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AfD macht in Osnabrück Wahlkampf mit „Quotenneger“

Serge Menga
Serge Mengas Wahlplakat zur Landtagswahl in NRW.

Nur einen Tag nach der Bestätigung des Wahlamts der Stadt Osnabrück, dass die als Direktwahlkandidatin aufgestellte Tanja Bojani bedingt durch die innere Zerrissenheit der Osnabrücker AfD nicht auf den Wahlzetteln zur Bundestagswahl stehen wird (HASEPOST berichtete dazu bereits am 28. Juni), kündigt die AfD für die verbliebenen Wahl um die niedersächsische Landesliste eine Wahlkampfveranstaltung an.

Wahlkampfredner ist gar kein Mitglied der AfD

Am 27. Juli, ein Donnerstag, soll es gegen 18 Uhr eine Veranstaltung vor dem Hauptbahnhof in Osnabrück geben. Hauptredner ist Serge Menga aus Essen, der sich selbst, in seinen Videos als „Quotenneger aus NRW“ bezeichnet, so die AfD in einer Mitteilung an unsere Redaktion. Die AfD selbst titelt dazu: „Der Schwatte aus Essen kommt“.

Pikantes Detail an der Wahlkampfveranstaltung: Serge Menga ist kein Mitglied der AfD, zur Landtagswahl 2017 in Nordrhein-Westfalen trat er als parteiloser Kandidat an.

Menga war wütend über Silvester in Köln

Bekannt wurde der in Demokratischen Republik Kongo geborene Menga durch seine vielbeachtete YouTube „Wutrede“ nach den Silvester-Ereignissen auf der Domplatte in Köln.
„Mit welchem Recht nehmen sich manche Menschen Sachen heraus, die das Ansehen aller hier lebenden Ausländer besudeln?“, fragte er, sichtlich bewegt, in seinem Video. Seine Rede an jene Männer, die sich „brutal und kriminell verhalten haben“ mündete in der Aussage: „Packt einfach eure Klamotten und geht wieder nach Hause. Dorthin, wo gebombt und misshandelt wird.“

Keine Einigkeit mit Sigmar Gabriel

In Folge seiner Rede wurde er vom damaligen Vize-Kanzler Sigmar Gabriel nach Berlin zu einem Gespräch eingeladen. Das Ergebnis des Gespräches hat ihn nicht zufriedengestellt. Er fordert eine bessere Reaktionszeit der Politik: „Die Bevölkerung wünscht sich in der Flüchtlingsdiskussion schnelle Lösungen und nicht erst morgen.“ Notwendig sei nicht nur eine rasche Abschiebung krimineller Flüchtlinge, sondern auch mehr Polizeipräsenz.
Bezüglich der Flüchtlingspolitik mahnt er: „Die Politik muss uns die Wahrheit sagen und zugeben, dass sie den Schlüssel zum Erfolg noch nicht gefunden hat. Sie sollte sich für ihre Fehler entschuldigen. Sie sollte den Menschen zuhören und sie mitnehmen bei ihren Entscheidungen.
„Es gibt auch Flüchtlinge und Migranten, die sich nicht integrieren lassen wollen. Aber dann müssen sie gehen. Wer diesen Rechtsstaat nicht akzeptiert, der hat hier nichts zu suchen oder wird bestraft“
Die Gesellschaft, die man sich als Flüchtling für seine weitere Zukunft ausgesucht habe, müsse man akzeptieren, auch wenn man längst nicht alles toll finde: „Aber, das sind die Regeln, so funktioniert das, so geht ein friedliches Miteinander.“
Folgerichtig spricht Serge Menga, der kein AfD-Mitglied ist, in Osnabrück zu dem Thema: „Gegen die Spaltung unserer Gesellschaft. Für ein besseres Miteinander.“

