Osnabrück 🎧30. Jahrestag der Bischofsweihe - Würdigungen für Franz-Josef Bode

30. Jahrestag der Bischofsweihe – Würdigungen für Franz-Josef Bode

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Bischof Bode bei seiner Silvesterpredigt 2020. / Foto: Dieter Reinhard

Als einen Menschen, der gestaltet, was ihm anvertraut wird, der wagt und mutig ist, hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, den Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode charakterisiert. Bätzing sprach im Festgottesdienst anlässlich Bodes Jubiläums zum 30. Jahrestag der Bischofsweihe.

Franz Josef Bode stelle sich kritischen Diskussionen, beispielsweise wenn es um die Lebensform der Priester, die Neubewertung gleichgeschlechtlicher Beziehungen und die Frage des Zugangs von Frauen zu sakramentalen Ämtern gehe, sagte Bätzing. „Du weichst nicht aus, Du bringst Dich mit offenem Visier und mit theologischen Argumenten in die Diskussionen ein und regst sie an“, so der Limburger Bischof.

„Unser Ort ist die Gegenwart“

Für alle Gläubigen sei es die entscheidende Aufgabe, die Gegenwart zu leben und zu lieben. „Wir sollen nicht entfliehen in die nostalgisch glorifizierte Vergangenheit einer Volkskirche, in der vermeintlich Vieles besser war – und doch nicht gut; wir sollen auch nicht orakeln über den Verfall der Werte mit der Folge einer bedrohlich ungewissen Zukunft. Unser Ort ist die Gegenwart“, so Georg Bätzing. Man müsse sich den Fragen und Nöten von heute stellen: den Folgen der Digitalisierung und der Biotechnologie, den Herausforderungen des Klimawandels und der Ungleichheit und Ungerechtigkeit bei den Lebensverhältnissen. Der Bischofskonferenzvorsitzende betonte auch den derzeitigen Wandel des Geschlechterverhältnisses. „Wir können als Kirche diesen Wandel im Sinne der Gerechtigkeit nicht einfordern, wenn wir ihm nicht auch in unseren eigenen Strukturen und unserer eigenen Glaubenslehre einen veränderten Ausdruck geben“, so Georg Bätzing.

Landesbischof: Ökumenische Gemeinschaft mit Bischof Bode ein Geschenk

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Ralf Meister, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, nannte Bischof Bode einen „weltoffenen, klugen und zugewandten Theologen“, der seine geistliche Verantwortung menschennah und hoffnungsvoll lebe. „Ich habe großen Respekt vor dem Mut, mit dem er aktuelle gesellschaftliche Fragen aufgreift und zu Reformen auch innerhalb seiner Kirche auffordert. Die ökumenische Gemeinschaft mit Bischof Bode ist ein Geschenk für die evangelischen Kirchen.“ Für die Städte und Gemeinden im Bistum Osnabrück würdigte der Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert den Bischof. Er hob vor allem dessen Engagement in der Ökumene und dem interreligiösen Dialog hervor. Gerade von letzterem hänge die Zukunft des Friedens in der Welt ab. „Daher ist es so wichtig, dass Menschen wie Sie sich immer wieder aufs Neue um eben diesen Dialog bemühen“, so Griesert.

Katholikenratsvorsitzende würdigt Bodes Einsatz für die Laien

Katharina Abeln, die Vorsitzende des Katholikenrates im Bistum Osnabrück, erwähnte besonders Bischof Bodes Engagement für die pastoralen Zukunftsgespräche und seinen Einsatz für die Laien. In den 30 Jahren als Bischof habe Franz-Josef Bode wichtige Akzente gesetzt. „Gemeinsam mit den Räten und Gremien haben sie Wegpunkte für unser Bistum markiert“, so die Katholikenratsvorsitzende. „Vielfältig und bunt – so würde ich nicht nur unser Bistum beschreiben, sondern so würde ich auch sie beschreiben“, so Abeln zu Bischof Bode. Er habe mit Offenheit und Weitsicht das Bistum geprägt. Franz-Josef Bode habe sich immer als einen Menschen gesehen, der „zusammenführt, die Einheit im Blick behält und auch zu einem Leben aus dem Glauben inspiriert“, so Bernhard Stecker, Vorsitzender des Priesterrates und Andrea Farwick, Diözesansprecherin der Gemeindereferent*innen im gemeinsamen Grußwort. Bischof Bode sei „im besten Sinne ein Ermöglicher“.

PM
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