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Netzwerk Nachhaltige Mobilität aus der Region Osnabrück hält P+R-Platz am Rubbenbruchsee für ungeeignet

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Das „Netzwerk Nachhaltige Mobilität“ der Region Osnabrück hält Park+Ride-Plätze am Stadtrand für wenig zeitgemäß. Die mehr als eine Million Euro seien sinnvoller an anderer Stelle einzusetzen. Zukunftsweisender sei der Ausbau von Park+Ride und Bike+Ride in der Region bei gleichzeitiger Verbesserung des Fahrtenan- gebotes und Verdichtung des Taktes.

„P+R am Stadtrand ist angesichts der notwendigen Verkehrswende ein veraltetes Konzept“, erklärt Benjamin Sadler vom Netzwerk. „Wir brauchen einen anderen Verkehrsmix, in dem der Privat-PKW eine ganz andere Rolle spielt.“ Das P+R-Konzept aus den 80er Jahren sei nicht mehr zeitgemäß und greife für die aktuell erforderlichen Veränderungen zu kurz. „Wenn wir wirklich den Klimawandel stoppen wollen, muss der motorisierte Individualverkehr grundlegend reduziert werden.“ Wer Parkplätze baut, beflügele ihn nur. „Auch in der Region müsse ein Leben weitgehend ohne eigenes Auto möglich sein“, ergänzt Netzwerkmitglied Rainer Korte.

P+R am Bahnhof Sutthausen sinnvoll

„Wer schon den Stadtrand erreicht, 90 Prozent seiner Strecke zurückgelegt hat und die Kirchtürme der Innenstadt sieht, steigt nicht noch für die letzten zwei Meilen in den Bus“, so seine Einschätzung. Sinnvoll sei es, bereits in der Region vom Auto auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen und dafür müssten die Voraussetzungen deutlich verbessert werden. Nur einen P+R-Platz am Stadtrand hält das Netzwerk für sinnvoll: Den Platz am Bahnhof Sutthausen. Dort gehe es aber um Umsteiger in die Bahn. Die Umsteiger in die Metrobuslinie, die in die Innenstadt führe, könnten das auch schon weiter außerhalb, dezentral in der Nähe ihrer Wohnungen tun.

Mobilitätsgarantie für jedermann

Das Netzwerk verweist darauf, dass auch der Klimabeirat in seiner Stellungnahme zum Nahverkehrsplan 2019 (NVP) das ganz ähnlich sieht. Durch dezentrales P+R in der Region würden PKW-Kilometer verringert und ÖPNV-Strecken vergrößert. Der Umstieg an der Stadtgrenze bringt nach Meinung des Klimabeirates weder zeitlich noch ökologisch angemessene Vorteile. Da der Nahverkehrsplan (NVP) für Stadt und Landkreis gelte, die beide einen gemeinsamen Verkehrsraum bilden, solle der Stadtrat zusammen mit dem Kreistag ein geschlossenes Konzept entwickeln, das die Bahnhöfe und Mobilstationen zu Knoten eines multimodalen Verkehrskonzeptes mache, bei dem die Verkehrsmittel des Umweltverbundes die Hauptlast trügen. Zwischen den Mobilstationen und Bahnhöfen komme es auch auf Tangentialverbindungen an. Es gehe nicht nur um die Verbindungen nach Osnabrück. Die gesamte Fläche müsse erschlossen werden. Der Besitz eines eigenen Autos sollte Stück für Stück überflüssig werden, weil es eine öffentliche „Mobilitätsgarantie“ für jedermann gebe.

Umliegende Gemeinden einbinden

Der NVP sehe auch die Abstimmung mit dem benachbarten Kreis Steinfurt vor. Ein gemeinsames Handeln auch in der Verkehrspolitik ergebe sich auch allein daraus, dass Steinfurt und Rheine zusammen mit Stadt und Landkreis Osnabrück eine gemeinsame Klimaschutzregion bildeten. „Alle Gemeinden und Kreise in dieser Region haben verabredet, den CO2-Ausstoß bis 2050 um 95 Prozent, den Primärenergieverbrauch um 50 Prozent zu verringern“, ruft Thomas Polewsky vom Netzwerk in Erinnerung. „Wer jetzt noch neue Parkplätze baut, dem kann es nicht ernst sein mit dem 1,5-Grad-Ziel.“

Symbolfoto: Parkendes Auto.

PM
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