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Spenden und trotzdem im Stau stehen – da machen die Osnabrücker nicht mit

Stadtbaurat Frank Otte
"Wie weit würdest Du gehen?" / Archiv Hasepost

Es war schon irgendwie eine seltsame Idee, die da im August vergangenen Jahres mit viel Tamtam und einer eigens im historischen Rathaus einberufenen Pressekonferenz vorgestellt wurde. So seltsam, dass die Osnabrücker – die sonst immer gerne und reichlich spenden – da nicht mitmachen wollten.

Man wollte (O-Ton der Ideengeber) „den Stau in Osnabrück für einen guten Zweck reduzieren“. Mit dabei und immer ganz vorne wenn es um Pressefotos ging: Stadtbaurat Frank Otte.
Nur wollte der nicht etwa eine der zahlreichen in seinem Verantwortungsgebiet liegenden Baustellen aufgeben oder gar eine Abkehr von der Neumartksperrung verkünden, stattdessen sollten, so die Verkehrs-Neuplaner von „Mobile Zukunft“, ganz „viele“(!!) kleine Projekte die gewünschte Spendensumme zusammenbringen.
So wirklich „viele“ Projekte wurden es aber nicht und ausgerechnet die Osnabrücker Handwerker sorgten dafür, dass am Monatsende doch noch eine fünfstellige Spendensumme auf den Scheck an das Kinderhilfswerk kommt.

„Eigentlich“ sollten bis zum 31. Januar 2018 insgesamt 40.571 Euro zusammenkommen. Der wohl im Kopfrechnen starke Stadtbaurat rechnete flink vor, dass dies bei aktuell 81.138 angemeldeten PKW bei einer Zahl von circa 170.000 Einwohner, ein „Einsatz“ von 50 Cent pro PKW ausmachen würde.

Wie sollte durch Spenden der Stau verringert werden?

Nur leider brachte all das Kopfrechnen und der mediale Einsatz des beliebten Stadtbaurats nicht viel – obgleich sicher viele Osnabrücker auch mehr als die erhofften 50 Cent gezahlt hätten, wenn den wenigstens auf ganz konventionelle Weise – durch schnellere Bauarbeiten zum Beispiel – die Staus in Osnabrück abgenommen hätten.

Stattdessen sollten zum Beispiel 600 Euro dadurch erreicht werden, dass der oberste Repräsentant Osnabrücks, Wolfgang Griesert  als Gegeleistung für die sechs Spenden-Hunderter – einen Tag seine Dienstgeschäfte mit dem Rad erledigen würde. Maue 120 Euro kamen dafür bislang zusammen, und von Wolfgang Griesert war auch nur wenig Begeisterung zu vernehmen, zukünftig verschwitzt oder durchnässt bei offiziellen Angelegenheiten auftauchen zu müssen. Da halfen auch die aufmunternden Worte im Kommentarfeld zur Challenge von SPD-Verkehrsexperte Heiko Panzer „OB aufs Rad, doppelt gut“ nichts. Da Heiko Panzer selbst auch gerne mit seinem japanischen Kleinwagen zu Rats- und Ausschusssitzungen anrauscht, wo er schön trocken in der Altstadtgarage parkt, dürfte dieser wohl Verständnis für die Zurückhaltung des OB haben.

Der VfL wollte VIP-Autofahrer per Ablass Spende zu „autofrei“ deklarieren

Aber auch anderswo lief es nicht rund. So wurde beim Pressetermin im August der VfL, vertreten durch Geschäftsführer Jürgen Wehlend, ein wenig voreilig als Beispiel für die gute (geplante) Tat präsentiert. Der VfL wollte beim Spiel gegen Würzburg einen „autofreien Spieltag“ veranstalten. Wobei „autofrei“ schon irgendwie mißverständlich war. Tatsächlich sollten lediglich 300 VIP Parker auf freiwilliger Basis um eine Spende von 5 Euro gebeten werden und Wehlend selbst wollte mit dem E-Bike zur Bremer Brücke anreisen. So wirklich „autofrei“ wäre das – von Wehlend abgesehen – ja nicht gewesen…

wie weit würdest Du gehen
Stadtbaurat Frank Otte, Jörg Angerstein (terre des hommes), Jürgen Wehlend (VfL) und Dr. Stephan Rolfes (Stadtwerke Osnabrück AG) im August 2017
Rund einen Monat nach Ankündigung des (irgendwie) autofreien Spieltages wurde auf der VfL-Homepage eine Absage an die Aktion verkündet, da nicht näher definierte „organisatorische“ Gründe dem entgegen stehen würden.
Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte VfL Marketingleiter Sebastian Rüther diese Woche: „Die Aktion wurde ins neue Jahr verschoben. Ein neuer Termin steht allerdings noch nicht fest.“

