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Gute Nachricht des Tages: Handballer erlaufen 11.111 Euro für Osnabrücker Zootiere

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Zoogeschäftsführer Andreas Busemann (3.v.r.) und Zoopräsident Dr. E.h. Fritz Brickwedde (r.) bedanken sich bei den Handballern für den Spendenlauf, bei dem die Sportler 11.111 Euro erliefen. / Foto: Zoo Osnabrück (Marilena Koch)

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nach Möglichkeit jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus der Region und aller Welt.

Um fit zu bleiben und Gutes zu tun, startete die Handballspielgemeinschaft (HSG) Osnabrück einen 10-tägigen Spendenlauf zugunsten des Zoos. Dabei erliefen die Sportler 11.111 Euro für die Osnabrücker Zootiere.

„Auch, wenn unsere Saison zwei Monate früher beendet wurde – oder gerade deshalb – wollten wir gerne unser Gemeinschaftsgefühl stärken, fit bleiben und auf ein Ziel hinarbeiten‘“, berichtet HSG-Vorstand Fabian Siebert. 10 Tage lang hatten die Handballer die Möglichkeit, allein oder zu zweit zu laufen und dabei Geld für den guten Zweck zu sammeln. Zuvor hatten sich die Sportler Unterstützer gesucht, die pro Kilometer einen selbst festgelegten Betrag spendeten. „Aus fast allen der 22 Mannschaften beteiligten sich Spieler an dem Lauf, die jüngsten Läufer waren dabei 6 Jahre jung. Beispielsweise hat die weibliche D-Jugend 1.400 Euro erlaufen“, freut sich Siebert.

Laufen für das Lieblingstier

Mit den Spenden aus dem Lauf plante die HSG Tierpatenschaften zu übernehmen. Die verschiedenen Mannschaften hatten sich vorab schon „Lieblingstiere“ ausgesucht, auf die sie hinarbeiten. „Insgesamt erlief unser Verein 11.111 Euro – mit einer so hohen Summe hätten wir nie gerechnet“, so der Vereinsvorsitzende. Von der Summe übernimmt der Verein für ein Jahr die Patenschaften für insgesamt 35 Tiere – unter anderem für einen Löwen, ein Zebra, Erdmännchen, Faultier, Mongolische Rennmäuse oder auch einen Pinguin. Wie sehr die Übernahme der Patenschaften dem Zoo helfe, erklärt Zoopräsident Dr. E.h. Fritz Brickwedde: „Die Kosten der Patenschaften richten sich nach den Futter- und Versorgungskosten für die verschiedenen Tiere. Die können insbesondere bei Fleisch- oder Fischfressern in die Höhe schnellen, daher sind wir der Unterstützung der HSG sehr dankbar. In diesen schweren Wochen haben wir als Bürgerzoo Osnabrück spüren dürfen, dass sich Tausende für unsere Tiere engagieren.“

Herbe Verluste durch Corona

Wie hoch die Kosten für den Unterhalt der Zootiere sind, weiß Zoogeschäftsführer Andreas Busemann: „In den mehr als sieben Wochen der coronabedingten Zooschließung haben wir herbe Verluste einstecken müssen. Die Versorgung unserer 2.200 Tiere beläuft sich monatlich auf 290.000 Euro. Insgesamt liegen unsere monatlichen Ausgaben sogar bei 500.000 Euro – da fallen sieben Wochen Schließung ohne zahlende Besucher sehr ins Gewicht. Umso dankbarer sind wir den Handballern für diese tolle Aktion.“

Optimistischer Blick auf den Herbst

Für die Spieler sei die Aktion eine tolle Überbrückung des coronabedingt ausfallenden Trainings- und Spielbetriebs gewesen, erklärt Vereinsvorstand Fabian Siebert. „Wir sind trotzdem sehr froh, dass wir langsam das Training wiederaufnehmen dürfen und mittlerweile sogar wieder Hallen nutzen können. Es gibt zwar strenge Auflagen zu den Abständen und der Hygiene, aber die setzen wir gerne um, solange wir wieder trainieren dürfen. Wir sind optimistisch und hoffen, dass ab dem Herbst auch der Spielbetrieb wieder anläuft.“

Patenschaft für Tiere

Die Handballspielgemeinschaft Osnabrück übernimmt für folgende Tiere ein Jahr lang die Patenschaft (teilweise Mehrfachverpatungen): Löwe, Zebras, Seychellen-Riesenschildkröte, Minischwein, Erdmännchen, Schnappschildkröte, Afrikanische Zwergziege, Axolotl, Mongolische Rennmaus, Faultiere, Asiatischer Zwergotter, Lachender Hans, Kubaflamingo, Kapuzineraffen, Gelbbrustara, Löffelhund, Nasenbären, Seehund, Sandkatze, Humboldtpinguin, Vielfraß, Totenkopfaffe, Anemonenfisch, Rentier.


PM
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