Foto: Bus von Borussia Dortmund, über dts

Nach Recherchen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel haben Spezialkräfte der GSG 9 am frühen Freitagmorgen den mutmaßlichen Täter des Sprengstoffanschlags auf den Bus des BVB gefasst.

Nach intensiv geführte Ermittlungen der Bundesanwaltschaft, des Bundeskriminalamts und der NRW-Polizei handelt es sich um den 28-jährigen Sergej W. aus dem Raum Tübingen.
Das Tatmotiv soll “Habgier” gewesen sein. Der russischstämmige mutmaßliche Attentäter wollte 
mit dem Bombenanschlag möglichst viele Teammitglieder von Borussia Dortmund töten oder verletzen um mit sogenannten Put-Optionen durch fallende Aktienkurse ein Millionen-Vermögen zu verdienen.
Damit er die insgesamt 
15.000 Optionsscheine kaufen konnte, soll der mutmaßliche Bombenleger einen Verbraucherkredit aufgenommen haben. Um den Bombenanschlag zu koordinieren, habe er sich im BVB-Mannschaftshotel ein Zimmer genommen, von wo er auch seine Wertpapiergeschäfte per hauseigenem Internet abwickelte.

Zuvor erfolgte Ermittlungen gegen Islamisten, Links- und Rechtsradikale hatten sich schnell als falsch herausgestellt. Allerdings kam die Polizei so auf die Spur des Irakers  Abdul Baset al-O. (26), der im Irak ein Anführer des “Islamischen Staats” (IS) gewesen sein soll.