Bahnmitarbeiter und Bundespolizisten am Osnabrücker Hauptbahnhof attackiert
Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG ist am Sonntagabend von einem 53-Jährigen im Osnabrücker Hauptbahnhof attackiert worden.
Der wohnsitzlose Mann hatte zuvor mit einem Textmarker zwei Fahrkartenautomaten der DB AG im Hauptbahnhof Osnabrück beschmiert. Den auf den Vorfall aufmerksam gewordenen Mitarbeiter der DB AG beleidigte, bespuckte und bedrängte er sofort.
Bundespolizist als „SS-Scherge“ beleidigt
Der aggressive Mann schlug dem 44-jährigen Servicemitarbeiter gegen die Brust. Verletzt wurde durch den Vorfall niemand. Einer der zwischenzeitlich verständigten Bundespolizisten wurde zudem als „SS-Scherge“ beleidigt.
Bereits in der vergangenen Woche war ein Bundespolizist im Osnabrücker Hauptbahnhof von einem Nordafrikaner als „Rassist“ beschimpft worden.
Hausverbot wurde mehrfach ignoriert
Das anschließend durch den Mitarbeiter ausgesprochene Hausverbot ignorierte der alkoholisierte Mann (1,29 Promille) mehrfach. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde dem 53-jährigen afghanischen Staatsangehörigen ein Platzverweis erteilt. Strafrechtliche Ermittlungen wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs und Beleidigung wurden eingeleitet.
Am Samstag fand die Fight Night 2017, veranstaltet vom Polizei-SV Georgsmarienhütte (PSV), in Kooperation mit der Niedersächsischen Taekwondo Union, in der Sporthalle am Carl-Stahmer-Weg in der Hüttenstadt statt.
Es war eine spannungsgeladene Ringatmosphäre mit Musik und Lichtshoweffekten vor den voll besetzten Rängen in der Realschulsporthalle am Carl-Stahmer-Weg. Das Programm des PSV mit hochklassigen Sportlern klang für Kenner bereits vielversprechend und so hieß es schon im Vorfeld bei den Taekwondokämpfern des OSC man solle zeitig vor Ort sein, um einen guten Platz zu erwischen.
Die Fight Night wurde vom PSV gemeinsam mit der Niedersächsischen Taekwondo Union (NTU) organisiert, deren Präsident Carsten Runge und Vizepräsident Rainer Tobiasnatürlich auch anwesend waren, um die Kämpfer zu unterstützen.
Auch die lokale Politprominenz war zur Unterstützung und Würdigung dieses großartigen Events anwesend und so konnte der Vorsitzende des PSV Jürgen Kyas, den Bürgermeister aus Georgsmarienhütte Ansgar Pohlmann, den Polizeipräsidenten der Polizeidirektion Osnabrück, Bernhard Witthaut und die stellvertretende Landrätin des Landkreises Osnabrück, Christiane Rottmann herzlich willkommen heißen.
Alle im Ring: vlnr: zwei Moderatoren, Bürgermeister Ansgar Pohlmann, Polizeipräsident Bernhard Witthaut, Carsten Runge und Rainer Tobias von der NTU, Christiane Rottmann stellvertretende Landrätin des Landkreis Osnabrück, Jürgen Kyas, Vorsitzender des PSV und geehrte Sportler des PSV.
Georgsmarienhütte will auch in Zukunft unterstützen
Nachdem Bürgermeister Ansgar Pohlmann die zukünftige finanzielle Unterstützung der Stadt Georgsmarienhütte bei so einem herausragenden Event in Aussicht stellte, erzählte Christiane Rottmann, dass sie bei der Suche nach dem Begriff „Fight Night“ auf die Boxspielserie für Spielekonsolen gestoßen war, im Gegensatz dazu aber diese Fight Night heute Nacht jedoch real sei. Sie fand es wichtig, dass sportliches Talent entdeckt und gefördert werden würde, denn ebenso wie die Eltern die Kinder unterstützen, gebe der Sportverein den Kindern und Jugendlichen ein „sportliches Zuhause“. Das unterstrich auch Polizeipräsident Bernhard Witthaut aus Osnabrück und bemerkte, es sei ein ganz besonderes Gefühl dort im Ring zu stehen und wünschte, dass alle Sportler unverletzt nach Hause gehen würden.
