Tag der Pressefreiheit 2024: Eine Erinnerung an die Bedeutung der freien Berichterstattung

Am 3. Mai 2024 wird weltweit der Tag der Pressefreiheit gefeiert, ein Anlass, der die grundlegende Bedeutung der freien Meinungsäußerung und unabhängigen Berichterstattung hervorhebt. In einer Zeit, in der die Medienlandschaft zunehmend von Herausforderungen wie Zensur, Desinformation und Einschränkungen der Pressefreiheit bedroht ist, ist es wichtiger denn je, die Werte der Pressefreiheit zu verteidigen und zu fördern.

Gedanken und Einordnung von HASEPOST-Redaktionsleiter Dominik Lapp

Die Pressefreiheit bildet das Fundament einer demokratischen Gesellschaft, da sie es den Medien ermöglicht, unabhängig über politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Themen zu berichten. Sie ermöglicht es Journalistinnen und Journalisten, unbequeme Fragen zu stellen, Missstände aufzudecken und die Öffentlichkeit zu informieren. Ohne Pressefreiheit wären Regierungen und mächtige Institutionen weit weniger transparent.

Einschränkungen und Bedrohungen

Dennoch sehen sich Journalistinnen und Journalisten weltweit zunehmend mit Einschränkungen und Bedrohungen konfrontiert. In einigen Ländern werden Medien durch staatliche Zensur, Gesetze zur Einschränkung der Pressefreiheit und Einschüchterung von Medienschaffenden unter Druck gesetzt. Sie werden häufig Opfer von Übergriffen, Bedrohungen und sogar gewaltsamen Angriffen, während sie ihre Arbeit verrichten.

Weltkarte der Pressefreiheit 2024
Weltkarte der Pressefreiheit 2024. / Foto: RSF Reporter ohne Grenzen

Darüber hinaus hat die Verbreitung von Desinformation und Fake News im digitalen Zeitalter die Glaubwürdigkeit der Medien weiter untergraben. Soziale Medien bieten eine breite Reichweite für irreführende Inhalte, die die öffentliche Meinung beeinflussen und das Vertrauen in traditionelle Medieninstitutionen erschüttern können.

Pressefreiheit in USA verschlechtert, in Portugal verbessert

Die jüngst von der international tätigen Nichtregierungsorganisation “Reporter ohne Grenzen” veröffentlichte Weltkarte der Pressefreiheit für das Jahr 2024 macht deutlich, dass es nur noch wenige Länder auf der Welt gibt, in der die Lage der Pressefreiheit als “gut” (grün) oder “zufriedenstellend” (gelb) eingestuft wird. In den USA hat sich die Lage im Vergleich zu 2023 von “zufriedenstellend” auf “erkennbare Probleme” verschlechtert. In Portugal hat sie sich hingegen verbessert.

Auch in Osnabrück wird versucht, Berichterstattung zu beeinflussen

Doch eine Einschränkung der Pressefreiheit oder Beeinflussung der freien Berichterstattung findet nicht nur von Regierungen gesteuert im großen Stil statt. Selbst in einem Land wie Deutschland, wo der Presselandschaft eine “zufriedenstellende Lage” attestiert wird, kommt es immer wieder vor, dass Einzelpersonen, Institutionen oder Unternehmen versuchen, die freie Berichterstattung zu verhindern. Auch die Redaktion der HASEPOST erreichen immer wieder E-Mails und Anrufe, um Berichterstattung zu verhindern, zu beeinflussen, Berichte nachträglich löschen oder ändern zu lassen – worauf sich die Redaktion grundsätzlich mit Verweis auf die Pressefreiheit nicht einlässt.


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Dominik Lapp
Dominik Lapp
Dominik Lapp ist seit 2023 Redaktionsleiter der HASEPOST. Der ausgebildete Journalist und Verlagskaufmann mit Zusatzqualifikation als Medienberater, Social-Media- und Eventmanager war zuvor unter anderem als freier Reporter für die Osnabrücker Nachrichten, die Neue Osnabrücker Zeitung und das Meller Kreisblatt sowie als Redakteur beim Stadtmagazin The New Insider und als freier Autor für verschiedene Kultur-Fachmagazine tätig. Seine größte Leidenschaft gilt dem Theater, insbesondere dem Musical und der Oper, worüber er auch regelmäßig auf kulturfeder.de berichtet.

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