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++ EIL ++ Osnabrücker Neumarkt soll frei für den Autoverkehr bleiben

Pakistan: Mehr als einhundert Tote nach schweren Schneefällen
Pakistan: Mehr als einhundert Tote nach schweren Schneefällen

In einer kurzfrisitg einberufenen Pressekonferenz wird Oberbürgermeister Wolfgang Griesert am Mittwochvormittag über das weitere Vorgehen am Neumarkt berichten. Unsere Redaktion wird vor Ort sein.

Wie der bereits im Vorfeld bekannt gewordenen Verwaltungsvorlage zu entnehmen ist, sprechen gegen die „Entwidmung“ des Neumarkts und Teilen des Neuen Grabens:

  • Verkehrsverlagerung auf andere Straßenabschnitte, unter anderem auf den Wallring.
  • Höhere Verkehrsbelastung an einigen Knotenpunkten des Wallringes verbunden mit tlw. längeren Fahrwegen bzw. Fahrzeiten.
  • Dadurch bedingte Erhöhung der Emissionswerte durch Lärm und Luftschadstoffe auf Teilen des Straßennetzes infolge der veränderten Verkehrsbeziehungen.
  • Einschränkung der Ost-West Beziehungen für den MIV sowie der Erreichbarkeit der Innenstadt.
  • Anliegergebrauch (gesteigerter Gemeingebrauch der Anlieger) wird eingeschränkt (u.a. Arztpraxen, Lieferverkehr).

Nach Angaben der Verwaltung liegen somit die „tatbestandlichen Voraussetzungen für eine Teileinziehung“ nicht vor.

    Mit erheblichem Widerstand durch die Vertreter der „Regenbogenkoalition“ ist zu rechnen.

    AFP

    Ab Freitag ist wieder „Jazzer“ an der Osnabrücker Halle Gartlage

    Musik Express, Jahrmarkt Osnabrück
    Ab Freitag dreht sich wieder alles an der Osnabrücker Halle Gartlage

    Diesen Freitag, am 31. März, startet der Frühlingsjahrmarkt in Osnabrück in eine neue Runde. Das Gelände an der Halle Gartlage verwandelt sich dann für 10 Tage in einen bunten Festplatz für Groß und Klein. Der Osnabrücker Frühlingsjahrmarkt eröffnet damit zugleich den Reigen der großen Volksfeste in Norddeutschland.

    19 Stammbeschicker mit über 117 Geschäften möchten die Besucher in ihren Bann ziehen und ihnen Spaß bereiten. Seite an Seite mit den zahlreichen gastronomischen Angeboten gibt es natürlich auch in diesem Jahr neben den traditionellen Fahrgeschäften einige besondere Höhepunkte für Besucher jeden Alters.

    „Flash“ schafft es auf 120 km/h!

    Das Kultfahrgeschäft „Flash“ kann nebst einer sportlichen Erscheinung mit beeindruckenden Zahlen aufwarten: Mit seinem um 360 Grad drehbaren Gondeln erreicht es Geschwindigkeiten bis zu 120km/h und 25m Flughöhe! Definitiv ein Fahrgeschäft für die Wagemutigen unter den Besuchern.

    Im „Pirates Adventure“ wird ein Schatz gesucht

    Ein weiterer Höhepunkt des Frühlingsjahrmarkts wird das „Pirates Adventure“ sein. Michael Schneider, in 6. Generation im Schaustellergewerbe tätig, dessen Familie „schon immer Eisen bewegt hat“, wie er sagte, hat 2,1 Millionen Euro in dieses sehr dekorative und  Flair ausstrahlende Laufgeschäft investiert. Eine Zahl, die man ruhig mal nennen darf, so Bernhard Kracke. jun., Vorsitzender des Schaustellerverbandes Weser-Ems e.V., zeigt es doch die Mühe und die Investitionsbereitschaft, die diese Gewerbe für die Besucher mit Herzblut aufbringt.

    Pirates Adventure, Jahrmarkt Osnabrück
    Im Pirates Adventure gilt es knifflige Rätsel zu lösen.

    Im „Pirates Adventure“ gibt es fünf aufwändig gestaltete Räume, in denen die Besucher in einem Ambiente, der an Film „Fluch der Karibik“ denken lässt, einen Schatz finden sollen, dafür werden interessante Aufgaben gestellt, die in sieben Minuten gelöst werden müssen. Diese beeindruckende Attraktion hat laut Michael Schneider keine Altersbegrenzung- Kindern, denen der kleine Eintrittsbereich bereits zu gruselig erscheint und lieber nicht weitergehen möchten, können zurück zur Kasse gehen, ihnen wird der Ticketpreis zurückerstattet. Den anderen sei Gänsehaut, aufregender Spaß und witzige Erlebnisse garantiert.

    Ein weiterer Familienspaß ist die kindgerechte Achterbahn „Tom der Tiger“.

    Tom Tiger, Jahrmarkt Osnabrück
    „Tom der Tiger“ verspricht Spass für die ganze Familie.

    Bleibt der Jahrmarkt an der Halle Gartlage?

    Auf die Frage nach dem zukünftigen Standort des Jahrmarktes, sagte Bernhard Kracke mit Blick auf die ungeklärte Situation am Neumarkt, dass man die Überlegungen, den Jahrmarkt in die Stadt zu verlagern, erstmal auf Eis gelegt hätte.
    Der Schaustellerverband ist mit dem Platz an der Halle Gartlage auch nicht unzufrieden, das zeige auch die Nachfrage des Gewerbes nach einem Standort, so Bernhard Kracke.
    Ein umfassendes Sicherheitskonzept hinter den Kulissen garantiert den ungetrübten Spaß für die Besucher.

