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Wie gefährlich ist Fahrradfahren in Osnabrück wirklich? [Voting]

LKW Abbiegeunfall
Foto: Shutterstock.com

Am heutigen Donnerstag (5. April 2018) ist erneut eine Fahrradfahrerin bei einem Unfall mit einem LKW an der Hansastraße schwer verletzt worden. Schon wieder, könnte man sagen, denn alleine im letzten Jahr wurden 842 Fahrradunfälle in und um Osnabrück registriert, dabei erhielt die Stadt noch im November den Titel als fahrradfreundliche Kommune in Niedersachsen. Wie passt das zusammen?

Viele werden jetzt wahrscheinlich argumentieren, dass die Anzahl der Unfälle mit Radfahrern in den vergangenen Jahren abgenommen hat. Das stimmt zumindest kurzzeitig. Zum Vergleich aber die Zahlen aus dem Jahr 2015: 778 Radfahrer waren in diesem Jahr in Unfälle verwickelt, dabei betrug der Anteil des Fahrradverkehrs am Osnabrücker Gesamtverkehr nur etwa 12%. Schaut man sich andere Städte an, wird erst deutlich, wie hoch die Anzahl der Unfälle insgesamt ist.

In Oldenburg, eine Stadt von ähnlicher Einwohnerzahl und Größe, wurden 2015 nur 648 Fahrradunfälle verzeichnet, obwohl der Fahrradanteil am Gesamtverkehr dort mehr als 40% beträgt. Und trotzdem gilt Osnabrück als fahrradfreundlich. Das scheint nicht angemessen.

Nicht nur Radfahrer schuld an Unfällen

Mindestens genauso strittig wie der Titel als fahrradfreundliche Kommune, ist die Schuldfrage bei den registrierten Unfällen. Waren es unaufmerksame Autofahrer? Eine ungünstige Straßenführung? Oder abgelenkte Radfahrer? Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte. Laut Statistiken der Polizei werden 40% dieser Unfälle von Radfahrer selbst verursacht. Sie fahren auf der falschen Seite, sind durch Handys abgelenkt oder passen schlichtweg nicht auf, wo sie hinfahren. 40% bedeutet aber im Gegenzug auch, dass bei mehr als der Hälfte der Unfälle die Radler nicht die Verursacher sind. Oftmals übersehen LKW- oder Autofahrer beim Abbiegen nach rechts die Fahrradfahrer neben sich. In seltenen Fällen sind auch Straßenrennen die Ursache für Zusammenstöße.

Fahrradweg Osnabrück, Natruper Straße
Manchmal gibt es auch Fahrradwege im Überfluss…, hier an der Natruper Straße

Verkehrsführung für Radfahrer in Osnabrück nicht zu Ende gedacht

Was vermutlich eine Mitschuld an den hohen Unfallzahlen trägt, ist aber sicherlich die Verkehrsführung für Radfahrer im Allgemeinen. Man denke zum Beispiel an den Anfang der Meller Straße: Radfahrer die von stadtauswärts kommen, fahren zunächst auf einem Radweg, der ist dann kurz vor dem Rosenplatz plötzlich zu Ende. Wer dort entlang fährt, muss über die gesamte Bus- und Autospur auf einen Fahrradstreifen mitten auf der Straße wechseln. Warum wird der Radweg hier nicht durchgängig bis zur Ampel fortgeführt?
Außerdem gilt für Autofahrer beim Überholen eines Radfahrers, dass ein Mindestsicherheitsabstand von 1,50m eingehalten werden muss. Wer sich einmal die Radwege in Osnabrück anschaut, wird schnell feststellen, dass das an den meisten Straßen gar nicht möglich ist. Damit zwischen Auto und Rad der geforderte Abstand eingehalten werden kann, müssten die meisten Radler auf den Fußweg und die Autos auf die jeweils nächste Spur wechseln, das lässt sich schlichtweg nicht umsetzten.

Fahrradweg, Abstand
Einfach mal die volle Straßenbreite nutzen um Abstand zu erzwingen?

Was denken Sie?

