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Roboter für Osnabrücker Schulen – Land Niedersachsen fördert mit 200.000 Euro

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Vier Osnabrücker Schulen (Bertha – von – Suttner – Realschule, Wittekind-Realschule, IGS Osnabrück und das Gymnasium „In der Wüste“) erhielten am Mittwoch, den 23. Juni 2021 im Rahmen einer Pressekonferenz vom Land Niedersachsen Antrags beantragte Roboter, kurz Dobots genannt. Die Dobots sollen den Unterricht an den Schulen ergänzen.

Martin Sandkämper, Schulleiter der Bertha – von – Suttner – Realschule, hatte die beteiligten Vertreter der Schulen zu einer Auftaktveranstaltung eingeladen, auch um zu demonstrieren, wie außerordentlich stark die Region Osnabrück im landesweiten n-21-Projekt bedacht wurde. Das n-21-Projekt unterstützt Schulen bei Schritten zur weiteren Digitalisierung. Die vier Osnabrücker Schulen wurden dabei mit einer Fördersumme in Höhe von 200.000 Euro unterstützt. Besonders erfreulich sei auch die unkomplizierte Unterstützung seitens der Stadt Osnabrück, denn schließlich mussten 10 Prozent aus städtischen Mitteln getragen werden, so Sandkämper.

Besonderes Anliegen für die Stadt

Christian Fromme vom Fachbereich Bildung, Schule und Sport der Stadt Osnabrück lobte die Schulen für ihre Innovationskraft und stellte besonders heraus, dass es der Stadt Osnabrück ein besonderes Anliegen sei, die Schulen bei der Umsetzung zu unterstützen. Harald Strating von der Hochschule Osnabrück verweis in seiner Darstellung auf die Gesamtleistungen des Landes und erwähnte weitere Schulen im südlichen Landkreis Osnabrücks, die ebenfalls gefördert wurden und Mitglied im neu geschaffenem Netzwerk zwischen der Hochschule, den berufsbildenden Schulen Brinkstraße und den allgemeinbildenden Schulen sind. Mit der Umsetzung der Projektidee sind die beteiligten Schulen sehr gut und zukunftsweisend aufgestellt.

16 Roboter für die Bertha – von – Suttner – Realschule

„Mit der Umsetzung des Antrags ‚Mensch – Roboter – Kollaboratives Lernen‘ und der damit verbundenen Anschaffung von 16 Robotern baut die Bertha – von – Suttner – Realschule ihren Schwerpunkt „MINT“ weiter aus. Mit der verpflichtenden Einführung von Tablets ab Jahrgang 5, dem Informatikunterricht in den verschiedenen Jahrgängen und einer zunehmenden Digitalisierung von Unterricht ergänzen die Roboter das schulische Portfolio zur Digitalisierung“, führt Martin Sandkämper weiter aus.

Die neuen Dobots sollen den Schulunterricht ergänzen. / Foto: Martin Sandkämper

In einem neu eingerichteten Wahlpflichtkurs „Robotik“ sollen die interessierten Schülerinnen und Schüler lernen, wie der Mensch mit dem Roboter zusammenarbeiten kann. Dabei nimmt das Programmieren der Roboter eine herausragende Rolle ein und gibt damit dem Fach Informatik eine weitere Möglichkeit der Implementierung von Inhalten mit konkreten Problemstellungen. Durch eine Beteiligung am Netzwerk erhofft sich die Bertha zusätzliche Impulse zur Digitalisierung des Technikunterrichts und des Informatikunterrichts, aber auch aller anderen Fächer und leistet damit einen weiteren wertvollen Beitrag zur Berufsorientierung unserer Schülerinnen und Schüler.

Gymnasium „In der Wüste“ baut neues Technologiezentrum auf

„Junge Menschen sind die einzige wertvolle natürliche Ressource der Bundesrepublik Deutschland“, so Nils Fischer als Leiter des Gymnasiums „In der Wüste“. „Bildung bereitet diese jungen Menschen auf das Leben und Arbeiten in einer globalisierten Welt vor. Diese unterliegt einem drastischen Wandel, hervorgerufen durch eine Digitalisierung aller privaten und beruflichen Lebensbereiche, der Entwicklung selbstlernender KI und komplexer Robotik-Systeme. Der Aufbau des Technologiezentrums Robotik ist Bestandteil der Digitalstrategie des Gymnasiums „In der Wüste“.

