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Zoo Osnabrück trauert um Schimpansenweibchen

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Am vergangenen Montagvormittag (4. November) mussten die Zoomitarbeiter Abschied nehmen vom 50 Jahre alten Schimpansenweibchen Lady. Der betagte Menschenaffe lebte seit 32 Jahren in Osnabrück.

Eine schwere Aufgabe stand den Mitarbeitern des Zoo Osnabrück am vergangenen Montagvormittag bevor: Es hieß Abschied nehmen von Schimpansenweibchen Lady. „Schon seit Längerem merkte man Lady ihr hohes Alter an. Sie wurde immer langsamer und bewegte sich sehr schwerfällig. Deswegen war sie in den letzten Jahren bereits unter verstärkter tierärztlicher Beobachtung“, berichtete Zootierarzt Thomas Scheibe. Seit dem Sommer habe sie immer wieder gesundheitliche Probleme gehabt. „Letztendlich baute Lady körperlich dann sehr stark ab und lag Sonntag bereits abseits der Gruppe und wirkte schwach. Da sich ihr Zustand nicht verbesserte, entschlossen wir uns Montagmorgen schweren Herzens, das Schimpansenweibchen einzuschläfern, um ihr unnötiges Leiden zu ersparen.“ Mit 50 Jahren hatte Lady bereits ein stattliches Alter erreicht. In der Wildbahn werden Schimpansen etwa 30 bis 40 Jahre alt, in menschlicher Obhut mit etwa 50 Jahren deutlich älter. „Ihre Haut und ihr Haarkleid befanden sich in einem guten Zustand, das ist erstmal ein sehr gutes Zeichen. Allerdings zeigte sie mit ihrem hohen Alter auch deutliche Altersanzeichen wie Gelenk- und Gebissverschleiße“, so Scheibe. Die Tiere des Zoo Osnabrück werden nach ihrem Tod pathologisch untersucht und die ersten Befunde der pathologischen Untersuchung von Lady unterstreichen die Einschätzung des Teams über den gesundheitlichen Zustand der Schimpansin.

Auch Schimpansengruppe verabschiedete sich


Lady lebte seit 32 Jahren am Schölerberg. Die Tiere im Zoo Osnabrück werden teilweise ihr Leben lang von den gleichen Tierpflegern begleitet, wodurch auf beiden Seiten eine enge Bindung entsteht. „Für alle von uns war der Abschied sehr schwer. Solche Entscheidungen sind nicht leicht zu treffen und wir tauschen uns dann intensiv aus. Aber wir haben schließlich die Verantwortung, dass die Tiere in diesen Situationen nicht unnötig leiden müssen“, so Scheibe weiter. In derartige Entscheidungen sind Tierarzt und wissenschaftliche Kuratoren sowie die zuständigen Revierleiter und Tierpfleger involviert.
Da Schimpansen in komplexen sozialen Gruppengefügen leben, war es für Ladys Artgenossen wichtig, sich von ihrem langjährigen Alphaweibchen zu verabschieden. Die Tierpfleger ermöglichten ihnen, in einem für Besucher nicht einsehbaren Bereich Abschied zu nehmen, was die Schimpansengruppe auch nutzte. Vor allem Tisa, Ladys 17-jährige Tochter, aber auch die anderen Schimpansen gingen zu ihr, berührten den toten Körper und blieben einige Zeit sehr ruhig bei ihr.


Derzeit leben noch acht Westafrikanische Schimpansen im Zoo Osnabrück: Vanessa (36 J.), Vakanga (24 J.), Buba (17 Jahre), Tisa (17 J.) Amelie (11 Jahre), Helmut (5 J.), Tamika (5 J.) und Mshangao (3 Monate)

PM
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