Radfahrer, die jeden Tag zwischen dem Hasetorwall und der Wachsbleiche unterwegs sind, können sich künftig deutlich sicherer abseits der großen Verkehrsströme bewegen. Aber auch für alle anderen Menschen in Osnabrück bedeutet es einen großen Gewinn: Mit dem Bau eines etwa 500 Meter langen und 3,50 Meter breiten Radwegs, der die Turnerstraße in nordwestlicher Richtung bis zur Wachsbleiche verlängert, wird bald eine der letzten Lücken des Haseuferwegs in Osnabrück geschlossen.

Die Bauarbeiten beginnen noch in diesem Jahr und sollen 2019 abgeschlossen sein. Insgesamt ist der Haseuferweg dann etwa 17 Kilometer lang. Der Ausbau der sicheren Fahrradtrasse soll motivieren, Pkw-Fahrten aufs Fahrrad zu verlagern und so zur Senkung der Schadstoffemissionen beizutragen.

Abseits des Verkehrs

Auf der neuen Trasse können Radler künftig in diesem vielbefahrenen Bereich die Fahrzeuglawinen einfach „abhängen“ und sich dafür auf einer baumbestandenen Route direkt am Osnabrücker Stadtfluss bewegen. Der neue Abschnitt des Haseuferweges, der nun das Nadelöhr zwischen der Wachsbleiche und dem Hasetorwall überwindet, schafft damit erstmals eine durchgehende sichere Radroute zwischen der Innenstadt, dem Hafen und den Stadtteilen im Nordwesten Osnabrücks. Dabei erfolgt der Anschluss zunächst einmal nur an die Turnerstraße. Der zukünftige Verlauf ist aus der Karte ersichtlich (gepunktete Linie). Ein Anschluss an die Stüvestraße wird angestrebt.

Für Wegebau und Bau einer Brücke über die Hase sind Gesamtkosten in Höhe von 386.000 Euro veranschlagt. Davon werden 150.000 Euro mit rund 62% durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundes gefördert.  Die Projektverantwortlichen bei der Stadt gehen davon aus, die wesentlichen Arbeiten noch in 2018 beginnen zu können, so dass der Weg in 2019 freigegeben werden kann.

Ausbau als Teil des Radverkehrsplans

Der Ausbau des Radwegs zwischen dem Hasetorwall und der Wachsbleiche gehört zu den Maßnahmen des Osnabrücker Radverkehrsplans, der wiederum unter anderem zur Erreichung der Klimaschutzziele der Stadt Osnabrück beitragen soll. Der Lückenschluss ist ein weiterer Schritt, die Verkehrswende hin zu einer nachhaltigen Mobilität zu realisieren.

Die Idee für den Ausbau geht bereits auf Pläne zurück, die in den 1950er Jahren gefasst wurden. Mit dem neuen Teilstück des Haseuferweges ist jetzt ein Stand erreicht, bei dem die Innenstadt aus beiden Richtungen auf dem Uferweg erreicht werden kann und es möglich ist, den Stadtkern direkt am Wasser zu durchqueren.

Zu den nächsten Vorhaben gehören die Anbindung des neuen Wegstücks an die Stüvestraße sowie eine Verbesserung der Sicherheit im Bereich Vitischanze und beim Überqueren des Hasetorwalls. Mehr Informationen zum Haseuferweg auf der Internetseite www.lebendige-hase.de.