Erst wollte die AfD im vergangenen Jahr nicht zur Kommunalwahl antreten, dann wollte die AfD es doch probieren, aber zur gesetzten Frist für die notwendige Anmeldung fehlten der Alternative für Deutschland die erforderlichen Unterstützerunterschriften.

Wie es aussieht, schafft es die AfD erneut nicht in Osnabrück auch nur eine Kandidatin auf den Wahlzettel zu bringen.

Schlagzeilen kann man so produzieren, an der politischen Willensbildung teilnehmen funktioniert so aber nicht.

Wahlkampf wird zum Rohrkrepierer für die AfD

Die Bundestagskandidatin der AfD Tanja Bojani (41) darf sich rühmen den wohl besten Facebook-Nicknamen ever (ever ever!) für eine Politikerin zu haben.
Als „fb.com/Direktkandidatin“ wollte Tanja Bojani auch über soziale Medien in ihrem Osnabrücker Wahlkreis für die Stimmabgabe werben.
Gerade erst fing der Wahlkampf an, bei dem die Osnabrücker AfD mangels eigener Redner mit einem Gastredner aus Neustadt am Rübenberge bereits die Latte der Irrelevanz erstaunlich niedrig gehängt hatte. Und nun ist die Direktkandidatur von Frau Bojani auch schon wieder Makulatur.


Ein Interview braucht es jetzt wohl nicht mehr?

Noch in der vergangenen Woche hatte die dralle Politiknovizin bei unserer Redaktion angefragt, ob man sich nicht für ein Interview zusammensetzen könne. Das hat sich dann wohl erledigt?
Die Hintergründe zu dem vorzeitigen Aus dieser Politikkarriere haben die Kollegen von der NOZ recherchiert. Tanja Bojani quittierte die Angelegenheit mit einem verbitterten Facebook-Gruß an den Landesvorstand:

 

Titelillustration unter Verwendung eines Screenshots von Facebook.de