Seit Beginn des Jahres stehen bis zum Ende der Legislaturperiode insgesamt 100 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt zur Sanierung der Sportstädten in Niedersachsen zur Verfügung. „Die bereits im Koalitionsvertrag vereinbarten Gelder für die Sportstätten in Niedersachsen sind ein wichtiger Meilenstein, reichen aber nicht aus, um den Sanierungsstau, den wir auch in Osnabrück erleben, zu lindern“, so der FDP-Kreisvorsitzende Moritz Gallenkamp.

Auch in der Friedensstadt seien Sporthallen, Bäder und Kabinenbereiche in die Jahre gekommen. „Die große Mehrheit der Sportstätten muss energetisch saniert werden. Wir sollten jetzt auch die Chance nutzen, unsere Sportstätten barrierefrei zu machen“, so Gallenkamp. „Unsere Kinder und Jugendlichen in den Schulen und Vereinen haben es verdient, dass ihre Sportstätten endlich modernisiert werden. Wenn wir weiter warten, wird es teurer“, so der FDP-Politiker.

Vereinssportstätten unterstützen

Die FDP hatte Ende 2018 einen Antrag in den Landtag eingebracht, um die kommunalen und vereinseigenen Sportstätten bedarfsgerecht zu sanieren. Dieser Antrag geht über die Vereinbarungen der Großen Koalition in Niedersachsen hinaus. „Im Koalitionsvertrag hatten SPD und CDU überhaupt keine Mittel für vereinseigene Sportstätten vereinbart. Unser FDP-Antrag sieht diese in Höhe von zehn Millionen Euro im Jahr vor“, so Gallenkamp. Wenn die Landesregierung aufgrund der FDP-Initiative und der Debatte im Landtag die Vereinssportstätten nunmehr mit fünf Millionen Euro pro Jahr unterstütze, gehe dies in die richtige Richtung.

Hoher Bedarf bei Vereinen

Allerdings helfe es nicht, dass diese Mittel bei den ursprünglich geplanten 100 Millionen Euro für kommunale Sportstätten und Leistungszentren entsprechend gekürzt würden. „Die Hälfte aller Sportstätten in Niedersachsen gehören den Vereinen. Sie und vor allem die Ehrenamtlichen in den Klubs müssen wir stärken“, so Gallenkamp. Der Innenminister des Landes Niedersachsen selbst habe beim Landessporttag am 17. November 2018 in Osnabrück einen „höheren Bedarf“ bei den Vereinen eingestanden. Diesem solle aus Sicht der Liberalen Rechnung getragen werden.“