Seit vier Jahrzehnten sind sie mittlerweile in den Niels-Stensen-Kliniken Franziskus-Hospital Harderberg unterwegs: die „Grünen Damen“. Das war ein Anlass zum Feiern und Rückblick halten. Begonnen wurde mit einem Gottesdienst in der Krankenhauskapelle mit dem Geistlichen Begleiter Pastor Dr. Thomas Stühlmeyer, ein Festakt schloss sich an.

Als Helga Suerbaum vor 40 Jahren die Katholische Krankenhaus-Hilfe gründete, war kaum absehbar, dass sich die Gruppe so positiv entwickeln würde. Damals hatten sich auf Anhieb 50 Interessierte gemeldet. Aus organisatorischen Gründen war die Gruppe dann zunächst mit zwölf Frauen gestartet. „Damals wie heute möchten die „Grünen Damen“ den Patienten den Aufenthalt im Krankenhaus erleichtern“, betont die jetzige Leiterin der Gruppe, Maria Reuter. „Wir haben vorrangig Zeit zum Zuhören und für Gespräche, aber auch für kleine Besorgungen. Und immer steht der Mensch im Mittelpunkt. Unser größtes Kapital ist dabei die Zeit.“



Maria Reuter dankte ihren Mitstreiterinnen, insbesondere Sigrid Masselink und Ingrid Winterboer vom Leitungsteam, für ihren großen Einsatz – aber ebenso dem Krankenhaus, den Ordensschwestern und den Pflegekräften für die Unterstützung in vielerlei Hinsicht.

Eine Bereicherung für alle Beteiligten

Verwaltungsdirektor Uwe Hegen unterstrich, die „Grünen Damen“ leisteten einen spürbaren Beitrag zur Entlastung und Begleitung. Der Dienst der Katholischen Krankenhaus-Hilfe sei eine Bereicherung für alle Beteiligten, nicht nur für die Patienten, sondern auch für die Hauptamtlichen. „Den Ehrenamtlichen wird im Franziskus-Hospital Harderberg große Anerkennung und hoher Respekt entgegengebracht. Wir sind dankbar für ihr Engagement und die erfolgreiche Zusammenarbeit.“

Monika Sewöster-Lumme, Geschäftsführerin der Caritaskonferenzen Deutschland (CKD) in der Diözese Osnabrück, sagte, sie sei gemeinsam mit Christa Speer, der ehrenamtlichen Vorsitzenden der CKD, der Einladung gern gefolgt. 40 Jahre Katholische Krankenhaus-Hilfe im Franziskus-Hospital sei schon etwas Besonderes. Das verdeutliche, dass dieser Dienst hierhin gehöre. Die „Grünen Damen“ gingen phantasie- und hoffnungsvoll an die Gestaltung des Ehrenamtes heran. Wer hier Patient sei, wisse: „Hier gibt es einen guten Geist.“

Ulrike Haßelbeck, stellvertretende Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Krankenhaus-Hilfe würdigte die „enorme Leistung, „denn über den Besuchsdienst hinaus betreuen die Ehrenamtlichen viele Patienten, die von weit her in die Spezialabteilungen kommen. Sie begleiten Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten, eine ganz wichtige Aufgabe. Außerdem begrüßen sie in der Geburtsabteilung jedes neugeborene Kind und engagieren sich in der neu aufgebauten Geriatrie-Station. Und im Oktober 2018 haben sie einen Begleitdienst eingerichtet.“

Frau Haßelbeck bescheinigte den „Grünen Damen“, mit zu den ersten Krankenhaus-Hilfe-Gruppen zu gehören, die in Deutschland gegründet worden seien. Sie dankte Gründerin Helga Suerbaum: „Sie haben die Gruppe mit großer Hingabe aufgebaut und 13 Jahre geleitet, bevor Sie die Leitung Ihres liebsten Kindes, wie Sie die Krankenhaus-Hilfe-Gruppe immer bezeichnet haben, aus Gesundheitsgründen 1992 an Frau Reuter übergaben.“ Und seit 27 Jahren leite Frau Reuter nun diese mit großem Engagement. Sie wünschte allen Ehrenamtlichen für die Zukunft weiterhin offene Augen und Ohren für die Bedürfnisse der Patienten des Krankenhauses.