In den kommenden Wochen wird sich auf Grund der verbesserten Wetterlage die Anzahl der Radfahrer auf Osnabrücks Straßen wieder erhöhen. Damit dabei niemand verletzt wird, müssen Rad- und Autofahrer gleichermaßen aufpassen, besonders an großen Kreuzungen und im toten Winkel von LKWs. Etwas mehr Sicherheit kann so geschaffen werden. Und trotzdem:
Ich fühle mich beim Radfahren nicht sicher. Und Sie?

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Weiterlesen: Piraten und UWG fordern Rechtsabbiegeverbot für LKW

Titelfoto: Shutterstock

AFP

Ab Montag, 9. April, nächtliche Kanalinspektionen auf dem Wallring

Hegertorwall
Radweg am Heger-Tor-Wall

Osnabrück, 05.04.2018. Ab kommenden Montag, 9. April, führt die SWO Netz GmbH Kanalreinigungen und Kanalinspektionen auf dem Wallring durch. Um verkehrliche Einschränkungen zu minimieren, finden die Arbeiten nachts zwischen 21:30 Uhr und 5 Uhr statt. Die Arbeiten im Wallabschnitt zwischen Lotter Straße und Laischaftsstraße werden zwei Wochen andauern.

Die Arbeiten dienen zur Vorbereitung künftiger Kanalerneuerungsmaßnahmen, betroffen ist die rechte der beiden Fahrspuren auf den Abschnitten Heger-Tor-Wall, Schloßwall und Johannistorwall. Zur Untersuchung der Kanäle wird u.a. Schmutzwasser umgepumpt und an anderer Stelle wieder in den Schmutzkanal eingeleitet, um die Funktionsfähigkeit des Kanals zu überprüfen. Die SWO Netz GmbH inspiziert in regelmäßigen Abständen das insgesamt 1.100 Kilometer lange Kanalnetz in der Osnabrücker Unterwelt und setzt dafür auch Kameras ein.
Mehr Informationen zum Osnabrücker Kanalnetz gibt es im Stadtwerke-Blog unter www.swo.de/blog. Aktuelle Infos zu den monatlichen Spülwagen-Einsätzen gibt es auf www.swo-netz.de/kanalreinigung.

AFP

Zeugen gesucht: 15-jähriges Mädchen wird vermisst

Hirra Ullah
Hirra Ullah. Foto: Polizei Hessen

Seit dem 17. März 2018 wird die 15-jährige Hirra Ullah aus
Frankfurt am Main vermisst. Die Frankfurter Kriminalpolizei sucht nun
Zeugen, die Hinweise zu ihrem Aufenthaltsort geben können.

Bisherige Ermittlungen haben ergeben, dass sich Hirra Ullah kurz
nach ihrem Verschwinden im Raum Münster bzw. Osnabrück aufgehalten
hat. Am 21. März 2018 wurde sie im Bereich des Frankfurter
Hauptbahnhofs gesehen. Weitere Aufenthaltsorte sind anschließend
nicht mehr bekannt geworden.

Beschreibung Hirra Ullah

Sie ist ca. 170 cm groß, hat eine schlanke Figur sowie
schulterlanges schwarzes Haar. Sie trägt zudem eine Brille mit einem
schwarzen Gestell. Zuletzt war sie mit einer schwarzen Hose,
schwarzen Schuhen mit einer weißen Sohle und einer schwarzen Jacke
mit Fellbesatz bekleidet.

Wer hat Hirra Ullah gesehen und/oder kann Angaben zu ihrem
aktuellen Aufenthaltsort geben? Sachdienliche Hinweise nimmt die
Frankfurter Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 069/755-53111
oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Infos auch unter der
Internetseite: http://k.polizei.hessen.de/612250960.

AFP

Vom Hobby zum Geschäftsmodell: Ferdinands Kaffeerösterei in Osnabrück

Ferdinands Kaffeerösterei
Ferdinands Kaffeerösterei. Foto: Sophie Scherler

Seit April 2014 ist Ferdinands Kaffeerösterei in Osnabrücks Altstadt an der Lohstraße 29 zu finden. Ferdinands Kaffeerösterei ist neben der Barösta und der Kaffeewerkstatt eine von nur drei Kaffeeröstereien in Osnabrück. Die Rösterei beliefert unter anderem bottled, Zimmer Nr. 4 oder das Bulldog mit ihrem Kaffee.

