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Sie wollten Hitlers Geburtstag feiern – neue Details zu Osnabrücker „AfD-Gate“

"Musikfestival" in Ostritz (Sachsen)
"Musikfestival" in Ostritz (Sachsen)

Die AfD aus Osnabrück und dem Landkreis Osnabrück kämpft mit dem wohl größten Skandal der noch jungen Parteigeschichte, sie hat ihr „AfD-Gate“.
Inzwischen ist ein weiteres mit Sitz im Kreistag versehenes Mitglied aus der AfD-Fraktion ausgetreten und hat sein Kreistagsmandat komplett niedergelegt. Entgegen der bisherigen öffentlichen Beteuerungen des Kreistagsmitglieds
 Felix Elsemann, werfen in der Partei verbliebene Mitglieder ihm vor, sehr wohl am Neonazi-Festival in Sachsen dabei gewesen zu sein um dort den Geburtstag von Adolf Hitler zu feiern.

Nachdem AfD-Kreistagsfraktionschef Felix Elsemann noch am Montag im Kreisrat dabei blieb, nicht auf dem Neonazi-Festival im sächsischen Ostritz gewesen zu sein, erklärte er am Morgen nach der Sitzung überraschend, dass er sein Kreistagsmandat niederlegt. Dieser Schritt wurde unserer Redaktion am Dienstmorgen von der Pressestelle des Landkreises Osnabrück bestätigt.

Ein Mitglied der AfD-Führungsebene deutete gegenüber unserer Redaktion diesen Schritt so, dass der 2016 in den Kreistag gewählte Elsemann entgegen seiner öffentlichen Beteuerungen in Sachsen eben doch dabei gewesen sei. Den Rücktritt direkt nach der Kreistagssitzung erkläre sich damit, dass Elsemann inzwischen erkannt habe, dass er „aus der Nummer nicht mehr heraus“ käme.

Bereits vor zwei Wochen machte das ehemalige AfD-Mitglied Tanja Bojani Schlagzeilen, als Sie nach ihrem überraschenden Parteiaustritt ankündigte sich mit ihrem Kreistagsmandat der Linkspartei-Fraktion anzuschließen.
Nach Bekanntwerden der Teilnahme von führenden AfD-Mitgliedern bei dem Neonazi-Festival in Sachen, war am vergangenen Wochenende die komplette Führungsriege der Osnabrücker AfD zurückgetreten.

War Elsemann bei der Hitler-Feier dabei oder nicht?

Innerhalb der Osnabrücker AfD wird kolportiert, dass Felix Elsemann gegenüber anderen Mitgliedern offen eingeräumt habe an dem Ausflug teilgenommen zu haben, an dem mindestens zwei weitere führende Mitglieder und ein inzwischen gekündigter Fraktionsmitarbeiter nachweislich – weil auf Fotos eindeutig zu erkennen – dabei waren. Ein entsprechendes Schreiben, liegt unserer Redaktion vor. Auf dem Parteitag am vergangenen Sonntag, an dem die gesamte Führungsriege zurückgetreten war, soll Elsemann seine Teilnahme auch nicht dementiert haben, so ein Insider gegenüber der HASEPOST.

Ostritz
Festival-Besucher in Ostritz

Hinweis zu den Bildern aus Ostritz: Auch unsere Redaktion erhielt ein Konvolut von Bildern, die auf dem Neonazi-Festival im sächsischen Ostritz entstanden sein sollen. Der Urheber dieser Bilder ist unbekannt. Da diese Fotos zum Kronzeugen der aktuell in Selbstauflösung befindlichen Osnabrücker AfD geworden sind, haben wir uns entschlossen zwei Bilder im Ausschnitt zitatweise zu veröffentlichen. Die T-Shirts der Festivalteilnehmer sprechen für sich. 

Hitler-Geburtstag am 20. April

Ein Teil der nunmehr „vorstandslosen“ Mitglieder der AfD-Osnabrück schickte unserer Redaktion eine Presserklärung. In der Presseerklärung wird auch der Hintergrund des „Musikfestivals“ erläutert. Anlass soll der 129. Geburtstag Adolf Hitlers am 20. April gewesen sein.

