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Erste-Hilfe-Kurs für Kinder im Klinikum Osnabrück

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Wenn sich künftig ein Freund oder ein Verwandter eine Verletzung zuzieht, dann wissen Paula, Marie, Max, Lennox und die anderen Mädchen und Jungen, die jetzt beim Ferienpass-Kurs „Erste Hilfe für Kinder“ im Klinikum Osnabrück dabei waren, ganz genau, wie sie schnell einen Rettungswagen herbeirufen oder sogar selbst eingreifen können.

24 Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren waren jetzt in dem ersten von zwei „Erste-Hilfe-Kursen“ dabei, mit denen sich das kommunale Krankenhaus auch dieses Jahr wieder an den Sommerferienangeboten beteiligt, die beim Osnabrücker Ferienpass auf dem Programm stehen. In dem Kurs, der wieder von Dr. Guido Teckemeyer organisiert wurde, Oberarzt in der Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin des Klinikums Osnabrück, wurden die Kinder mit den Grundlagen der Ersten Hilfe und dem richtigen Verhalten an einem Unfallort vertraut gemacht. Der zweite Ferienpass-Kurs des Klinikums Osnabrück, in dem es wieder um „Erste Hilfe“ für Kinder von 8 bis 15 Jahren geht, findet am Dienstag, 23.7., 14-18 Uhr, statt.

Gut informierte Teilnehmer


„Es war ungewöhnlich, dass diesmal viele sehr junge Kinder dabei waren – die meisten von ihnen werden nach den Sommerferien erst in die dritte Klasse versetzt“, meinte Teckemeyer, für den es der 17. Ferienpass-Kurs war, den er seit 2011 geleitet hat. „Es war aber besonders toll, wie gut die Kinder diesmal mitgemacht haben – alle haben sich ganz aufmerksam beteiligt und viele von ihnen waren auch bereits zuvor schon gut informiert.“ Neben dem Absetzen von Notrufen wurde in dem Kurs das Anlegen von Verbänden geübt. Außerdem wurde gezeigt, wie der Puls von einem Erkrankten gemessen wird und wie ein Patient in eine stabile Seitenlage gebracht wird und wie eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchgeführt wird. Dabei kam auch eine spezielle Übungspuppe zum Einsatz, an der die Kinder eine Herzdruckmassage übten.

Wie sieht eigentlich ein Rettungswagen von Innen aus?

Daneben durften sich die Mädchen und Jungen in dem vierstündigen Angebot noch einen Rettungswagen von der Berufsfeuerwehr Osnabrück ansehen, der eigens für den Ferienpass-Kurs an dem Krankenhaus auf dem Finkenhügel anrückte. Die beiden Notfallsanitäter Stefan Eggert und Patrick Helmrich zeigten den Kindern die Ausrüstungsgegenstände des Wagens. Auch die Tragen und Transportvorrichtungen, die für die Beförderung von Verletzen vorgesehen sind, wurden dabei hervorgeholt und die Kinder wurden in die Handhabung eingewiesen.

Lennox (8) fand es besonders spannend, dass sich die Mädchen und Jungen auch den Arzneimittelschrank in dem Rettungswagen ansehen durften. „Das sind aber wirklich viele Medikamente“, staunte der Junge, „und man muss genau wissen, wofür sie jeweils bestimmt sind.“

Kinder sollten fit in Erster Hilfe sein

Teckemeyer wurde in dem Kurs erneut von Jens Brück und Svenja Overbeck vom Pflegeteam des Klinikums Osnabrück unterstützt, so dass es möglich war, die Übungen in kleineren Gruppen zu absolvieren – so kam jedes Kind öfter an die Reihe. Der Arzt findet es wichtig, dass Kinder „fit“ in Erster Hilfe sind – deswegen bietet er die Kurse bereits seit so vielen Jahren an. Nach den Worten von Teckemeyer kommt es gar nicht so selten vor, dass Kinder mit einer Situation konfrontiert sind, in der sie die ersten Helfer an einem Unfallort sind – beispielsweise bei typischen Haushaltsunfällen. „Erst einmal ist es wichtig, dass Kinder gut wissen, wie sie einen Notruf absetzen können – aber es gibt auch viele Situationen, in denen Kinder direkt eingreifen können, etwa indem sie einen Verletzten in die stabile Seitenlage bringen. Was wir in den Kursen üben, führt dazu, dass sie dabei sicher sind“, so der Arzt.

Kindern die Ängste nehmen

Weiter geht es darum, den Kindern mögliche Ängste vor Krankenhäusern zu nehmen und sie damit vertraut zu machen, wie mit einfachen Verletzungen umgegangen werden kann, die jederzeit vorkommen können. „Zu den Verbänden erklären wir auch, dass Wunden sauber gehalten werden müssen, damit kein Schmutz und keine Bakterien eindringen können“, sagte Teckemeyer.

Der Arzt richtete wieder besonderes Augenmerk darauf, mit den Kindern das Absetzen eines Notrufs zu üben. Dabei kommt es, wie er erklärte, besonders auf vier wichtige „W“-Fragen an – wo etwas passiert ist, was passiert ist, wer/wie viele Menschen verletzt wurden, welche Verletzungen vorliegen und dann muss noch auf Nachfragen von der Leitstelle gewartet werden. „Das wussten die Kinder diesmal aber alle schon richtig gut“, lobte Teckemeyer.

PM
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