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Patienten sollen für die Notaufnahme zahlen

Im Krankenhaus steht Notaufnahme auf dem Boden.
Notaufnahme im Krankenhaus

Die Notaufnahme im Krankenhaus ist für diejenigen Patienten gedacht, die sich akut verletzt haben oder krank sind und eine sofortige Behandlung benötigen. Bildquelle: Fotocute – 786351259 / Shutterstock.com

Die Notaufnahmen platzen aus allen Nähten und das gilt nicht nur für die größten Krankenhäuser in der Region. Vielfach kommen Patienten, die zwar eine Behandlung brauchen, allerdings keine unmittelbare, sodass sie die Dienste der Notaufnahme nicht unbedingt beanspruchen müssten. Deshalb schlägt die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen vor, dass Patienten 50 Euro dafür bezahlen sollen, dass sie in der Notaufnahme behandelt werden.

Absurder Vorschlag der Kassenärztlichen Vereinigung

Das musste ja so kommen, wird der eine oder andere sagen. Die Kassenärztliche Vereinigung von Niedersachsen hat jetzt vorgeschlagen, dass Patienten für die Beanspruchung der Notaufnahme im Krankenhaus eine happige Gebühr von 50 Euro entrichten sollen. Dies würde so ähnlich funktionieren, wie das bei der Praxisgebühr der Fall gewesen ist, die schon im Jahr 2013 wieder abgeschafft worden war. Kritisieren kann man daran, dass sich dadurch manche Menschen, die Notfälle sind, davor scheuen, in die Notaufnahme zu gehen. Es sollte nicht so weit kommen, dass man dafür einen Online Kredit beanspruchen muss. Und auch die Hausärzte lehnen eine Gebühr für die Notaufnahme ab. Doch woher kommt der Vorschlag der Kassenärztlichen Vereinigung überhaupt?

  1. Es gehen nach wie vor zu viele Menschen in die Notaufnahme, die sie eigentlich gar nicht benötigen würden
  2. Die Notaufnahmen sind dadurch zu Stoßzeiten und gerade auch am Wochenende überlastet, weil zu wenig Personal vorhanden ist

Patienten blockieren die Notaufnahme ohne triftigen Grund

Im Krankenhaus gehen viele Menschen umher.
Wer in die Notaufnahme geht, obwohl er lediglich einen kleinen Schnupfen hat, schadet dem gesamten System. Bildquelle: Monkey Business Images – 479614822 / Shutterstock.com

Wer wegen einer harmlosen Erkältung in das Krankenhaus geht, der nimmt anderen Personen, die wirklich eine prompte Behandlung benötigen, die Möglichkeit, adäquat untersucht zu werden und verursacht obendrein Kosten, die nicht notwendig sind. In Deutschland darf zwar kein Patient einfach so wieder weggeschickt werden, aber das gilt nur für den Fall, dass tatsächlich eine sofortige Behandlung notwendig ist. Gründe dafür, die Notaufnahme im Krankenhaus gleichwohl aufzusuchen, gibt es viele:

  • Es ist Wochenende und sonst hat kein anderer Arzt mehr offen
  • Die Notaufnahme ist näher gelegen als der nächste passende Arzt
  • Man erhofft sich in der Notaufnahme eine bessere Behandlung

Was sind echte Notfälle, die in die Notaufnahme gehören? Dazu zählen unter anderem schwere Verletzungen wie Brüche oder auch Schädel-Hirn-Traumata. Auch akute Krankheitszustände mit Entzündungen im Bauchraum zählen beispielsweise dazu.

Alternativen zur Notaufnahme sollten genutzt werden

Für all diejenigen, die glücklicherweise eigentlich nicht in die Notaufnahme gehören, gibt es jede Menge Alternativen. Zum einen existiert die Möglichkeit, sich selbst für kleinere Erkrankungen zu wappnen und zwar mit einer eigenen Hausapotheke. In diese gehören Medikamente gegen Schmerzen, gegen Übelkeit oder Durchfall, aber eben auch gegen Husten und sonstige leichtere Infekte. Auf der anderen Seite fallen die Wochenenden immer auf dieselben Tage, sodass man im sekundären Notfall auch noch am Freitag zum Hausarzt bzw. Internisten gehen kann. Richtig ist, dass Facharzt-Termine teilweise sehr lange dauern, allerdings gibt es auch hier wiederum die Verpflichtung der sofortigen Behandlung, wenn alles andere grob fahrlässig vom Arzt wäre. Weitere Alternativen zur Notaufnahme sind die folgenden:

  1. Gang in die Apotheke
  2. Information über die Beschwerden im Internet

Vielfach können bei kleineren Geschichten auch die Apotheker weiterhelfen. Sie können die Kunden beraten und wissen auch in etwa die geschilderten Beschwerden einzuschätzen. Alternativ dazu, wenn man nur wissen möchte, ob man jetzt eine gefährlichere Erkrankung oder ein harmloses Wehwehchen hat, bietet sich auch ein kurzer Blick auf Google an.