Was mit einem Hobby der beiden Geschäftsinhaber, Christoph Sierp und Jochen Kaiser, begann, entwickelte sich zu einem Geschäftsmodell. Neben ihren Hauptberufen besuchten Christoph Sierp und Jochen Kaiser regelmäßig verschiedene Kurse, frei nach dem Motto „Learning by doing“, zunächst im Bereich Barkultur. So entstand das erste mobile Cocktailcatering. Das Interesse an der Barkultur verlagerte sich darüber hinaus auch auf die Cafékultur.

„Das Ergebnis in der Tasse hat uns nicht gefallen“, so Christoph Sierp weiter. Die Erklärung konnte für die beiden Geschäftsführer nur in der Bohne liegen, sodass sie sich dazu entschlossen, ihren Kaffee selbst zu rösten. Ferdinands Bohnen kommen aus Nicaragua. „Ein direkter Handel mit dem Bauern und Transparenz, das ist uns wichtig“, erzählt Christoph Sierp weiter.

Ferdinands Kaffeerösterei
Ferdinands Kaffeerösterei. Foto: Sophie Scherler

Selbstgemachter Kaffee ist gar nicht so teuer

Zwischen 15 und 23 Minuten wird der Kaffee bei Ferdinands geröstet. Das „Startprodukt“ ist bei allen Kaffeesorten jeweils die gleiche Bohne, jedoch hängt das Endprodukt von Röstzeit und Temperatur ab. Zum Vergleich: Industriekaffee wird 3 Minuten geröstet. Das Gerücht, dass selbstgemachter Kaffee teurer ist als Industriekaffee, kursiert schon ewig. Dabei kostet ein Kilogramm Kaffee hier zwischen 24 und 40 Euro. Zum Vergleich: Nespresso in der wenig umweltfreundlichen Aluminiumkapsel erreicht einen Kilopreis von über 60 Euro.

Wieso der Name Ferdinands?

Der deutsche Chemiker Friedlieb Ferdinand Runge war der erste Wissenschaftler, dem es 1820 auf Geheiß Johann Wolfgang von Goethes gelang, Koffein zu extrahieren. Dem „Entdecker des Koffeins“, ohne den es heute keinen Kaffee geben würde, verdankt also Ferdinands Kaffeerösterei seinen Namen. Mittwochs bis samstags lässt sich hier an frischeren Tagen im gemütlichen Flair oder an sonnigen Tagen draußen im Hinterhof selbstgemachter Kuchen und frischer, selbstgerösteter Kaffee genießen.

Ferdinands Kaffeerösterei
Ferdinands Kaffeerösterei. Foto: Sophie Scherler

Ganz neu: Kaffeespirituose

Bald soll es die sogenannte „Dunkelziffer“ geben. Dabei handelt es sich um einen klaren Schnaps auf Dinkelvodka-Basis mit Koffeininfusion und Ingwer/Orange.
Christoph Sierp und Jochen Kaiser hoffen, dass die Dunkelziffer auf der Maiwoche präsentiert werden kann. Damit fusioniert die Idee einer Kaffeerösterei mit dem Vertrieb von Spirituosen im Rahmen von „Ferdinands Drugstore“. Das Besondere, jede Spirituose hat eine Osnabrücker Geschichte. So gibt es zum Beispiel den Use-Gin, ein eigener Gin für die Olle Use.

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AFP

Das wird die neue Postfiliale für die Weststadt, den Westerberg und die Osnabrücker Wüste

Post am Kurt-Schumacher-Damm
Neue Postfiliale am Kurt-Schumacher-Damm

Wie wir bereits kurz vor Ostern berichteten, schließt die Postfiliale an der Lotter Straße im Juni dieses Jahres. Zusätzlich wird auch die Filiale am Schnatgang in Kürze schließen. Dafür entsteht am Kurt-Schumacher-Damm unter neuer Leitung eine größere Filiale mit drei Schaltern. 