AfD-Kreisvorsitzender freut sich auf Dialog

In der Pressemitteilung zur geplanten Veranstaltung heißt es: „Der Kreisvorsitzende der AfD-Osnabrück freut sich, dass Serge Menga der Einladung des KV gefolgt ist: „Wir haben die Aufforderung von Serge Menga verstanden und sind bereit zum Dialog. Der Redner ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Integration.“

AFP

VfL Osnabrück Fußballer sind jetzt die „Rauten-Truppe“ und unterscheiden sich optisch vom Rest des Vereins

Logo VfL Osnabrück

Wappen und Raute, genau genommen hat der VfL Osnabrück zwei „Logos“, in der Öffentlichkeit sollen die beiden Elemente nun zwischen dem (Profi-) Fußball und dem Breitensport unterscheiden. Als verbindendes Element bleiben das Buchstabenkürzel „VfL“ und die Vereinsfarben Lila und Weiß.

In einer knappen Mitteilung an die Presse machte Marketing- und Kommunikationsleiter Sebastian Rüther am Dienstagmittag darauf aufmerksam, dass die Kollegen von der Presse ab sofort die optische Trennung beachten sollen.
Das bekannte Wappen, das bislang auch auf den Trikots über dem Herz der Spieler prangte, steht nun vor allem für die Sportarten Gymnastik, Schwimmen und Tischtennis.

Erst vergangene Woche hatte der Verein mitgeteilt, dass mit der Firma „TEDi“ ein Einzelhändler für hochwertige Waren des alltäglichen Bedarfs, zukünftig das Sponsoring auf den Trikots übernimmt.

„Rauten“ werden zum Logo der Fußballer

„Für sämtliche Themen rund um den (Profi)Fußball (KGaA) kehrt der VfL Osnabrück zur Spielzeit 2017/18 zur traditionsreichen Raute als offizielles Logo zurück. Das zuletzt verwendete Vereinswappen wird ausschließlich für Vereinsthemen (e.V) eingesetzt“, so Sebastian Rüther.

Logo Bremer Brücke VfL Osnabrück
Sieht ein wenig wie zu oft gewaschen aus, ist aber das offizielle Logo der „Bremer Brücke“.
Ebenfalls mit einem eigenen Logo versehen wurde die „Bremer Brücke“, wegen der Nähe zur „Rauten-Truppe“ wurde in dieses Logo die Fußball-Raute mit eingearbeitet.

AFP

Schlossgarten Osnabrück: Handy mit vorgehaltenem Messer geraubt

Polizeikontrolle (Symbolbild)
Polizeikontrolle (Symbolbild)

Am späten Montagabend kam es an der OsnabrückHalle zum Raub eines Handys. Zwei junge Männer saßen gegen 23 Uhr auf der zum Schlossgarten hin gelegenen weißen Treppe, als zwei unbekannte Personen an sie herantraten.

Einer dieser Männer sprach das spätere Opfer an und wollte mit dessen Handy telefonieren. Als der junge Mann das ablehnte, zog der zweite Täter ein Messer und forderte die Herausgabe des schwarzen Samsung A5.

Täter flüchteten in den Schlossgarten

Als das Opfer das Handy übergeben hatte, erschienen noch zwei weitere Personen auf der Bildfläche, mit denen das Räuberduo schließlich in den Schlossgarten flüchtete. Beide Täter waren etwa 20 bis 25 Jahre alt und circa 180 bis 185cm groß.

Der Wortführer hatte einen Oberlippen-Kinn-Bart, der Täter mit dem Messer einen dunklen Teint und trug ein schwarzes Basecap. Hinweise zu dem Raub nimmt die Polizei Osnabrück entgegen. Telefon: 0541-3273203.

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AFP

Beste Voraussetzungen für Polarlichter am Himmel über Osnabrück

Nordlicht, Polarlicht

Für die Nacht auf den 18. Juli werden nur wenige Wolken am Himmel über Osnabrück erwartet. Beste Voraussetzungen um das Himmelsschauspiel einer „Aurora Borealis“, besser bekannt als Polar- oder Nordlicht, zu beobachten. Die farbigen Himmelsschleier werden in dieser Sommernacht deutlich südlicher als üblich erwartet.