Die von Teilen der Osnabrücker AfD am Dienstag veröffentlichte Pressemitteilung im Wortlaut:

Die Nachricht, daß drei Mitglieder des Kreisverbandes der AfD Osnabrück zu einem Neonazi-Festival zur Feier des Geburtstages von Adolf Hitler am 20.4.2018 in Ostritz (südlich Görlitz, 500 km von Osnabrück entfernt) an die polnische Grenze gefahren sind, traf die anderen Mitglieder wie ein Schlag. Eigentlich war am vergangenen Sonntag ein Kreisparteitag geplant auf dem vier Vorstandsposten nachgewählt werden sollten. Doch dazu kam es nicht, weil zwei der drei Festivalfahrer Vorstandsmitglieder waren. Nach kontroversen Vorbesprechungen entschieden sich alle anwesenden Vorstandsmitglieder zurückzutreten. Der eigens aus Hannover angereiste Bundestagsabgeordnete Jörn König verkündete das Ergebnis der Vorbesprechungen. Eine reguläre Eröffnung des Parteitages war nicht mehr möglich, weil nun alle Posten neu gewählt werden müssen, was erst nach einer neuen Ladung erfolgen kann.

Ziel des Rücktritts der unbelasteten Vorstandsmitglieder war es, die Übergabe der Verantwortlichkeit für den Kreisverband der AfD Osnabrück an den Landesvorstand der AfD-Niedersachsen zu übertragen.

In zahlreichen persönlichen und telefonischen Gesprächen erklärten zahlreiche Mitglieder der AfD-Osnabrück, daß es notwendig sei, sich an die Öffentlichkeit zu wenden, um dem Eindruck entgegenzutreten, daß die Reise der drei Festivalbesucher mit ihrem Wissen und ihrer Billigung erfolgt sei.
Dazu erklären sie einvernehmlich, daß niemand, ausser den drei Personen und die mittlerweile in die Fraktion „Die Linke“ übergetretene Ex-AfDlerin Tanja Bojani von dem skandalösen Vorgang wußte. Für die beteiligten Mitglieder gilt: Der Landesvorstand wird in dem Bestreben, einen Parteiausschluss der betreffenden drei Mitglieder anzustreben, unterstützt.

Die Mitglieder der AfD-Osnabrück wenden sich in aller Entschiedenheit gegen rechtsradikales Gedankengut in ihren Reihen. Die AfD ist die einzige Partei, die bei der Neuaufnahme von Mitglieder, die vorherigen Parteizugehörigkeiten abfragt und gegebenenfalls auch Aufnahmen verweigert.

 

Unsere Redaktion hat auch versucht vom inzwischen ehemaligen Kreistagsmitglied Felix Elsemann ein Statement zu erhalten, auf einer uns aus der AfD-Führung übermittelten Handynummer wurde jedoch kein Gespräch entgegengenommen.

AFP

Sonnenstrom für Osnabrücker Kindertagesstätten

Solaranlage
Foto: Larena Klöckner

Vier Kindertagesstätten des Bistums Osnabrück sind in den vergangenen Monaten mit Solarstromanlagen ausgestattet worden und erzeugen und verbrauchen ihren eigenen Strom. Die Stadtwerke finanziert die Anlagen aus dem so genannten „Klimacent“-Topf ihres Ökostromtarifs. An sonnigen Tagen kann der Strombedarf nahezu komplett selbst gedeckt werden.

Im März beziehungsweise April dieses Jahres gingen die Kitas „Liebfrauen“, „St. Wiho“, „St. Ansgar“ und „St. Barbara“ mit ihren Solaranlagen ans Netz und erzeugen ihren eigene Solarstrom. Bezahlt wurden die Anlagen aus dem „Klimacent“-Topf der Stadtwerke. Jeder Kunde eines speziellen Ökostromtarifs zahlt dabei freiwillig einen Cent pro verbrauchter Kilowattstunde obendrauf. „Die Menschen sind damals auf uns zu gegangen und haben gesagt, dass sie gerne mehr zahlen, wenn das Geld in regionale und nachhaltige Projekte investiert wird“, erklärt Eckard Reimler, Leiter Energievertrieb der Stadtwerke Osnabrück. Mit den Einnahmen aus dem Topf und zusätzlich 25.000€ von den Stadtwerken wurde nach einem geeigneten Projekt gesucht. „Da wir uns als Unternehmen Lebensqualität auch für das Klima einsetzten, entschieden wir uns für die Solaranlagen auf den Kita-Dächern“, ergänzt Eckard.