Terre des Hommes gesteht verfehltes Ziel ein

Auch Terre des Hommes und die Stadtwerke wurden von uns befragt, wie denn nun der Stand dieser Aktion, knapp drei Wochen vor dem zum Monatsende Januar geplanten Ende sei. Für das Kinderhilfswerk antwortet Pressesprecher Wolf-Christian Ramm: „Das Ziel von 40.571 Euro wird bis Januar 2018 voraussichtlich nicht mehr erreicht. Wir sind uns bewusst, dass nicht alle Spendenziele, die sich unsere Unterstützer gesetzt haben, erreicht werden. Dies ist auch auf unserer Homepage erkennbar. Trotzdem freuen wir uns über die zahlreichen Spenden, die im Rahmen von „Wie weit würdest Du gehen?!“-Challenges gesammelt werden.“

Ausgerechnet die Handwerker – auf die kann man sich verlassen!

Tatsächlich, so Pressesprecher Ramm, wurden bislang als größere Summe lediglich 12.150 Euro verbucht. Möglich machte dies ausgerechnet die Rad-Challenge des Osnabrücker Handwerks, ein Berufsstand, der ganz besonders unter der Stau-Situation in Osnabrück zu leiden hat und den die Auswirkungen des von Teilen der Lokalpolitik befürworteten Diesel-Fahrverbots besonders hart treffen wird.

Gerne hätten wir auch Stadtbaurat Frank Otte gefragt, wie er zum Scheitern dieser symbolischen Anti-Stau-Aktion steht und ob er vielleicht aus eigener Tasche die noch fehlenden knapp 28.000 Euro spenden möchte?
Doch der Stadtbaurat teilte unserer Redaktion bereits im vergangenen Sommer mit sehr deutlichen Worten mit, dass er es ablehnen würde der HASEPOST Auskünfte zu erteilen; also haben wir es gelassen.
Aber vielleicht füllt sich der Spendentopf ja noch? Bis Ende Januar ist noch Zeit. Der Stau in der Hasestadt wird dadurch aber sicherlich nicht weniger – die Welt aber ein Stückchen besser, denn an der Hilfe von terre des hommes gibt es nichts zu kritisieren!

Hier, direkt bei terre des hommes, kann jederzeit gespendet werden.
AFP

Polizei: Autofahrer und Radfahrer missachteten Unfall-Absperrung

Motorradunfall, Osnabrück, Sedanstraße
Motorradunfall

Unsere Redaktion berichtete am Donnerstagvormittag über einen schweren Motorradunfall am Westerberg. Die Pressestelle der Polizei bestätigte unsere Beobachtungen am Unfallort, ergänzte zudem, dass auch mehrere Autofahrer offensichtlich kein Verständnis für die Absicherung der Unfallstelle hatten.

Bereits in unserem Artikel vom Vormittag ließen wir nicht unerwähnt, dass während der Rettungsmaßnahmen und der anschliessenden Unfallaufnahme sich zwei Fahrradfahrer offensichtlich in ihrem Fortkommen gestört fühlten und trotz deutlicher Absperrung ihren Weg durch die Fahrzeugtrümmer fortsetzten.

Am Donnerstagnachmittag teilte die Pressestelle der Polizei weitere Details zum Unfallhergang mit.

Vermutlich Vorfahrt missachtet

Nach Angaben der Polizei befuhr ein 27-Jähriger junger Mann am Donnerstag, gegen 11 Uhr, mit seinem VW die Straße Zum Schlehenbusch. An der Kreuzung Sedanstraße/Ursula-Flick-Straße missachtete er die Vorfahrt eines von links kommenden Motorradfahrers, der auf der Sedanstraße in Richtung stadteinwärts fuhr. Durch den Zusammenstoß wurde der 42-Jährige von seinem Krad geschleudert und prallte auf den Asphalt. Das Motorrad wiederum geriet außer Kontrolle, durchfuhr eine Begrünung und kam erst in einem Geländer zum Stillstand.

Auch Autofahrer fuhren durch Polizei-Absperrung

Rettungskräfte kümmerten sich um den schwer verletzten Zweiradfahrer und brachten ihn in ein Krankenhaus. Zur Sicherung der Spuren und für die Dauer der Unfallaufnahme, stellten die Polizisten mehrere Absperrpylonen auf.
Dabei mussten die Beamten feststellen, dass mehrere Autofahrer und Radfahrer die Sperrung missachteten und ihren Weg durch die Unfallstelle fortsetzten.

