Sozialverbände begrüßen Heils Grundrentenvorschlag




Foto: Hubertus Heil, über dts

Berlin (dts) – Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat das Konzept von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für eine Grundrente begrüßt, aber gleichzeitig weitere Verbesserungen angemahnt. Verbandsgeschäftsführer Ulrich Schneider sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Montagsausgaben): „Das ist ein höchst gelungener Aufschlag. Es ist erstmalig ein Modell für eine echte Grundrente und nicht für eine Sozialhilfe Plus.“


Schneider sagte, es sei gut, wenn die Grundrente sich alleine an den geleisteten Arbeitsjahren orientiere und nicht an Vermögensverhältnissen. „Das macht eine Rente aus. Es geht darum, eine Lebensleistung anzuerkennen.“ Eine Rente diene nicht nur der Verhinderung von Armut, sondern müsse allen „das Gefühl geben, dass Arbeit sich lohnt“. Es könne nicht sein, dass dies nicht für Menschen gelte, die das Glück hätten zu erben oder einen reichen Partner zu haben. Kritik äußerte Schneider an der für die Grundrente vorgesehenen Grenze von 35 Jahren Erwerbstätigkeit. „Wir sollten über 30 Jahre reden“, sagte Schneider. Die Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt machten dies nötig. Zudem würden mittlerweile Studienjahre nicht mehr berücksichtigt. Für die Rentner, die künftig keine Grundrente bekämen, müsse die Grundsicherung verbessert werden. „Hier wären zum Beispiel Freibeträge ein wichtiger Punkt“, sagte Schneider.