Kita
Solarstromanlage auf dem Dach der Kita St. Barbara

Zusätzliche Stromspeicher ermöglichen Nutzung auch bei schlechtem Wetter

Durch die Installierung von Speichermodulen können die Kitas während der sonnenreichen Stunden, in denen wenig verbraucht wird, Strom speichern und ihn dann wenn weniger Sonne scheint verbrauchen. „70-90% des erzeugten Stroms wird von den Kindertagesstätten selbst verbraucht“, erklärt der PV-Projektleiter der Stadtwerke, Sven Kiesow. Überschüssiger Strom, der nicht mehr gespeichert werden kann, wird als Ökostrom ins Netz eingespeist. An sommerlichen Tagen reicht die erzeugte Energie aus, um nahezu den gesamten Tagesbedarf an Strom zu decken. „Natürlich hatten wir in diesem Jahr einen besonders langen und schönen Sommer. Wir gehen aber davon aus, dass insgesamt rund 1/3 des Strombedarfs durch die Solaranlagen gedeckt werden kann“, sagt Kiesow. Sieben Kita-Dächer wurden bereits ausgestattet, weitere sollen noch in diesem Jahr folgen.

Bistum Osnabrück mit Klimaschutzkonzept

„Einen besseren Start für die Solarpatenschaft konnten wir uns kaum wünschen“, freut sich Ralf Schlüter, der Diözesanbaumeister, der auch für das Thema Klimaschutz zuständig ist. Auch das Bistum selbst hat verschiedene Maßnahmen zur energetischen Verbesserung ihrer Gebäude, den Bereichen Mobilität, Windkraft und Photovoltaik ergriffen. Rund 12 Millionen Euro wurde für bis heute 420 Arbeiten ausgebeben.

Mehr Informationen zum Klimacent-Tarif gibt es unter www.swo.de/blog

Foto von links: Dr. Wilm Heidemann (Kirchenvorstand), Sara Pohlmann (Referentin für Bauangelegenheiten in den Kirchengemeinden), Ralf Schlüter (Diözesanbaumeister und im Bistum für das Thema Klimaschutz zuständig), Eckhard Reimler (Leiter Energievertrieb bei den Stadtwerken Osnabrück) und Sven Kiesow (PV-Projektleiter bei den Stadtwerken Osnabrück)

AFP

Rätsel um nächtlichen Hubschrauberflug über Osnabrück

Hubschrauber bei Nacht
Symbolbild: Hubschrauber bei Nacht

Vielleicht haben auch Sie in der vergangenen Nacht Fluggeräusche eines Hubschraubers gehört. Viele Leser der Hasepost meldeten dieses ungewöhnliche nächtliche Vorkommnis und rätselten zu Recht: Was war letzte Nacht am Osnabrücker Himmel los?

Es meldeten sich Leser aus Belm, dem Schinkel und dem Widukindland und fragten nach, warum ein Hubschrauber mit Suchscheinwerfern über ihren Häusern kreisen würde. Gegen 23 Uhr in der gestrigen Nacht sind auch weiteren Bewohnern Osnabrücks laute Fluggeräusche aufgefallen. Bis in die Osnabrücker Innenstadt waren diese zu hören. Kurz nach Mitternacht flog der Hubschrauber mit eingeschalteten Suchscheinwerfern im hohen Tempo über die westlichen Stadtteile Osnabrücks in Richtung Hasbergen, berichtet ein Augenzeuge.

Polizei und FMO sind ebenfalls nicht informiert

Auf Nachfrage der Redaktion meldete die Pressestelle der Polizei Osnabrück, dass kein polizeilicher Einsatz vorlag. Auch der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) kann keine Angaben zu dem Hubschrauber machen. Es bleibt ungeklärt, wer oder was genau letzte Nacht über Osnabrück flog.