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AFP

Motorradfahrer am Westerberg schwer verletzt

Sedanstraße Osnabrück, Motorradunfall
Motorradunfall in der Sedanstraße

Mit schweren Verletzungen wurde am Donnerstagvormittag ein Motorradfahrer in ein Osnabrücker Krankenhaus eingeliefert.

Der Zweiradfahrer fuhr stadteinwärts auf der Sedanstraße und wurde von einem schwarzen Volkswagen, der aus der Nebenstraße „Am Schlehenbusch“ kam, seitwärts auf die Haube genommen und aus dem Sattel gehoben.

Motorradunfall, Osnabrück
Das Motorrad wurde erst von einem Treppengeländer am Entrée-Platz gestoppt

Motorrad fuhr bis in Parkanlage

Die Kawasaki des Unfallopfers fuhr noch etwa 50 Meter weiter bis in den kleinen Park des Entrée-Platzes am Wissenschaftspark, wo ein Treppengeländer die führerlose Fahrt beendete.

Ignoranten störten sich nicht an Absperrungen

Während der Unfallaufnahme durch die Polizei tauchte auch eine Spezies Mensch auf, die vermutlich einem ähnlichen Zeitgeist entspricht wie die aktuell häufig zu beobachtenden Gaffer: Ignoranten.

Gleich zwei Fahrradfahrer, der eine weit über 60, der andere vermutlich just der Schulpflicht entwachsen, radelten bzw. schoben mit ihren Drahteseln munter zwischen den von den Polizeibeamten aufgestellten Absperrpylonen und die verteilten Fahrzeugtrümmer, noch bevor die Beamten die Beweissicherung abschließen konnten und das Unfallopfer in ein Krankenhaus gefahren wurde. Der Fahrradweg war ja auch blockiert…

In einer am Nachmittag veröffentlichten Pressemitteilung bestätigte die Polizeiinspektion Osnabrück unsere Beobachtungen am Unfallort und ergänzte noch, dass im weiteren Verlauf auch Autofahrer die Absperrungen ignorierten.

 

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Motorradunfall Osnabrück
Weil die hier zu sehenden Absperrungen einen Fahrradweg blockierten, ignorierten zwei Radler die Rettungsarbeiten
AFP

Öffentlicher Nahverkehr für San Francisco und Berlin wird in Osnabrück erprobt

Mobile Zukunft in Osnabrück
Grafik: HASEPOST.de

„San Francisco oder Berlin ist spannend – aber öffentlicher Nahverkehr spielt sich vor allem in der Region ab“, kommentiert Michael Frankenberg, Chef der auf Software für Eisenbahnen und Nahverkehrsunternehmen weltweit spezialisierten Softwarefirma HaCon die Nachfrage, welche Auswirkungen eine am Mittwoch geschlossene Partnerschaft mit den Stadtwerken Osnabrück haben wird.

Bereits seit einiger Zeit kooperieren die Nahverkehrsfachleute rund um Werner Linnenbrink, Leiter Mobilitätsangebot der Stadtwerke Osnabrück AG, und die Softwarefachleute, die überwiegend in Hannover, aber auch bei zahlreichen Tochterunternehmen weltweit arbeiten.

Hacon Stadtwerke Osnabrück
Besiegeln die Partnerschaft: Michael Frankenberg (Geschäftsführer – CEO, HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, vorne links) und Werner Linnenbrink (Leiter Mobilitätsangebot Stadtwerke Osnabrück AG, vorne rechts) zusammen mit Maik Blome (Leiter Marketing und Vertrieb Stadtwerke Osnabrück AG, hinten links) und Thomas Teepe (Leiter Produktmarketing Mobilitätsangebot, hinten rechts)
Egal ob die Eisenbahn in Norwegen einen Fahrplan erstellt, in Frankreich eine einzelne Fahrkarte online gekauft oder eine Fahrplanauskunft über den beliebten DB-Navigator erstellt wird – immer sind es Systeme von HaCon, die für den reibungslosen Ablauf sorgen, beschreibt Michael Frankenberg das Leistungsspektrum seines seit vergangenen Sommer zum Siemens-Konzern gehörenden Unternehmens.

Gemeinsam entwickelte man den VOSpiloten

Zu den Projekten, bei denen man eng mit den Stadtwerken zusammenarbeitet, zählt die im Juni 2016 gestartete App VOSpilot. Das innovative Smartphone-Programm bietet den Fahrgästen seit November 2017 neben der klassischen Fahrplanauskunft die Möglichkeit das BusTicket digital per App zu buchen (hier alle Infos über das HandyTicket). Der VOSpilot ist die Mobilitätsapp der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) an deren Weiterentwicklung die Stadtwerke Osnabrück als Partner der VOS maßgeblich beteiligt sind.