 

Bildquellen:
Fotocute – 786351259 / Shutterstock.com
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AFP

IHK und Stadtverwaltung streiten öffentlich über Baustellenmanagement

Stau in Osnabrück
Stau auf dem Wall

Es ist wohl nicht allein dem Sommerloch geschuldet, sondern auch dem Frust, der sich bei Bürgern und Unternehmen ange*stau*t hat, dass die Industrie- und Handelskammer (IHK) in der vergangenen Woche deutlich Position zur Baustellensituation in Osnabrück bezog und das derzeitige Baustellenmanagement in Frage stellt.
Per Pressemeldung reagierte die Verwaltung am Mittwoch und läßt die Kritik der IHK weitestgehend an sich abprallen.

Baustellen: Aktivität häufig nicht erkennbar

Anke Schweda, in der IHK-Geschäftsführung u.a. für Standortentwicklung zuständig, bemängelte in einer Stellungnahme, die auch unserer Redaktion in der vergangenen Woche zugeschickt wurde, dass an vielen Baustellen in der Hasestadt „häufig eine aktive Bautätigkeit nicht erkennbar [ist]“. Eine weitsichtige, verkehrsverflüssigende Planung und zügige Baustellenbearbeitung könnten hier Abhilfe schaffen. Auch sollten innovative Bautechniken wie seinerzeit das Tunnelbauverfahren in der Lotter Straße verstärkt zum Einsatz kommen. Eine schnelle Baustellenabwicklung sei von großer Bedeutung für die Wirtschaft. Denn in Baustellenbereichen ansässige und auf Besucherverkehr angewiesene Unternehmen verzeichneten Frequenz- und Umsatzrückgänge. Bei mehrjährigen Baumaßnahmen sei dies wirtschaftlich nur schwer zu verkraften.

Grüne Lokalpolitiker reagierten bereits auf Frequenzeinbruch im Handel

Mit den von der IHK angesprochenen Frequenz- und Umsatzrückgängen nahm diese wohl auch Bezug auf den Einbruch der Passantenfrequenzen in der Osnabrücker Innenstadt im vergangenen Weihnachtsgeschäft. Hierüber hatte unsere Redaktion bereits im Februar exklusiv berichtet. In einer erstaunlichen Umkehr von Ursache und Wirkung warf die Grüne Ratsfraktion Osnabrück daraufhin der HASEPOST vor, dass der Überbringer der schlechten Botschaft und nicht das Baustellenmanagement der Stadt Osnabrück ursächlich für die sinkende Attraktivität der Innenstadt sei.

Verwaltung nimmt Stellung zu IHK-Kritik

Das vom (ebenfalls Grünen) Stadtbaurat Frank Otte geführte Baureferat der Verwaltung wollte die jüngste Kritik an den Dauerbaustellen durch die IHK offenbar nicht als Ansporn für eine Verbesserung – zum Beispiel durch zusätzliche Nachtbaustellen – verstanden wissen, sondern zeigte sich am Mittwoch (vertreten durch die Presseabteilung der Stadt) in Verteidigungshaltung.

Die Stadtverwaltung stellt fest, dass weder Stadt und Stadtwerke auf der einen Seite, noch Anwohner und Pendler auf der anderen Seite, froh sind über baustellenbedingte Eingriffe in den Straßenraum, da diese auch Behinderungen der Mobilität bedeuten. Die Verwaltung betont, dass die Baumaßnahmen für eine reibungslose Versorgung der Menschen in Osnabrück mit Breitband, Strom, Gas, Wasser und Abwasserentsorgung und nicht zuletzt für Straßenerneuerung und Straßensanierung sowie verkehrskonzeptionelle Verbesserungen (Verkehrsführung) notwendig seien. Herausgestellt wird, dass die meisten Baustellen noch in diesem Jahr abgeschlossen. Und: Viele Baustellen wurden und einige Baustellen werden noch vor ihrem terminierten Ende fertig!