Sobald der Redaktion mehr Informationen vorliegen, updaten wir diesen Artikel.

AFP

„Lange Nacht der Ateliers“ am 22. September

Lange Nacht der Ateliers

Am 22. September findet zum zweiten Mal die „Lange Nacht der Ateliers“ in Osnabrück statt. Zwischen 18-24 Uhr öffnen insgesamt 21 Künstlerräume und Werkstätten kostenlos ihre Türen für die Besucher. Wie beim letzten Mal wird in diesem Jahr erneut ein Shuttleservice angeboten, der es möglich macht, auch die Räume außerhalb der Innenstadt zu besuchen.

Das Kulturextra „Raum“, das schon die Kulturnacht vor einigen Wochen thematisch bestimmte, ist auch für die „Lange Nacht der Ateliers“ maßgebend. „Künstler und Künstlerinnen öffnen an diesem Tag ihre Arbeitsräume für die Besucher. Es geht hier also um Kunstraum“, erklärt Anke Bramlage, die Leiterin des Projektbüros des städtischen Fachbereichs Kultur. Mehr als 40 verschiedene Künstler stellen ihre Werke für die Öffentlichkeit aus. Darunter Malerei, Zeichnungen, Skulpturen, Drucke, Filme, Musik und vieles mehr.

Arbeitsräume und der eigene Garten

Das Atelier von Karin MacKay zum Beispiel befindet sich direkt in ihrem Wohnhaus, und auch ihr Garten wird zum Kunstprojekt. „Ich arbeite zum Thema Frauenraum“, erklärt sie. Ihre Skulpturen und Formen setzten sich mit den Thema Weiblichkeit auseinander. Kunstpädagogin Nele Jamin hingegen präsentiert nicht nur eigene Werke, sondern auch die ihrer Schüler. Außerdem feiert ihr „werkraum+“ sein zweijähriges Bestehen und lädt die Besucher ein, selbst kreativ zu werden. „Raum“  dagegen auf eine ganz neue Art erleben können die Osnabrücker im so genannten „Olfaktorischen Multiplikator“: Mit verschiedenen Düften werden de Teilnehmer auf eine kleine Reise mitgenommen (Preis 5€, vor Ort bezahlbar).

Kostenloser Shuttleservice

„Wir freuen uns, dass die Stadtwerke auch 2018 wieder einen kostenlosen Shuttleservice zur Verfügung stellen“, sagt Patricia Mersinger, Leiterin des Fachbereichs Kultur. Zu jeder vollen und halben Stunde fährt ein Bus von der Haltestelle Heger Tor an der Lagerhalle ab. Außerdem werden zwei kleinere Shuttles in kürzeren Runden die Besucher zu den Ateliers bringen. „Im letzten Jahr war dieser Service offenbar noch nicht sehr bekannt, denn er wurde wenig genutzt“, erklärt Mersinger. „Er ist aber besonders bei schlechtem Wetter oder für Menschen, die mobil eingeschränkt sind, eine tolle Sache“.

Mehr Informationen zu den einzelnen Künstlern und Ateliers, sowie zum Shuttleservice finden sie hier.

Mit dem Busshuttle zur Langen Nacht der Ateliers: (von links): Karin MacKay, Nele Jamin, Patricia Mersinger, Anke Bramlage, Lothar Rahenkamp, Franz Greife , Manfred Blieffert und Silke Buttmann. Foto: Stadt Osnabrück, Silke Brickwedde

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Motorradunfall auf der A30 bei Hasbergen, Stau in Richtung Hannover

Symbolbild, Unfall, Osnabrück, Notarzt, Krankenwagen
Symbolbild

Auf der Autobahn A30 kam es am Dienstagmorgen (18. September 2018) zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Motorradfahrer. Der Verkehr staut sich zwischen dem Lotter Kreuz und Hellern.

Nach ersten Angaben der Autobahnpolizei musste der PWK-Fahrer gegen 07:40 Uhr verkehrsbedingt abbremsen, der Motorradfahrer erkannte dies zu spät, kam ins Schleudern und kollidierte mit dem vorausfahrenden Auto.