App soll kontinuierlich ausgebaut werden

Am Rande eines Pressetermins, im Anschluss an die Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarung, gaben die Projektpartner einen ersten Ausblick auf zukünftige Projekte.
Bald sollen in Osnabrück – beispielhaft für internationale Märkte – zum Beispiel neue Funktionen für die VOSpilot App erprobt werden.  „Mit der Einführung des HandyTickets im November sind wir einen weiteren Schritt in die digitale Welt gegangen. Doch das soll noch lange nicht der Letzte sein“, so Werner Linnenbrink. „ Wir haben in diesem und im nächsten Jahr viel vor und stecken schon mitten in den Vorbereitungen für weitere innovative Bestandteile die wir in die App integrieren wollen, um unsere Kunden mit neuen Funktionen zu begeistern“, so Linnenbrink weiter.

„Best Price“ und „Location Based Services“ sollen folgen

„Wir als Stadtwerke Osnabrück gehen bewusst einen Schritt weiter: in Zukunft geht es darum neue Kundenvorteile anbieten zu können. So arbeiten wir derzeit an einem neuen Geschäftsmodell für Osnabrücker Unternehmen im Bereich Location-Based-Services, welches durch die Entwicklungspartnerschaft erst möglich gemacht wird,“ sagt Werner Linnenbrink, der noch nichts Konkreteres verraten möchte. „Im ersten Halbjahr 2018 werden unsere Kunden eine neue Funktion in der App entdecken, die über die eigentliche Fahrplanauskunft hinausgeht und einen echten Mehrwert für den Kunden bietet“, so Linnenbrink. Neben der Erweiterung des VOSpilot bietet die Entwicklungspartnerschaft mit HaCon entscheidende Vorteile, durch welche die Stadtwerke Osnabrück Ihren Kunden in Zukunft eine höhere Qualität anbieten können. Außerdem arbeiten beide Entwicklungspartner zusammen an einem neuen System mit Best-Price-Abrechnung für den Kunden.

Bald fährt ein Bus autonom über Osnabrücker Straßen

Für Aufsehen wird sicherlich ein Projekt sorgen, bei dem die Stadtwerke bundesweiter Konsortialführer sind. Mit an Bord ist unterem auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), doch statt ins All geht es bei dem „Hub Chain“ genannten Projekt weiterhin über die Straßen von Osnabrück, jedoch elektrisch und autonom – also ohne Fahrer.
Nach einer ersten Erprobungsphase auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke ist geplant in einem noch zu definierenden Osnabrücker Stadtteil echte Praxiserfahrungen ohne Fahrer zu sammeln. In diesem Testgebiet soll dann ab 2019 ein kleiner Bus auf Anforderung durch die VOSpilot App selbständig umherfahren und Fahrgäste aufpicken und bei Bedarf zur nächsten Bushaltestelle bringen, von wo es dann weiter im Netz der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück geht. Zur Sicherheit wird allerdings zu Beginn noch ein „Steward“ an Bord sein, der bei Bedarf eine Notfallabschaltung aktivieren kann, falls die Maschine mit dem Osnabrücker Verkehr nicht klarkommen sollte,

Bevor es kommendes Jahr fahrerlos durch Osnabrück geht, wird in diesem Jahr die notwendige IT-Plattform entwickelt, wobei der neue Systempartner der Stadtwerke dann eng kooperieren wird.
Osnabrück,Finanziert wird dieser Schritt in eine Zukunft, in der Transportbedürfnisse ganz einfach per Knopfdruck in einer App gelöst werden, aus Bundesmitteln. Insgesamt drei Millionen Euro stehen für das Projekt zur Verfügung.

 

AFP

Mittelalterband „Schandmaul“ sucht über Facebook einen lokalen Support für Osnabrück

Quelle: Screenshot Facebook
Quelle: Screenshot Facebook

So eine Chance gibt es nur selten. Eine Band, die bereits mit einem Nummer 1 Album in den Charts vertreten war, sucht für ihren Auftritt im Osnabrücker Hyde Park einen „lokalen Support“, früher auch als Vorgruppe bezeichnet.

Deutscher Folkrock mit mittelalterlichen Instrumenten ist das Markenzeichen von „Schandmaul“ aus Gröbenzell bei München. Für ihren Auftritt am am 23.2.2018 im Hyde Park sucht die Band über Facebook lokale Unterstützung.

2016 war das bisher erfolgreichste Jahr der Band: Mit ihrem Album „LeuchtFeuer“ schafften sie es auf Platz 1 der Albumcharts. 2014 verpassten die Spielmannskünstler mit dem Album „Unendlich“ die Top-Platzierung nur ganz knapp und erreichten Top 2 der Albumhitparade.