Publikum wurde in die Punktvergabe eingewiesen
Es wurde spannend, der Aufbau war gut durchdacht, vor den jeweiligen Taekwondo-Vollkontaktkämpfen nach WTF Regeln und K1 Kämpfen (Kickboxen), gab es eine kurze Einweisung auf der Videoleinwand, wie die Punkte in den einzelnen Sparten vergeben werden. Zwischendurch lockerten Vorstellungen der verschiedenen Kampfsportarten des Polizei-SV Georgsmarienhütte das Geschehen auf.
Jugendarbeit wichtig für den PSV
Beim 510 Mitglieder zählenden Polizei-SV Georgsmarienhütte sind die Kampfsportarten Taekwondo, Judo, Thai Kickboxen, Kickboxen für Frauen, Boxen, Escrima, Kwon-Tae-Bo und Ninjutsu/Bujinkan-Budo vertreten- allen voran steht der Respekt, Höflichkeit und die Disziplin . So gibt es bei den Ninja Turtles schon 5 Regeln für die Kinder:
Sauberkeit: Halte dich und deine Sachen sauber.
Ehrlichkeit: Sage immer die Wahrheit.
Mut: Hilf den Schwächeren.
Tapferkeit: Lerne Dinge, die du noch nicht kannst.
Schlauheit: Achte immer auf deine Sicherheit.
Der Respekt und die Höflichkeit, sowie das familiäre, sportliche Zuhause, dass der PSV seinen Sportlern bietet, zeigte auch der Umgang der verschiedenen Sparten. Mark (Taekwondokämpfer bei Trainer Wolfgang Kiss) und Tanja (Kickboxerin bei Trainer Dimitri Zacharias) waren von der familiären Atmosphäre im PSV begeistert. Am Gelingen des Abends hatten die Trainer einen nicht unerheblichen Anteil, da sie in der Lage sind, ihre Sportler zu Höchstleistungen anzuspornen. Mark steigt nun nach einer berufsbedingten Pause beim Training wieder richtig ein um seinem Trainer Wolfgang Kiss zu zeigen, was er zu leisten vermag. Hochintensives Fitnesstraining abseits des Kampfsportes nach modernsten Gesichtspunkten, bietet der PSV laut Jürgen Kyas mit „deepWORK“ und „HOT IRON“ bei Trainerin Victoria Verch an.
K1 Kampf- Kickboxen im Ring von Georgsmarienhütte.
Auch die Show gehörte zum Programm
Eine faszinierende Freestyle-Bruchtest Vorführung von Lukas Stein mit Partnern und eine spektakuläre Show von Muhamed „Die Hammerhand“ Kahrimaovic, der unter anderem sehr eindrucksvoll bewies, wie man mit wenigen Handschlägen eine ganze Fülle von Kokosnüssen mundgerecht zubereiten kann.
Es folgten die Kampfhighlights des Abends, begleitet von einer beeindruckenden Musik und Lichtshow: Ein MMA Kampf (Mixed Martial Arts), der nervenaufreibend und faszinierend zugleich war. Die Kämpfer bedienten sich sowohl der Schlag- und Tritttechniken aus anderen Kampfkünsten. Hauptunterscheidungsmerkmal zu anderen Vollkontaktsportarten ist, dass auch im Bodenkampf geschlagen und zum Teil getreten werden darf- ohne jegliche Schutzkleidung.