Robotik und Informatik werden feste Bestandteile des Unterrichts und des außerunterrichtlichen Angebotes schon für untere Jahrgangsstufen. Bis 2030 werden Künstliche Intelligenz, Robotik und digitale Endgeräte selbstverständlicher Bestandteil von Lehre, Prüfung und Schullaufbahnbegleitung der Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums „In der Wüste“. Bis zum Roboterassistenten in der Schule ist es aber noch ein weiter Weg. Das Technologiezentrum ist ein erster Schritt zu lernen, wie Roboter gesteuert werden, mit Menschen interagieren können und welche Sensorik und Befehle notwendig sind. Bislang wird Robotik am Gymnasiums „In der Wüste“ unter anderem mit Lego Mindstorm-Systemen unterrichten. Der Informatikunterricht beginnt ab Klasse 10 und kann auch als Leistungskurs in der Oberstufe belegt werden“, so seine Ausführungen.

IGS mit Ausbau des MINT-Bereiches

„Wir“, stellt Stefan Knoll als Schulleiter der IGS Osnabrück heraus, „freuen uns, dass der MINT-Bereich im neuen Schuljahr 2021/2022 weiter ausgebaut wird. Nach der Einführung des 3D-Druckers im Technikbereich, bieten nun 16 neue Dobot Bildungsroboter den Schülerinnen und Schülern einen spannenden und vor allem praktischen Einstieg in die Welt der Robotik. Die Dobots lassen sich vielseitig durch Teaching & Playback, Blockly oder durch Python programmieren und bieten somit vielseitige Anwendungsmöglichkeiten für alle Jahrgangsstufen.“

„Im kommenden Schuljahr 2021/2022 soll sowohl ein Robotikkurs als Wahlpflichtkurs im Jahrgang 8 als auch in 9&10 angeboten werden. Um unsere jüngeren Jahrgänge von dieser Technik zu begeistern, wird eine AG für den 5. und 6. Jahrgang eingeführt. Durch die Programmierung der Roboterarme können die Dobots auch im Informatikunterricht der Oberstufe eingesetzt werden, um die Brücke zwischen Theorie und Praxis herzustellen.
Zusätzlich zu den Robotern wurde eine große Palette an Zubehör und neuen Laptops angeschafft. Somit können beispielsweise mit den Dobots Fertigungslinien simuliert, ein 3D-Drucker nachgebaut, ein selbstschreibender Arm programmiert oder auch unterschiedliche Sensoren angesteuert werden“, so Knoll weiter.

‚Innovations- und Zukunftszentrum Robotik‘

„Die Berufsbildenden Schulen des Landkreises Osnabrück-Brinkstraße sind im Rahmen der n21-Förderung als eine von sechs niedersächsischen berufsbildenden Schulen berechtigt, den Titel ‚Innovations- und Zukunftszentrum Robotik‘ zu tragen“, erklärt Günter Willmann als verantwortlicher Projektleiter. „Die Berufsschule baut im Rahmen des Projektes ein Innovationslabor für Robotik auf, in dem 13  Roboter in der Mensch-Maschine-Kollaboration eingesetzt werden. Mit dieser Ausstattung ist die Schule in der Lage, auf der Grundlage der mehr als 20-jährige Erfahrung in der Industrierobotik die aktuellen technologischen Entwicklungen der kollaborativen Robotik  in ihre Ausbildungskonzepte zu integrieren. Ein  weiterer Bestandteil des Projektes besteht darin, die Kooperation mit den allgemeinbildenden Schulen zu intensivieren, sie in der Anwendung der kollaborativen Robotik zu unterstützen und gemeinsame Fortbildungen durchzuführen. Dies dient insbesondere der Zusammenarbeit der Schulen bei der Berufsorientierung, die durch diese Förderung um eine weitere attraktive Technologie erweitert werden kann.“

Titelbild: Unter den Augen der Schulleiter und Verantwortlichen werden ersten Schüler an die neuen Dobots herangeführt. / Foto: Martin Sandkämper

PM
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