    Jahrmarkt Osnabrück
    So ein Herz gehört zu jedem Jahrmarktsbesuch dazu!

    Feuerwerk, Flohmarkt und Familienspartag

    An beiden Freitagen wird es ein Brillant- Feuerwerk der Extraklasse geben, an den Sonntagen finden zusätzliche Spaß-Aktionen für die Familien statt, am Mittwoch den 5. April ist der Familienspartag, an dem Speisen, Getränke und zahlreiche Karussellfahrten günstiger angeboten werden. Die „Ladies Night“ findet am Donnerstagabend ab 19 Uhr statt, hier kommen dann die Damen in den Genuss die Welt der Kirmes zu vergünstigten Preise zu erleben.
    An den Wochenenden findet ein Flohmarkt in der Halle Gartlage statt, die Gelegenheit Jahrmarktspaß und Schnäppchenjagd miteinander zu kombinieren.

    Freitag ab 15 Uhr gibt es Freifahrten für alle

    An diesem Freitag um 15 Uhr findet die offizielle Eröffnung mit Bürgermeister Burkhard Jasper statt. Zusammen mit dem Osnabrücker Bierkönig Gambrinus übernimmt Jasper in diesem Jahr den traditionellen Fassanstich, den zahlreiche prominente Vertreter aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft begleiten werden. 

    Nach der offiziellen Eröffnung startet der Frühlingsjahrmarkt sofort mit einer halbe Stunde „Freie Fahrt!“ für alle Besucher aus Nah und Fern.

    Jahrmarkt Osnabrück

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    Fotos: Bianka Specker, Video: YouTube

    AFP

    Jetzt aber schnell sein: Noch Karten für Chris de Burgh am 5. Mai in der OsnabrückHalle

    Chris de Burgh
    Jetzt aber schnell sein: Noch Karten für Chris de Burgh am 5. Mai in der OsnabrückHalle

    Noch gibt es für das Konzert von Chris de Burgh in der OsnabrückHalle ein begrenztes Kontingent an Karten (hier Verfügbarkeit prüfen), das teilte am Dienstag der Konzertveranstalter mit.

    Der Weltstar („The Lady in Red“) hat neben seinen bekannten Hits auch Lieder von „A Better World“, seinem 21. Studio-Album, im Konzertprogramm.

    Veranstalter verlängert Tour wegen Nachfrage

    Chris de Burgh ist stark gefragt. Wie sehr, das zeigt der Run auf die Karten zu seiner Tour im Frühsommer 2017. Ein guter Grund, die Anfang Mai beginnende Gastspielreise durch Deutschland um neun Konzerte bis in den Juli zu erweitern.

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    Im Gepäck wird der Ire unter anderem Songs seines 21. Studio-Albums – „A Better World“ – haben. Der Titel dieser Veröffentlichung (Starwatch Entertainment/Sony), deren mit wenigen Strichen gemaltes Cover eine aus dem verdörrten Erdboden wachsende bunte Blume zeigt, ist Programm. „Bethlehem“, die überraschend rockige erste Single (im Geiste seiner früheren kantig-tempogeladenen Lieder wie beispielsweise „Don’t Pay The Ferryman“ von 1982), setzt das Weltgeschehen in poetischen Bezug zu dem biblischen Schlüsselort.  Der Song „Homeland“ stellt sogar die Flüchtlingsthematik in den Mittelpunkt und zeigt Chris de Burgh als lyrischen Gegenwartschronisten. 15 Stücke umfasst die inhaltlich komplexe, musikalisch abwechslungsreiche und dennoch in sich stimmige Platte. Sie beinhaltet all das, was die Fans an den Kompositionen des irischen Singer/Songwriters lieben: Balladen und Episches plus Kompositionen, die irisch-folkloristisch gefärbt sind, aber auch mal dezent-swingend daherkommen. Die Shows von Chris de Burgh wären natürlich nicht rund, wenn er nicht auch seine größten Hits wie „The Lady In Red“, „Missing You“ oder „Don’t Pay The Ferryman“ sowie „High On Emotion“ spielen würde.

    Eintrittskarten für „A Better World“ hier direkt über diesen Link oder das Ticketmaster-Logo.

    Karten bei Ticketmaster

     

     

    Mehr Infos zum Konzert in der OsnabrückHalle:

    os-kalender.de

     

    AFP

    PETA zeigt Mitarbeiter der Verwaltung an, empfindet abweichende Meinung aber als Einschüchterung

    Peta Protest gegen Fischfang
    PETA zeigt Mitarbeiter der Verwaltung an, empfindet abweichende Meinung aber als Einschüchterung

    Nach der Berichterstattung der HASEPOST und anderer lokaler Medien über das Angelverbot beim Ferienpass 2017, „schießt“ PETA medial zurück und wirft Kritikern „Einschüchterungsversuche“ vor, dass finden die aber eher „absurd“.