Es wurde auf den Rängen diskutiert und gestaunt und es sollte so bleiben, als es zu dem Hauptkampf über 5 Runden zwischen Vadim Lorengel aus Oldenburg und Eduard Drewlau vom PSV kam. Es war ein Kampf auf Weltklasseniveau, vor allem Eduard, wie er von seinen Fans genannt wird, zeigte sein Können auf beeindruckende Art und Weise und so stand es am Ende der 5. Runde 64:12 für den Sportler aus Georgsmarienhütte.
Der Abend zeigte, dass man niemals vorschnell aufgeben sollte, mit Würde und Haltung in den Kampf geht und ihn ungeachtet des Ergebnisses auch so in vollem Respekt voreinander verlässt. In diesem Sinne gab es an dem Abend auch keine Verlierer, auch der Zweitplatzierte wurde mit einem ebenso schönen Pokal für seinen Einsatz und Erfolg belohnt.
HASEPOST hat, wie zahlreiche Medien schon mehrfach (u.a. hier, hier und hier) auf die Bedeutung einer richtig gebildeten Rettungsgasse für die Helfer von Feuerwehr und Rettungsdiensten hingewiesen. Ein Auslieferer der Supermarktkette REWE scheint von derartigen Hinweisen und der geltenden Rechtslage recht unbeeindruckt.
Als „Besucherbeitrag“ postete ein User, der sich selbst als „Einsatzkraft“ beschreibt“ ein Bild, das er auf der Autobahn A6 vor sich hatte. In seinem ergänzenden Kommentar nahm Gunnar Kreidl dann noch Bezug auf die Werbeaufschrift des LKW „Wir suchen Kraftfahrer“.
REWE will weder Fahrer noch Eigentümer des LKW kennen
Die Huffington Post fragte nach und bekam eine erstaunliche Auskunft von Thomas Bonrath, Pressereferent bei Rewe“ „In diesem Fall reichen die uns vorliegenden Informationen nicht aus, um das betreffende Fahrzeug und damit den Fahrzeugführer zu identifizieren.“
Selbst den Eigentümer des LKW und den Arbeitgeber den Arbeitgeber des Fahrers kann man in der Supermarktzentrale, trotz genauer Ortsangabe des Fotos nicht ermitteln. Die Huffington Post schreibt: „Ob es sich um einen unternehmenseigenen Rewe-Fahrer oder um den Fahrer eines Spediteurs handelt, könne Rewe so nicht sagen.
Immerhin will REWE den Sachverhalten nachgehen und die Fahrer werden „erneut dafür sensibilisiert, bei derartigen Situationen eine Rettungsgasse zu bilden“, so der REWE-Sprecher.
die Kunstgeschichte, in früherer Zeit auch gerne mal als Kunsthistorik oder Kunstwissenschaft bezeichnet, ist die Wissenschaft von der historischen Entwicklung der bildenden Künste. Sie untersucht und beschreibt die kulturelle Funktion der Kunst und den kreativen Prozeß der Künstler. Ziel der Kunstgeschichte ist es, die künstlerischen Objekte auf ihre Inhalte hin zu untersuchen (Ikonographie), ihre formale Gestaltung zu bestimmen sowie Kunstwerke in Epochen einzuteilen und ihre Wirkung zu bestimmen. Die klassischen Untersuchungsobjekte der Kunstgeschichte sind europäische und vorderasiatische Werke der Malerei und Grafik, Bildhauerei und Baukunst vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart. Die Begriffe „Kunstgeschichte“ und „Kunstwissenschaft“ entstanden im 19. Jahrhundert und gehen auf Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) zurück, der in seinen Werken zur Kunst der Antike als erster genauere stilgeschichtliche Untersuchungen vorgenommen hat. Im ausgehenden 18. Jahrhundert legte Johann Dominik Fiorillo an der Universität Göttingen die Grundlagen für die Kunstgeschichte als akademisches Fach. Weitere wichtige Grundlagen sind die Kunsttheorie unter anderem von Johann Gottfried Herder sowie die Einbeziehung der Kunst in den allgemeinen Rahmen der menschlichen Kulturgeschichte, geprägt von Historikern wie Karl Friedrich von Rumohr und Gustav Friedrich Waagen. Viele bedeutende Kunsthistoriker studierten zudem nebenbei noch Philosophie und Ästhetik. Heute hat sich das Forschungsfeld auf die kulturellen Einflußzonen der westlichen Hemisphäre erweitert, zum Beispiel Amerika und/oder bedeutende zeitgenössische Künstler in der ganzen Welt. Und auch die Architekturgeschichte hat viele Berührungspunkte mit der Kunstgeschichte. Man ist fast geneigt zu sagen: durch die vielen Jahrhunderte ihres Bestehens ist die Kunstgeschichte immer mit der Zeit gegangen und hat heute, in der Ära eines weltweiten Kulturwandels und tiefgreifender kultureller Unsicherheiten in Europa und den USA (Stichwort „Deutsche Leitkultur“, die niemand genau definieren kann oder mag), eine große Bedeutung für die Definition der kulturellen Identität eines Landes, eines Kontinents, der Gegenwart und der Zukunft.