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Derzeit gibt es 23 Baustellen in Osnabrück, so die Verwaltung. Die Bauarbeiten dauern durchschnittlich 39 Wochen, also ein Dreivierteljahr. Eine durchschnittliche Betrachtung der Baustellentätigkeit ist jedoch nach Ansicht der Verwaltung wenig hilfreich, da diese den individuellen Erfordernissen der jeweiligen Baustelle nicht gerecht wird.

Wurde überhaupt Nachtarbeit beim Gewerbeaufsichtsamt beantragt?

Was Nacht- und  Wochenendarbeit angeht, betonen die Verwaltungsmitarbeiter, dass dies nur begrenzt möglich sei und vom Gewerbeaufsichtsamt genehmigt werden muss. Bei Straßenabschnitten in Wohngebieten ist dies wegen der Nachtruhe kaum möglich. Gemäß Arbeitsschutzverordnung sind Arbeitseinsätze über 10 Std./Tag nicht zulässig. Ein Mehrschichtbetrieb lässt sich nur schwer organisieren, da zusätzliche Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt nicht zu bekommen sind.

Ob die Genehmigung von Nachtarbeit auch tatsächlich bei den aktuellen Baustellen in allen Fällen beim Gewerbeaufsichtsamt angefragt wurde, bleibt die Stadtverwaltung in ihrer Reaktion auf die IHK jedoch schuldig.
Im Rahmen einer öffentlichen Fraktionssitzung der CDU Ratsfraktion erklärte Fachbereichsleiter Jürgen Schmidt im Februar erstaunlich offen, dass bei der Baustellenplanung regelmäßig lediglich „vermutet“ würde, dass Nachtarbeit nicht genehmigt wird, was bei den Bürgern im Ratssitzungssaal im Februar für erregte Zwischenrufe sorgte.

Weiterlesen: In Münster sind Nachtbaustellen die Regel

IHK will auch volkswirtschaftlichen Schaden betrachtet wissen

Anke Schweda von der IHK bemängelt, dass die Beschäftigten ganz besonders betroffen seien von der Baustellensituation. Vor und nach der Arbeit müssen viele Mitarbeiter der Osnabrücker Unternehmen unfreiwillig deutlich mehr Zeit im Stadtverkehr verbringen. Darum solle die öffentliche Hand bei der Auftragsvergabe nicht nur auf die Kosten der reinen Baumaßnahme abstellen, sondern auch den gesamtwirtschaftlichen Nutzen einer beschleunigten Baustellenabwicklung berücksichtigen.

Von Seiten unserer Redaktion wurde Stadtbaurat Frank Otte bereits einmal auf die volkswirtschaftlichen Effekte der in seinem Verantwortungsbereich durchgeführten Baustellen angesprochen. Die Antwort des Stadtbaurats war „kompakt“ und ist hier in unserem Archiv zu finden.

Die aktuelle Verkehrslage: hasepost.de/verkehrslage

AFP

Gute Nachricht des Tages: Der legendäre Isetta-Kabinenroller kommt als Elektrovariante auf den Markt

Isetta-Kabinenroller Microlino
Foto: Hersteller

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nicht mehr nur an Weihnachten, sondern jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Zwischen 1955 und 1962 produzierte BMW den legendären Isetta-Kabinenroller. Diejenigen, die die Chance bekamen ihn fahren zu dürfen, schwärmen noch heute davon. Der Isetta hat definitiv Kultstatus. Nun bringt das Schweizer Unternehmen Micro Mobility eine E-Variante des Fahrzeugs heraus. Microlino nennt sich das kugelige Gefährt. 

Entworfen wurde der Microlino vom Schweizer Wim Ouboter gemeinsam mit seiner Firma Micro Mobility und der Zürcher Hochschule ZHAW. Er wollte das ideale Fahrzeug für den täglichen Gebrauch entwickeln, da die heute üblichen Modelle für diesen einfach zu groß seien. Schließlich sitzen durchschnittlich nur 1,2 Personen in einem Auto, das etwa 35 Kilometer pro Tag gefahren wird. Das ideale Fahrzeug wäre demnach eine Mischung aus Motorrad und Auto – wie der Isetta-Kabinenroller.

