Einen Förderbescheid über bis zu 728.999 Euro hat Stadtbaurat Frank Otte am 02.07.2018 in Berlin von Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), überreicht bekommen.

Mit dem Sofortprogramm „Saubere-Luft 2017 bis 2020“  unterstützt der Bund besonders mit Stickstoffdioxid belastete deutsche Städte bei der Umstellung auf Hybrid- und Elektrofahrzeuge.

Zum Hintergrund: Unternehmen, Verbände, soziale Einrichtungen und kommunale Verwaltungen konnten bis Ende Januar 2018 Zuschüsse beantragen,  für die Umstellung ihrer Fahrzeugflotten auf Hybrid- und Elektro, ebenso wie für die dazu gehörige Ladeinfrastruktur.  Die Stadtverwaltung hat diese Gelegenheit genutzt, denn auch der städtische Fuhrpark soll emissionsärmer werden.

Bund übernimmt Großteil der Mehrkosten

Um die Anschaffung von E- oder Hybrid-Fahrzeugen attraktiver bzw. wirtschaftlicher zu machen, übernimmt der Bund nun 90 Prozent der Mehrkosten, die ein solches Fahrzeug im Vergleich zu einem herkömmlich betriebenen Auto verursacht. Diese Mehrkosten hat der Bund für fast alle derzeit am Markt erhältlichen Modelle ermittelt. Beziffern sich die Mehrkosten eines Elektrofahrzeugs gegenüber des vergleichbaren konventionellen Modells beispielsweise auf 10.000 Euro so übernimmt der Bund 90 Prozent, also 9.000 Euro. Vom Preis für Ladesäulen übernimmt der Bund pauschal 90 Prozent.
Besonders im öffentlichen Sektor ist die Förderung eine große Hilfe, denn das Wirtschaftlichkeitsgebot führt oftmals dazu, dass das günstigste Fahrzeug gekauft werden muss, auch wenn es weniger effizient oder umweltfreundlich ist. Elektro- und Hybridfahrzeuge konnten in der Vergangenheit daher nur vereinzelt angeschafft werden.

Elektroförderung für Osnabrück

Die Stadt erhält die Förderung für die Ersatzbeschaffung von max. 29 Fahrzeugen sowie neun Ladesäulen, die für diverse Bereiche wie soziale Dienste, Feuerwehr, Grünpflege und viele mehr eingesetzt werden sollen. „Wir freuen uns sehr, dass das Ministerium die von uns beantragte Förderung in voller Höhe bewilligt hat, ob wir diese vollständig nutzen, hängt jedoch vom tatsächlichen Bedarf ab. Wir werden keine Fahrzeuge ersetzen oder beschaffen, die nicht tatsächlich gebraucht werden“, sagt Otte. „Für die Stadt ist es wichtig, die eigene Fahrzeugflotte emissionsarm und zukunftstauglich zu machen. Die Anschaffung der E-Autos ist dabei ein bedeutender Schritt.“
Vermutlich ist mittelfristig ein weiterer Förderaufruf des Bundes zu erwarten, wie schon im Januar, wird die Stadt über diesen informieren und Unternehmen und Einrichtungen bei der Beantragung unterstützen.