Das sieht die Leitung der Osnabrücker Universität offenbar anders. In der Hasemetropole plant man, den Studiengang Kunstgeschichte sang- und klanglos dichtzumachen. Schon ab dem Wintersemester 2017/18 sollen sich keine Studierenden mehr für dieses Fach einschreiben dürfen. Ein wichtiger Hintergrund ist, daß 2023 und 2024 die drei Professoren des Instituts in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Dieses Vorhaben sorgte nicht nur bei den Studierenden in Osnabrück für einige Unruhe und rief bundesweite Proteste hervor. Nun ist die Senatssitzung des Universitätspräsidiums am Mittwoch dieser Woche allerdings zu dem Entschluß gekommen, daß die Stärkung anderer Fachbereiche nicht zu Lasten des Kunsthistorischen Instituts gehen dürfe. Bis zum Frühsommer werden jetzt Alternativen zu einer Institutsschließung geprüft. Man mag es den Kunsthistorikern wünschen, daß ihr Kampf um den Fortbestand ihres Instituts Erfolg haben wird. Sie haben mächtige Verbündete. Der Deutsche Kulturrat will das Kunsthistorische Institut der Universität Osnabrück auf seine symbolische rote Liste setzen, er bedauert es zutiefst, daß es die Geisteswissenschaften nach den Hochschulreformen der vergangenen Jahre wesentlich schwerer als die Natur- und Rechtswissenschaften haben. Selbst Kunsthistoriker aus dem Ausland übten in den vergangenen Wochen Kritik an den Schließungsplänen. So unterstützt das International Center of Medieval Art (ICMA) in New York auf seiner Homepage eine Petition zum Erhalt des Instituts. Der Verband deutscher Kunsthistoriker veröffentlichte einen offenen Brief an den Osnabrücker Universitätspräsidenten Wolfgang Lücke. Und der „Ulmer Verein“, der Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften, setzt sich in einem offenen Brief an die Universitätsleitung und das Wissenschaftsministerium in Hannover für den Erhalt des Instituts ein.
Ich erkläre mich hiermit in aller Form mit dem Kunsthistorischen Institut in Osnabrück solidarisch. Mir würde es nicht gefallen, wenn das schöne Gebäude kurz vor der Katharinenkirche, mit einem herrlichen kleinen Garten, der zum Flanieren und Fachsimpeln einlädt, plötzlich anderen Zwecken als der Kunstgeschichte zugeführt werden würde. In diesen wilden Zeiten, in denen Kunstbanausen wie Trump, Erdogan & Co. die öffentliche Diskussion bestimmen und sich unsere Wertmaßstäbe auf einmal radikal zu verschieben scheinen, halte ich es für äußerst wichtig, daß wir uns auf unsere kulturellen Wurzeln besinnen, sie hegen und pflegen. Nicht nur den Deutschen ist seit einigen Jahren der innere Kompaß abhandengekommen, aber wir können ja mal mit gutem Vorbild vorangehen und ein Zeichen setzen für das, was uns wirklich wichtig ist. Seit ein paar Wochen wird getönt, daß Deutschland ein Gegengewicht zu den USA setzen und die Werte der liberalen westlichen Welt verteidigen muß. Da ist doch die Schließung eines kunsthistorischen Instituts das völlig falsche Signal. Denn was haben wir noch zu bieten, wenn man uns unsere Geschichte und unsere Kultur nimmt? Da bleibt nicht mehr viel!