Die Postfiliale an der Lotter Straße wurde bisher noch von der Post selber geleitet. Diese gibt momentan aber alle Filialen an Partner ab. Am Standort Schnatgang wollte der jetzige Partner die Geschäfte nicht weiterführen. In Zukunft finden Kunden den neuen, vergrößerten Standort am Kurt-Schumacher-Damm, nun unter der Leitung von Nadja Diak, die auch als Partner die Filialen in Bad Rothenfelde und Dissen leitet.

Post am Schnatgang in Osnabrück
Schöne Grüße aus den 70er Jahren: Die alte Filiale am Schnatgang wurde von der Post jahrelang vernachlässigt

Arbeitsplätze gehen bei dieser Fusionierung nicht verloren, erklärt Nadja Diak: „Die Angestellten der Filiale am Schnatgang gehen zum Teil mit an den neuen Standort, zum Teil werden sie in anderen Filialen untergebracht. Die Mitarbeiter von der Lotter Straße sind Angestellte der Post und werden auch dahin zurückkehren“.

Neuer Standort am Kurt-Schumacher-Damm

An der Ecke Kurt-Schumacher-Damm/Blumenhaller Weg entsteht die größere Filiale unter dem Namen „Schreiben & Träumen“ dort wo bis vor kurzem noch der Bäcker „Middelberg“ zu finden war und davor die Volksbank Osnabrück.
Der Standort wurde gewählt, da er in etwa die Mitte zwischen den beiden alten Filialen bildet. Die bisherigen Räumlichkeiten kamen für die Zusammenlegung nicht in Frage, sie seien zu klein.

Post Filiale Blumenhaller Weg
Der neue Standort, ziemlich genau in der Mitte zwischen den beiden alten Filialen der Post

Die Öffnungszeiten am neuen Standort werden vermutlich so bleiben wie am Schnatgang; 9-13 Uhr und 14-18 Uhr.

Da die Post die Filialen abgibt, wird allerdings keine Postbank mehr im Gebäude am Kurt-Schumacher-Damm sein. Die Postbank empfiehlt in einer Pressemitteilung, zukünftig u.a. an Tankstellen oder Supermarktkassen Bargeld abzuheben.

 

AFP

LKW verletzt Radfahrerin beim Rechtsabbiegen schwer [Update]

Symbolfoto Fahrradunfall
Symbolfoto Fahrradunfall

Erneut wurde eine Radfahrerin in Osnabrück Opfer eines nach rechts abbiegenden LKW.

Wie die Polizeiinspektion Osnabrück am Donnerstagmorgen mitteilte, wurde eine Radfahrerin auf der Hansastraße (Osnabrück Hafen) vermutlich beim Rechtsabbiegen von dem LKW-Fahrer übersehen. Der Radfahrer soll parallel zu dem LKW gefahren sein.

Der Zustand des Unfallopfers wird als „schwerst verletzt“ beschrieben. Die Unfallaufnahme dauert an.


[Update 11:50] Am späten Vormittag wurden von der Polizeiinspektion Osnabrück weitere Informationen freigegeben.

Demnach war der 40-jährige Fahrer eines Muldenkippers aus Vechta gegen 07.50 Uhr stadteinwärts unterwegs und bog nach rechts in den Mühleneschweg ab. Dabei übersah der Mann die mit einem E-Bike auf dem kombinierten Fuß-und Radweg fahrende Osnabrückerin und erfasste diese mit dem Lkw. Die Frau stürzte, und der Kipper überollte in der Folge die Beine der 26-jährigen Radlerin. Die Frau wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht und befindet sich mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Lkw sichergestellt und ein Gutachter mit der Aufnahme von Ermittlungen beautragt. Ein Notfallseelsorger erschien an der Unfallstelle und kümmerte sich um den beteiligten Lkw-Fahrer.


Rechtsabbiegeverbot für LKW in der Diskussion

Auf politischer Ebene wird nach zahlreichen tödlichen Fahrradunfällen in den vergangenen Jahren ein Rechtsabbiegeverbot für LKW, zumindest auf dem Wallring, diskutiert.