Suche bei Facebook nach lokaler Unterstützung

Die Band fragt bei Facebook: „Ihr kommt aus der Gegend, spielt eure eigenen Songs und seid sowas wie Lokal Heroes?“
Etwa 35 Minuten lang wird der Auftritt vor großem Publikum andauern, aufwendige Bühnenaufbauten sind nach Angaben der Band allerdings nicht möglich. Ob auch eine finazielle Beteiligung der lokalen Helden geplant ist, bleibt offen und ist sicher Verhandlungssache.

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FDP: Klinikum-Geschäftsführer soll teures Bild selbst kaufen

Kunst, Auktion, Versteigerung
Warum das umstrittene Bild nicht versteigern? Foto: USAF CC0

Satte 14.000 Euro kostete ein Bild des Künstlers Helle Jetzig, das im Klinikum auf dem Finkenhügel unter Ausschluss der Öffentlichkeit einen Besprechungsraum ziert.

Ebenfalls nicht unerheblich werden die Kosten für die nachträgliche Absicherung von Geschäftsfüher Alexander Lottis und dem aus Vertretern von Politik und Verwaltung besetzten Aufsichtsrat gewesen sein.
Die von einer externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführte Prüfung verlief im Sinne der unter Druck stehenden Geschäftsführung und des Aufsichtsrates positiv und führte zu einer nachträglichem Absolution Legitimation der Angelegenheit.

Von Seiten der FDP wurde in der Nacht zu Mittwoch nicht nur Kritik an der für einen Klinikbetrieb eher ungewöhnlichen Kunstkaufaktion laut, sondern auch ein Vorschlag ins Spiel gebracht, wie Klinikum und Geschäftsführer eine nachträgliche Trennung zwischen Ausgabendisziplin und kostspieligem Kunstgenuss herbeiführen könnten.

Bilderkauf während Personal auf Gehalt verzichtet

Moritz Gallenkamp, Vorsitzender der Osnabrücker FDP: „Nachdem das Klinikum Osnabrück in den letzten Monaten nicht mit negativer Presse aufgefallen ist, startet das Jahr 2018 direkt mit einem Paukenschlag! Während die Mitarbeiter des Klinikums seit Jahren Gehaltseinbußen hinnehmen, um das finanziell angeschlagene Klinikum zu unterstützen, kauft der Geschäftsführer Herr Lottis ein Bild für 14.000 Euro. Das grenzt an Realitätsverlust!

Wenn sich das Klinikum angeblich inzwischen finanziell ein Kunstwerk für 14.000 Euro leisten kann, und anscheinend mit dem KOS-Work [= Sanierungskonzept des Klinikums, Anmerkung der Redaktion] mehrere Millionen Euro erwirtschaftet werden, dann muss das Geld zunächst bei den Mitarbeitern auf dem Konto landen und nicht an die Wand genagelt werden! Es stellt sich die Frage, warum verzichten die Mitarbeiter noch auf Gehalt?“, so der Osnabrücker FDP-Vorsitzende Moritz Gallenkamp.

Gallenkamp führt weiter aus: „Auch wenn möglicherweise keine Kompetenzsüberschreitung vorliegen sollte, so muss man sich ernsthaft die Frage stellen, inwieweit man von sozialer Kompetenz sprechen kann, wenn die Reinigungskraft Gehaltseinbußen hinnimmt der Chef aber auf Shoppintour geht,“ so Gallenkamp.
„Alleine schon, dass der Aufsichtsrat nicht über den Kauf informiert bzw. befragt wurde, zeigt doch das Gebaren und die Einstellung mancher Verantwortungsträger in dem Hause! Getreu dem Motto: „Wir sind oben, also machen wir was wir wollen!“ wird wohl geschaltet und gewaltet.“

Abschließend meint Gallenkamp: „Das Bild hat sicherlich seinen künstlerischen Wert, ohne Frage! Dann sollte dieser doch auch realisiert werden. Eine gute Möglichkeit wäre doch, wenn der Geschäftsführer das Bild selbst erwirbt und es dem Klinikum als Dauerleihgabe kostenlos zur Verfügung stellt!“

Bild soll inzwischen im Wert gestiegen sein

Sollte Klinikum-Geschäftsführer Alexander Lottis dem Vorschlag der Osnabrücker Liberalen folgen, dürfte es allerdings ein teures Kunstvergnügen für ihn werden. Nach Recherchen der Tageszeitung NOZ wird der Marktwert des umstrittenen Bildes inzwischen auf über 25.000 Euro geschätzt.
Ein Weiterverkauf unter Marktwert dürfte eine erneute Wirtschaftsprüfung wohl nicht bestehen.