Ich wünsche allen HASEPOST-Lesern ein Wochenende, an dem es nichts zu mösern gibt. Die Hoffnung stirbt zuletzt!
Jens Koopmann, Leiter des Städtepartnerschaftsbüros (links) und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (Zweiter von links) heißen die neuen Städtebotschafter willkommen: (von links) Begüm Bucak (Çanakkale), Geoffrey Davoine (Angers), Olga Zhizhileva (Twer), Nelly Vergunst (Haarlem) und Daniel Hampton (Derby).
Es ist eine ganz besondere Tradition, dass zwischen Osnabrück und seinen Partnerstädten „Städtebotschafter“ ausgetauscht werden. Ein Jahr lang repräsentieren junge Osnabrückerinnen und Osnabrücker ihre Heimatstadt im Ausland und sind Ansprechpartner und Vermittler für und zwischen den freundschaftlich verbundenen Städten.
Die Bewerbungsfrist für die Städtebotschafterstellen in Angers, Çanakkale und Twer endet am Dienstag, 28. Februar. Drei junge Menschen aus Osnabrück erhalten die Möglichkeit, für ein Jahr im Ausland zu arbeiten und die Stadt Osnabrück in einer Partnerstadt zu repräsentieren.
Los geht´s dann im Oktober
Der Arbeitsvertrag gilt jeweils für ein Jahr, vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018. Voraussetzung für die Stellen sind gute Kenntnisse der jeweiligen Landesprache. Außerdem müssen die Städtebotschafter volljährig sein.
Hier geht´s zur Bewerbung:
Junge Osnabrückerinnen und Osnabrücker, die für ein Jahr ihre Heimatstadt in Angers, Çanakkale oder Twer vertreten möchten, können ihre Bewerbung bis zum 28. Februar an die Stadt Osnabrück, Referat Strategische Steuerung und Rat, Städtepartnerschaftsbüro, Bierstraße 28, 49074 Osnabrück richten.
Für Fragen stehen Jens Koopmannund Claudia Ruschmeiertelefonisch unter 0541 / 323-2272 und 323-4633 zur Verfügung.
Im Internet gibt es unter www.osnabrueck.de/staedtepartnerschaften.html weitere Informationen über die Arbeit der Städtebotschafter.
Archiv-Foto: Jens Koopmann, Leiter des Städtepartnerschaftsbüros (links) und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (Zweiter von links) heißen im Jahr 2015 die neuen Städtebotschafter willkommen: (von links) Begüm Bucak (Çanakkale), Geoffrey Davoine (Angers), Olga Zhizhileva (Twer), Nelly Vergunst (Haarlem) und Daniel Hampton (Derby).
Am Freitagmorgen, kurz nach 06:00 Uhr, wurde die Feuerwehr in die Große Straße gerufen.
Wegen starker Rauchentwicklung im Treppenhaus eines Geschäftshauses, in dem u.a. auch ein Jeansladen untergebracht ist, wurde vorsorglich das gesamte Gebäude evakuiert.
Rauchmelder warnte rechtzeitig vor der Gefahr
Die Bewohner des Hauses wurden nach ersten Berichten von einem Rauchmelder gewarnt. Da das Treppenhaus zu dem Zeitpunkt schon stark verräuchert war, musste die Feuerwehr für die Evakuierung eine Drehleiter einsetzen.
Als Ursache der Rauchentwicklung wurde brennendes Papier und Pappe im Haus ausgemacht. Wie das Feuer entstehen konnte wird noch ermittelt.