Diese faszinierenden Leuchterscheinungen, die rein wissenschaftlich betrachtet lediglich „angeregte Stickstoff- und Sauerstoffatome der Hochatmosphäre“ sind, werden sonst vor allem in Polargebieten beobachtet.

Vergangene Nacht bereits Meldungen aus Norddeutschland

Aktuell ist die Aktivität der Polarlichter allerdings sehr stark. In der Nacht auf den 17. Juli gab es bereits mehrere Sichtungen aus dem westlichen Norddeutschland.
Ende Mai wurden sogar Beobachtungen aus dem Voralpenraum gemeldet, wie das Polarlicht-Archiv informiert.

Die aktuelle Polarlicht Wahrscheinlichkeit bewertet das Polarlicht-Archiv für die Nacht auf den 18. Juli als „erhöht“.

AFP

Rowdy-Rentner in Bramsche? Touareg am Friedhof zerkratzt

Lackkratzer (Symbolfoto)
Symbolfoto

Am Samstagmittag kam es an der Osnabrücker Straße in Bramsche (Nordkreis Osnabrück) zu einer Sachbeschädigung an einem platinfarbenen VW Touareg.

Das Fahrzeug stand auf dem Grünstreifen in Nähe des Nebeneinganges zum städtischen Friedhof und wurde von Unbekannten auf der Beifahrerseite erheblich zerkratzt. Tatverdächtig ist ein älteres Paar, dass sich laut Zeugenaussagen gegen 11.45 Uhr an dem Wagen auffällig verhalten hat.

Ärgerten Rentner sich über Falschparker?

Denkbar ist, dass sich das Pärchen über den Standort des geparkten Geländewagens geärgert und im Vorbeigehen das Fahrzeug beschädigt hat.

Der Mann war etwa 175 bis 180cm groß, hatte weiße kurze Haare und trug eine Sonnenbrille sowie eine helle Jacke. Hinweise in der Sache nimmt die Polizei in Bramsche, Tel. 05461-915300, entgegen.

 

AFP

Radelnder Taschendieb wurde von Zeugin vom Fahrrad geholt

Polizei Osnabrück Symbolbild
Polizei Osnabrück (Symbolbild)

Nur von kurzer Dauer war die Freude eines Handtaschendiebs am Sonntagnachmittag an seiner Beute. Er hatte nicht damit gerechnet, dass ihn eine mutige Zeugin zu Fall bringen würde.

Wie die Polizei Osnabrück am Montag berichtet, saß eine Frau (58) gegen 14 Uhr im Außenbereich der Alten Posthalterei an der Hakenstraße.

Plötzlich fuhr aus Richtung Dielingerstraße kommend ein Fahrradfahrer am Tisch der Frau vorbei und ergriff dabei die auf einem Stuhl abgelegte Handtasche der Frau. Diese Aktion beobachtete eine Passantin (28), die dem Dieb mit dem Fahrrad entgegenfuhr.

Zeugin brachte den Dieb zu Fall

Die Osnabrückerin stellte sich daraufhin couragiert mit ihrem Fahrrad im Bereich des Brunnens quer und verengte so bei den dortigen Pfosten die Durchfahrt für den Dieb. Geistesgegenwärtig griff die Zeugin nach der Handtasche und entriss diese dem Täter. Der Mann stürzte daraufhin mit seinem Fahrrad, rappelte sich auf und lief ohne Beute in Richtung Nikolaiort weg. Die Eigentümerin bekam so ihre Tasche mit dem kompletten Inhalt wieder.

Tatverdächtiger wurde am Hauptbahnhof geschnappt

Im Rahmen der Fahndung nach dem Dieb konnte die Polizei aufgrund der sehr guten Beschreibung, die sie von der Geschädigten und der Zeugin bekommen hatte, einen dringend Tatverdächtigen in Nähe des Hauptbahnhofs festnehmen. Die Ermittlungen gegen den polizeilich bekannten 35-jährigen Osnabrücker dauern an.

