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CSU-Urgestein Glück kritisiert eigene Partei

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Foto: CSU-Parteitag am 15.12.2017, über dts

München (dts) – Der frühere CSU-Landtagspräsident Alois Glück hat seiner Partei mangelndes Gespür für die Bedürfnisse der Wähler attestiert. „Die CSU ist in verschiedenen Milieus in Bayern nicht mehr präsent und weiß nicht mehr, was dort gedacht wird und was diese Menschen bewegt“, sagte Glück der „Welt“ (Dienstagsausgabe). „Bei drängenden Fragen unserer Zeit, etwa in der Ökologie, ist die CSU sprachlos. Dabei waren wir auf dem Gebiet des Umweltschutzes einmal Pioniere. Doch auch weil wir das vernachlässigt haben, war das bei dieser Landtagswahl ein offenes Feld für die Grünen.“


Glück forderte die CSU auf, „zu ihren Wurzeln“ zurückzukehren. „Das bedeutet eben eine größere Bandbreite bei den Themen. Dazu gehört das Christlich-Soziale, das Liberale, ebenso wie das Konservative. Weltoffen und heimatverbunden, das macht die CSU aus, aber das hat man zuletzt zu wenig gesehen“, kritisierte der 78-Jährige. „Neben dem Ökologischen ist die CSU im sozialen Bereich, aber auch in kulturellen Milieus und im kirchlichen Bereich zu wenig präsent“, bemängelte Glück. „Die CSU erweckt auch zu sehr den Eindruck, allein Partei für Bayern zu sein. Damit verzwergt sie sich und macht sich allein zu einer Regionalpartei.“

dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.


 

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