Weiterhin ist kein Ende der Dürre in Sicht. Nach dem Aufruf Wasser zu sparen, wird nun die Wasserentnahme aus Flüssen und Bächen zu Bewässerungszwecken bis Ende August komplett verboten. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit haben sich in den Gewässern des Landkreises Osnabrück extrem niedrige Wasserstände eingestellt.

Das Wasserentnahmeverbot richtet sich an Gewässer zweiter und dritter Ordnung. Gewässer zweiter Ordnung sind Flüsse und haben überörtliche Bedeutung für das Gebiet eines Unterhaltungsverbandes. Gewässer dritter Ordnung sind alle kleineren Bäche. Bisher waren in erster Linie die Oberläufe und kleinere Gewässer von der Trockenheit betroffen. Die Pegel der Gewässer zeigen jedoch nun deutlich, dass auch in den Mittel- und Unterläufen der Gewässer die bisherigen Tiefststände erreicht oder bereits unterschritten sind.

Wassertiefstand ist erreicht

Grundsätzlich gilt in normalen Zeiten, dass das Entnehmen von Wasser aus einem oberirdischen Gewässer etwa zur Beregnung erlaubnispflichtig ist und nur zugelassen werden kann, wenn diejenige Abflussmenge erhalten bleibt, die die Funktion des Fließgewässers als Bestandteil des Naturhaushalts und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen braucht. Diese Mindestwasserführung ist mit den historischen Tiefstständen zurzeit nicht mehr gewährleistet.

Es bleibt Trocken

Da eine Änderung wegen der Wetterprognosen derzeit nicht absehbar ist, hat die Untere Wasserbehörde des Landkreises Osnabrück eine Regelung zur Vermeidung von Beeinträchtigungen der Gewässer getroffen: Mit der „Allgemeinverfügung zur Beschränkung der Wasserentnahme aus Fließgewässern auf dem Gebiet des Landkreises Osnabrück“ sind Wasserentnahmen aus Gewässern zweiter und dritter Ordnung zu Bewässerungs- und Beregnungszwecken ab dem 23. Juli, bis einschließlich zum 31. August 2019, untersagt. Dieses Verbot gilt auch für Wasserentnahmen, für die eine gültige wasserrechtliche Erlaubnis vorliegt. Der genaue Wortlaut der Allgemeinverfügung kann auf der Homepage des Landkreises Osnabrück unter www.landkreis-osnabrueck.de/bekanntmachungen eingesehen werden.