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Osnabrücks neueste Aufreger-Baustelle: Warum jetzt und warum am Hasetor?

Baustelle am Hasetor, Osnabrück
Nur Absperrungen, keinerlei Tätigkeit feststellbar

Seit Montag sorgt am Hasetor eine neue Baustelle für neue Staus und neuen Ärger bei den Autofahrern. Unsere Redaktion hatte bereits im Vorfeld ausführlich über die Planungen berichtet – wir haben uns jetzt bei den Stadtwerken nach den Hintergründen erkundigt und umfangreich Auskunft erhalten.

Für die Stadtwerke Osnabrück antwortet uns Marco Hörmeyer, Sprecher des in kommunaler Hand befindlichen Unternehmens.

Die Fragen stammen weitestgehend aus den Kommentaren, die bei Facebook zu dieser Baustelle abgegeben wurden.

Stadtwerke stellen sich den Fragen unserer Leser

Herr Hörmeyer, warum begannen die Bauarbeiten direkt am ersten Tag nach den Schulferien und ist es überhaupt sinnvoll solche Arbeiten im Januar zu starten, wo doch mit Eis und Schnee zu rechnen ist?
Wenn wir über aktuelle Baustellen rund um die Bramscher Straße berichten, beklagen viele Leser, dass bis 2019 der Verkehr aus Richtung Haste und Dodesheide durch die Bauarbeiten an der Knollstraße zusätzlich stark belastet, warum wurden die Arbeiten nicht aufeinander abgestimmt?

Zunächst ist festzuhalten, dass die Arbeiten zur Erneuerung der Wassertransportleitung – immerhin eine wesentliche und zentrale Hauptwasserleitung zur Versorgung Osnabrücks – zwingend erforderlich sind. Da diese Arbeiten im Vorfeld des Umbaus des Knotenpunktes Süd der Bramscher Straße zu erfolgen haben und nicht nach dem Umbau erfolgen können, ergibt sich daraus ein bestimmter zeitlicher – und auch eng getakteter – Ablauf bis Ende 2018. Im Rahmen des gemeinsamen Baustellenmanagements wurde festgelegt, dass die Arbeiten erst nach der Adventszeit erfolgen dürfen, um insbesondere das Weihnachtsgeschäft nicht zu sehr zu behindern. Als frühestmöglicher Baubeginn wurde daher der 8. Januar terminiert.

Natürlich ist uns bewusst, dass es im Januar/Februar – das gilt generell für die Wintermonate – zu witterungsbedingten Verzögerungen kommen kann; diese sind natürlich nicht planbar. Im Rahmen einer stetigen Erneuerung der Infrastrukturen und Netze ist es jedoch nicht möglich, erforderliche Baumaßnahmen „nur“ in den frostfreien Monaten März bis November durchzuführen.

Grundsätzlich werden alle Baumaßnahmen im Stadtgebiet im gemeinsamen Baustellenmanagement sorgfältig geplant und aufeinander abgestimmt. Die umfangreichen Arbeiten an der Knollstraße – dabei handelt es sich um die erforderliche Erneuerung der Schmutz- und Regenwasserkanäle, der Versorgungsleitungen und der Straße – haben in 2016 begonnen und werden noch bis Ende 2019 andauern. Bei einem solch langen Zeitraum können andere erforderliche Maßnahmen allerdings nicht immer zwangsläufig aufgeschoben werden. Ziel des gemeinsamen Baustellenmanagements ist es immer, die erforderlichen Maßnahmen so aufeinander abzustimmen, dass die Einschränkungen so gering wie möglich sind.

Hinzu kommt (sozusagen als Hintergrund für die ersten 3 Fragen), dass es politisch gewollt ist, dass die Linie 41 als erste in Osnabrück betriebene elektrische Buslinie ab Ende 2018 auch im Linienverlauf optimierte Bedingungen erhält. Die Linie soll sich nicht nur durch einen innovativen und emissionsfreien Betrieb auszeichnen, sondern auch echten Komfortgewinn durch schnellere Fahrzeiten bieten. Dafür ist der Umbau der Knotenpunkte Nord und Süd der Bramscher Straße bis Ende 2018 unerlässlich.

Baustelle am Hasetor, Osnabrück
Am ersten Tag wurden nur Absperrungen aufgestellt, so dass sich am Dienstagmorgen der Verkehr „wegen nichts“ staute

Warum wurden an dieser Stelle hinter dem Hasetor schon mehrere Baustellen beendet, um dann wenige Meter weiter nach kurzer Zeit wieder eine neue Baustelle einzurichten? Wäre es nicht sinnvoller hier alles hintereinander oder besser noch parallel zu erledigen?