Der Verkehr wird über den Standstreifen geleitet. Der Motorradfahrer zog sich schwere Verletzungen zu.

AFP

Osnabrücker Startup in Gründershow „Die Höhle der Löwen“

Höhle der Löwen
Fotocredit: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer.

Die „Höhle der Löwen“ ist eine Fernsehsendung, in der junge Gründer die Chance bekommen, ihre Ideen und Produkte vorzustellen. In der Jury für 2018 sitzen Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Frank Thelen, Ralf Dümmel und Dagmar Wöhrl. Sie alle führen erfolgreiche Firmen und suchen nach innovativen Ideen, die sie mit Kapital oder Know-How unterstützen können. Am kommenden Dienstag wagt sich auch ein Osnabrücker Start-up in die „Höhle“ – Baris Özel und Max Krämer präsentieren ihren Insektenburger.

Vor rund acht Jahren kam den beiden Gründer die Idee für ihre Burgerpattys aus Buffalowümer. Sie waren damals zusammen auf einer Asienreise, wo das Verspeisen der kleinen Krabbeltiere ganz normal ist. Die beiden waren begeistert vom Geschmack und wollten die Idee auch in ihre Heimat Osnabrück bringen. Doch das stellte sich zunächst als schwerer heraus, als gedacht, denn in Deutschland galten Insekten bis vor kurzer Zeit noch nicht als Lebensmittel und durften demnach auch nicht als solches verkauft werden. Erst 2015 wurde diese Regelung gekippt und der Weg war frei für die Bugfoundation und den Insektenburger.

Markteinführung in Osnabrück bereits im Juni

Vor rund drei Monaten erfüllten sich die Gründer endlich den Wunsch, die Burgerpattys in Osnabrück zu verkaufen. Seit dem 8. Juni kann man das Produkt bei REWE erwerben. Doch nicht nur der Einzelhändler hat Interesse: „Wir haben einen exklusiven Partner in der Gastronomie gefunden, den jeder kennt und liebt. In wenigen Wochen geben wir unsere Zusammenarbeit bekannt“, sagt Baris Özel. Um wen genau es sich handelt, wollte er noch nicht verraten. Aber was macht die Inektenpattys eigentlich so interessant? Sie stellen eine echte Alternative zu Rindfleisch dar, denn für die gleiche Menge Insekten-„Fleisch“ wird im Vergleich 1000 Mal weniger Wasser und zwölf Mal weniger Futter verbraucht, außerdem rund 100 Mal weniger Treibhausgas produziert. Ein weiterer Vorteil: Die Wurmlarven leben in der Natur in großen Gruppen zusammen. „Massentierhaltung ist quasi ihr Paradies“, erklärt der Gründer Baris Özel. „Damit sind unsere Burger auch für Menschen interessant, die auf die Haltungsbedingungen von Tieren achten“. Bei der Markteinführung herrschte damals reger Andrang, doch das reicht den beiden nicht. Deswegen bewarben sie sich bei der Gründershow „Die Höhle der Löwen“.

Höhle der Löwen
Fotocredit: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer. Sendung: Höhle der Löwen, Vox

Know-How und Kapital

„In letzter Zeit standen wir vor Herausforderungen, die sich ohne mehr Know-How und Kapital nicht lösen ließen. Deswegen haben wir uns bei der Sendung beworben“, erklärt Özel. Besonders wichtig sei dabei die Vorbereitung gewesen. Wer die Show kennt, der weiß, dass man seine Zahlen und sein Geschäftsmodell gut kennen muss, um die Löwen von seiner Idee zu überzeugen. Einen „Wunschlöwen“ hatten die Gründer nach Analyse der Portfolios auch gefunden: „Frank Thelen war unser Favorit, er hat viel Know-How in Sachen Food-Startups“, erklärt der Gründer. Mit guter Vorbereitung konnten sich Baris Özel und Max Krämer entspannt präsentieren und für ihren Insektenburger hoffentlich einen guten Deal rausschlagen.

