen.

Verschiedene Zielgruppen

Die Inhalte stehen in Englisch zur Verfügung und richten sich jeweils an verschiedene Zielgruppen. Kinder können die Lerninhalte der Grund- und Weiterführendenschule mit der App lernen, Fragen an Lehrer stellen oder Inhalte von Wikipedia per SMS zugesendet bekommen. Die Lehrer können dagegen auf Weiterbildungskurse zugreifen, während für die Eltern ein grundlegender BWL-Seminar zur Verfügung steht.

Kurse und Lektionen werden per SMS ausgewählt

Um mit der SMS-Plattform zu lernen wählt man einfach per SMS einen Kurs aus und bekommt diese dann als SMS zurückgesendet. Das gleiche Prinzip findet bei Mini-Lektionen Anwendung. Um die Lerninhalte abzuprüfen, erhalten die Schüler Multiple Choice-Fragen. Zu ihrer Antwort erhalten sie dann eine individuelle Rückmeldung.

Heute Kenia, morgen ganz Afrika

Das ganze nennt sich „Shupavu“, ist laut den Gründern günstiger als Schulbücher und -materialien und konnte in sechs Jahren schon mehr als 4 Millionen Schüler für sich gewinnen. Eneza Education wünscht sich aber, bis zu 50 Millionen Schüler in ganz Afrika mit diesem Prinzip unterrichten zu können. Es scheint, als habe die SMS-Plattform das Potential dazu und stellt dabei definitiv einen Schritt in die richtige Richtung dar, um Bildung für jeden erreichbar zu machen.

 

 

 

AFP

Mösers Meinung – Wertschätzung

Mösers Meinung, Wertschätzung

Guten Abend,

in den letzten Wochen hat selbst ein so politisch und kulturell interessierter Mensch wie ich die Lust an der Teilhabe zur Willensbildung jedweder Art in dieser Gesellschaft verloren. Denn es scheint so oder so kein Prozess mit offenem Ausgang mehr stattzufinden, der darauf hindeuten könnte, daß in unserem Land aktuell ergebnisoffen diskutiert oder besser noch sogar leidenschaftlich für oder gegen etwas gestritten würde. Ich finde das ein wenig schade, weil ich in dieser Entwicklung eine außerordentliche Bedrohung für die Demokratie und Meinungsfreiheit sehe. Das sind zwei Begriffe, die meines Erachtens untrennbar zusammengehören, die aber mittlerweile gegeneinander in Stellung gebracht werden, um Menschen, die anderen Weltanschauungen als der eigenen den Vorzug geben, gehörig zu diskreditieren. Während das eine Lager die Meinungsfreiheit in Deutschland durch angeblich einseitige Berichterstattung vor allem der öffentlich-rechtlichen Medien gefährdet sieht, wähnt die andere Seite die Demokratie in Gefahr und sieht eine Neuauflage der Weimarer Republik heraufziehen, weil heutzutage jeder in den sozialen Medien seine Meinung kundtun darf. Wer dabei rechts oder links im politischen Spektrum einzuordnen ist, spielt eigentlich keine Rolle mehr. Beide Positionen sind brandgefährlich für ein funktionierendes gesellschaftliches Miteinander. Aus der Wertschätzung für die Teilnehmer am öffentlichen politischen Diskurs ist eine Geringschätzung derjenigen geworden, die eine andere Meinung vertreten. Diese Geringschätzung reicht bis hin zum Versuch der sozialen Vernichtung des vermeintlichen politischen Gegners. Ohne Rücksicht auf das Befinden der betroffenen Mitmenschen werden Hexenjagden veranstaltet, bei dem die Inquisition im Mittelalter blaß geworden wäre.

Wie aber sind Demokratie und Meinungsfreiheit angesichts dieser unschönen Tendenzen noch zu retten? Ich glaube, daß hierbei der Staat mit all seinen Institutionen eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielt. Wertschätzung fängt im kleinen an, zum Beispiel bei der mittlerweile in vielen Fällen völlig unverhältnismäßigen Behandlung von Steuersündern oder Falschparkern. Wer Bürger, die den Rundfunkbeitrag nicht ordnungsgemäß gezahlt haben, mit Erzwingungshaft belegt, der braucht sich auch nicht zu wundern, wenn immer mehr Menschen in diesem Land jedes Maß verlieren und den Staat nur noch als Feind sehen, den es zu bekämpfen gilt. Eine funktionierende Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgern kann da oft Wunder wirken, um aufkommende Wogen zu glätten. Aber da von der obersten deutschen Regierungsspitze permanent vorgemacht wird, wie man am effektivsten mit der Meinungsvielfalt des Volkes umgeht, nämlich indem man sie einfach vollumfänglich ignoriert und nur Themen im öffentlichen Diskurs zulässt, die ins Regierungsprogramm passen und nicht für Unruhe sorgen können, muss man sich natürlich nicht wundern, wenn an erfolgreicher Kommunikation kein Interesse mehr besteht. Sie scheint sich offensichtlich nicht zu lohnen. Weder bringt sie gegenseitige Wertschätzung hervor, noch regt sie zum Nachdenken über und zum Verständnis für die Positionen eines Andersdenkenden an. Ganz im Gegenteil: Wer öffentlich seine Meinung äußert, bewegt sich auf dünnem Eis und muss mit Sanktionen rechnen, die im schlimmsten Fall bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes und/oder zur gesellschaftlichen Ächtung reichen. Wertschätzung sieht anders aus. Es ist dringend Zeit für eine vollständige Kehrtwende, sonst wird die Luft immer dünner für alle aufrechten Demokraten, denen das Gemeinwohl, der gesellschaftliche Frieden und ein Leben in Freiheit in diesem Land wirklich am Herzen liegen. Und das sind hoffentlich immer noch sehr viele. Ich wünsche allen HASEPOST-Lesern ein Wochenende, an dem es nichts zu mösern gibt. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Ihr

Justus Möser

Hier alle bislang erschienenen Kolumnen von Justus Möser.

 

Illustration unter Verwendung eines Fotos von Martin Rulsch, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0

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