AFP

Kommentar: Erst lesen, dann kommentieren …liebe Osnabrücker Grüne

Grüne, Lesekompetenz

Mit der Kommentarfunktion ist das so eine Sache… Immer wieder finden sich unter Artikeln und bei Facebook Wortmeldungen, die ganz offensichtlich Rückschlüsse auf eine mangelnde Lesekompetenz des Verfassers erlauben.

Wenn Lokalpolitiker einen Text, den Sie ganz offensichtlich überhaupt nicht gelesen – oder schlicht nicht verstanden – haben, zum Anlass für Medienschelte nehmen und in diesem Fall einer Redaktion sogar „Hetze“ vorwerfen, dann wird es kritisch. Dann sind wir nicht mehr weit entfernt von einem Donald Trump, der jeden kritischen Artikel als „Fake News“ abqualifiziert. Ausgerechnet die Osnabrücker Grünen tun sich schwer mit kritischer Presse. Ihr Fraktionsvorsitzender sieht sogar die Regenbogenkoalition angegriffen, ohne dass diese im Artikel, um den es ihn in seiner Kritik geht, auch nur mit einem Wort erwähnt wurde.

Ein Kommentar über dumme Kommentare:

Artikel über gewisse Politiker, Schauspieler oder auch nur Bundesligavereine sorgen mit ziemlicher Sicherheit für reflexartig abgesonderte Kommentare wie „Ist doch klar, dass der doof ist“. Der Schauspieler Til Schweiger ist zum Beispiel abonniert auf solche Blödsinns-Kommentare; da kann im Artikel stehen was will, mit Sicherheit folgt mindestens so ein Kommentar.
Die Kollegen der NOZ haben den oft auch puren Hass verbreitenden Kommentaren einiger Leser sogar eine eigene Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Hate Slam“ gewidmet, denn auch und ganz besonders Journalisten müssen sich pure Dummheit als Kommentar gefallen lassen.

Leser sind oft aber auch intellektuell überfordert

Neben einfacher Dummheit als Auslöser für blöde Kommentare, dienen diese sicher oft auch als Ventilfunktion für zu kleine Egos, zu kurze Genitalien, oder was sonst noch für Frust sorgen kann.
Allzu oft bieten Kommentare auch eine Bühne für mangelnde „Lesekompetenz“. Einige Leser verstehen einfach nicht, was in dem von ihnen kritisierten Artikel tatsächlich an Inhalten verborgen ist.
Wie äußert sich mangelnde Lesekompetenz, zum Beispiel bei Facebook-Kommentaren?
Oft wird danach gefragt, was für den geübten Leser problemlos im verlinkten Artikel zu finden ist. „Wann ist wieder Jahrmarkt“ unter einem Artikel, der ganz offensichtlich über die gerade erfolgte Eröffnung des Jahrmarkts handelt… ein Klassiker.

Lesekompetenz ist ein wichtiges Lernziel, bereits in der Grundschule: Wer will schon Mitschüler haben, die beim Anblick eines Buchs über Pippi Langstrumpf sofort „Straps-Schlampe“ in den Klassenraum brüllen? Nur weil sie zu blöd sind, sich lesend die tolle Geschichte über Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminza Ephraims Tochter Langstrumpf zu erarbeiten?

Ein schönes Beispiel für entweder reflexhaftes Verurteilen oder mangelnde Lesekompetenz lieferte heute der Fraktionsvorsitzende der Osnabrücker Rathausgrünen, Michael Hagedorn.
Auch Hagedorn hatte wohl am Osterwochenende unseren Artikel über die nicht mit EU-Standards in Übereinkunft zu bringende Platzierung des Messcontainers am Schlosswall und der Passivsammelstelle am Neumarkt gelesen.
Gegenüber einem Kollegen der NOZ kreidet Hagedorn der HASEPOST an: „Vorwürfe […] gegen die Verwaltung und die Regenbogenfraktionen“ vor und dies sei „Hetze bar jeder Grundlage.