    „Der Druck, der seitens der CDU, FDP und des Angelverbands auf die Jugendpflege Osnabrück ausgeübt wird, muss aufhören“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA in einer aktuellen Pressemitteilung. Nur einen Absatz weiter, nachdem die sich selbst als „Tierleidlobby“ bezeichnende Organisation klarstellt, dass aus ihrer Sicht, dass Angeln als Ferienaktivität „weder ethisch noch pädagogisch sinnvoll“ sei, bestätigt die Vereinigung: „2016 hatte PETA den Leiter der Ferienpass-Aktion angezeigt, weil laut Tierschutzgesetz nur der Nahrungserwerb das Töten eines Wirbeltiers rechtfertigt.“

    FDP: Absurde Vorwürfe gegen Lokalpolitiker

    Dass PETA selbst nicht davor zurückschreckt Verwaltungsmitarbeiter anzuzeigen, aber eine Pressemitteilung von Lokalpolitikern als „Einschüchterungsversuch“ wertet, findet der Kreisvorsitzende der Osnabrücker FDP, Moritz Gallenkamp, schlicht „absurd“. Und weiter: „Es ist ein weiterer Beleg dafür, dass PETA sich lieber mit haltlosen Vorwürfen in die Öffentlichkeit drängt, anstatt sich mit Tatsachen auseinanderzusetzen. Frau Dr. Breining sollte eine Selbstreflektion vornehmen. Dabei würde Sie eventuell zu der Erkenntnis kommen, dass nicht wir jemanden einschüchtern, sondern PETA, die Organisation, die reihenweise Strafanzeigen unter anderem gegen Angler, Fischhändler etc. mit haltlosen Anschuldigungen stellt. Gerade letztes Jahr hat Frau Dr. Breining eine Angelaktion in Osnabrück, gegen die PETA Strafanzeige gestellt hat, scharf verurteilt. Die Strafanzeige wurde eingestellt; die Kosten musste der Steuerzahler tragen. Mit unbegründeten Strafanzeigen begibt man sich selbst in einen potentiellen strafbaren Handlungsbereich.“

    Peta gegen Angeln als Schulfach
    Auch gegen Schul-AGs demonstriert PETA, wie hier in Potsdam (Foto: PETA).

    Betreibt PETA „üble Nachrede“?

    Gallenkamp ergänzt: „In meiner Stellungnahme habe ich selber gesagt, dass Tierschutz wichtig sei. Grundloses Töten von Tieren oder das reine Fangen zum Posieren lehne auch ich entschieden ab. Ich habe kritisiert, dass die Jugendpflege das Programm sofort auf Druck von PETA aus dem Ferienprogramm rausgenommen hat. Der Vorwurf von PETA, dass während des Angelprograms die Fische aus reiner Lust am Töten gefangen und getötet werden grenzt schon an übler Nachrede. Woher will PETA das wissen? Auch wenn es den Aktionisten von PETA, eine Organisation, die den Einsatz von Blindenhunden verurteilt und deren Organisation in Amerika Hunde, die nicht vermittelt werden, einschläfert, nicht gefällt, dass Tiere getötet werden müssen, wenn man sie essen will, so entspricht das doch der Realität. Entscheidend ist der Respekt vor dem Lebewesen, vor dem Tier und der Natur. Kinder lernen den Respekt vor dem Leben aber nicht dadurch, dass sie Fischstäbchen aus der Kühltruhe holen und denken, dass die Fischstäbchen auf Bäumen wachsen. Abgesehen davon leisten gerade die Angler einen großen Beitrag, wenn es um die Hege und Pflege geht“. Gallenkamp stellt abschließend die Frage: „Was tut diesbezüglich denn PETA?“

    CDU will Angelverbot im Landtag behandeln

    Auch im Niedersächsischen Landtag wird das Einknicken der Osnabrücker Verwaltung vor den Forderungen von PETA zum Thema werden. Die regionalen Landtagsabgeordneten Martin Bäumer und Burkhard Jasper (beide CDU) haben das Thema aufgegriffen und eine mündliche Anfrage an die Landesregierung gestellt. „Wir wollen von dieser Landesregierung definitiv wissen, ob sie hinter dem Angeln und den mehr als 90.000 Anglern in Niedersachsen steht.“

    Fische sind Freunde

    PETA hingegen will Fische mehr als Freunde verstanden wissen. In der Pressemitteilung, in der den Osnabrücker Lokalpolitikern von CDU und FDP eine Einschüchterung der Verwaltung vorgeworfen wird, heißt es. „Fische sind neugierige und freundliche Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten. Sie haben ein komplexes Sozialleben, kommunizieren auf vielfältige Weise und schließen Freundschaften.“

    Fotos: PETA

    AFP

    Kommentar: Wahlkampfhilfe von Dr. Bergmann kommt die Stadt Osnabrück teuer zu stehen

    Dr. Theo Bergmann Neumarkt Videowand
    Kommentar: Wahlkampfhilfe von Dr. Bergmann kommt die Stadt Osnabrück teuer zu stehen

    Kommentar von Heiko Pohlmann

    Nun ist es also raus: Der Hamburger Immobilienkaufmann Dr. Theodor Bergmann soll die Erlaubnis erhalten für einen Neubau (Baulos 2) Teile des Neumarkts zu unterkellern (vgl. NOZ vom 28.03.2017, Abruf ggf. kostenpflichtig).
    Was nach einer Sachentscheidung klingt, hat eine geschmacklose Vorgeschichte im Kommunalwahlkampf 2016.