Die „Höhle der Löwen“ mit dem Osnabrücker Insektenburger-Startup läuft morgen (Dienstag) um 20.15 Uhr auf Vox.

Bilder: Freie Nutzung immer nur bei Nennung der Sendung „Die Höhle der Löwen“, dem Fernsehsender VOX und dem Fotocredit: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer.

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Deutsche Bahn investiert Millionen in neue Züge nach Amsterdam

Intercity
Osnabrück bekommt mehr Intercity-Verbindungen

Endlich bessere Verbindungen von Osnabrück nach Berlin, Hannover und Amsterdam? Ein niederländischer Bahn-Manager will die Fahrtzeit zwischen den Hauptstädten drastisch verkürzen – wurde aber von der Deutschen Bahn bereits mächtig verärgert.

Berlin (dts) – Die Deutsche Bahn investiert einen dreistelligen Millionenbetrag in neue Züge nach Amsterdam – reagiert aber gleichzeitig zurückhaltend auf Vorschläge der niederländischen Bahn, die Fahrtzeit drastisch zu verkürzen. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Dienstagausgabe). Der Einsatz neuer Fahrzeuge sei von 2023 an vorgesehen, sagte eine Sprecherin, eine frühere Umstellung sei „leider nicht zu realisieren“ – bedingt durch das europaweite Vergabeverfahren, die Lieferfristen der Fahrzeugindustrie und die Abnahme- und Genehmigungsprozesse zur Inbetriebnahme.

Sicher ist: „Die Deutsche Bahn plant für diese Verkehre eine Investition in dreistelliger Millionenhöhe.“ Auf der Strecke zwischen Berlin und Amsterdam verkehren Intercity-Züge (ICs), die planmäßig knapp sechseinhalb Stunden brauchen. Der Chef der niederländischen Staatsbahn NS, Roger van Boxtel, will, unterstützt vom Schienennetzbetreiber Prorail, die Reise auf etwa vier Stunden verkürzen. Am Montag bestieg er mit einer Delegation einen der Morgen-ICs nach Berlin, um auf der Messe Innotrans für das Projekt zu werben. Die ICs sollen nach dem Willen der NS an weniger Orten halten und der Wechsel der Lokomotive an der Grenze entfallen. Um einen ersten Schritt zu tun, fuhr van Boxtels Zug ausnahmsweise in den Niederlanden durch. In Deutschland indes hielt er wie gewohnt. Vorgesehen war, eine halbe Stunde zu sparen.

Der Effekt dieser Testfahrt verpuffte zur Hälfte, wegen Verzögerungen auf deutscher Seite: Der Zug sei in Berlin 13 Minuten später angekommen als geplant, sagte ein NS-Sprecher.

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Gute Nachricht des Tages: Immer weniger Insolvenzen in der Region

Insolvenz

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Die Zahl der Insolvenzen in der Region ist im langfristigen Vergleich gegenüber dem Wert im Jahr 2005 deutlich zurückgegangen. Lag der Wert seinerzeit noch bei 380 Insolvenzen, so hat er sich mittlerweile auf 222 Insolvenzen beinahe halbiert.

„Dies ist ein Beleg für die ausgezeichnete wirtschaftliche Entwicklung unserer Region“, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf zur Veröffentlichung der ihk-analyse „Unternehmensinsolvenzen in der Region im Zeitraum 2005 – 2017“.

Bis zur Finanzkrise im Jahr 2008 gingen die Insolvenzen zunächst auf einen Wert von rund 250 Insolvenzen zurück. Nach Eintritt der Finanzkrise stiegen sie bis zum Jahr 2011 wieder auf rund 350 Insolvenzen an. Anschließend zeigte der Trend wieder nahezu stetig nach unten und erreichte den bisher niedrigsten Stand im Jahr 2017. Sowohl der Verlauf als auch das Niveau entsprachen dabei in etwa dem Bundes- und Landesdurchschnitt.

Weniger als 5 Insolvenzen pro 1.000 Unternehmen

Alle vier Teilregionen im IHK-Bezirk entwickelten sich positiv. Die Zahl der Insolvenzen sank jeweils deutlich auf Werte von unter fünf Insolvenzen pro 1.000 Unternehmen. Bei der Branchenbetrachtung verzeichnete insbesondere das produzierende Gewerbe starke Rückgänge. Weniger günstige Trends gab es im Gastgewerbe sowie im Segment von Verkehr und Nachrichtenübermittlung.