Fahrrad
Wurde das beim Diebstahl benutzte Fahrrad vorher gestohlen? Foto: Polizei Osnabrück
Wer kann Hinweise zu dem Fahrrad geben?

Die Polizei hat das bei der Tat benutzte schwarze Trekkingrad der Marke Hercules, Modell Pro Avanos, sichergestellt.
Da vermutet wird, dass dieses ebenfalls aus einem Diebstahl stammt, sucht die Polizei nun nach dem Eigentümer des Fahrrades. Hinweise bitte unter der Telefonnummer 0541-3273203 oder 0541-3272215 (außerhalb der Geschäftszeiten).

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AFP

Die Sommerhitze ist im Anmarsch auf Osnabrück

Prognose des DWD
Prognose des DWD für Mittwoch, den 19. Juli 2017 (Quelle: DWD)

Wer kann, der sollte sich für Mitte der Woche schon mal freinehmen und einen Ausflug, zum Beispiel ins Nettebad oder Moskau planen.

Der gewohnt zurückhaltende Deutsche Wetterdienst hat am Sonntagnachmittag eine erste detaillierte Prognose für den Mittwoch der kommenden Woche gewagt. Dann erwarten uns Temperaturen um 30 Grad, voraussichtlich auch im Osnabrücker Land.

Dienstag kommt der Sommer nach Osnabrück zurück

Zu Wochenbeginn wird sich das Sommerwetter von Süden her vorarbeiten, allerdings liegt die Mitte und der Norden Deutschlands da noch unter dem Einfluss einer Kaltfront.
Ab Dienstag breitet sich dann die sehr warme und zunehmend richtig heiße Luft nach Norden aus. Nach aktuellen Prognosen könnte die Sommerhitze aber nur vorübergehend sein. Wer kann und will sollte den Mittwoch als Freibad-Tag vormerken.

Täglich um Mitternacht gibt es auf Facebook fb.com/hasepost die Minimal- und Maximaltemperaturen und den Wetterfilm unseres Partners Westerbergwetter, ab 7 Uhr dann die Vorschau auf das Wetter des Tages.

AFP

Jusos und Junge Union positionieren sich für und wider linke Szene in Osnabrück

Substanz Osnabrück
SubstAnZ bezieht auch grafisch Position gegen Rechts

Nach den jüngsten Aussagen der Jungen Union über „fürchterliche Krawalle von Linksradikalen“ rufen die Osnabrücker Jungsozialisten zu mehr Sachlichkeit in der Debatte auf.

„Wir möchten die Geschehnisse im Hamburger Schanzenviertel nicht schön reden“, erklärt der Vorsitzende der Jusos Osnabrück Timo Spreen, „aber es geht gar nicht, aufgrund der vergangenen Ereignisse die gesamte linke Szene als gewalttätig zu brandmarken.“

Zwar würden sich einige der Straftäter vom vergangenen Wochenende auf linkes Gedankengut berufen, doch dies rechtfertige keine Aktionen gegen friedliche linksautonome Gruppierungen, so der Juso-Vorsitzende in einer am Wochenende verbeiteten Erklärung.

Junge Union vs. Antifa, SubstAnZ, Café Resistance und AStA

Christopher Peiler, Vorsitzender der Jungen Union Osnabrück-Stadt, hatte in der vergangenen Woche erklärt, „die fürchterlichen Krawalle von Linksradikalen in Hamburg haben eins deutlich gemacht: Linksextremismus ist eine ernst zu nehmende Gefahr“. Nach Ansicht des JU-Vorsitzenden ging auch von Linksradikalen aus Osnabrück Gefahr aus. So wurde beispielsweise in der Mensa der Universität Osnabrück ein Flyer verteilt, durch den zu einer Infoveranstaltung eingeladen wurde, auf welcher Tipps wie „Was tun bei Festnahmen“ gegeben werden. Das Symbol des Flyers ist ein Faustschlag gegen G20. „Es kann nicht sein, dass so etwas in der Universität in Osnabrück möglich ist. Es ist ein indirekter Aufruf zur Gewalt. Wir müssen das Thema in Osnabrück klar benennen und hier keine falsche Toleranz zeigen“, so Peiler weiter. Aus Sicht der Jungen Union werden die Linksradikalen in Osnabrück schon zu lange geduldet. Sei es die Antifa, das SubstAnZ, das Café Résistance oder Teile des Osnabrücker AStAs.

