Freitagnachmittag, 16° und strahlender Sonnenschein – viele gut gelaunte Gesichter füllen die Innenstadt. Die Osnabrücker genießen die ersten Frühlingsgefühle. Hühner in der Bodenhaltung sehen ihr Leben lang kein Tageslicht – auch darauf machten die Aktivisten von PETA ZWEI an diesem Frühlingstag aufmerksam

PETA ZWEI Osnabrück
Drastische Darstellung, aber schreckliche Realität.

Das PETA ZWEI Streetteam Osnabrück informierte mit einem Infostand und symbolischem Käfig und Schredder (inklusive Henne und Hahn) über die verschiedenen Aspekte der Eierindustrie. Dass männliche Küken als wirtschaftlich unbrauchbar gelten und nach dem Schlüpfen bereits „geschreddert“ werden ist den meisten Menschen bereits bekannt. Die Alternative heißt Demeter, in Osnabrück sind die Eier bei „Naturkost Kathrinchen“ erhältlich. Der Eierproduzent zieht auch die männlichen Küken auf, weshalb ihnen der Tod nach nur einem Lebenstag erspart bleibt, doch ein schönes Leben erwartet die Tiere dennoch nicht.

Neun Hühner auf einem Quadratmeter

Das Streetteam hatte für die Passanten eine Schätzfrage vorbereitet. Mit Kaninchendraht wurde 1 qm Boden abgegrenzt und Interessierte konnten schätzen, in welcher Haltungsform wie viele Hühner auf dieser Fläche gesetzeskonform gehalten werden dürfen. Das schockierende: Auf einem Quadratmeter Stallfläche dürfen in der Bodenhaltung neun Hühner, in der als so viel besser für die Tiere empfundenen Biohaltung aber trotzdem noch sechs Tiere gehalten werden.

PETA ZWEI Osnabrück, Infostand
Infostand in der Großen Straße vor L+T.

Für PETA ZWEI ist „Bio“ keine Alternative

Bereits bei der Problematik mit den männlichen Küken, aber auch bei der Flächendiskussion kommentierten viele „Ich kaufe nur Bioprodukte!“. Was dabei jedoch nicht bedacht wird – auch wer die Bio-Eier kauft, konsumiert (und fördert) Eier aus Bodenhaltung. Denn was viele Menschen nicht bedenken – Eier sind nicht nur in Form von Rührei und Spiegelei auf dem Teller. Auch in Majo, Kuchen vom Bäcker oder fertig panierten Schnitzeln sind Eier verarbeitet und in den meisten Fällen stammen diese aus wirtschaftlichen Gründen aus der Bodenhaltung, ohne dass man das bewusst wahrnimmt. Wer die Eierindustrie nicht unterstützen will, kann die Eier in der Ernährung einfach ersetzen (beim Kochen und Backen bspw. durch Banane oder Apfelmus).

PETA ZWEI Osnabrück

Positiv fanden sämtliche Streetteam-Mitglieder, dass es bei dieser Aktion kaum negative Kommentare von vorbeigehenden Personen gab und viele Menschen sich unvoreingenommen informieren wollten.

 

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