    Erinnert sich noch jemand an die Kommunalwahl? Also nicht nur das Ergebnis, bei dem die Osnabrücker SPD das schlechteste Ergebnis ihrer Nachkriegsgeschichte erzielte und nur ein Aufwärmen der übergroßen Regenbogenkoalition es weiterhin möglich macht im Stadtrat eine Opposition gegen CDU und BOB aufrecht zu erhalten?
    Gemeint sind die Wochen vor dem Wahltermin am 11. September, denn da passierte ein Tabubruch: Ein Hamburger Unternehmer erinnerte sich seiner Osnabrücker Wurzeln – und seines Geschäftsinteresses – und griff massiv in den Osnabrücker Wahlkampf ein.

    Amt von Frank Otte genehmigte Videowand

    Mit Genehmigung des in Osnabrück auch für den Fachbereich Ordnung zuständigen grünen Baurats Frank Otte, durfte Dr. Theo Bergmann Ende August 2016 eine riesige Videowand auf dem Neumarkt aufstellen und dort inzwischen von der Realität längst wieder eingeholte Geschichten verbreiten.
    Schauspieler erzählten in einem gespielten Dialog (hier noch online) von einer scheinbar möglichen Zukunft, in dem der Neumarkt zu einer Fußgängerzone werden würde, wenn, ja wenn denn die Osnabrücker nur „richtig“ wählen würden, so die Message.
    Für den Hamburger Kaufmann war die Sache klar, was „richtig“ wählen bedeutet: SPD, Grüne, Piraten, FDP, UWG und wenn es denn sein muss auch die Linke. Hauptsache, der Neumarkt würde in seinem Sinne umgestaltet.

    Videowand auf dem Neumarkt
    Nicht gerade klein: Die Videowand auf dem Neumarkt (hier nur halb ausgefahren).

    Kostenpunkt der Aktion? Unbekannt. Allerdings konnte unsere Redaktion anhand von Vergleichspreisen ermitteln, dass allein die Miete und das Aufstellen der Videowand in Summe einen deutlich fünfstelligen Betrag gekostet haben dürfte. Übliche Tagesmieten liegen im Bereich um 1.500 Euro; die Videowand des Dr. Bergmann stand für knapp zwei Wochen auf dem Problemplatz. Hinzuzurechnen sind die Kosten für die Schauspieler, die Videoproduktion die begleitende Website etc.
    Alles in allem dürfte diese Wahlkampfhilfe unter dem Strich einige Zehntausend gekostet haben. 

    Offenbar war das alles gut investiertes Geld und nun wird abgerechnet! Ob sich durch das Filmchen tatsächlich Osnabrücker zu einer geänderten Wahlentscheidung haben hinreissen lassen, ist wie bei jeder Werbung unklar. Aber immerhin fiel das Wahlergebnis – wenn auch denkbar knapp – so aus, dass es weiter reichlich Streit mit dem Oberbürgermeister, den Politikneulingen von BOB und der CDU auf der einen Seite, und der von der FDP bis ganz nach links reichenden Regenbogenfraktion gibt.

    Frank Otte: Erst die Videowand genehmigt, jetzt die Unterkellerung forciert

    Frank Otte, Parteimitglied der Grünen, zeigte sich jedenfalls offen für die neuerlichen Wünsche von Theo Bergmann. Erst die Wahlkampf-Videowand, nun ein Keller für seinen Neubau: Auf die ungleiche Männerfreundschaft zwischen dem radelnden Baurat und dem millionenschweren Bauherrn scheint Verlass.
    Und auch die Parteien, für die Bergmann im vergangenen Spätsommer so eifrig in den Wahlkampf eingriff, scheinen kein Problem damit zu haben, dass zu Gunsten des Profitinteresses eines Einzelnen, zukünftig große Teile des Neumarkts neu untertunnelt werden.
    Dabei wäre es sicher kein Problem, die Teile der Haustechnik, die unter den Neumarkt verschoben werden sollen, auch auf der Grundfläche unterzubringen, die Theo Bergmann wirklich gehört – aber dann wäre natürlich die zu vermietende Fläche kleiner. Warum nicht die Technik unter den Neumarkt, der allen Osnabrückern gehört, damit der Profit des Dr. Bergmann an den zu vermietenden Flächen optimiert wird? Selbst für die sonst doch so kritischen Linken und die UWG/Piraten scheint diese kapitalistische Rechnung kein Widerspruch zu sein – na immerhin stand man bei der Kommunalwahl ja Seite an Seite. So sieht Dankbarkeit in Osnabrück aus!

    Und dann wäre da noch ein weiteres „Geschmäckle“. Natürlich erinnert sich jeder Osnabrücker daran, dass es am Neumarkt schon mal einen Tunnel gab. Nicht für die Haustechnik eines Hamburger Kaufmanns, sondern für alle Osnabrücker.
    Als dieser Tunnel zugeschüttet werden sollte, spielte Dr. Bergmann sein Wegerecht geschickt gegen die Interessen der Stadt aus – aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte, oder doch nicht?

    AFP

    Jeden Tag was los in Osnabrück – KW 13

    Jeden Tag was los Osnabrück KW 13
    Jeden Tag was los in Osnabrück – KW 13

    Wer sagt´s denn? Wie immer gibt es in Osnabrück viel zu erleben, an jedem Tag der Woche: Jeden Tag was los in Osnabrück!

    Über den Link auf os-kalender.de kommt Ihr auf zusätzliche Informationen zu der jeweiligen Veranstaltung im großen Veranstaltungskalender für die Stadt Osnabrück und den Landkreis Osnabrück.
    Dort findet Ihr zahlreiche weitere Veranstaltungen in und rund um die Hasestadt. 

