Es ist schon 18 Jahre her, da gab es zwischen Verwaltung, dem Osnabrücker Stadtmarketing (OMT) und verschiedenen Verbänden gemeinsame Arbeitsgruppen, die sich aktiv und unter dem Motto „Neue Impulse für Osnabrück“ dafür engagierten die Innenstadt attraktiver zu machen.

Im Gespräch mit unserer Redaktion erinnert sich Ralf Dammermann, Geschäftsführer des Stadtsportbunds (SSB) an die Anfänge der Skate Night, die ab 2001 bis zu 3.000 Osnabrücker sprichwörtlich „auf die Straße“ brachte.
Der SSB-Vorstand hat im Mai beschlossen, die Veranstaltung in diesem Jahr nur einmal und danach nicht weiter auszurichten.

Inline-Skaten in Osnabrück deutlich rückgängig

Irgendwann in den vergangenen fast 20 Jahren war die Unterstützung der OMT, die unter ihrem damaligen Geschäftsführer Oliver Mix Seite an Seite dem SSB für die Organisation und das Marketing sorgte, vorbei.
Und inzwischen sind die Teilnehmerzahlen auf „wenige Hundert“ gesunken, so Dammermann, der die Entwicklung sehr bedauert aber auch sagt „Trends kommen – gehen aber auch wieder“. Das inzwischen auch Skate- und vor allem Longboarder das Feld verstärken, hilft auch nicht um das Teilnehmerfeld groß zu halten.

Ordner zu finden ist gar nicht einfach

Die Organisation, die vor allem durch die Auflagen der Stadtverwaltung geprägt ist, bleibt gleich aufwändig, wie bei einer Massenveranstaltung mit mehreren Tausenden Teilnehmern erläutert Dammermann das Problem des SSB. Neben den entstehenden Kosten für jede Skate Night, drückte den SSB zuletzt auch das Problem genügend freiwillige Ordner zu finden, für die es klare Vorgaben von Seiten der Genehmigungsbehörde gibt. „Alle privaten Kontakte“ wurden aktiviert und bei jeder Veranstaltung reaktiviert“, beschreibt Dammermann die Arbeiten im Vorfeld.

Stadtsportbund würde Projekt gerne an neue Organisatoren abgeben

Wenn am kommenden Mittwoch die vorerst letzte Skate Night über die Wälle gefahren ist, würde der SSB-Geschäftsführer gerne Schützenhilfe leisten, falls sich ein anderer Veranstalter mit frischen Ideen finden würde, der diese Veranstaltung fortführen möchte. Das Wissen darüber, was es bei der Organisation alles zu beachten gibt, würde der SSB gerne weitergeben.

Skatenight Osnabrück
So schön wird’s vorerst nicht wieder (Foto: SSB)

Zum Ferienauftakt: Hoffnung auf gutes Wetter

Am kommenden Mittwoch starten auch die Sommerferien und die Veranstalter hoffen die auf gutes Wetter, optimale Bedingungen und eine gute Beteiligung von Inlinern und  Longboardern.

Treffpunkt ist traditionell der Ledenhof, auf dem sich die Skater ab 18:30 Uhr sammeln. Dort gibt es kühle Getränke und heiße Grillwürstchen. Das Startsignal für die letzte Skate-Night wird es um 19:30 Uhr gegeben. Traditionell werden die Skater von der Polizei und dem Musik-Lkw des Technischen Hilfswerks bekleidet. Bei Stürzen hilft der ASB mit seinen Rettungssanitätern und die Absicherung sorgt das bewährte Ordnerteam des SSB.

Die „klassische Wallfahrt“

Geplant ist eine klassische „Wallfahrt“, also die doppelte Umrundung des innerstädtischen Wallrings. Änderungen der Route kann  es allerdings geben, wenn es aufgrund des WM-Spiels Deutschland gegen Korea am Nachmittag zu Behinderungen auf dem Neumarkt kommt. Als Alternative ist eine 13 km lange Strecke geplant, die über den Wall Richtung Kommenderiestraße und Sutthauser Straße zur Parkstraße geführt wird. Von dort aus geht es durch die Wüste und den Blumenhaller Weg Richtung Hellern. Von der großen und kleinen Schulstraße führt die Strecke weiter über den Blumenhaller Weg und die Kromschröderstraße Richtung Rehmstraße und von dort über den Schlosswall und die Schlossstraße zurück zum Neuen Graben und Ledenhof.

Der SSB appelliert an alle Skater und Longboarder, sich mit der entsprechenden Schutzausrüstung (Protektoren, Helm) auszustatten.

Weitere Infos gibt es unter www.ssb-osnabrueck.de oder in der Geschäftsstelle Tel. 0541/982590.