Im Bereich der Hasetor-Bahnunterführungen wurden in den vergangenen Monaten folgende Maßnahmen durchgeführt:

07/2015 – 10/2015: Sanierung der Schmutz und Regenwasserkanäle (teils mehr als 100 Jahre alt) inkl. Bau eines neuen Betonschachtbauwerkes; Sperrung der stadtauswärtigen Spuren unter der Bahnunterführung

09/2016 – 06/2017: Sanierung der Schmutz und Regenwasserkanäle im Bereich zwischen Einmündung Bramscher Straße (vom Hasetor kommend) und Süntelstraße (stadtauswärtige Richtung)
10/2017 – 11/2017: Erneuerung der Versorgungsleitungen im Bereich der Einmündung Bramscher Straße (vom Hasetor kommend in stadtauswärtige Richtung)
Ab 01/2018: Sanierung der Wassertransportleitung in stadteinwärtige Richtung

Die Arbeiten zur Sanierung der Kanäle in stadtauswärtige Richtung (07/2015 – 10/2015 sowie 09/2016 – 06/2017) sind abschnittsweise durchgeführt worden und werden derzeit fortgeführt (derzeit im Bereich Weserstraße-Süntelstraße). Die Arbeiten zur Erneuerung der Versorgungleitungen (10/2017 – 11/2017) konnten aus Gründen der unterschiedlichen Bauabläufe nicht parallel durchgeführt werden. Die jetzt startenden Arbeiten zur Erneuerung der Wassertransportleitung finden in stadteinwärtige Richtung statt. Eine parallele Durchführung mit den Kanalarbeiten in stadtauswärtige Richtung hätte nahezu zu einer Vollsperrung des Bereiches unterhalb der Hastor-Bahnunterführung geführt, was aus verkehrlicher Sicht nicht möglich ist.

Die Verschwenkung der Einfahrt zur Bramscher Straße soll ja vor allem den Busverkehr beschleunigen. Warum muss dafür eine unterirdische Wasserleitung renoviert werden?

Bei den jetzigen Arbeiten handelt es sich um die Erneuerung einer sanierungsbedürftigen Wassertransportleitung. Diese Maßnahme hat vor dem Umbau des Knotenpunktes Süd zu erfolgen. Eine Erneuerung der Wassertransportleitung nach dem Umbau des Knotenpunktes Süd ist nicht sinnvoll. In der Regel finden Maßnahmen zur Erneuerung von Versorgungsleitungen und der Kanalisation immer vor Straßenbauarbeiten statt.

Die am Montag begonnen Bauarbeiten sollen ja im April beendet sein, ist dann Schluss oder kommt da noch mehr?

Die jetzt beginnenden Arbeiten an der Wassertransportleitung werden bis Mitte 2018 andauern, mit je nach Baufortschritt unterschiedlichen Auswirkungen auf die Verkehrsführung. Direkt im Anschluss folgen bis Ende 2018 (dem geplanten Start der E-Buslinie 41) die Straßenbauarbeiten für den Umbau des Knotenpunktes Süd, die ebenfalls je nach Baufortschritt unterschiedliche Auswirkungen auf die Verkehrsführung haben werden. Die jetzt ab Montag geltende Verkehrsführung gilt zunächst bis Ende Februar.

Wenn, wie im Herbst an der Bremer Straße, in den kommenden Tagen der Verkehr in Osnabrück komplett zum Erliegen kommen sollte, können die Bauarbeiten dann innerhalb weniger Tage statt in Monaten beendet werden?

Die fehlerhafte Kommunikation rund um die Arbeiten an der Bremer Straße im November 2017 ist auf ein internes Missverständnis zurückzuführen. Geplant war, die Arbeiten innerhalb von 2 Wochen bis Ende November zu beenden. Durch die fehlerhafte interne Kommunikation wurde von uns per Pressemitteilung kommuniziert, dass die Maßnahme bis Ende Dezember beendet sein wird. Die Maßnahme konnte durch zusätzliche Personalkapazitäten und Wochenendarbeit somit von 2 auf 1 Woche verkürzt werden – und nicht von 6 Wochen auf 1 Woche.

Bei der jetzigen Maßnahme rund um die Hasetor-Kreuzung ist uns die verkehrliche Situation bewusst. Wir verfolgen daher den Anspruch, die Arbeiten durch aufgestockte Personalkapazitäten der Baufirmen schnellstmöglich abzuschließen.