Insolvenzen führen meist zum Verlust von Arbeitsplätzen. Üblicherweise sind insgesamt in der Region zwischen 1.000 und 2.000 Personen pro Jahr von Insolvenzen betroffen. Zuletzt entfielen rein rechnerisch auf jede Insolvenz weniger als fünf Beschäftigte. Nur in den Jahren 2005 und 2009 ergaben sich höhere Werte.

Hintergrund:
Unternehmensinsolvenzen stehen besonders im Fokus der Öffentlichkeit, da sie Auswirkungen auf die Beschäftigung und die künftige wirtschaftliche Entwicklung der Region haben. Die vorliegende ihk-analyse stellt daher die Insolvenzentwicklung in der Region dar, beleuchtet mögliche Gründe für die Entwicklung und zeigt Hilfestellungen für die Betriebe auf.

Grundlage der ihk-analyse sind die Angaben der Insolvenzgerichte und die quartalsweise vom Statistischen Landesamt veröffentlichten Daten für den Zeitraum 2005 bis 2017. Dabei wurde der Beginn der Untersuchung bewusst auf das Jahr 2005 gelegt, um einen zeitlichen Abstand zur Finanzkrise ab dem Jahr 2008 sicherzustellen und so aussagekräftigere Analysen zu ermöglichen.

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Im Cromme Carree entstehen neue Wohnungen in der Dodesheide

Cromme Carree
Foto: Hermann Pentermann

Titelfoto (Hermann Pentermann) v.l.n.r.: Josef Beelmann (Bauherr und Geschäftsführer der BEKA), Rainer Kannaß (Bauleiter und Geschäftsführer der BEKA), Simone Fischer-Poerschke (Vertriebsmitarbeiterin GIVOS GmbH), Karl-Heinz Pricking (Geschäftsführer GIVOS GmbH), Frank Otte (Stadtbaurat)

Mehr Wohnungen für Osnabrück, ist ein erklärtes und vorrangiges Ziel von Politik und Verwaltung. In der Dodesheide entstehen aktuell 12 Eigentumswohnungen mit einer Tiefgarage von 16 Stellplätzen auf dem Gelände der ehemaligen Primary-School der 2009 aus Osnabrück abgezogenen britischen Streitkräfte. 

Bereits Ende Juni 2018 begann der Bau eines neuen Wohnprojekts. In der vergangenen Woche wurde mit Aufstellung des Vertriebsschildes der offizielle Startschuss in Anwesenheit von Stadtbaurat Frank Otte für ein Projekt gegeben, das den früheren Osnabrücker Stadtbaurat Carl Cromme namentlich würdigt.

Cromme Carree
So werden die fertigen Häuser aussehen (Visualisierung: Bauherr)

Ein Stadtbaurat als Namensgeber einer kleinen Siedlung, so etwas kommt nach Recherchen des aktuellen Osnabrücker Stadtbaurats, Frank Otte, nicht so häufig vor. Bei Ottes Amtsvorgänger Carl Cromme, der von 1954 bis 1971 Dezernent für das Bauwesen der Stadt Osnabrück war, liegt die Namensgebung aber auf der Hand. Dass die Dodesheide überhaupt zum Baugebiet werden konnte verdankt sie der Arbeit Cromes. Damals wurde eine ca. 40 Hektar große Feuchtfläche in einen neuen Stadtteil verwandelt. Noch heute weist der Dodeshausweg auf das „Demonstrativ-Programm am Dodeshaus“ hin, das zur damaligen Zeit als wegweisendes Siedlungsprojekt bundesweit Beachtung fand. Dazu sein Amtsnachfolger: „Carl Cromme hat Osnabrück mit der Erschließung der Dodesheide einen großen Schub gegeben. Viele tausend Menschen haben hier eine neue Heimat gefunden. Es freut mich, dass Carl Cromme mit dem Wohnprojekt eine weitere Würdigung erfährt. Das Cromme Carree ist auch aus städtebaulicher Sicht eine ansprechende Bebauung, die Vorbild für weitere Quartiere in Osnabrück sein kann.“