Es ist inzwischen schon wieder 14 Jahre her, dass Osnabrück zu Deutschlands Glückshauptstadt gekürt wurde und der Aufkleber „Ich komm zum Glück aus Osnabrück“ gefühlt an jedem zweiten Osnabrücker PKW klebte.
Mit einem einzelnen Plakat – das allerdings strategisch optimal platziert – erinnert Osnabrück daran, dass hier noch immer ganz besondere und ganz besonders glückliche Menschen leben.
„Auf dem Weg zum berühmtesten Konzertsaal Deutschlands – der Elbphilharmonie in Hamburg – auf dem Weg zur beliebtesten Sehenswürdigkeit Deutschlands – der Modelleisenbahn „Das Miniatur Wunderland“ ebenfalls in Hamburg, müssen die meisten Besucher Hauptbahnhof-Süd umsteigen“, sagt Dr. Sven Jürgensen, Pressesprecher der Stadt Osnabrück. „Und genau hier werben wir mit nur einem Plakat für die Friedensstadt Osnabrück.“ Auf quietschgelben Untergrund werden die Leser gefragt: „Warum sind die Osnabrücker glücklicher?“ Statt einer Antwort folgt die Aufforderung: „Find’s heraus!“ Es folgt der Link: www.osnabrueck.de/glueck.
„Die Chance ist ziemlich groß, dass an diesem Plakat Menschen vorbeikommen, die zuvor mit dem Zug auf dem Weg zur Elbphilharmonie durch Osnabrück gefahren sind: Die wollen wir ansprechen und ermuntern, Osnabrück kennenzulernen – mit einem Plakat, das in diesem Fall schon die ganze Kampagne ist“, so Jürgensen.
Auch in Hamburg sollen es alle wissen: Wir kommen zum Glück aus Osnabrück!
Auf dem Smartphone gibt es einen „Glücksspaziergang
„Wer dem Link auf seinem Smartphone folgt, wird in Osnabrück zu einem Spaziergang durch die Stadt eingeladen – einem kleinen Glücksspaziergang“, erklärt Jürgensens Kollegin Nina Hoss. „Ausgangspunkt ist der Hauptbahnhof. Auf dem Weg liegt etwa ‚Klein-Amsterdam‘ oder auch der Löwenpudel. Auch ein Geheimtipp ist dabei: die Redlinger Straße. Der Besucher wird über die zentrale Einkaufsmeile geführt, an Dom und Marienkirche vorbei zum historischen Rathaus, wo 1648 mit dem Westfälischen Frieden der Dreißigjährige Krieg beendet wurde. Wer das Rathaus besucht und beim Service nachfragt, bekommt das Glück zu schmecken.“
Am Ende der Route können sich die Teilnehmer des Glücksspaziergangs bei der Information im Rathaus einen Glückskeks abholen.
Kampagne entstand „Inhouse“ bei der Stadtverwaltung
Janin Arntzen, Grafikdesignerin im Referat für Medien und Öffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung Osnabrück, hat das Plakat gestaltet. „Uns hat die Entwicklung dieser Idee viel Spaß gemacht. Wir hoffen, dass sich die Betrachter davon anstecken lassen und in Osnabrück vorbeischauen“, sagt Janin Arntzen. „Es ist geplant, die Aktion zu passender Gelegenheit zu wiederholen.“
Pressesprecher unter Verdacht in Hamburg
Dr. Sven Jürgensen fotografierte heute in Hamburg das Plakat, dies war nicht ganz so einfach, wie zunächst gedacht: „Während ich die Fotos machte, kam eine uniformierte Dame in Begleitung mehrerer Männer auf mich zu und fragte mich nach einen Genehmigung. Eine Erlaubnis hatte ich nicht. Ich hatte auch nicht daran gedacht und erklärte überrascht, dass ich doch nur mein Plakat fotografieren würde. Diese Auskunft verblüffte nun die Dame. Das habe sie noch nie erlebt, so ihre Reaktion. Ich musste mich ausweisen und obwohl ich zeigen konnte, dass ich sogar Mitglied der Katastrophenschutzbehörde der Stadt Osnabrück bin, musste ich die Foto- und Filmaufnahmen abrechen, weil ich keine Genehmigung hatte…“
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Fotos: Stadt Osnabrück, Janin Arntzen (Glückskeks) und Dr. Sven Jürgensen (Hochbahn HH)
Osnabrücker FDP will auch den Landkreis an den Kosten für das Theater beteiligen
Fast 100 Euro* zahlt der Steuerzahler für jeden Stuhl im Theater – ob besetzt oder unbesetzt – und das in jeder Vorstellung. Den Löwenanteil dieser Subventionierung zahlen die Bürger der Stadt Osnabrück; die FDP will jetzt auch die Landkreisbewohner „zur Kasse“ bitten.