Bald folgt die Serienfertigung

Nachdem der Microlino bei einer Vorstellung 2016 viele Interessenten fand, hat er nun erfolgreich die Prüfungen für die europäische Homologation, das Zulassungsverfahren für Elektrofahrzeuge, bestanden. Die E-Version des Isetta-Kabinenrollers kann also nun in Serienfertigung gehen und genau so ist es auch geplant. Zunächst sollen aber für Probefahrten im September die ersten 25 Fahrzeuge vom italienischen Autobauer Tazzari hergestellt werden. Damit will sich Micro Mobility ein erstes Feedback zum Microlino einholen. Im Dezember soll dann die reguläre Serienfertigung beginnen. Auf den Markt kommen soll er aber zunächst nur in der Schweiz – und dann später auch in Deutschland und anderen EU-Ländern.

Technische Details des Microlino

Das der Microlino als Knutschkugel eher klein ausfällt liegt geradezu auf der Hand. Gerade mal 2,4 Meter lang und 1,5 Meter breit ist er und damit sogar kleiner als ein Smart fortwo. Trotzdem soll er Platz für zwei Personen und bis zu drei Getränkekisten im Kofferraum bieten. Die Reichweite liegt bei etwa 202 Kilometern und mit einer Motorleistung von 15 kW bringt es das E-Fahrzeug immerhin auf 90 Kilometer pro Stunde.  Da der Microlino für die Nutzung in der Stadt entwickelt wurde, ist dies auch vollkommen ausreichend. Eine Fahrt über die Autobahn schafft er so aber auch.

Quellen: wired.de und micro-mobility.com

AFP

Führt die aktuelle Hitzewelle zur Wasserknappheit in Osnabrück?

Hitzewelle Wasser Kind Wasserpistole Heiß

Aktuell sind Osnabrücker schweißtreibenden Temperaturen ausgesetzt. Viele suchen angesichts der Hitzewelle die Abkühlung bei einer kalten Dusche oder im kühlen Pool und die Kinder tollen freudig mit Wasserpistolen herum. Doch sollten wir angesichts der anhaltenden Trockenheit vielleicht lieber sparsam mit Wasser umgehen?

Bei 32°C lächelt einen der Pool oder im Notfall auch das Kinderplantschbecken schon mehr als verführerisch an. Doch der Landkreis Osnabrück appelliert an die Bürger, auf  derartige Abkühlungsmethoden zu verzichten. Der Grund: Die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit führen derzeit bei den Wasserversorgern im Landkreis Osnabrück zu einem enorm hohen Verbrauch besonders durch private Haushalte aus dem öffentlichen Trinkwassernetz. Die Bürger werden gebeten sparsam mit Wasser umzugehen und eventuell auch darauf zu verzichten, ihren Garten zu bewässern.

Erhöhter Wasserverbrauch auch in der Stadt

Auch die Stadtwerke Osnabrück rufen dazu auf, sorgsam mit Wasser umzugehen. „Inzwischen nähern wir uns einem Tagesspitzenverbrauch von rund 45.000 Kubikmetern“, erklärt Joachim Nolte, Leiter Anlagenbetrieb bei der SWO Netz GmbH. Dagegen misst die SWO Netz in hitzeärmeren Jahren einen Jahresdurchschnitt von gerade mal gut 30.000 Kubikmetern. Deswegen mussten nun weitere Reservebrunnen im Stadtgebiet zugeschaltet werden, wodurch sich in einigen Stadtteilen die Wasserhärte ändern kann. „Die Wasserwerke und sämtliche Anlagen, die damit zusammenhängen, laufen schon jetzt durch den hohen Wasserbedarf auf Hochtouren“, sagt Nolte. Das Trinkwasser für die Stadt 0Osnabrück wird ausschließlich aus Grundwasser gewonnen. Da die Region Osnabrück zu den niederschlagsreichsten Gebieten zählt, kann sich der Grundwasserpegel ständig regenerieren. Die Trinkwasserversorgung ist also gewährleistet.

Keine Wasserknappheit

Von einer Wasserknappheit wollen die Stadtwerke zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sprechen, obwohl sie bereits auf Dreiviertel der Reservebrunnen zu greifen. Dennoch betonen sie, dass jedem bewusst sein sollte, dass bei solchen Hitzeperioden Wasser ohne sorgsamen Umgang auch knapp werden könne. Deswegen sollte auch der Garten auch nur dann gegossen werden, wenn es wirklich nötig sei. Außerdem seien dazu die Morgen- oder Abendstunden am Besten geeignet.

