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Gute Nachricht des Tages: Am Sonntag eine Stunde länger schlafen

Zeitumstellung
Illustration: DAK via OTS

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Es ist die Gute Nachricht am letzten Samstag im Oktober, also zum Ende der Sommerzeit, wenn am folgenden Tag eine Stunde längergeschlafen werden kann. Doch die Mehrheit der Deutschen will eine einheitliche EU-Zeit, wie eine aktuelle Umfrage und eine in diesem Sommer durchgeführte Bürgerbefragung der EU ergeben hat.

Wenn es zukünftig bei der Sommerzeit bleiben sollte, wäre das für die Mehrheit der Deutschen eine ganz besonders gute Nachricht.

(ots) Während die Länder der Europäischen Union über den straffen Zeitplan zur Abschaffung der Zeitumstellung diskutieren, wächst bei den Menschen in Deutschland die Abneigung gegen das Drehen an der Uhr weiter – und erreicht mit 80 Prozent Umstellungs-Gegnern einen neuen Höchststand. Zwei Drittel der Befragten finden es zudem wichtig, dass sich die EU auf eine einheitliche Zeit einigt. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage* im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Weitere Ergebnisse der aktuellen Befragung: Mehr als jeder Vierte berichtet von gesundheitlichen Problemen nach der Zeitumstellung. Etwa jeder Zweite möchte gern dauerhaft die Sommerzeit in Deutschland.

Eingeführt um Energie zu sparen

Die Zeitumstellung, die 1980 infolge der Ölkrise eingeführt wurde, sorgt bei mehr als jedem Vierten (28 Prozent) für gesundheitliche Probleme. Die meisten der Betroffenen – 79 Prozent – fühlen sich müde oder schlapp. 62 Prozent hatten schon Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen. 39 Prozent konnten sich schlechter konzentrieren, 28 Prozent waren gereizt. Jeder Elfte (neun Prozent) hatte sogar eine depressive Verstimmung. Vor allem Menschen im Alter von 45 bis 59 Jahren und Frauen leiden unter der Zeitumstellung.

In der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober werden die Uhren wieder um eine Stunde – auf Winterzeit – zurückgestellt. Geht es nach der EU-Kommission sollen die Uhren im kommenden März zum letzten Mal in allen Ländern der Europäischen Union auf Sommerzeit vorgestellt werden. Anschließend sollen die einzelnen Länder entscheiden, ob sie im Herbst 2019 wieder zur Winterzeit wechseln oder in der Sommerzeit bleiben.

AFP

Gute Nachricht des Tages: Seniorinnen stricken für Babys im Klinikum Osnabrück

Stricken
Foto: Klinikum Osnabrück

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Im Sankt-Anna-Stift in Hagen wird fleißig für die Babys im Klinikum Osnabrück gestrickt: Die Damen der Handarbeitsgruppe, die sich immer donnerstags in einem Gemeinschaftsraum der Altenwohn- und Pflegeeinrichtung treffen, stellen in ihrer vergnügten Runde die Mützen und Söckchen her, mit denen die Neugeborenen nach der Entbindung vom Team der Klinik für Geburtshilfe ausgestattet werden.

„Die Mützen und Söckchen werden eigentlich nur für die Zeit auf der Entbindungsstation ausgeliehen, weil aber nicht alle zurückgegeben werden, sind wir sehr dankbar für diese Unterstützung“, sagt Diakonieschwester Andrea Schmidt, die es „angeleiert“ hat, dass in der Handarbeitsgruppe mit den Nadeln für die Babys auf dem Finkenhügel geklappert wird. „Wir stricken sonst Geschenke, die sich die Bewohner des Sankt-Anna-Stifts aussuchen dürfen und stellen noch andere Arbeiten wie Dreieckstücher und Patchworkdecken her, die auf Basaren verkauft werden“, erklärt Marlies Kretschmer, die in einer Wohnung im Sankt-Anna-Stift lebt und sich noch ehrenamtlich als Seniorenbegleiterin mit einbringt, indem sie unter anderem die Handarbeitsgruppe leitet.