    Montag, 27. März

    OsnabrückHalle (Schloßwall), 20 Uhr

    6. Sinfoniekonzert – Himmlisches Leben KLASSISCHE MUSIK

    Gustav Mahlers vierte Sinfonie ist vermutlich seine heiterste, vielleicht sogar seine populärste, auch wenn die Proteste bei der Uraufführung erst einmal etwas anderes vermuten ließen. „Im Märchen der Vierten ist alles schwebend und gewichtlos, was in früheren Werken gewaltig und pathetisch war – eines Engels zarte Stimme bestätigt, was in der Zweiten und Dritten ein Prophet geschaut und aus voller Brust verkündet hatte“, beschreibt der Dirigent Bruno Walter die Wirkung dieses Werkes, das für Mahlersche Verhältnisse geradezu schlank und leicht dem Zuhörer begegnet. Die vierte Sinfonie endet – von engelsgleichem Sopran vorgetragen – mit dem Lied, das der Ausgangspunkt für dieses Werk war: Das himmlische Leben entstand bereits sieben Jahre zuvor und greift einen Text aus DES KNABEN WUNDERHORN auf, der dort den Titel „Der Himmel hängt voll Geigen“ trägt. Ausgehend von einem kindlichen bzw. kinderliedartigen Gestus eröffnet Mahler in ironischer Brechung eine Betrachtung von Leben und Tod, eröffnet aus dem Blickwinkel von Kindern und Narren einen Ausblick auf die Welt. In der Gesangspartie der Sinfonie ist die australische Sopranistin Erika Simons zu erleben, die seit 2014 Ensemblemitglied am Theater Osnabrück ist. Dirigent: Andreas Hotz, Solistin: Erika Simons, Sopran.

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    Dienstag, 28. März

    Blue Note (Erich-Maria-Remarque-Ring), 20 Uhr

    Blechreiz und Konfusion LIVEMUSIK

    Die Schüler-Big Band Blechreiz und die 50 +/- Big Band Konfusion der Musik- und Kunstschule präsentieren ihre neuen Programme. Unterstützt werden die Bands durch zwei Sängerinnen. Während bei Konfusion wie gewohnt Martina Schawe-Calleja ans Mikrofon tritt, verstärkt Lena Herrmann erstmals die Blechreiz-Bigband. Die Leitung hat Uwe Nolopp, der Eintritt ist frei.

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    Mittwoch, 29. März

    Rosenhof (Rosenplatz), 20 Uhr

    John Mayall LIVEMUSIK

    A Special Life“ – Dieses Album ist der Beweis, dass JOHN MAYALL trotz seiner 82 Jahre immer noch ein energiegeladener Ausnahmekünstler ist. Mit dem neuen Album kehrt JOHN MAYALL mit seiner phantastischen Band zu seinen Wurzeln zurück : dem puren Blues.

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    Donnerstag, 30. März

    OsnabrückHalle (Schloßwall), 19.30 Uhr

    Baumann & Clausen – Die Rathaus-Amigos COMEDY

    Eigentlich lief alles wie geschmiert. Baumann & Clausen gingen zur Arbeit – ohne zu arbeiten und erhielten ihre Zahlungen genau aus dem Grunde – um eben nichts arbeiten zu müssen. Doch in dem neuen Bühnenprogramm „Die Rathaus-Amigos“ müssen Alfred Clausen und Hans-Werner Baumann einer harten Realität ins Auge sehen. Denn der neue Bürgermeister räumt gnadenlos auf mit Bestechlichkeit und Amigo-Affären. Und es kommt was keiner geahnt hätte: Baumann und Clausen werden SUSPENDIERT!! Oberamtsrat Alfred Clausen und Hans-Werner Baumann, Deutschlands faulste Bürokraten, fliegen raus und landen mitten im freien Wirtschaftsleben. Schnell müssen sie feststellen, dass alles nur mit echter, harter Arbeit zu erreichen ist. Wie können die beiden Käffchentrinker in so einem leistungsorientierten System überleben?

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    Freitag, 31. März

    Halle Gartlage (Bremer Straße), ab 11 Uhr

    Frühjahrsmarkt an der Halle Gartlage

    Wer weiß in diesem unruhigen Zeiten schon, wie lange es den Jahrmarkt an der Halle Gartlage noch geben wird. Deshalb sollte man nicht lange zögern und jeden Tag genießen, an dem es heißt: einsteigen, dabei sein…

    UNSER TIPP FÜR DIE GESAMTE FOLGENDE WOCHE!

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    Samstag, 01. April

    Balou (Seminarstraße), 21 Uhr

    BlueScream LIVEMUSIK

    Daß der Blues die Grundlage fast aller modernen Musikstile ist, beweist BlueSream bei jedem Konzert aufs Neue.Mit erdigem Bluesrock, der auch mit Facetten des Slow Blues und Rhythm & Blues verschmilzt, widerlegt die vierköpfige Band gekonnt die These vom verstaubtem Blues… 

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    Sonntag, 02. April

    Botanischer Garten (Westerberg), 11 Uhr

    Sonntagsspaziergang NATUR LIVE

    Exotisch, verlockend, schmackhaft – Nutzpflanzen der Tropen! Vielleicht ohne es zu merken, sind wir täglich von tropischen Nutzpflanzen umgeben. Am Morgen starten wir mit der Tasse Kaffee oder Kakao und im Laufe des Tages liefern uns tropische Pflanzen Holz, Gummi, Säfte oder Arzneimittel. Darüber wird im Rahmen dieses Sonntagsspaziergangs umfassend informiert.

    os-kalender.de


    Die Angaben wurden sorgfältig zusammengetragen, wir übernehmen jedoch keine Gewähr.
    Kurzfristige Änderungen sind bei aktuellen Veranstaltungen leider möglich.