Bäume leiden unter der Hitzewelle

Unter einem wirklichen Wassermangel leiden dagegen bereits die Bäume in Osnabrück. Besonders die Bäume an großen Plätzen wie vor dem Dom, wo fast 80 Bäume stehen, und die Mittelinseln der Hauptstraßen benötigen bei der aktuellen Hitzewelle viel zusätzliches Wasser – und zwar etwa 50 bis 100 Liter täglich. Dasselbe gilt für junge und frisch gepflanzte Bäume. Die Feuerwehr Osnabrück hilft deswegen fleißig beim Bewässern, nach dem der Osnabrücker ServiceBetrieb um Hilfe gebeten hatte.

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Dienstagabend übte beispielsweise die Feuerwehr Sutthausen die Wasserförderung und die Handhabung des Strahlrohrs auf einer Parkplatzanlage und verschaffte gleichzeitig den frisch gepflanzten Bäumen die dringend benötigte Menge Wasser. Die Freiwillige Feuerwehr Neustadt kümmerte sich zeitgleich um das Wohl der Bäume am Rosenplatz und an der Domsfreiheit. Eine besondere Schwierigkeit ist hier, dass der Boden um die Bäume herum gepflastert ist, sodass nur sehr langsam gegossen werden konnte. In den kommenden Tagen sollen noch weitere solcher Aktionen durch Ortsfeuerwehren folgen. Solange wie notwendig sollen diese dann zweimal die Woche wiederholt werden.

AFP

Wie kühlen sich die Tiere im Zoo Osnabrück ab?

Fotos: Kieren Grönemeyer

Die Hitzewelle hat Osnabrück fest im Griff, mehr als 30 Grad werden für die nächsten Tage erwartet. Auch die Zootiere sind nicht immer Fans von den hohen Temperaturen. Deswegen bietet ihnen das Pflegepersonal eine große Auswahl an Abkühlungsmöglichkeiten an: Von Eisbomben, über Regenduschen bis hin zu frischem Obst.

„Grundsätzlich ist es natürlich wichtig den Tieren ausreichend Schatten und Trinkwasser zur Verfügung zu stellen, dann regeln die Tiere auch viel alleine“, erklärt der wissenschaftliche Kurator des Zoos, Tobias Klumpe. Insbesondere die nordischen Tiere brauchen in diesen Tagen zusätzliche Erfrischungen, aber auch die Bewohner der wärmeren Gegenden genießen eine Abkühlung. So kann das aussehen:

Orang-Utans

Die Orang-Utans können sich in diesen Tagen über einen großen Trog mit Wasser freuen, in den die Tierpflegerin Cathy George kühles Obst wirft. „Wenn Bushi keine Lust mehr auf den Bottich hat, dann kippt er ihn aber auch gerne um und gießt die Blumen damit“, berichtet die Pflegerin.

Orang-Utan

Auch ein eigenes Wassereis bekommen die Affen: In einer Plastikflasche wird Wasser mit Obst gefroren – wie ein Wassereis.

Affe

Pinguine

Die Humboldtpinguine kommen ursprünglich aus Peru und kommen mit warmen Temperaturen ganz gut zurecht.

Pinguin

Trotzdem freuen sie sich über die Dusche, welche die Pfleger in ihrem Gehege angebracht haben.

Erdmännchen und Zebramangusten

Auch die Erdmännchen und Zebramangusten planschen gerne in den großen Wasserschallen, welche die Mitarbeiter des Zoos bereitstellen.

Zebramanguste

Mit etwas Glück finden sie sogar einige kleine Snacks im Wasser.

Erdmännchen

Tapire

Das Tapir-Kind Mateo ist ein großer Fan von der Dusche, die ihm seine Pfleger mit einem Schlauch verpassen. „Er beginnt dann im Gehege herumzuspringen, seine Mutter zu ärgern oder lässt sich einfach nur vom Wasserstrahl massieren“, sagt der Pfleger. Allerdings muss man Tapire immer im Schatten bespaßen, denn sie können sehr schnell einen Sonnenbrand bekommen.

Tapir

Schwarzbären

Eisbomben werden besonders von den Schwarzbären besonders gerne angenommen. Es handelt sich dabei um Obst und Gemüse, das in 10-Liter-Wassereimern eingefroren wird.

Schwarzbär

„Die Schwarzbären verbringen sowieso schon gerne Zeit im Wasser und die Eisbomben sind bei der Hitze eine echte Abkühlung“, berichtet Klumpe.

