Deutschland & die Welt Plastik reduzieren: Wenig Aufwand, großer Effekt

Plastik reduzieren: Wenig Aufwand, großer Effekt

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Plastik ist in der globalen Debatte immer mehr zum Problemstoff geworden. Er verschmutzt die Umwelt, überflutet die Meere und ist sowohl aufwändig herzustellen als auch zu entsorgen. Laut Forschern könnte sich schon im Jahr 2050 mehr Plastik als Fische in den Meeren befinden. Eine traurige Vorstellung und gefährlich für das Ökosystem.

Rund 38 Kilogramm Plastikabfälle entstehen pro Kopf in Deutschland jedes Jahr – deutlich mehr als der europäische Durchschnitt von 24 Kilogramm. 75 Prozent des verbrauchten Plastiks entsteht durch Einweg-Müll. 16 Prozent aller Kunststoffabfälle in Deutschland werden recycelt, der Rest wird verbrannt und zur Energiegewinnung genutzt.

Möglichkeiten aktiv zum Umweltschutz beizutragen

Es gibt viele Ansätze, mit denen ganz einfach Plastik eingespart werden kann. Wichtig ist die Bereitschaft, selber etwas verändern zu wollen und zum Umweltschutz beizutragen. Dies funktioniert nicht nur über die Reduktion von Plastik, sondern auch noch auf vielen anderen Wegen:

  • Zug fahren statt fliegen
  • Regionale statt importierte Lebensmittel kaufen
  • Statt mit dem Auto in die Spielbank zu fahren und dabei CO² zu produzieren, lieber zu Hause bleiben und das farbige Karamba Casino austesten
  • Weniger Fleisch essen

Was das Thema Plastik angeht, gibt es ebenfalls viele Wege es zu reduzieren.

10 Ideen für weniger Plastik im Alltag

  1. Auf Plastiktüten beim Einkauf verzichten

Wer immer seinen eigenen Beutel dabei hat, muss nicht mehr auf Plastiktüten im Geschäft zurückgreifen. Auch beim Einkauf von Obst und Gemüse kann auf Tüten verzichtet werden. Das Obst kann lose ohne Tüte gewogen und bezahlt oder in Mehrwegbeuteln gelagert werden.

  1. Eigene Trinkflasche nutzen

Das Leitungswasser in Deutschland ist sehr gut und davon Gebrauch zu machen, denn es spart eine Menge Plastik ein. Wer immer seine eigene Trinkflasche dabei hat, kann sie überall auffüllen und muss so keine PET-Flaschen mehr kaufen. Dies ist nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch günstiger für den eigenen Geldbeutel.

  1. Auf Strohhalme verzichten

Plastikstrohhalme
Getränke mit Plastikstrohhalmen

Rund 36 Milliarden Strohhalme werden weltweit jedes Jahr weggeworfen. Für den kurzen Trinkgenuss werden Unmengen an Plastik produziert, die gänzlich überflüssig sind. Schließlich kann aus Gläsern auch ohne Strohhalm getrunken werden. Alternativ gibt es die Möglichkeit seinen eigenen Bambus-, Glas- oder Edelstahlstrohhalm mit sich zu führen. Bei einer Bestellung im Restaurant sollte explizit darauf hingewiesen werden, dass das Getränk bitte ohne Strohhalm gebracht werden soll.

  1. Festes Shampoo verwenden

Mit Shampoo- und Seifenriegeln lässt sich ebenfalls viel Plastik einsparen. Viele Drogeriemärkte, Kosmetikhersteller und Reformhäuser haben die festen Riegel mittlerweile im Programm und die Plastikersparnis ist enorm. Anstatt alle zwei bis drei Wochen die Shampoo- und Duschgelflasche auszuwechseln, halten die Riegel je nach Größe und Häufigkeit der Anwendung bis zu drei Monate. Sie können in Metalldosen oder speziellen Netzen aufbewahrt werden und revolutionieren das Chaos am Badewannenrand.