Plakate warben im Umfeld des AStA für „Welcome to Hell“

Als Beispiel für die Duldung der Linksextremen nannte Peiler Plakate, die am Eingangsbereich des AStAs Osnabrück aufgehängt wurden. Mit dem Aufruf „Join the Black Block“ sei für die Demonstration „Welcome to Hell“ in Hamburg geworben worden. „Das ist ein klarer Aufruf, sich einer gewaltbereiten Gruppierung anzuschließen. Nur durch Glück kam niemand bei diesen Krawallen ums Leben“.
Für die Jugendorganisation der CDU wird es „höchste Zeit, dass die Verantwortlichen der Stadt Osnabrück, aber auch der Universität Osnabrück, gegen solche gewaltbereiten Gruppen und Aufrufe in der Friedensstadt vorgehen“, so Markus Baron, stellvertretender JU Vorsitzender.

Jusos kontern Vorwürfe gegen AStA und linke Zentren

Die Jugendorganisation der SPD will die die Kritik am AStA nicht gelten lassen. Der sei über den Studierendenrat demokratisch von den Studierenden legitimiert und nehme kein allgemeinpolitisches Mandat wahr, sondern vertrete nur die Interessen der Studierendenschaft. Als „äußerst fragwürdig“ bezeichnen die Osnabrücker Jusos, wie sich die JU in die Hochschulpolitik einmischt. Dass die eigentliche Hochschulgruppe der JU weniger Probleme mit dem AStA hat, zeige sich schon in den vergangen Referatswahlen, als auch JU-Kandidaten und solche mit JU-Unterstützung in den AStA gewählt wurden.

Auf die Ausschreitungen beim G20-Gipfel bezogen ergänzt Julian Pusch aus dem Juso- Vorstand: „Einzeltäter und Gruppen, die sich bewusst über rechtliche Verbote hinwegsetzen und Gesundheit, Eigentum und die Rechtsgüter anderer verletzen, müssen natürlich rechtsstaatlich verfolgt werden und ihre Taten müssen nach einem richterlichen Urteil auch geahndet werden.“
Untersuchungen im geltenden rechtlichen Rahmen lehnen die Jusos nicht ab, doch dürften autonome linke Zentren nicht plötzlich einem pauschalen Verdacht ausgesetzt werden. Einzelne Aggressoren müssen individuell verfolgt und bestraft werden, doch das Verbot der Sippenhaft ist eine große rechtsstaatliche Errungenschaft der Bundesrepublik, das man nicht vorschnell aufgeben sollte.

Jungsozialisten beklagen Polizeiwillkür

„Der Großteil der linken Szene hat friedlich auf den großen Demos protestiert“, so Amy Selbig, Landesvorsitzende der Jusos Niedersachsen und stellvertretende Vorsitzende der Jusos Osnabrück. „Der eigentliche Skandal ist doch, dass die Polizei unter Berufung auf die Straftaten einzelner gewaltbereiter Menschen teilweise die Versammlungsfreiheit und Persönlichkeitsrechte von friedlich protestierenden Menschen massiv und unverhältnismäßig eingeschränkt hat.“ Dass es im Vorfeld einer solchen Großveranstaltung in Hamburg zu Schulungen gegen Verhaftungen kommt, ist gerade vor dem Hintergrund, dass Hamburg für eine harte Linie gegen Versammlungen bekannt ist („Hamburger Weg“), eine logische Folge der drohenden Polizeiwillkür. „Die unzähligen grundlosen Übergriffe auf friedliche Demonstrierende, die auch viele Videos belegen, geben den Veranstalteren doch Recht“, so Amy Selbig weiter.

