Im Jahr 2018 konnten im IHK-Bezirk Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim 4.519 neue Ausbildungsverträge zwischen IHK-zugehörigen Unternehmen und jungen Menschen registriert werden. Das sind 2,8 % oder 123 Verträge mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch landesweit erzielten die IHKs ein Plus von 1,1 % bei den Neuverträgen.

„Das Engagement der regionalen Unternehmen für die duale Berufsausbildung bleibt auf hohem Niveau. Es ist sehr erfreulich, dass die Betriebe trotz sinkender Schülerzahlen und des Trends zum Studium im Ausbildungsjahr 2018 mehr Ausbildungsverträge abschließen konnten als im Vorjahr“, kommentierte IHK-Präsident Uwe Goebel die Ausbildungsbilanz 2018.

480 Ausbildungsplätze unbesetzt

Leider blieben im IHK-Bezirk Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim bis Ende September 2018 rund 480 Ausbildungsplätze unbesetzt, da es den Unternehmen an geeigneten Bewerbern mangelt. Dies entspricht dem bundesweiten Trend. „Wir müssen bei jungen Menschen daher noch stärker für eine Karriere mit Lehre werben und ihnen die Attraktivität der beruflichen Bildung verdeutlichen. Beispielsweise erreichen sie bereits während der Ausbildung eine finanzielle Unabhängigkeit“, so Goebel weiter. Es sei ebenfalls wichtig, die Eltern als Ratgeber ihrer Kinder über die Durchlässigkeit des beruflichen Bildungssystems in Deutschland aufzuklären. Oftmals sei nicht bekannt, dass eine betriebliche Berufsausbildung gleich gute Karrierechancen wie ein Studium biete bzw. zum Studium berechtigen könne.

Unterschiedliche Entwicklungen

Die Entwicklung der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge verlief innerhalb des IHK-Bezirks regional unterschiedlich. Der Landkreis Emsland liegt mit einem Plus von 5,4 % im Vorjahresvergleich an der Spitze. Es folgen die Stadt Osnabrück und der Landkreis Osnabrück mit einem Plus von 3,1 bzw. 2,0 %. Im Landkreis Grafschaft Bentheim gingen die Neueintragungen dagegen leicht zurück (- 1,8 %).
Auch in den einzelnen Berufsgruppen gab es Unterschiede. Während im gewerblich-technischen Bereich eine Steigerung von 6,4 % zu verzeichnen ist, konnte in den kaufmännischen Berufen nur ein leichter Anstieg von 0,8 % verzeichnet werden. Besonders viele Neuverträge wurden in den Ausbildungsberufen aus dem Baugewerbe und der Metalltechnik vereinbart, während die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der Holz- und Drucktechnik sowie im Banken- und Versicherungsgewerbe und in der Gastronomie rückläufig waren.