In einer persönlichen E-Mail ergänzte Michael Hagedorn am Nachmittag, dass unsere Redaktion geschrieben habe „dass in Osnabrück angeblich die Verwaltung alles getan hat, schlechte Messergebnisse zu erzielen. Das ist in der Tat „bar jeder Grundage“ und reine Stimmungmache“ (Zitat Hagedorn).

Parallel dazu veröffentlichte die Grüne Ratsfraktion auf ihrem Facebook-Account und auf Ihrer Homepage Statements, die unserer Redaktion erneut „Hetze bar jeder Grundlage“ unterstellen.

Hiermit laden wir Michael Hagedorn, die Grüne Ratsfraktion und auch sonst alle Leser ein, nochmals den so böse kritisierten Artikel zu lesen:

Hier geht es zum von den Grünen kritisierten Artikel

Gelesen? Also, was ist in dem Artikel „bar jeder Grundlage“? Wo steht denn überhaupt, dass die Stadtverwaltung für die Platzierung des Messcontainers am Schlosswall und des Passivsammlers am Neumarkt/Neuen Graben verantwortlich sein soll?

Und vor allem: Wo wurde in dem Artikel „Stimmungmache“ bzw. „Vorwürfe“ gegen die Verwaltung und die Regenbogenfraktion betrieben oder gemacht?

Die Luftmessungen, um die es im Artikel geht, erfolgen tatsächlich im Auftrag der Landesregierung Niedersachsen durch das Gewerbeaufsichtsamt in Hildesheim. Auf einem Foto im Artikel sind diese Angaben an einem Passivsammler auch deutlich zu erkennen.
Doch darum ging es in dem Artikel nicht.
Weder der Landesregierung, noch dem Gewerbeaufsichtsamt in Hildesheim – vor allem aber auch nicht der Verwaltung in Osnabrück – sollte und wurde in dem von den Osnabrücker Grünen so heftig gescholtenen Artikel ein Vorwurf gemacht (die angebliche „Hetze“). Und die angeblich gescholtenen Fraktionen der Osnabrücker Regenbogenkoalition finden sich mit keinem Wort erwähnt! Ist denn etwa jeder kritische Bericht über Schadstoffmessungen schon ein Angriff auf die Regenbogenkoalition?

Es ging übrigens auch überhaupt nicht um den Auftraggeber der Aufstellorte (eben das Land Niedersachsen), sondern um die unterschiedlichen Regelungen zum Aufstellort selbst. Die Grundlagen, wie Messcontainer aufzustellen und zu betreiben sind, wurden von der EU vorgegeben. Allerdings sind sie so in nationales Recht übernommen worden, dass durch die Platzierung des Containers (wer immer den Standort dann auch auswählt) die Messwerte in Deutschland im europäischen Vergleich vollkommen unnötig erhöht ermittelt werden.

Aber um das zu erkennen, braucht es Lesekompetenz! Zumindest aber den Willen, einen Artikel erst zu lesen bevor man ihn kommentiert.

Oder steckt da mehr hinter? Haben die Osnabrücker Grünen womöglich ein gespaltenes Verhältnis zur Presse oder zur Wahrheit?
Irgendwie reiht sich diese Schmähkritik der Osnabrücker Grünen in die Lügenpresse- und FakeNews-Vorwürfe ein, die man sonst nur von Ideologen und Despoten kennt.
Vor diesem Hintergrund kann man nur hoffen, dass es einfach nur mangelnde Lesekompetenz war, die zu einer wohl beispiellosen Verunglimpfung unserer Redaktion geführt hat.

AFP

Mobile Blitzerkiste bereits mehrfach Opfer von Vandalismus

Vandalismus am Blitzer-Anhänger
Vandalismus am Blitzer-Anhänger

Am Mittwochmorgen, vermutlich aber bereits das gesamte Osterwochenende über, war der von der Stadt Osnabrück aktuell getestete mobile Blitzer-Anhänger „blind“. Unbekannte hatten die Scheiben, hinter denen die Kameras verbaut sind, mit Farbe besprüht.