Herr Hörmeyer, vielen Dank für die umfangreiche Beantwortung unserer Fragen.

Das Interview wurde schriftlich geführt. Der Sprecher der Stadtwerke hat auf alle ihm von uns gestellten Fragen geantwortet.

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Obdachloser im Hasepark vor dem Ertrinken gerettet

Notarzt (Symbolbild)
Notarzt (Symbolbild)

Am Montagabend entdeckte eine 51-jährige Frau einen im Wasser liegenden Mann unter der Brücke in der Nähe der Skaterhalle An der Rosenburg und versuchte den bewusstlosen Mann vor dem Ertrinken zu retten und herauszuziehen.

Da es der Frau nicht gelang den Bewusstlosen (57) herauszuziehen, hielt sie seinen Kopf über Wasser und gemeinsam mit einem weiteren Passanten, der die Rettungskräfte alarmierte, zogen sie ihn aus dem Wasser.

Die Rettungskräfte konnten den Mann reanimieren und brachten ihn auf die Intensivstation des Marienhospitals.

Vermutlich kein Fremdverschulden

Sein Zustand ist weiterhin lebensbedrohlich. Im Matsch waren Schleifspuren zu erkennen die darauf hinwiesen, dass der Mann aufgrund der Witterungsverhältnisse ins Wasser gerutscht sei. Vom einem Fremdverschulden ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht auszugehen.

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Osnabrück Eversburg: Schwarzer Golf fuhr Jungen (13) an und flüchtete

Polizei Symbolbild
Symbolbild

Auch wenn alles glimpflich für einen jungen Osnabrücker (13) ausging, ermittelt die Polizei in diesem Fall. Der Vorgang, der sich bereits am vergangenen Sonntag (07. Januar) ereignete, hätte für das Kind auch böse ausgehen können.

Sonntagabend, gegen 18:15 Uhr, wurde nach Polizeiangaben ein 13-Jähriger in der Trifstraße/Kirchstraße in Osnabrück von einem PKW angefahren.

Der Junge wollte mit seinem Fahrrad die Straße überqueren, wurde von einem in die Kirchstraße abbiegenden Fahrzeug am Vorderrad getroffen und kam zu Fall.

Golf-Fahrer ergriff die Flucht

Statt anzuhalten, zu seinem Fehler zu stehen und nach dem Jungen zu schauen, ergriff der Fahrer des PKW mit quietschenden Reifen die Flucht. Der Verletzte konnte erkennen, dass es sich bei dem Fahrzeug um einen schwarzen Golf mit Osnabrücker Kennzeichen handele.

Ohne Verletzungen setzte der Junge seine Fahrt nach Hause fort. Hinweise zum Vorfall nimmt die Polizei unter 0541-327-2315 oder 0541-327-2215 entgegen.

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Marktkauf Nahne: Marktleiter steigt nach gelungener Renovierung die Karriereleiter rauf

Torsten Westebbe
Torsten Westebbe am Eröffnungstag des neuen Marktkauf in Osnabrück Nahne (19. Juli 2017)

Eine leichte Aufgabe war es sicher nicht, aus dem etwas aus der Zeit gefallenen Marktkauf in Nahne das modernste SB-Warenhaus zu machen. Torsten Westebbe gelang als Marktkauf-Marktleiter dieses Kunststück, nun dreht sich das Personenkarussell erneut. 

Im Verlauf des Montags wurden die leitenden Mitarbeiter in Nahne über den anstehenden Wechsel informiert, kurz darauf berichtete auch das Fachmagazin Lebensmittel Zeitung über den Wechsel in Nahne.
Die nächste Stufe auf der Karriereleiter führt Torsten Westebbe zur regionalen Lebensmittelkette WEZ (Weser-Einkaufs-Zentrum), die wie Marktkauf zur EDEKA-Familie gehört. Nach Informationen unserer Redaktion soll Westebbe bereits im Februar (KW5) seinen neuen Job antreten.

Neue Zukunft für Marktkauf in Osnabrück

In seiner neuen Funktion wird Westebbe dann in eine auf drei Köpfe erweiterte Geschäftsführung aufsteigen. Ihm folgt sein Ruf, während einer mehr als einjährigen Umbauzeit in Nahne, auf insgesamt 8.000 Quadratmetern eine völlig neue Dimension des Einkaufens geschaffen zu haben.

Die Zukunft des Marktkauf Nahne schien schon besiegelt

Zuvor hatte es allerlei Spekulationen um eine Schliessung des ersten deutschen Marktkauf-Marktes gegeben, die sich nach einem Verhandlungsmarathon mit den Eigentümern der Immobilie zum Glück dann doch nicht bewahrheiteten.

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