Gemeinsames Stricken für die ganz Kleinen

Der Kontakt zu der Handarbeitsgruppe kam vor etwas mehr als einem Jahr zustande. In dieser Zeit wurden bereits zwei Lieferungen mit insgesamt rund 20 Mützen und Sockenpaaren hergestellt. „Der nächste Schwung ist bereits in Arbeit“, erklärt Elisabeth Konersmann, eine der Damen aus der Handarbeitsgruppe. In der Gruppe stricken Bewohnerinnen der Anlage und Frauen mit, die in die Tagespflege kommen. Meist sind es etwa fünf Damen. „Wir kommen jede Woche zwei Stunden lang zusammen“, erläutert Marlies Kretschmer. Den Damen macht das Nadelwerk Spaß. „Und es ist natürlich auch eine gute Beschäftigung für die Hände“, sagt Kretschmer. Es wird kein Geld für die Mützen und Söckchen verlangt. „Aber wenn uns Wolle gespendet wird, freuen wir uns“, zwinkert Kretschmer.

Foto: Diakonieschwester Andrea Schmidt (3. v. li.) betreut Patienten im Klinikum und Damen im Sankt-Anna-Stift

AFP

Standort der Osnabrücker Schadstoff-Messstationen wird überprüft

Messcontainer am Schlosswall in Osnabrück
Messcontainer am Schlosswall in Osnabrück

Frank Henning, Osnabrücker Landtagsabgeordneter und SPD-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Osnabrück, darf sich fragen lassen, ob er noch in Entscheidungen der SPD-Ministerriege eingebunden ist oder zumindest von Ihnen vorgewarnt wird, wenn sich der politische Wind dreht. Scheinbar nicht, wie eine am Freitagnachmittag bekanntgewordene Entscheidung des SPD-Umweltministers Olaf Lies belegt.

Noch am Donnerstag nahm Henning die FDP im Landtag aufs Korn und erklärte in einem emotional vorgetragenen Redebeitrag, dass es nichts nütze, die Messstellen weiter von der Straße entfernt aufzustellen. Hintergrund war ein Antrag der Liberalen, die mehr Flexibilität bei den Aufstellstandorten forderten, im Rahmen der von der EU ermöglichten Ermessensspielräume.

Henning bezeichnete es in seiner Rede als „Geschmäckle“, wenn die FDP diesen Spielraum bei den Standorten ausnutzen wolle, dies sei ein „Diesel-Beschiss“ der FDP, dem seine Partei nicht folgen wolle. Für diese Wortwahl kassierte Henning umgehend einen Ordnungsruf. Doch sehr kurz darauf folgte seine Partei der FDP; machte zumindest den Weg frei für eine Überprüfung und mögliche Versetzung der oft direkt am Straßenrand platzierten Messcontainer und Passivsammler.

SPD Umweltminister macht Weg frei für alternative Aufstellstandorte

Keine 24 Stunden nach dem peinlichen Ordnungsruf kassierte Henning also seine weitere Niederlage in dieser Sitzungswoche. SPD-Genosse und Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies kündigte an, wie in Nordrhein-Westfalen, verkehrsnahe Messstationen in Niedersachsen durch eine externe Stelle überprüfen lassen zu wollen, auch hinsichtlich alternativer Standorte und ob diese alternativen Standorte den Vorgaben der 39. Bundesimmissionschutzverordnung erfüllen. Wichtig sei es dabei zu klären, welche echte Aussagekraft derartige Messungen für das Verhängen von Fahrverboten haben, sagte Lies.