Einige Tiere wie die Elefanten mögen die Abkühlungen dagegen nicht so gerne, denn ihnen ist der Temperaturunterschied zu groß. Sie wälzen sich lieber in Sand und schützen so ihre Haut.  Insgesamt kommen die meisten Tiere dank ihrer Erfrischungen gut mit der Hitze zurecht.

AFP

Oberbürgermeister Griesert besichtigt Hotelneubau am Alando

Griesert
Foto: Stadt Osnabrück, Gerhard Meyering

Aktuell herrscht in Osnabrück ein Hotel-Boom entlang der Hase. Sowohl auf dem Grund des alten SinnLeffers Gebäude wie auch auf den zwei Grundstücken vom Hamburger Immobilienkaufmann Dr. Theodor Bergmann, Baulos 2 (vor H&M) und dem ehemaligen Grundstück von Sportarenasind Hotels geplant. Zeitgleich ist die Entstehung des Hotels neben dem Alando Palais schon in vollem Gange und wurde nun von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert besichtigt. 

Zeitlich eingebettet zwischen der Eröffnung des innovativen Sporthauses von L&T und dem Neubau des modernen Einkaufszentrums am Neumarkt, ist es zurzeit Osnabrücks größte und teuerste Baustelle: Oberbürgermeister Wolfgang Griesert ließ es sich nicht nehmen, den Hotelrohbau direkt neben dem Veranstaltungsort „Alando“ noch vor dem Richtfest zu besichtigen. Bauherr Frederik Heede führte gemeinsam mit dem MBN-Vorstand Torben Stumpe das Osnabrücker Stadtoberhaupt durch das entstehende Gebäude, welches mit 158 Zimmern das bis dahin größte Hotel Osnabrücks sein wird.

Expandierende Hotellandschaft in Osnabrück

„Osnabrück zieht nicht nur Tagesgäste an! Dieses Hotel, direkt an dem überregional bekannten privaten Veranstaltungsort Alando gelegen, zeigt, dass Osnabrück als attraktiver touristischer Standort national und international wahrgenommen wird. Dieser Neubau ist ein weiterer Beleg für eine zurzeit expandierende, lebendige Hotellandschaft“, so Wolfgang Griesert.

Hotel soll im April 2019 startbereit sein

Über 43.000 Kubikmeter umbauter Raum und über 10.000 Quadratmeter Nutzfläche sind die Eckdaten des Gebäudes, welches die Generalunternehmerin MBN Bau Aktiengesellschaft aus Georgsmarienhütte schlüsselfertig erstellt. In unmittelbarer Bahnhofsnähe bietet das Hotel 141 Standardzimmer und 17 exklusive Premiumzimmer in Vier-Sterne-Plus-Qualität an. Das U-förmige, sechs Stockwerke hohe Gebäude verfügt über zwei Küchen, eine Bar und einen großen Veranstaltungssaal mit einer Länge von 54 Metern für über 500 Personen und direkten Zugang der Gäste ins Alando.

Nach knapp zwei Jahren Bauzeit soll das Hotel im April 2019 an den Start gehen. Betreiber des Hotels wird Holiday Inn.

AFP

Das macht SiNN? SinnLeffers mit neuem Namen in Osnabrück

SiNN Osnabrück

Offiziell ändert die Textilkette SinnLeffers erst zum 1. August ihren Namen, doch in und an der Osnabrücker Filiale in der Johannisstraße wurde der Namenswechsel bereits vollzogen.

Nachdem das Textilunternehmen, das auf eine mehr als 150jährige Geschichte zurückblicken kann, in den vergangenen Jahren in wirtschaftliche Schieflage geraten war, geht es nun bundesweit mit neuem Namen in die Zukunft – die in Osnabrück allerdings mit vielen Fragezeichen versehen ist.

„Das macht SiNN“ verspricht der Markenname, der strenggenommen jetzt als Satz ein Claim oder Slogan ist. Dabei handelt es sich um die eingedeutschte Redewendung „it makes sense“, die mittlerweile auch vom Duden akzeptiert wird.

SiNN Osnabrück
Das mit dem kleinen „i“ bei „SiNN“ muss so

Die Osnabrücker Kunden profitieren aktuell von Sonderrabatten bis zu 50% auf Sommerware, die anlässlich des Namenswechsels und des parallelen Saisonwechsels gegeben werden.