    AFP

    Whisky´s bekommt eigenen Biergarten am Vitihof

    Whiskys am Vitihof, Osnabrück
    Whisky´s bekommt eigenen Biergarten am Vitihof

    Vor gut einem Vierteljahr haben Carolin Hermjohannknecht und Alexander „Schnalli“ Schröder die Geschicke der Rockbar am Vitihof in ihre Hände genommen, nun kündigt sich eine große Neuerung an.

    Wie bereits bei der Nachricht über die Übernahme und den Namenswechsel von „The Whisky“ zu „Whisky´s“ zum 1. Januar, nutzt das Whisky´s Team erneut Facebook um die Stammgäste zu informieren.
    Beginnend ab dem 1. April, wird es zukünftig immer zwischen Donnerstag und Sonntag einen neuen Biergarten am Rande der Altstadt geben.

    Geht alles nach Plan und bleibt das Wetter frühlingshaft, dann gibt es ab Samstag einen neuen Biergarten direkt am Hasetor – also quasi mit eigenem Bahnhof vor der Tür. 

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    Foto: Facebook / Whisky´s

    AFP

    Mit Käfig und Schredder in der Großen Straße – PETA ZWEI informiert über Eierindustrie

    PETA ZWEI Osnabrück
    Mit Käfig und Schredder in der Großen Straße – PETA ZWEI informiert über Eierindustrie

    Freitagnachmittag, 16° und strahlender Sonnenschein – viele gut gelaunte Gesichter füllen die Innenstadt. Die Osnabrücker genießen die ersten Frühlingsgefühle. Hühner in der Bodenhaltung sehen ihr Leben lang kein Tageslicht – auch darauf machten die Aktivisten von PETA ZWEI an diesem Frühlingstag aufmerksam

    PETA ZWEI Osnabrück
    Drastische Darstellung, aber schreckliche Realität.

    Das PETA ZWEI Streetteam Osnabrück informierte mit einem Infostand und symbolischem Käfig und Schredder (inklusive Henne und Hahn) über die verschiedenen Aspekte der Eierindustrie. Dass männliche Küken als wirtschaftlich unbrauchbar gelten und nach dem Schlüpfen bereits „geschreddert“ werden ist den meisten Menschen bereits bekannt. Die Alternative heißt Demeter, in Osnabrück sind die Eier bei „Naturkost Kathrinchen“ erhältlich. Der Eierproduzent zieht auch die männlichen Küken auf, weshalb ihnen der Tod nach nur einem Lebenstag erspart bleibt, doch ein schönes Leben erwartet die Tiere dennoch nicht.

    Neun Hühner auf einem Quadratmeter

    Das Streetteam hatte für die Passanten eine Schätzfrage vorbereitet. Mit Kaninchendraht wurde 1 qm Boden abgegrenzt und Interessierte konnten schätzen, in welcher Haltungsform wie viele Hühner auf dieser Fläche gesetzeskonform gehalten werden dürfen. Das schockierende: Auf einem Quadratmeter Stallfläche dürfen in der Bodenhaltung neun Hühner, in der als so viel besser für die Tiere empfundenen Biohaltung aber trotzdem noch sechs Tiere gehalten werden.

    PETA ZWEI Osnabrück, Infostand
    Infostand in der Großen Straße vor L+T.

    Für PETA ZWEI ist „Bio“ keine Alternative

    Bereits bei der Problematik mit den männlichen Küken, aber auch bei der Flächendiskussion kommentierten viele „Ich kaufe nur Bioprodukte!“. Was dabei jedoch nicht bedacht wird – auch wer die Bio-Eier kauft, konsumiert (und fördert) Eier aus Bodenhaltung. Denn was viele Menschen nicht bedenken – Eier sind nicht nur in Form von Rührei und Spiegelei auf dem Teller. Auch in Majo, Kuchen vom Bäcker oder fertig panierten Schnitzeln sind Eier verarbeitet und in den meisten Fällen stammen diese aus wirtschaftlichen Gründen aus der Bodenhaltung, ohne dass man das bewusst wahrnimmt. Wer die Eierindustrie nicht unterstützen will, kann die Eier in der Ernährung einfach ersetzen (beim Kochen und Backen bspw. durch Banane oder Apfelmus).

    PETA ZWEI Osnabrück

    Positiv fanden sämtliche Streetteam-Mitglieder, dass es bei dieser Aktion kaum negative Kommentare von vorbeigehenden Personen gab und viele Menschen sich unvoreingenommen informieren wollten.