Passivsammler am Osnabrücker Neumarkt
Der Passivsammler am Neumarkt, wenige Zentimeter vom Straßenrand montiert

Obwohl die Stoßrichtung klar ist, durch eine optimierte Standortauswahl im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten Fahrverbote zu verhindern, wollte Lies zumindest offiziell nicht an den bisherigen Messstandorten und Messergebnissen zweifeln und betonte, „eine interne Untersuchung des Gewerbeaufsichtsamts Hildesheim habe keine Fehler bei der Aufstellung der Messstationen festgestellt.“ Gleichzeitig erklärte der SPD-Minister allerdings: „Die Messungen können eine große Bandbreite haben und werden auch von architektonischen Gegebenheiten, wie engen, dicht bebauten Straßenabschnitten beeinflusst. Sie sind also schon stark vom Messort abhängig.“

Vor sechs Monaten für Osnabrücker SPD undenkbar

Ein besonderes „Geschmäckle“ – nur um hier die Wortwahl des Osnabrücker Landtagsabgeordneten Frank Henning zu verwenden – bekommt die Entscheidung seines Genossen und Ministers vor dem Hintergrund, dass es nur rund ein halbes Jahr her ist, dass Frank Henning in einer Pressemitteilung den Bund Osnabrücker Bürger (BOB) scharf attackierte, als dieser eben genau das forderte, was der SPD-Umweltminister nun auf den Weg gebracht hat: Eine Überprüfung der bestehenden Messstandorte auf fehlerhafte Platzierung und mögliche Alternativstandorte.
Henning kritisierte seinen politischen Gegner im März als „unberechenbar und unkalkulierbar“ und es scheine BOB „jedes Mittel Recht, Aufmerksamkeit zu erregen“.

Auch unsere Redaktion wurde im vergangenen Frühjahr scharf angegriffen, seinerzeit von der Grünen Ratsfraktion, da wir es uns erlaubt hatten über die in anderen Städten begonnene Diskussion über möglicherweise falsch gewählte Aufstellstandorte zu berichten.

 

AFP

Junge Union Osnabrück fordert Konsequenzen nach Ersti-Beutel-Skandal

Ersti-Beutel, AStA, Osnabrück
Ersti-Beutel, Screenshot: Facebook

Während der Uni-AStA schweigt und eine entsprechende Bitte um Stellungnahme bislang unbeantwortet blieb, fordert die Junge Union Osnabrück Konsequenzen aus der Verteilung von mit einer antideutschen Parole bedruckten „Ersti-Beutels“ bei der Willkommensveranstaltung für Erstsemester-Studenten (aka „Erstis“).

Der AStA der Universität Osnabrück hat zum Beginn der Erstsemesterwoche Beutel mit der Aufschrift „Für Deutschland keinen Finger krumm – 20 Semester Minimum“, verteilt. „Solche Beutel und die dazugehörigen Flyer sind sicher nicht im Interesse der allgemeinen Studierendenschaft und dennoch mussten alle Studenten diesen Quatsch bezahlen“, so die Junge Union Osnabrück in einer Pressemitteilung, die kurz nach einer Erklärung der Liberalen Hochschulgruppe folgte (HASEPOST berichtete).

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AStA repräsentiert nicht mehr die Studierenden

„Wer mit antideutschen Slogans bei einer Ersti-Woche wirbt, der hat an einer deutschen Hochschule keinerlei Berechtigung mehr, sich als ausführendes Organ der Studentenschaft präsentieren zu dürfen. Der AStA wird aus Mitteln der Semesterbeiträge durch die Studierenden finanziert. Die antideutsche und linksextreme Propaganda ist sicher nicht im Interesse der Mehrheit der Studenten. Die Verantwortlichen des AStA sollten sich dringend hinterfragen, ob dieses Gremium noch der Studierendenschaft oder nur noch einer Politik für eine politisch motivierte Radikale dient“, so Christopher Peiler, Vorsitzender der Jungen Union Osnabrück-Stadt.

Verantwortliche sollen Kosten für Ersti-Beutel selber zahlen

Die Junge Union fordert die Verantwortlichen des AStA auf, die Rechnungen für diese Beutel und Flyer aus ihrer Aufwandsentschädigung vollständig zurückzahlen. Denn auf Kosten aller wird auf diese Weise eine Politik für wenige Radikale finanziert. „Genauso ein Verhalten bestärkt uns immer wieder darin, dass der AStA nur noch ein kostenverursachendes politisches Relikt ist und wenn er nicht verantwortungsvoll arbeitet, abgeschafft werden sollte“, so Peiler abschließend.

