Deutschland & die Welt Transparenzpflichten für Netzbetreiber sollen Strompreise senken

Transparenzpflichten für Netzbetreiber sollen Strompreise senken

-


Foto: Strommast, über dts

Berlin (dts) – Die Bundesregierung will die Betreiber von Stromnetzen mit dem neuen Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) zwingen, ihre Preisberechnungen transparent zu machen. Das berichtet der „Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe.

Sie müssten dann Kosten und Kalkulationsgrundlagen veröffentlichen, wie der Gesetzesvorlage zu entnehmen ist. Dagegen hatten sich Branchengrößen wie Eon, aber auch Stadtwerke jahrelang erfolgreich gewehrt. Für Stromverbraucher könnte der Vorstoß laut Experten mittelfristig Entlastungen in Milliardenhöhe bedeuten. Die Netzentgelte summieren sich auf mehr als 25 Milliarden Euro jährlich und sind mit rund acht Cent pro Kilowattstunde der größte Kostenblock im Strompreis.

Verbraucherschützer und unabhängige Stromanbieter wie das Hamburger Unternehmen Lichtblick werfen den etablierten Anbietern Preistreiberei und unseriöse Abrechnungsmethoden vor. Anhand von Einzelbeispielen konnten sie aufzeigen, dass in die Kalkulation offenbar sachfremde Kosten einfließen und die Einnahmen aus dem Netz zur Subventionierung anderer Unternehmensteile eingesetzt wurden. Die Netzbetreiber weisen das zurück und weigern sich bisher mit Verweis auf Geschäftsgeheimnisse, ihre Kalkulationsgrundlagen zu veröffentlichen. Stromnetze sind staatlich regulierte Monopole, ihre Besitzer und Betreiber müssen die Netze Konkurrenten zur Verfügung stellen.

Sie dürfen dafür ihre Kosten sowie einen von der Bundesnetzagentur festgesetzten Gewinnaufschlag berechnen, der mit der monatlichen Stromrechnung eingezogen wird.



[the_ad_placement id="basic-banner-unten"]
dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.

aktuell in Osnabrück

Osnabrück-Schinkel: Eisblockwette zeigt Vorteile von Wärmedämmung

Christoph Schüle vom Projekt Sanierungsmanagement Schinkel, Detlef Gerdts (Fachbereichsleiter Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück), Andreas Skrypietz (Projektleiter Modernisierungsbündnis...

Fallzahlrückgänge in niedersächsischen Krankenhäusern auch in dritter Pandemiewelle

Krankenhaus (Symbolbild) Weniger Behandlungen von Herzinfarkten, Schlaganfällen und bei planbaren Eingriffen: Auch in der dritten Coronawelle hat es in niedersächsischen...




Preise steigen im Juli um 3,8 Prozent – Basiseffekt

Foto: Supermarkt, über dts Wiesbaden (dts) - Die Inflationsrate in Deutschland wird im Juli 2021 voraussichtlich 3,8 Prozent betragen....

Inflationsrate im Juli bei 3,8 Prozent

Wiesbaden (dts) - Die Inflationsrate in Deutschland wird im Juli 2021 voraussichtlich 3,8 Prozent betragen. Das teilte das Statistische...

 

Diese Artikel gefallen Ihnen sicher auch ...Lesenswert!
Empfohlen von der Redaktion

Hasepost Zeitung für Osnabrück

Kostenfrei
Ansehen