     

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    AFP

    Mösers Meinung – Verkehrsunfallstatistik

    Mösers Meinung - StVO Osnabrück
    Mösers Meinung – Verkehrsunfallstatistik

    Guten Abend,

    vor ein paar Tagen ist die Osnabrücker Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2016 von der hiesigen Polizei der Öffentlichkeit präsentiert worden. Die Gesamtzahl der Unfälle hat leicht abgenommen, die der Verkehrstoten glücklicherweise auch. Nach wie vor gibt es aber leider eine Vielzahl an Unfällen, an denen Radfahrer beteiligt sind. Und da Radfahrer im Gegensatz zu Autofahrern nur eine geringe Knautschzone haben, ziehen sie dabei in der Regel den Kürzeren. Nun ist es müßig, irgendwelche Statistiken zu bemühen, um aufzuzeigen, in wieviel Prozent der Fälle die Radfahrer ursächlich für das Unfallgeschehen waren. Jeder Unfall ist sowieso einer zuviel, und da, wo Menschen unterwegs sind, wird es immer mal wieder zu Kollisionen kommen. Ich habe mich allerdings beim Studium der aktuellen Osnabrücker Unfallstatistik gefragt, ob das Problem der hohen Zahl an Radfahrern als Beteiligte am Unfallgeschehen nicht hausgemacht ist. Wenn irgendwelche Fahrrad-Piktogramme auf der Lotter Straße den Radfahrern suggerieren, daß sie gegenüber dem Autoverkehr als bevorzugte Verkehrsteilnehmer behandelt werden, dann ist es meines Erachtens nicht weiter verwunderlich, wenn mit dieser unverhältnismäßigen Überhöhung einer nicht nur zahlenmäßig dem Osnabrücker Autoverkehr stets unterlegenen Gruppe auch eine gefährliche Selbstüberschätzung der Radfahrer einhergeht. Wer des öfteren in den Abendstunden auf den Osnabrücker Straßen unterwegs ist, der spürt schnell, wohin diese zwar durch nichts zu rechtfertigende, aber von bestimmten politischen Gruppen, führenden Verwaltungsbeamten und alles andere als objektiven Lokalredakteuren einer bedeutenden Lokalzeitung forcierte Heiligsprechung der radfahrenden Bevölkerung führen kann: fast jeder zweite von ihnen ist ohne ausreichende Beleuchtung unterwegs, übersieht gerne mal rote Ampeln oder gar Schilder, die zur Beachtung der Vorfahrtsregeln mahnen. Vom Fahren auf der falschen Straßenseite oder auf den eigentlich Fußgängern vorbehaltenen Bürgersteigen ganz zu schweigen.

    Wenn sich die südeuropäischen Staaten in der EU völlig zu Recht darüber echauffieren, daß ihnen vom scheidenden Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem (seines Zeichens Holländer und daher sicherlich immer für einen guten Spaß zu haben) vorgeworfen wird, daß sie wegen der üppigen finanziellen Transferleistungen durch die reicheren „Nordstaaten“ in der EU dazu neigen, ihr Geld relativ sinnlos zu verprassen (O-Ton Dijsselbloem: „Als Sozialdemokrat halte ich Solidarität für äußerst wichtig. Aber wer sie einfordert, hat auch Pflichten. Ich kann nicht mein ganzes Geld für Schnaps und Frauen ausgeben und anschließend um Unterstützung bitten.“), so läßt sich diese Botschaft fast eins zu eins auf die Osnabrücker Radfahrer übertragen. Sie können nicht täglich Zustände wie im Wilden Westen auf den Osnabrücker Straßen wieder zum Leben erwecken und sich anschließend darüber wundern, wenn sie dabei zu Schaden kommen. Zusammenleben erfordert Rücksichtnahme und Solidarität, auch und gerade im Straßenverkehr. Nun will ich nicht die Radfahrer als allein Schuldige an ihrer Misere verdammen, aber sie scheinen zumindest in Osnabrück doch dazu zu neigen, auch mal fünfe grade sein zu lassen und zwecks Erlangung eines eigenen Vorteils in Form minimaler Zeitgewinne oder auch nur, um die Autofahrer zu ärgern, das immerwährend beklagte um sich greifen der Ellenbogengesellschaft permanent auf der Straße zu praktizieren, Das ist vor allem für die Radfahrer äußerst gefährlich. Und ich glaube kaum, daß es einen Autofahrer freut, wenn er in einen Unfall mit einem Radfahrer verwickelt wird, wo er zwar höchstwahrscheinlich keinen körperlichen Schaden erleiden wird, aber trotzdem bleibende seelische Schäden erleiden kann. Das muß nicht sein! Also, liebe Radfahrer: laßt Euch von Politik, Verwaltung und speziellen Lokalredakteuren nicht etwas einreden, das überhaupt nicht der Realität entspricht. Der erste Paragraph der deutschen Straßenverkehrsordnung (StVo) besagt nämlich klipp und klar:

    1. Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. 
    2. Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

    Das gilt für alle Verkehrsteilnehmer, egal ob Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer. Daran können auch nicht die unverantwortlichen Wunschträume einiger hiesiger Lokalmatadoren etwas ändern. Es ist eigentlich traurig, daß man erwachsene Menschen darauf hinweisen muß. Aber wenn die Osnabrücker Unfallstatistik 2017 schließlich weniger Unfälle und vor allem Personenschäden verzeichnet als die von 2016, dann tue ich das natürlich gerne!

    Ich wünsche allen HASEPOST-Lesern ein Wochenende, an dem es nichts zu mösern gibt. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

    Ihr

    Justus Möser

    Hier alle bislang erschienenen Kolumnen von Justus Möser.

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    Ein offener Brief an alle „Hater“!

    Hybridbärin Tips
    Ein offener Brief an alle „Hater“!