 

Titelfoto: Screenshot Facebook, AStA Universität Osnabrück

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Wer entsorgte Bauschutt und Asbestplatten im Wald?

Müll im Wald
Müll im Wald, Symbolbild

In einem Waldgebiet an der Borgloher Straße entdeckte ein Zeuge am Freitagmorgen einen Müllhaufen und alarmierte die Polizei.

Als die Beamten an dem Waldweg eintrafen, der in Richtung Borgloh gesehen etwa 500m hinter einem linksseitig gelegenen Wanderparkplatz nach rechts führt, stellten sie fest, dass Unbekannte dort illegal Bauschutt und vermutlich Asbestplatten entsorgt hatten.

Die Polizei in Georgsmarienhütte sucht nun Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben. Hinweise werden unter der Telefonnummer 05401/879500 erbeten.

AFP

Osnabrücker „Erstis“ wurden vom Uni-AStA mit antideutscher Parole begrüßt

Für Deutschland keinen Finger krumm, 20 Semester Minimum!
Für Deutschland keinen Finger krumm, 20 Semester Minimum!

„Für Deutschland keinen Finger krumm, 20 Semester Minimum!“, mit dieser Parole begrüßte der Allgemeine Studentenausschuss der Universität Osnabrück (AStA) die Erstsemester „Erstis“ in diesem Jahr – das moniert die der FDP nahestehende Liberale Hochschulgruppe (LHG) in einer am Freitag verschickten Pressemitteilung.

Wie bereits in den vergangenen Jahren fand im unmittelbaren Rahmen der Einführungswoche für die Erstsemester der Universität Osnabrück die traditionelle Begrüßung in der OsnabrückHalle statt. Zahlreiche Aussteller konnten sich den neuen Studierenden vorstellen und verteilten eine Vielzahl an Werbeartikeln und Infobroschüren. So auch der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Osnabrück (AStA).

Auffällig waren dabei insbesondere die Beutel mit dem Schriftzug „Für Deutschland keinen Finger krumm, 20 Semester Minimum“, die jeder Erstsemester mit an die Hand bekam.

LHG: Ziel sollte ein Studium innerhalb der Regelstudienzeit sein

Die Liberale Hochschulgruppe (LHG) der Universität Osnabrück kritisiert dieses Vorgehen stark. „Es kann nicht sein, dass Studierende direkt zu Beginn des Studiums eine derartige Botschaft vermittelt bekommen“, meint Julian Krauskopf, Vorsitzender der LHG Osnabrück, „der AStA muss seiner Aufgabe als Vertretung der gesamten Studierendenschaft gerecht werden und ich denke, dass ein Großteil der Studierenden an unserer Universität nicht hinter dieser Aussage steht.“ In letzter Instanz werfe die Aktion ein schlechtes Licht auf die Universität und verbreite ein vollkommen falsches Bild von der Studierendenschaft in Osnabrück. „Es sollte doch gerade das Ziel sein, das Studium möglichst in Regelstudienzeit abzuschließen. Darüber hinaus darf man auch nicht vergessen, dass der Staat durch Finanzierungshilfen wie dem BAföG das Studium für viele erst möglich macht.“

Studierende sollen gegen Kapitalismus kämpfen

Auch der Inhalt der verteilten Beutel zeigt nach Ansicht der LHG deutlich, dass der AStA sehr einseitige politische Willensbildung betreibt. Geworben wird für den strikten Kampf gegen den Kapitalismus mit ausschließlicher Hervorhebung von Hochschulgruppen des linken Spektrums. „Selbstverständlich ist es legitim, Kapitalismuskritik zu üben“, so Krauskopf, „unsere Sorge ist nur die Einseitigkeit der Werbung. Die Veranstaltungen werden mitunter auch zu großen Teilen aus studentischen Geldern finanziert, die über die Semesterbeiträge zum AStA fließen, weshalb auch andere thematische Schwerpunkte durchaus ihre Legitimation hätten. Diese werden vom AStA jedoch eher blockiert und schon gar nicht beworben. Etwas mehr Neutralität wäre wünschenswert.“

Slogan der Antifa und von „Antideutschen“ Gruppierungen

Nach Recherchen unserer Redaktion wurde der Slogan, der auch durch allerlei „Antideutsche Gruppen“ kursiert (siehe hier bei Wikipedia), von einer kommunistischen Basisgruppe der Antifa Bremen im Rahmen einer „O-Woche“ an der dortigen uni verwendet. Dass ein von allen Studierenden finanzierter und getragener AStA sich den Slogan zu eigen macht, dürfte bundesweit einmalig sein.