Dass viele Autofahrer die regelmäßigen Geschwindigkeitskontrollen als ihren natürlichen Feind ansehen, ist nichts Neues. Neben teuren Strafzetteln droht oft ein zumindest zweitweiser Führerscheinverlust, das ist ärgerlich und kann im schlimmsten Fall den Job kosten. Dabei wäre es so einfach: Einfach die geltenden Geschwindigkeitsbeschränkungen beachten, das sichert nicht nur den Führerschein sondern auch die anderen Verkehrsteilnehmer vor Unfallrisiken.

Zusammenhang mit „Carfreitag“?

Doch offenbar braucht es für viele Raser ein Ventil, wenn sie mal wieder mit einem kostenpflichtigen Foto bedacht wurden?
Oder wurde der über das Osterwochenende an der Wersener Straße – in Fortführung der Pagenstecherstraße – aufgestellte mobile Blitz-Kasten (Wert ca. 150.000 Euro) vorsorglich „außer Betrieb“ gesetzt um am „Carfreitag“ Straßenrennen zu ermöglichen?

Vandalismus am Blitzer-Anhänger
Die Kamera ist blind…

Ein Leser machte unsere Redaktion am Mittwochvormittag darauf aufmerksam, dass die mobile Kontrolleinrichtung bereits seit Tagen mit schwarzer Farbe auf den Scheiben versehen und damit „blind“ ist.

„Mehr als einmal“ wurde das Gerät schon beschädigt

Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte Silke Brickwedde vom Presseamt der Stadt Osnabrück, dass bereits ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung unterwegs ist, um das Fotogerät zu reinigen.
Tatsächlich soll es in den wenigen Wochen, seitdem das Gerät rund um die Uhr und unbeaufsichtigt am Straßenrand steht, schon „mehr als einmal“ zu Vandalismus gekommen sein. Die genaue Anzahl der bisherigen Sachbeschädigungen will man von Seiten der Verwaltung nicht nennen. Aktuell geht es darum, Erfahrungen mit dem Einsatz einer derartigen Anlage zu sammeln. Erst nach Abschluss der Testphase soll über eine Anschaffung entschieden werden.

Die Anlage ist mit allerlei Sensoren bestückt und kann Vandalismus erkennen und an eine Zentrale melden, so dass derartige Störversuche in der Regel nicht unentdeckt bleiben.

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AFP

Nachgefragt: Was hinter dem neuen Konzept des Osnabrücker Nachtflohmarkts steht

Nachtflohmarkt Osnabrück
Nachtflohmarkt Osnabrück

Es gab doch einige Nachfragen auf die neuen Regelungen zum Nachtflohmarkt. Unsere Redaktion hat sich mit der Stadt Osnabrück in Kontakt gesetzt und nochmal für unsere Leser nachgefragt.

Wie schon in unserem vorangegangen Artikel ersichtlich, können heute (Mittwoch, dem 4. April) ab 9 Uhr Stände für den Nachtflohmarkt am 5. Mai online gebucht werden. Die Buchung ist so lange möglich, bis die 536 Stände vergeben sind. Die gesamte Verkaufsfläche umfasst 3072m². Im Vergleich zu den letzten beiden Nachtflohmärkten wird im Frühjahr 2018 eine deutlich größere Verkaufsfläche zur Verfügung stehen. Im Herbst des vergangenen Jahres gab es lediglich 307 Stände mit 1842m².

Wieso überhaupt ein neues Konzept?

Wieso hat sich das System, das hinter dem Nachtflohmarkt steht, überhaupt verändert? Mehrere Faktoren spielten hier zusammen. „Einige Verkäufer haben vor der eigentlichen Aufbauzeit ihre Stände aufgebaut, wodurch es zu Beschwerden kam. Das Abkassieren der Standteilnehmer hat sich im vergangenen Jahr als relativ schwierig erwiesen, einige wurden gar nicht abkassiert und das führte zu großem personellen Aufwand. Deshalb hat sich die Stadt für ein neues Konzept entschieden“, so die Stadt Osnabrück.