„Wir kritisieren nicht pauschal die einfachen Polizisten, die ihren schweren Dienst zum großen Teil pflichtbewusst erledigt haben“, führt Julian Pusch aus, „aber wir kritisieren, wenn einzelne Polizisten als Schutzbeauftragte des Staates ihr Gewaltmonopol für grundlose Verhaftungen und unverhältnismäßige Einschränkungen der Pressefreiheit missbraucht.“ Die Geschehnisse vom vergangen Wochenende beweisen, was die empirische Forschung schon lange nachgewiesen hat: Der „Hamburger Weg“ ist ein Irrweg, der die Versammlungsfreiheit ungerechtfertigt stark einschränkt und zwangsläufig zu einer unentschuldbaren Eskalation führt.

Allen Opfern von Gewalt durch Randale wie durch die Polizei sprechen die Jusos ihre Solidarität aus. Eine schnelle rechtliche Ahndung der Straftaten aller Beteiligten ist wünschenswert. „Mit einer Kennzeichnungspflicht für Polizisten, wie wir sie schon lange fordern, wäre das deutlich leichter möglich“, so die stellvertretende Vorsitzende Jana Behrmann abschließend.

JU fordert ein Ende der Verharmlosung

Die Junge Union hingegen fordert, dass Extremismus in allen Ausprägungen entgegengewirkt wird. Markus Baron: „Fangen wir endlich an, auch bei Linksextremismus die Augen zu öffnen. Da helfen viele verharmlosende Worte von Politikern von SPD, Grünen und Linken bezüglich der Krawalle in Hamburg nicht. Es gilt nun, dass alle demokratischen Parteien zusammenarbeiten und gemeinsam Projekte und Aktionen gegen den linken Terror voranbringen“.

Weiterlesen: Auch auf Bundesebene streiten Union und SPD um die Deutungshoheit bei der Inneren Sicherheit.

Titel-Illustration: Ausschnitt aus einem Konzertplakat, SubstAnZ

AFP

Kampfjets begleiteten Urlaubsflieger aus Ägypten zum Flughafen Münster / Osnabrück

Eurofighter Luftwaffe
Eurofighter der Bundesluftwaffe (Symbolbild, Archiv Hasepost)

Die Passagiere des Flugs FEG3033, der am Freitagabend mit leichter Verspätung am Flughafen Münster / Osnabrück (FMO) landeten, ahnten vermutlich nichts. Weder von den beiden Deutschen, die am gleichen Abend von einem mutmasslichen Islamisten am Strand von Hurghada ermordet wurden, noch von der Aufmerksamkeit, die ihr Flieger bei der Alarmrotte der Bundesluftwaffe ausgelöst hatte.

Wie Spiegel Online am Samstag berichtete, waren zwei Abfangjäger auf die Boeing 737-800 (186 Sitzplätze) der ägyptischen Urlaubsairline „FlyEgypt“ angesetzt worden, nachdem der Funkkontakt zu den Piloten abgebrochen war.

FlyEgypt SU TMG Boeing 737
Diese Boeing mit der Registrierung SU-TMG war im Visier der Abfangjäger auf dem Weg zum FMO (Foto: Anna Zvereva CC BY-SA 2.0)

Mit Überschall den Urlaubsflieger verfolgt

Die im bayerischen Neuburg an der Donau gestarteten Abfangjäger beschleunigten bei der Verfolgung des potentiell gekaperten Urlaubsfliegers auf Überschallgeschwindigkeit. Der dadurch entstandene Überschallknall sorgte bei der bayerischen und hessischen Polizei für zahlreiche besorgte Anrufe.