Unsere Redaktion hat auch den AStA der Universität Osnabrück um eine Stellungnahme gebeten, jedoch bislang noch keine Rückmeldung erhalten.

 

AFP

Busverbindung nach Hörne – vermittelten Stadtwerke falsches Bild an Politik?

Endstation Osnabrück Hörne
Endstation Osnabrück Hörne

Die Emotionen der Anwohner des kleinen Ortsteils Hörne – zwischen Hellern und Sutthausen gelegen – kochen weiter hoch. Sie werfen den Stadtwerken vor, die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt mit falschen Informationen versorgt zu haben, um so die Entwicklung des Busliniennetzes 2019 in eine Richtung zu steuern, an deren Ende sie vom öffentlichen Nahverkehr abgehängt werden sollen.

Erst in der sprichwörtlich „letzten Minute“ konnte in der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt (StUA) „der Fall Hörne“ vom Beschluss ausgenommen werden. Nun warten die betroffenen Anlieger darauf, dass die Stadtwerke den Politikern ein nochmals überarbeitet Konzept liefern. Im Raum steht noch immer das als „Alternative 2“ von den Stadtwerken erarbeitete Konzept, das irgendwo zwischen Bürgergespräch am 15. August und der Vorstellung des neuen Busliniennetzes 2019 verloren gegangen zu sein scheint.

Das was den Lokalpolitikern bislang von den Stadtwerken vorgestellt wurde, kritisieren die Hörner Bürger gleich mehrfach. In einer unserer Redaktion vorliegenden Auflistung aller Kritikpunkte, wird u.a. eine falsche Kostendarstellung kritisiert. So würden für alle Änderungen der Fahrpläne auf den anderen Linien die Kosten ab 2019 mit den aktuellen Kosten verglichen. Die Rechnung die in Hörne gemacht wird, sieht „für die erhebliche Einschränkung des Angebots“ für die Hörne-Verbindung eine Ersparnis für die Stadt in Höhe von 328.000 €. Stattdessen, so die Kritik der sich abgehängt fühlenden Bürger, werden irreführend hohe Mehrkosten von 164.000 € ausgewiesen und die Streichung von zwei der drei Verbindungen dem Rat erfolgreich als Verbesserung verkauft.

Passagierzahlen bewusst falsch gemessen?

Auch die bisherige Auslastung der Linie, die bislang alle 20-Minuten bedient wird und auch weite Teile Hellerns erschließt, sehen die Anwohner durch die Stadtwerke falsch dargestellt.
Sie kritisieren, dass die von den Stadtwerken vorgelegten Passagierzahlen während Brückenbauarbeiten in Hörne 2016 und dann nochmals gegen Ende der Sommerferien 2018 gezählt und so nach unten manipuliert wurden. Ein weitere Manipulation sei durch die Auswahl der Zählstation an der OKD-Siedlung vorgenommen worden. Stattdessen hätte nach Meinung der Anlieger an der Haltestelle Nordhausweg gezählt werden müssen, so die Kritik, um auch alle Fahrgäste von und nach Hörne zu erfassen. Konkrete Zahlen von vor 2007 liegen den Anwohnern bisher, trotz Nachfrage, weder für Hörne noch für den Kurt-Schumacher Damm, vor.

Politiker interessieren sich nicht für Bürgeranliegen

Und als ob das nicht genug sei, empfinden die Hörner-Bürger ein fehlendes Interesse der Politik für ihr Anliegen, auch in Zukunft umweltfreundlich mit dem Bus in die Stadt fahren zu können.
Obwohl sie jede Möglichkeit genutzt haben, die Ratsmitglieder über ihre Anliegen zu informieren, habe nur eine Politikerin des Stadtrates „last minute“ den Kontakt mit ihnen gesucht.