Nur 50 spontane Stände

„Spontanplätze“ stehen für diejenigen zur Verfügung, die sich noch nicht festlegen wollen. Allerdings gibt es nur eine limitierte Anzahl von 50 Ständen für Spontane. Gegenüber der Schule an der Rolandsmauer kann kurzfristig verkauft und gehandelt werden. Spontanität ist auf dem Nachtflohmarkt also durchaus möglich, den besten Platz bekommt man jedoch nicht und ob es mit einem Platz klappt, ist wohl auch nicht wirklich sicher.

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Dr. Bergmann setzt nicht mehr (allein) auf Einzelhandel am Neumarkt

Bergmann Hotelneubauten am Neumarkt
Dicht beieinander: Die beiden Hotelneubauten von Dr. Bergmann

Unsere Redaktion hatte bereits im Januar exklusiv über die neuen Pläne für das „Baulos 2“ berichtet, nun ist es offiziell. Der bislang für seine Einzelhandelsprojekte in der Innenstadt bekannte Immobilienkaufmann Dr. Theodor Bergmann steigt als Bauherr und Vermieter groß ins Hotelgeschäft ein – gleich an zwei Standorten.  

Über Wochen reagierten weder der in Hamburger ansässige Bergmann noch der für Marketing und Kommunikation zuständige Mitarbeiter der ebenfalls in Hamburg ansässigen Hotelkette Centro auf Anfragen unserer Redaktion.

Im Hintergrund verdichteten sich jedoch die Hinweise, dass etwas dran ist an dem weiteren Hotelprojekt am Neumarkt, über das unsere Redaktion bereits berichtete.

Diskussion hinter den Kulissen seit Januar

Tatsächlich wurden im März sogar die Teilnehmer des Neumarkt-Arbeitskreises informiert und verschiedene nicht-öffentlich tagende Ausschüsse wurden über die fortschreitenden Planungen, den erwarteten vollständigen Bauantrag und den Status der Kaufpreiszahlung für das „Baulos 2“ Grundstück auf dem Laufenden gehalten. Doch viele Informationen, die auch unserer Redaktion vorliegen, blieben bis zuletzt im Detail im Konjunktiv. Selbst den Verantwortlichen der Stadtverwaltung, die fortlaufend die Lokalpolitik informierten, blieben offensichtlich Restzweifel, ob Dr. Bergmann, der über Jahre das hohe Lied des stetig wachsenden Einzelhandels sang, nun plötzlich wirklich zum Bauherrn gleich zweier Hotelprojekte werden würde.

Kaufhauskonzept wird nun teilweise Hotel

Mit einem Artikel in der Allgemeinen Gastronomie und Hotelzeitung (AGHZ) wurde das Projekt nach Ostern öffentlich. Dem der Artikelveröffentlichung beigefügten Konzeptbild des Neubaus auf dem Baulos 2 Grundstück ist noch die ursprüngliche Planung als reines Einzelhandelsobjekt anzusehen – ein bereits laufender Fassadenwettbewerb wird hier sicher andere Lösungen hervorbringen. Die AGHZ lässt keinen Zweifel offen: Die Hamburger Centro-Hotelkette will zusammen mit Bergmann tatsächlich im Abstand weniger hundert Meter gleich zwei Neubauten realisieren. Dabei soll, so die Informationen unserer Redaktion, im Gebäude vor H&M weiterhin im Untergeschoss noch Einzelhandel angeboten werden, die Hotelzimmer verteilen sich auf die oberen Etagen.

Ein weiteres Hotel soll unter dem Namen „Ninetynine“ firmieren und an der Stelle des bisherigen Sportarena-Gebäudes gebaut werden. Das Hotel vor H&M wird als „Boutique Hotel“ entstehen.

Hotelkette erwartet einen Neumarkt ohne Durchgangsverkehr

Die Fachpublikation zitiert Rahman Neiro, Chief Executive Officer der Centro Hotel Group: „Die Hotelszene in Osnabrück braucht neue Impulse. Die beiden Hotels werden zusätzliches Leben in die Innenstadt bringen.“ Die Häuser werden im Herbst 2020 eröffnet. Mit der Fertigstellung des komplett umgebauten Platzes ohne Durchgangsverkehr rechnet die Stadt im Jahr 2021.

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