Cockpitcrew bemerkte den Fehler rechtzeitig

Irgendwann wird die Crew des ägyptischen Jets aber festgestellt haben, dass sie das Funkgerät falsch bedient hatte. Bevor die Kampfpiloten der Bundeswehr Sichtkontakt zur Cockpitcrew hatten, konnte wieder Funkkontakt hergestellt werden.

Mit einer leichten Verspätung von 23 Minuten erreichten die Urlauber aus Hurghada am Roten Meer den heimatlichen Flughafen in Greven. Erst dort werden sie von dem Mordanschlag am Urlaubsstrand erfahren haben – und nun auch, dass sie zeitweise im Visier von zwei Kampfjets waren.

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Euro Discounter „TEDi“ wird neuer Trikotsponsor des VfL Osnabrück

VfL Osnabrück, TEDi

Das Handelsunternehmen TEDi weitet die bisherigen Aktivitäten im Sportsponsoring aus und wird zur Spielzeit 2017/18 neuer Trikotpartner des VfL Osnabrück. TEDi unterstützt neben dem VfL unter anderem auch Borussia Dortmund, Hertha BSC und den VfL Bochum, so der VfL in einer am Freitagnachmittag verbreiteten Erklärung.

Der Vertrag zwischen dem Nonfood-Händler TEDi und den Lila-Weißen wurde zunächst für ein Jahr geschlossen. TEDi hat sich eine Verlängerungsoption gesichert, da eine langfristige Partnerschaft angestrebt wird.

Tedi (Eigenschreibweise TEDi, vormals T€Di, für „Top Euro Discount“) ist ein deutscher Discounter und Sonderpostenmarkt mit europaweit rund 1600 Filialen und fast 13.000 Mitarbeitern. Das Konzept des Einzelhändlers ist es möglichst viele Waren für einen Euro anzubieten (1 Euro Shop).
Das Unternehmen mit Sitz in Dortmund ist bereits seit vielen Jahren als Sportsponsor aktiv. Seit 2011 ist der Filialist ProduktPartner von Bundesligist Borussia Dortmund, seit 2009 zudem Kooperationspartner des BVB KidsClub sowie seit 2016 im Nachwuchsbereich von Zweitligist VfL Bochum engagiert. Ab der Saison 2017/18 ist TEDi Ärmelsponsor beim Erstligisten Hertha BSC und darüber hinaus auch durch Bandenwerbung in Stadion weiterer Vereine im deutschen Profifußball sichtbar.

TDi findet, dass sie gut zum VfL passen

„Der VfL ist ein bodenständiger Verein, der stark in der Region verwurzelt ist. Das passt hervorragend zu TEDi“, erklärt Silvan Wohlfarth, Sprecher der Geschäftsführung von TEDi. „Wir sind als Nahversorger bei den Menschen vor Ort und sorgen mit günstigen Preisen dafür, dass sich jeder für Heim und Freizeit ausstatten kann. Die Partnerschaft mit dem VfL Osnabrück ist Teil unserer breit angelegten Sponsoring-Maßnahmen im Fußball, der beliebtesten Sportart der Deutschen“, so Wohlfarth weiter.

Die zur kommenden Saison gesteigerte mediale Präsenz durch den Einstieg der Telekom als Partner der 3. Liga wird auch den Bekanntheitsgrad von TEDi in der Region Osnabrück und darüber hinaus stärken, ist man beim neuen Sponsor überzeugt.

Marco Sautner, Managing Director Infront Germany: „Wir freuen uns sehr, pünktlich zum Start in die neue Spielzeit diese Partnerschaft vermittelt zu haben. Mit TEDi und dem VfL finden zwei Marken zueinander, die überregionale, bundesweite Strahlkraft besitzen und zugleich ihren regionalen Footprint nicht aus den Augen verlieren. Das Interesse von beiden Seiten langfristig und nachhaltig zu denken, hat das gegenseitige Vertrauen noch vertieft und wird diese Zusammenarbeit stark begünstigen.“

 

Einen Entwurf des neuen Trikots konnte der VfL noch nicht präsentieren. Die Illustration hat unser Grafiker ge´shopped.

AFP