Busliniennetz 2019, Protest
Protest gegen Busliniennetz 2019

Nur durch das offensichtliche Desinteresse der anderen Ratsfraktionen und ihrer Mitglieder sei es den Stadtwerken möglich gewesen den Ausschussmitgliedern ein nach Ansicht der Anwohner falsches Bild der Bürgerbeteiligung, der Fahrgastzahlen und der Kosten zu vermitteln! Erst in der letzten und entscheidenden Ausschuss-Sitzung am 18.10. sei es gelungen, die Notbremse zu ziehen und ein Aussetzen des Beschlusses für die Linie 92 zu erreichen.

Einbruch der Fahrgastzahlen seit Umweg durch die Wüste

Wie bereits bei dem Bürgergespräch in den Räumen der Stadtwerke bemängeln die Anwohner, dass das Problem mit der nicht ausreichenden Auslastung der Linie 92 durch die Stadtwerke im Rahmen der Fahrplanänderung in 2007 selbst verursacht wurde: „50% mehr Fahrzeit kreuz und quer durch die Wüste und der Entfall der Anbindung der Anwohner im Bereich des Kurt Schumacher Damm haben der Linie viele Fahrgäste gekostet. Bei jetzigem Planungstand wird die Linie durch weitere Verschlechterung des Angebotes (stündliche Fahrt unter Beibehaltung der umständlichen Streckenführung) noch uninteressanter gemacht, gleichzeitig werden sich die MetroLinie Hellern und die Linie Wüste auf dem Blumenhaller Weg durch das Überangebot dort (9 Busse pro Stunde je Richtung) gegenseitig kannibalisieren“. Dieses Konzept sehen die Anwohner als „Geldverbrennung“ am Blumenhaller Weg an, während die Anwohner am Kurt-Schumache Damm vergeblich auf den Bus und zu erwarten sei, dass die Linie 92 mangels Akzeptanz durch die für 2019 geplanten Verschlechterungen in zwei Jahren dann ganz eingestellt wird.

Widerspruch: Buslinie streichen aber ÖPNV fördern wollen

In dem auch an die Lokalpolitiker gerichteten Appel schreiben die Anwohner aus Hörne: „Wie bitte soll denn so eine Reduzierung des Individualverkehrs gelingen?
Wenn eine zuvor gut ausgelastete Strecke von der Bevölkerung nicht mehr angenommen wird, muss man die Ursache dafür beseitigen und nicht das Angebot noch weiter verschlechtern!
Die Anwohner der Linie Hörne (1500 potentielle Fahrgäste) brauchen werk- tags eine verlässliche (kein Rufbus!) halbstündige Verbindung ohne Umwege zum Neumarkt, die Anwohner im Bereich Kurt Schumacher Damm (2000 potentielle Fahrgäste) müssen wieder an den ÖPNV angebunden werden! Die Fehler der „Fahrplan-Optimierung“ in 2007 müssen rückgängig gemacht werden, um mehr Fahrgäste in den Bus zu bekommen. Die Hörner Bürger verzichten auf 1/3 der Verbindungen in die Stadt zur Kostenreduzierung, wünschen sich aber endlich korrekte Zahlen von den Stadtwerken und mehr Aufmerksamkeit vom Stadtrat!“

Stadtwerke arbeiten an neuem Lösungsvorschlag für Hörne

Die nun bekanntgewordenen Vorwürfe beschreiben eine Entwicklung, die nur beinahe zu einer Entschliessung im Stadtentwicklungsausschuss gegen die Interessen der Hörner Bürger geführt hätte. Auf Nachfrage unserer Redaktion gibt es von Seiten der Stadtwerke inzwischen deutliche Signale, die Problematik neu aufzugreifen und bessere Lösungen zu finden.
„Wir sind in einem guten und konstruktiven Austausch mit den Anwohnern in Hörne“, sagt Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer. Die Stadtwerke haben den Anwohnern zugesichert, kurzfristig neue Konsenslösungen für die Anbindung von Hörne zu erarbeiten und vorzustellen.

