Der Neumarkt ist ein ewiger Streitpunkt in der Politik und der Bevölkerung. Die Ideen gehen von einer vollständigen Sperrung, über den Ausschluss des motorisierten Verkehrs bis hin zur Freigabe nur für den ÖPNV. Auch zwischen den Parteien ist man sich offenbar nicht einig. Für die SPD steht zumindest fest, dass es keine Qualitätsverluste des ÖPNV am Neumarkt geben darf.

„Dass der Neumarkt als zentraler ÖPNV-Knotenpunkt für die Osnabrücker Innenstadt und damit für die Kaufleute in unserem Stadtzentrum unentbehrlich ist, wissen wir spätestens seit dem externen Gutachten im Herbst diesen Jahres. Wir fordern daher erhöhte Sensibilität seitens des Osnabrücker OBs, der das Thema ´Neumarkt´ bereits seit ca. eineinhalb Jahren zur Chefsache erklärt hat, und damit verantwortlich zeichnet“, erklären Frank Henning, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, und Heiko Panzer, stadtentwicklungspolitischer Sprecher
der Rats-SPD.

Chaos lässt nichts Gutes erwarten

„Das unabgestimmte Handeln in der Verwaltungsspitze (siehe die Berichterstattung über die von der Verwaltung geplante 2-jährige Sperrung des Neumarkts und das im gleichen Atemzug vom OB erklärte Dementi) lassen hinsichtlich einer abgestimmten und ergebnisorientierten Verkehrslösung am Neumarkt leider nichts Gutes erwarten“, bedauert Panzer. „Dennoch, die SPD-Fraktion wird natürlich alle Verwaltungsvorschläge, die auch mit dem OB abgestimmt  sind, prüfen und hinsichtlich ihrer Wirkung auf den ÖPNV bewerten. Eins muss aber klar sein: hohe Qualitätsverluste im ÖPNV sind mit der SPD-Fraktion nicht zu machen“, verdeutlicht Henning die Position der SPD abschließend.