Zukunft in Osnabrück noch mit Fragezeichen

Wie die Zukunft am Standort Osnabrück „Sinn“ machen wird ist jedoch weiter offen. Nach Informationen unserer Redaktion ist das Gebäude in der Johannisstraße inzwischen verkauft und Gegenstand des sich entwickelnden Hotel-Booms an der Hase.
Lange Zeit wurde Sinnleffers als Ankermieter für das Shoppingcenter OSKAR genannt, doch vermutlich muss das alte Gebäude bereits deutlich vor der möglichen Fertigstellung des neuen Einkaufscenters am Neumarkt geräumt werden – eine Zwischenlösung müsste her um die Mitarbeiter nicht in der Phase zwischen Räumung an der Johannisstraße und dem Einzug in den Neubau zu verlieren.
Von Seiten des OSKAR-Investors, dem franko/australischen Unibail-Rodamco-Westfield Konzern werden keine Aussagen mehr zu SINN als möglichem Ankermieter am Neumarkt gemacht.

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AFP

Gute Nachricht des Tages: Schönstes Schlagloch NRWs bleibt erhalten

Schlagloch NRW
Glomex/dpa

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nicht mehr nur an Weihnachten, sondern jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Das ist vielleicht ein Sommerloch-Thema, aber auch eine „Gute Nachricht“: Glaubt man jedenfalls der Künstlerin Maren Dörwaldt. Nach ihren Angaben würden sich ganz viele Menschen in Mönchengladbach über ihr „Kunstwerk“ freuen.

Die Künstlerin hat ein profanes Schlagloch in eine idyllische Miniatur-Teichlandschaft verwandelt. Doch was passiert mit dem Kunstwerk, wenn die Straße ausgebessert werden soll?

Mehr erfahrt Ihr in unserem Video, nur so viel vorab: Die Stadtväter von Mönchengladbach halten das Schlagloch auch für Kunst und so gibt es zumindest für die Künstlerin und alle Kunstbegeisterten eine gute Nachricht.

Quelle: Glomex/dpa

AFP

Buntes Angebot für Kinder im GZ Ziegenbrink

Ziegenbrink Fuchs
Auch ein frecher Fuchs

Das Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink bietet mit seinem Breakdance Jam Kindern ab acht Jahren eine interessante Veranstaltung. Aber auch außerhalb der Ferien hält das Zentrum mit seinen Kinder- und Jugendgruppen die Kinder auf Trab.

Am Samstag, dem 28. Juli veranstaltet das Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink einen Breakdance Jam für Kinder ab acht Jahren. Dabei werden ihnen vom Profi Phil Marr seine neusten Tricks gezeigt. Weiter wird auch ein Grafitti-Workshop angeboten und eine Chill-Out-Lounge lädt zu einer Verschnaufspause ein. Für das leibliche Wohl wird mit einem Barbecue gesorgt. Stattfinden wird das Ganze im Außenbereich des Gemeinschaftszentrums am Hauswörmannsweg 65. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die frechen Füchse

Das Zentrum bietet Kindern aber auch außerhalb der Ferien ein buntes Programm. Dienstags von 15.30 bis 17.30 Uhr treffen sich die frechen Füchse, eine Gruppe für Kinder im Alter zwischen fünf und neun Jahren, im Gemeinschaftszentrum zum gemeinsamen Spielen. Regelmäßig werden aber auch besondere Ausflüge und Aktionen geplant. Am 14. August steht beispielsweise ein Besuch inklusive Picknick auf dem Spielplatz der Teutoburgerschule an, und am 11. September findet das Bilderbuchkino „Das kleine Wir“ statt. Dabei  wird aus einem Buch vorgelesen, während passende Bilder auf eine Leinwand projiziert werden. Mit ihren Fingern zu sprechen lernen die Kinder am 25. September, denn da wird sich alles um Gebärdensprache drehen.

Kids&Co.

Kinder zwischen acht und zwölf Jahren treffen sich donnerstags von 16 bis 18 Uhr in der Gruppe Kids&Co. Die Treffen sehen jede Woche eine andere Aktivität vor und bieten den Kindern dadurch eine hohe Abwechslung. Am 9. August findet zum Beispiel der Recyclingnachmittag statt, bei dem die Kinder mit Materialien basteln, die andere sonst weggeworfen hätten. In der Woche darauf kochen die Kinder gemeinsam ihre Lieblingsgerichte und am 20. September erfahren sie mehr über Kinderrechte. Zwischendurch gibt es aber auch Nachmittage an denen die Kinder selbst entscheiden dürfen, was sie machen wollen.