AFP

FDP fordert Naherholungsgebiet statt Gewerbe und Wohnungen am Güterbahnhof

Der Güterbahnhof als Naherholungsgebiet
Der Güterbahnhof als Naherholungsgebiet?

Die vom Oberverwaltungsgericht (OVG) kassierte Bebauungsplan für das Gelände des alten Güterbahnhofs regt offensichtlich die Fantasie an – zumindest bei den Osnabrücker Liberalen. Statt dringend in Osnabrück benötigten Gewerbeflächen und Bauplätzen für Wohnungen, fordert die FDP-Ratsfraktion eine Umwandlung der Fläche, die immerhin halb so groß ist wie der Vatikan, in ein Naherholungsgebiet.

Die Freien Demokraten greifen einen Plan des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Robert Seidler aus dem Jahr 2013 wieder auf. Pikant an der Angelegenheit: Damals gab es Plagiatsvorwürfe einer Studentin, die eine Idee aus ihrer Bachelorarbeit im Studienfach Freiraumplanung an der Hochschule Osnabrück in den Plänen des damaligen Oberbürgermeisterkandidaten Seidler wiedererkannte.

Naherholungsgebiet Güterbahnhof
So sehen die bereits 2013 von Robert Seidler präsentierten Pläne aus (Quelle: FDP)

Während die Eigentümer der Fläche bislang durch einen Bebauungsplan ausgebremst wurden, der ihr Eigentum zu „Vorratsflächen“ degradierte, wollen die bundesweit sonst eher wirtschaftsfreundlich auftretenden Liberalen die Bebauungsplan nun so umstricken, dass eine wirtschaftliche Verwertung der Flächen komplett unmöglich gemacht wird. Dazu Robert Seidler in einer am Donnerstag verschickten Pressemitteilung: „Die Entscheidung des OVG zum Güterbahnhof gibt der Stadt die Möglichkeit, das Thema unter Berücksichtigung der heutigen Sachlage neu anzufassen.“

Der Güterbahnhof als der Rubbenbruchsee des Schinkels?

Seidler erklärt weiter: „Wenn wir das Stadtklima verbessern und gleichzeitig den östlichen Stadtteil Schinkel/Fledder attraktiver machen wollen, dann darf nicht wieder ein Gewerbegebiet als Bebauungsplan aufgestellt werden. Es gibt im östlichen Stadtteil von Osnabrück keine ausreichende >Grüne Lunge<. Im Westen haben wir das Naherholungsgebiet Rubbenbruchsee, im Osten nichts. Gewerbeflächen gehören dagegen an den Rand der Stadt.“

Der stadtentwicklungspolitische Sprecher Oliver Hasskamp bekräftigt das Vorhaben: „Die Fläche soll als Naherholungsgebiet Schinkel und für ein Kulturzentrum mit Ringlokschuppen als Herzstück dienen. Fördermittel aus dem Projekt Soziale Stadt sind einzuwerben genauso wie der bereits beschlossene neue Stadtteilspielplatz. Die Osnabrücker Kulturszene ist bei dem Planungsprozess mit ihren Ideen für das Kulturzentrum aktiv mit einzubeziehen und Fördergelder sind einzuwerben.“

Seidler will Skater locken, doch der Ex-Trendsport ist inzwischen „out“

Seidler ergänzt: „Für Inline-Skater, die bislang nur einmal im Jahr auf dem Wall fahren dürfen [Anmerkung der Redaktion: Es gab bislang immer zwei Skatenights, doch diese Veranstaltungen wurden in diesem Jahr vom Stadtsportbund mangels Nachfrage aufgegeben], könnte rund um das Gelände eine ganzjährige Bahn geschaffen werden. Die Hase kann zum Teil renaturiert werden. Eine Teilfläche kann tiefergelegt und bei Frost geflutet werden, um dort Schlittschuh laufen zu können. Zahlreiche weitere Möglichkeiten bieten sich an.“

Zum Thema ein vor Bekanntwerden der FDP-Pläne verfasster Kommentar: Kauft endlich den Osnabrücker Güterbahnhof!