Neue Wohnungen 2019 bezugsfertig

Eingerahmt werden die beiden Mehrfamilienhäuser an der Spitze Ellerstraße/Dodeshausweg durch zehn erst vor kurzem neu entstandene Doppelhaushälften sowie drei repräsentative Stadtvillen.
Die einzelnen Wohnungen wurden nach Angaben des Bauherrn Josef Beelmann mit viel Aufwand und Liebe zum Detail geplant und ausgestattet. Die Farbgebung im Außenbereich ist von der direkten Nähe zum Wald inspiriert und setzt mit naturnahen Farben architektonische Akzente. Aktuell sind die Bauarbeiten im Erdgeschoss angelangt, so dass von einer Bezugsfertigkeit im April 2019 ausgegangen werden kann.
Im Gespräch zwischen Bauunternehmer und Stadtbaurat betonten beide, wie wichtig in Zukunft auch leistungsfähige Ladestationen bereits bei der Realisierung von Neubauprojekten sind. Mögliche Hürden, die von den Stadtwerken hinsichtlich regulatorischer Vorgaben gemacht werden, will der Stadtbaurat helfen zu Gunsten der Elektromobilität aus dem Weg zu räumen.

Bauträger des Cromme Carrees ist die BEKA Projektgesellschaft mbH & Co. KG aus dem emsländischen Groß-Berßen. Vertriebspartner für das Projekt ist die Osnabrücker GIVOS GMBH, eine direkte Tochter der Volksbank Osnabrück e.G..

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AFP

Schon wieder Alkohol: VfL-Neuzugang Felix Schiller musste Blutprobe abgeben

Felix Schiller, VfL Osnabrück
Felix Schiller bei der Mannschaftspräsentation 2018/2019 des VfL Osnabrück

Ob es wieder ein „Schrei nach Liebe“ war, wie der MDR, der Heimatsender des Ex-Magedburgers Felix Schiller (28) im August ein alkoholbedingtes Video erklärte, in dem Schiller seine offensichtliche Abneigung gegen den neuen Verein und die Hasestadt zum Ausdruck brachte?

Die Vereinsführung des VfL Osnabrück darf sich auch diese Woche auf neuen Ärger rund um ihren Neuzugang einstellen. Dass die Angelegenheit nicht mehr „unter dem Deckel“ zu halten ist, dürfte dem Verein am Wochenende klar geworden sein. Via Social-Media und in Fan-Foren wurde da bereits über den neuesten Ärger mit dem Ex-Magedburger spekuliert, und dass dieser bei seiner Trunkenheitsfahrt nicht nur eine Blutprobe sondern auch gleich seinen Führerschein abgeben musste. Über die Tageszeitung NOZ wurde die Angelegenheit dann am Sonntag offiziell. „Der 28-Jährige wurde im August von der Polizei bei einer Trunkenheitsfahrt erwischt; ihm wurde eine Blutprobe entnommen“, so die auch als Sponsorpartner eng mit dem Verein verbundene Zeitung.

Drohen nun arbeitsrechtliche Konsequenzen?

Der neuerliche Alkoholexezess kann womöglich auch arbeitsrechtliche Konsequenzen haben. Ob der VfL in seinen Spielerverträgen, wie im Profisport durchaus möglich, allerdings im Mustervertrag des DFB nicht zwingend vorgegeben, ein Alkoholverbot festgeschrieben hat, dürfte ausschlaggebend für die weitere Karriere Schillers beim VfL sein.
Nach dem Skandalvideo, mit dem Schiller erstmals einer breiten Öffentlichkeit in Osnabrück bekannt wurde, kam der Abwehrspieler noch mit einer Geldstrafe des Vereins davon.

Neben dem Pech mit dem Alkohol, plagen Schiller erneut auch gesundheitliche Probleme. Beim Spiel gegen den Karlsruher SC (0:1) am Samstag stand der Neuzugang verletzungsbedingt nicht auf dem Platz.

 

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