Mittlerweile, im Zeitalter der Digitalisierung, ist es kaum noch möglich sich in der Öffentlichkeit unbeobachtet zu bewegen. Denn allein die Tatsache, dass Milliarden Menschen ein Smartphone nutzen reicht vollkommen aus, berechtigter Weise skeptisch gegenüber der unbemerkten und unbewussten Observierungsmethode zu sein. Ob mit der Videokamera, dem Smartphone oder sogar der Smartwatch. Wer etwas an einem öffentlichen Platz fotografieren möchte und dabei zufällig vorbeigehende Passanten ablichtet und diese Aufnahmen dann ins Netz stellt, macht sich nicht strafbar. Für Betroffene allerdings, die sich plötzlich auf einem Social Media Kanal auf Fotos oder Filmmaterial wiedererkennen, ist das nicht in vielen Fällen nicht amüsant und oftmals auch erschreckend. Nehmen wir schon allein das Beispiels eines geheimen Aufenthaltes in einer Stadt, von dessen Tatsache niemand Wind bekommen soll? Oder auch die Aufnahmen von Kindern, die dann plötzlich in einem ganz anderen Zusammenhang plötzlich willkürlich und in kriminellem Milieu auf diversen Portalen erscheinen und zweckentfremdend genutzt werden. Diese und viele weitere Nachteile zeigen uns sehr schnell auf, wie gläsern und einsehbar unsere Gesellschaft doch ist.

Überwachung bis ins Detail

Dass an öffentlichen Plätzen, wie Bahnhöfen, Haltestellen von U-Bahnen und Co. Kameraüberwachungen sich schon als äußerst hilfreich erwiesen haben, ist Fakt. Denn in etlichen Fällen der Körperverletzung, des tätlichen Angriffs und vielen anderen Straftaten, konnten die Täter anhand der Aufzeichnungen am Tatort schlussendlich ermittelt und verurteilt werden. Während die Einen von ständiger Überwachung und reinem Überwachungsstaat sprechen, fühlen sich andere an solchen Orten durch diese Observierungen sicherer als je zuvor. Auch in Bahnen und Bussen selbst werden immer häufiger diese Überwachungskameras installiert, um Vandalismus und eben auch tätliche angriffe und mehr zu unterbinden. Doch was ist, wenn man als unbescholtener Bürger und nicht Krimineller am Bahnhof steht und nicht ins Bild gerückt und überwacht werden möchte? Dann hat man zumindest an diesen Orten keine Chance sich zur Wehr zu setzen. Denn grundsätzlich wird an diesen Orten ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dort eine Kameraüberwachung existiert. Da hilft dann nur noch ein Unkenntlich machen seiner Selbst mit einer Mütze oder einem Schal ums Gesicht?

Einfluss von Smartphone und Co.

Mit einem Handy ist nicht immer gut Kirschen essen. Erst recht nicht dann, wenn Unbekannte und Fremde fröhlich in ihrer Umgebung um sich herum filmen und fotografieren und dabei auch alle andere Passanten mit ins Bild rücken. Gewollt oder nicht gewollt, spielt hierbei keine wesentliche Rolle. Denn wird die Aufnahme an einem Ort gemacht, der für die Öffentlichkeit zugänglich ist und sind mehr als sechs Personen anwesend gilt dies gesetzlich als Personengruppe im öffentlichen Raum und kann jederzeit ungefragt abgelichtet werden. So kann wer will sogar ganz unbemerkt von Beteiligten und Betroffenen mit einer Smartwatch am Handgelenk munter schreiben, telefonieren und eben auch fotografieren. Der Schein trügt hier gewaltig bei der Annahme, dass dies nur eine simple Armbanduhr sei. Dieses kleine und eher gewöhnlich erscheinende Utensil am Arm ist ein Meisterwerk der Technik und kann weitaus mehr sein, als nur eine gewöhnliche Armbanduhr. Wer heute Fotos mit dem iPhone macht, hat in der Regel sehr hochauflösende Bilder, die gestochen scharf sind und qualitativ schon fast der Fotografie mit einer Digitalkamera die Pfote reichen können, was die Fotoqualität angeht. Das Gleiche kann man mittlerweile auch von Videoaufzeichnen mit Handy behaupten. Dass überall in der Öffentlichkeit weltweit fotografiert und gefilmt wird, ist Fakt. Und dreht es sich beim Objekt der Begierde um eine Sehenswürdigkeit eines Landes, erst recht. Da ist es fast schon schwierig überhaupt einen Moment des unbeobachtet zu sein, um ein menschenleeres Foto erhaschen und machen zu können.

Gefährliches Spiel

Bei Aufnahmen, die völlig unbemerkt und ungewollt zustande gekommen sind, oder auch bei Filmaufnahmen, die plötzlich auftauchen und womöglich auch noch in privater Umgebung gemacht wurden, hört der Spaß des Beobachtens auf. In diesen Fall kann schnell von Belästigung und schlussendlich auch Stalken die Rede sein. Hier ist das einschalten der Polizei und auch das Engagieren von einer guten Detektei helfen, um Klarheit und auch Sicherheit wiederherstellen zu können. In der Vergangenheit sind etliche Fälle des Stalkens insbesondere bei Prominenten Menschen auf diese Weise und durch diese Maßnahmen erfolgreich entgegen gewirkt und beendet worden.