 

AFP

Gute Nachricht des Tages: Polizei Osnabrück erfüllt kleinem Jungen großen Traum

Polizei
Foto: Polizei Osnabrück

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Mitten im Gedränge vor dem Streifenwagen, der zur Veranstaltung „Osnabrück tut Gutes“ am Nikolaiort in Osnabrück am 7. Oktober parkte, stand der 4-jährige Polizeifan Tim. Er konnte am Informationsstand der Polizei in den Streifenwagen einsteigen und ein Polizei-Malbuch ergattern.

Seine Mutter postete die Errungenschaft des begeisterten Jungen bei Instagram und markierte das Social Media Team der Polizei Osnabrück auf diesem Beitrag: „Liebe Polizei Osnabrück, darf Tim das Buch persönlich vorbeibringen, wenn er es fertig bemalt hat?“, schrieb die Mutter des kleinen Jungen.

Schreibt ihr in mein Freundebuch?

Tim beeilte sich und überredete seine Mutter der Polizei Osnabrück bei Instagram ein Video zu schicken. In dem Video fragte er das Social Media Team freundlich, ob er nicht nur das Malbuch vorbei bringen könnte, sondern ob die Polizei auch in sein Freundebuch schreiben möchte. „Dem süßen Blick konnten wir nicht widerstehen, sodass wir Tim und seine Mutter zu uns eingeladen haben“, so Social Media Managerin Lena Krüger.

„Ihr habt ihm gezeigt, dass Wünsche wahr werden können“

Tim übergab am letzten Mittwoch (17.10.18) stolz sein Malbuch und legte Pressesprecher Marco Ellermann sein Freundebuch auf den Schreibtisch. Gemeinsam füllten sie es aus und im Anschluss gab es noch ein paar Fotos mit dem echten Polizisten.

Ein paar Tage später meldete sich Tims Mutter beim Social Media Team der Polizei Osnabrück: „Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei euch bedanken! Tim ist so glücklich und erzählt seitdem nur noch von der Polizei. Ihr habt ihm gezeigt, dass Wünsche wahr werden können.“

AFP

Aufbau für den „Eiszauber am Ledenhof“ beginnt

Eiszauber, ledenhof
Die Aufbauarbeiten für den Eiszauber haben begonnen

Weihnachtsmusik, Glühwein trinken und gebrannte Mandeln essen – darauf freuen wir uns im Winter ganz besonders. Auch das Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen am Ledenhof ist inzwischen fester Bestandteil der vorweihnachtlichen Zeit. Mit dem Aufbau der Eislauffläche gegenüber vom Schloss wurde bereits am heutigen Donnerstag (25.10.) begonnen. Startschuss für die Schlittschuhsaison ist am 16. November.

In seinem ersten Jahr kam der „Eiszauber am Ledenhof“ gleich so gut an, dass er bis zum 8. Januar 2017 verlängert wurde, statt wie ursprünglich geplant am 30. Dezember zu schließen. Besonders bei jungen Leuten kam das kostenlose Schlittschuhlaufen an. Nach dem erfolgreichen Start wurde der Spaß für große und kleine Besucher weiter ausgebaut. Im letzten Jahr wurde erstmalig eine „Almhütte“ aufgebaut, in der bis zu 99 Personen Platz nehmen konnten. Ob es in diesem Jahr Neuerungen geben wird, ist noch nicht bekannt.

Eisstockschießen mit 220 Teams

Auch das Eisstockschießen darf diesen Winter nicht fehlen. Der Veranstalter plant in diesem Jahr mit 220 Teams, die jeweils dienstags, mittwochs und donnerstags um den Titel spielen. Interessierte können sich unter anderem unter eisstockschiessen@eiszauber.gmbh anmelden, die Teilnehmergebühr beträgt 40€. Pro Abend werden 14 Teams vor Ort sein, die in zwei Gruppen auf zwei Bahnen spielen werden. Mehr Informationen zum Spektakel und der Schlittschuhbahn finden Sie hier.

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