Weitere Informationen gibt es unter Telefon 0541 52344 oder der E-Mail-Adresse gz-ziegenbrink@osnabrueck.de.

 

AFP

Die Johannisstraße in Osnabrück wie der Ku’damm in Berlin?

Johannisstraße
Foto: Monique Müller

Vor etwa sieben Wochen begannen die Arbeiten in der Johannisstraße im Zuge der Maßnahmen im Areal Neumarkt. Noch sieht man nur Baustellen, und das wird wohl noch eine Zeit so blieben. Doch in fünf Jahren soll die Johannisstraße eine echte „Prachtstraße“ und wie der Ku’damm in Berlin werden, das sagt zumindest der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke, Christoph Hüls. Ein ehrgeiziges Ziel, für das noch einiges passieren muss.

„Die Arbeiten an der Johannisstraße sind sehr komplex“, erklärt Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU). „Alles passiert neben dem laufenden Betrieb und ist zudem politisch hochsensibel“. Hochsensibel heißt in diesem Fall, dass die Diskussionen zum Neumarkt noch immer nicht abgeschlossen sind – Sperren, oder nicht? Währenddessen laufen die Arbeiten in der Johannisstraße an, nicht ganz ohne Schwierigkeiten.

Eine Mauer aus dem 14. Jahrhundert und weitere Hindernisse

Bei einem so großen Projekt sei es ganz normal, dass es hin und wieder zu kleinen Verzögerungen durch Hindernisse kommt, versichern alle Beteiligten. Das Problem ist nämlich, dass bei Bauarbeiten in früheren Jahrzehnten nicht alle Leitungen und Gegenstände genau in die Karten eingetragen wurden. Außerdem ist die Johannisstraße eines der am dichtesten mit Infrastruktur besiedelten Gebiete in Osnabrück. Das führt dazu, dass immer mal Objekte entdeckt werden, bei denen man die genau Funktion nicht kennt, oder die schlichtweg im Weg liegen. Gleich zu Beginn der Arbeiten ist man auf ein Hindernis gestoßen, dass eine Verlegung der Trasse nötig machte. Kürzlich wurde dann noch Mauerreste aus dem 14. Jahrhundert entdeckt. Trotzdem gehen die Maßnahmen gut voran.

Modell Johannisstraße
So soll der neue Bodenbelag aussehen, der komplett aus Beton gefertigt wird

Abschnitt für Abschnitt zum Ziel

Auf dem ersten Stück der Johannisstraße ist schon einiges passiert. Die Arbeiten an den Gas- und Wasserleitungen sind dort bereits fertiggestellt, für Anfang August ist nun geplant dort die Hausanschlüsse zu machen. „Das Arbeiten im laufenden Betrieb stellt uns vor einige Herausforderungen“, sagt der Oberbürgermeister. „Wir können schließlich nicht alle Betreiber von Geschäften und Anwohner einfach für ein paar Wochen in den Urlaub schicken. Deswegen müssen erstmal Bypässe gelegt werden, bevor die eigentlich Arbeiten beginnen“. Bis Anfang 2019 sollen die Baumaßnahmen an den Versorgungsleitungen und dem Straßenbelag auf ganzer Strecke beendet sein.

Mehr Informationen für Bürger

Die Baumaßnahmen in dem Areal des Neumarktes werden noch etwa dreieinhalb Jahre andauern und im Jahr 2021 fertiggestellt werden. In diesem Zeitraum ist auch geplant das Shoppingcenter und das Hotel (Baulos 2) zu bauen. Da aber nicht alle Grundstücke der Stadt oder den privaten Investoren gehören, werden ein paar Gebäude zwischen dem Shoppingcenter stehen bleiben. Für alle Bürger die noch Fragen haben, oder mehr wissen wollen, wird es ab ca. Mitte August einen speziellen Container mit ausführlichen Informationen geben. Dort wird auch zu gewissen Zeiten ein Vertreter sitzen, der bei Unklarheiten versucht weiter zu helfen. Und noch eine gute Nachricht zum Schluss für alle Fans des Marktes, der jeden Dienstag vor der Johanniskirche steht: Er wird bleiben, auch während der Baumaßnahmen.

Foto: Stadtwerkevorsitzender Christoph Hüls (vorne) und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (hinten)

[Update] In einer ersten Version des Artikels wurde die Bauzeit mit fünf Jahren beziffert, was falsch war, denn bis zum Ende des Jahres 2021 sind es natürlich nur 3,5 Jahre. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

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