    Es war wohl mal wieder soweit. Nach der Berichterstattung über den tragischen Tod der Hybridbärin Tips, vor allem aber nach einem Artikel über einen selbsternannten Tierschützer, der die Pressekonferenz des Zoos zur Selbstdarstellung und Ankündigung einer Klage gegen den Zoo missbraucht hatte, erreichen uns wieder zahlreiche Beleidigungen, Schmähungen und sonstiger Digitalmüll.

    Eines haben diese „Pamphlete“ immer gemeinsam: Die Verfasser verstecken sich hinter anonymen Mailadressen und setzen nie ihren Namen unter das, was doch eigentlich „die Wahrheit“™ sein soll, die unsere Redaktion angeblich nicht berichtet, verdreht oder verachtet.

    Für alle aktuell Beleidigten, Betroffenen und sonstige Kritiker haben wir uns entschlossen auf die jüngste derartige Mail eine öffentliche Antwort zu formulieren. Wer uns mit vollem Namen schreibt, darf auch in Zukunft mit einer persönlichen Antwort rechnen.

    Am 24.03.2017 um 08:51 schrieb sahuf@XXX.de:

    Hier ein ernstzunehmender journalistischer Beitrag zur Erschießung der Bärin Tips im Zoo Osnabrück, ganz im Gegensatz zu Ihrem pseudojournalistischen Geschmarre gegen Zookritiker Goldner auf Ihrer lächerlichen „Hasenpost“: https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5391828&s=&SuchRahmen=Print/ SH

    Sehr geehrtes „Sahuf“, 

    da Sie sich hinter einer Mailadresse verstecken in der nur „Sahuf“ irgendwie auf ihren Namen deutet, schreibe ich Sie mal so an; dieses „Sahuf“ scheint ja vielleicht Ihr Name oder Teil Ihres Namens zu sein.

    Also, wenn Sie uns schon professionelles Versagen (#Lügenpresse?) unterstellen, dann kommen Sie bitte nicht mit einem Meinungsbeitrag dieses „Zookritikers“, in dem er hauptsächlich nur seinen eigenen egoistischen Standpunkt klarmacht. Was soll er auch sonst tun? Sich selbst verleugnen?
    Ein „ernstzunehmender journalistischer Beitrag“ ist das nur, wenn man es als das sieht, was es tatsächlich ist: Ein Kommentar in eigener Sache.
    Diesen Kommentar finde ich, und das wird Sie vermutlich erstaunen, übrigens durchaus lesenswert. Lesenswert auch deshalb, weil Herr Goldner sich nun selbst eingestehen muss, dass der zum Schutz der Zoobesucher und sicherlich nicht leichtfertig abgefeuerte Schuss auf die ausgebrochene Bärin keine strafrechtlichen Konsequenzen haben wird. 

    Ich bin mir sicher, dass Herr Goldner einen wichtigen Beitrag zur Diskussion beitragen kann. Aber eine Pressekonferenz für die überaus ermüdende Darstellung eigener Positionen zu missbrauchen und danach noch anzukündigen den Gastgeber der Veranstaltung anzeigen zu wollen, das ist schon etwas von besonderem Nachrichtenwert.
    Darüber haben wir berichtet und ich würde es jederzeit wieder tun. Die eigene Meinung von „professionellen“ Journalisten hat bei Pressekonferenzen definitiv nicht vor der Tür zu bleiben, aber ein „Kapern“ der Veranstaltung für eigene Zwecke (Vorbereitung und Ankündigung einer Klage), das ist eben nicht professionell. Das ist peinlich und ein Missbrauch des Journalisten-Status. Man muss sich schon entscheiden: Will ich als Journalist über die Medien „anklagen“, wenn es denn etwas zu beklagen gibt, oder selbst zur klagenden Partei auf juristischem Wege werden – beides geht nicht! 

    Egal ob es um Aktivitäten rechtsradikaler Vereine, als Demokraten getarnte Völkermord-Leugner, Hausverbote für kritische Kollegen oder das Wildtierverbot in Zirkussen* geht, immer wieder fühlen sich nach Artikeln der HASEPOST irgendwelche Spinner aufgerufen uns Unprofessionalität oder einseitige Parteinahme zu unterstellen. Mit Ihrer anonym verfassten Mail sind Sie also in guter und radikaler Gesellschaft. 

    Eines haben die Reaktionen auf die oben beispielhaft verlinkten Artikel gemeinsam. Sie lassen auf das schlichte Gemüt der Verfasser schliessen und sie sind immer anonym.
    Gelegentlich lässt sich bei Facebook oder durch ein wenig Recherche dann noch nachvollziehen, dass die Verfasser oft gar nicht aus Osnabrück stammen.
    Irgendwo, vermutlich in einer besonders finsteren Ecke der Republik, findet sich immer jemand der die Deutungshoheit für die Welt gepachtet hat, aber zu feige ist seinen Namen unter eine E-Mail zu setzen! 
    Ab damit in die Rundablage!

    Wir wünschen Ihnen noch einen schönen Tag. Genießen Sie den Frühling!

    Heiko Pohlmann
    Herausgeber der HASEPOST

    PS: *Bei den Artikeln über das Zirkus-Wildtierverbot waren es übrigens selbsternannte „Zirkus-Freunde“, die unser Redaktion Einseitigkeit unterstellten, uns als PETA-Hauspostille bezeichneten oder als Lohnschreiber für den wildtierfreien Circus Roncalli ausmachten. So schnell kann man die Seiten wechseln…

    PPS: Hier noch ein älterer Beitrag zum gleichen Thema.

    AFP