  1. Alternativen für Folien

Alufolie oder Frischhaltefolie werden häufig nur einmal verwendet und dann weggeworfen. Wenn etwas im eigenen Kühlschrank abgedeckt und aufbewahrt werden soll, empfiehlt sich das Abdecken der Schüssel mit einem Teller. Liegt etwas auf einem Teller und soll abgedeckt werden, kann eine Schüssel darübergestülpt werden. Auch Tupperware-Dosen oder Aufbewahrungsbehälter aus Glas oder Edelstahl, die jahrzehntelang halten, sind gute Alternativen. In ihnen können auch Lebensmittel aufbewahrt werden, die transportiert werden sollen. So erübrigt sich der Einsatz von Folien.

  1. Unverpackt-Läden suchen

Es gibt immer mehr Unverpackt-Läden in Deutschland– primär in den großen Städten. Hier können viele Lebensmittel und Utensilien des täglichen Bedarfs in eigene Glas- oder Tupperware-Behälter gefüllt werden. Auf diese Weise wird Plastik eingespart.

  1. Auf chemische Reinigungsmittel verzichten

Badreiniger, Glasreiniger, Bodenreiniger und Toilettenreiniger – sie alle kommen in Plastikflaschen, die weggeworfen werden, sobald der Reiniger aufgebraucht ist. Deutlich umweltfreundlicher geht es mit Hausmitteln. Sie benötigen weniger Plastik und sind zudem schonender. Natron, Essig, Kernseife, Zitronensaft, reiner Alkohol und Soda sind natürliche Stoffe, mit denen genauso gut geputzt werden kann wie mit der Chemie – weniger Müll inklusive.

  1. Kosmetikartikel überprüfen

Neben dem Thema Shampoo und Duschgel gibt es im Badezimmer noch weitere Reduzierungsmöglichkeiten beim Thema Plastik:

  • Abschminkpads müssen nicht aus Watte sein. Ein Stück Stoff oder Frottee ist genauso gut und kann immer wieder gewaschen werden. Zudem kommt es nicht in einer Plastikverpackung. Abschminkpads aus Stoff gibt es auch zu kaufen – sie können mehrere hundert Mal verwendet werden.
  • Wer gerne Zahnseide benutzt, sollte nicht die einzelnen Sticks kaufen, sondern eine ganze Rolle.
  • Wattestäbchen für die Ohren gibt es mittlerweile aus Papier und nicht mehr aus Plastik.
  • Zahnbürsten aus Bambus oder Holz sind deutlich nachhaltiger als Zahnbürsten aus Plastik.
  • Mit Dental Tabs kann sogar auf herkömmliche Zahnpasta verwendet werden. Alternativ kann auch eigene Zahnpasta angerührt werden.
  1. Stoff statt Papier

Küchenrolle und Servietten sind immer in Plastik eingeschweißt, wenn sie gekauft werden. Wer statt Papierservietten auf Stoffservietten wechselt und statt Küchenrolle ein Handtuch verwendet, kann nicht nur Plastik, sondern auch Papier einsparen. Schließlich kann Stoff viele Male gewaschen werden.

  1. Auf Müllbeutel verzichten

Wer den Mülleimer direkt nach dem Ausleeren gründlich ausspült, benötigt keine Müllbeutel mehr. Dies ist zwar etwas zeitintensiver, spart dafür aber Plastik ein.

Gemeinsam mit kleinen Schritten Großes bewirken

Die Möglichkeiten auf diesem Bereich sind vielfältig und in der Industrie werden immer mehr Produkte entwickelt, die frei von Plastik sind. Auf diesen Stoff zu verzichten erfordert ein Umdenken, geht aber leichter als man denkt. Wenn jeder kleine Schritte macht, kann das insgesamt einen großen Effekt haben. Es lohnt sich daher, das Thema näher zu betrachten.


Redaktion Hasepost
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