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Toter Säugling – Staatsanwaltschaft fordert Freispruch

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Das Verfahren vor dem Landgericht Osnabrück um den Tod eines Säuglings in Georgsmarienhütte im Oktober 2017 (Az. 6 Ks 7/18) steht kurz vor dem Abschluss.

Nach den gestrigen Plädoyers vor der 6. Großen Strafkammer des Landgerichts (Schwurgericht) wird das Urteil voraussichtlich im nächsten Termin in dieser Sache am Montag, dem 03. Juni 2019, ab 11.00 Uhr in Saal 272 des Landgerichts (Schwurgerichtssaal) verkündet werden.

Übereinstimmende Forderung von Freispruch

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hatte dem heute 25 Jahre alten Angeklagten Totschlag vorgeworfen. Sie ging in ihrer Anklage davon aus, er habe den zu diesem Zeitpunkt etwa drei Monate alten Säugling aus Überforderung geschüttelt und hierdurch dessen Tod verursacht. Seit dem Prozessauftakt am 12. November 2018 hat das Gericht an mehreren Verhandlungstagen neben einer Reihe von Zeugen mehrere medizinische Sachverständige vernommen. In den Plädoyers am gestrigen Montag, dem 13. Mai 2019, forderten die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung übereinstimmend, den Angeklagten freizusprechen.

Ablauf der Geschehnisse sei nicht klar zu rekonstruieren

Der Nachweis einer Tötung des Säuglings durch den Angeklagten sei nicht mit der für eine Verurteilung erforderlichen Sicherheit zu führen. Die Verteidigung stützte dies unter anderem darauf, jedenfalls einer der medizinischen Sachverständigen habe die eindeutige Auffassung geäußert, das Kind sei eines natürlichen Todes gestorben. Die Staatsanwaltschaft hob in ihrem Schlussvortrag hervor, der Ablauf der Geschehnisse sei jedenfalls nicht ausreichend sicher zu rekonstruieren, um von der Schuld des Angeklagten auszugehen. Es komme etwa auch infrage, dass die Kindsmutter den Tod des Säuglings verursacht habe.

Im nächsten und voraussichtlich letzten Termin in dieser Sache am Montag, dem 03. Juni 2019, ab 11.00 Uhr in Saal 272 des Landgerichts (Schwurgerichtssaal) wird zunächst der Angeklagte das letzte Wort erhalten. Danach wird voraussichtlich die Sitzung zur Beratung unterbrochen werden und die Kammer anschließend ihr Urteil verkünden.


PM
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