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Robert Seidler stellte die Überlegungen der FDP-Ratsfraktion am Donnerstag vor.
Landkreis soll sich zum Theater bekennen
Nach den Überlegungen der Osnabrücker Liberalen soll mit dem Landkreis über eine Übertragung von Gesellschaftsbeteiligungen verhandelt werden. Die FDP-Fraktion fordert, dass sich Politik und Verwaltung sowohl aus der Stadt als auch aus dem Landkreis zum Bestand des Theaters bekennen und eine gemeinsame Lösung erreichen, die nach Ansicht der FDP nur darin bestehen kann, dass Stadt und Landkreis das Theater zukünftig gemeinsam betreiben.
FDP rechnet die Belastungen für die Stadtkasse vor
Seidler erklärt: „Ein überregional wirkendes Theater muss auch überregional getragen werden. Die Stadt Osnabrück kann das Theater finanziell nicht mehr alleine tragen. Die allein von der Stadt Osnabrück zu finanzierenden Kosten, summarisch kurzgefasst, betragen bei zuletzt ca. 182.000 Besuchern jährlich ca. 10,2 Millionen Euro
Ausgaben/Kosten insgesamt ca.: 19,1 Mio. €
Einnahmen aus Verkauf von Karten etc.: 2,9 Mio. €
Verlust: 16,2 Mio. €
Abzgl. Zuschuss Land Niedersachsen: 5,2 Mio. €
Abzgl. Zuschuss Landkreis Osnabrück: 0,8 Mio. €
Rest von Stadt Osnabrück zu tragen: 10,2 Mio. €
Die Stadt Osnabrück finanziert somit nach Berechnungen der FDP jede Eintrittskarte – auch jede Karte jeden Besuchers aus dem Landkreis Osnabrück – mit ca. 56 Euro. Der Bund der Steuerzahler hatte 2015 eine Belastung des Steuerzahlers insgesamt von 96,29 Euro pro Stuhl des Theaters berechnet.
Belastungen für den Steuerzahler insgesamt nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler, 2015.
Nach Ansicht der FDP ist diese Belastung „auf Dauer nicht tragbar“. Die Ratsfraktion rechnet vor: „Bei einem Zuschuss von gerundet 10 Millionen Euro jährlich sind das in den vergangenen 20 Jahren allein ca. 200 Millionen Euro“.
Nach dieser Rechnung trug die fortdauernde Subventionierung des Theaters am Gesamtschuldenstand der Stadt Osnabrück von 650 Millionen Euro mit mehr als 30% bei.
Keine Axt an den Sparten des Theaters
An den verschiedenen Sparten des Osnabrücker Theaters wollen die Liberalen offensichtlich nicht rütteln. Sie stellen fest: „Ein Theater mit allen Sparten stelle einen Gesellschaftsschichten übergreifenden unverzichtbaren Bestandteil der Kultur dar. Theater könne deshalb nur bestehen, wenn keine Kirchturmpolitik stattfindet und alle politisch verantwortlichen Personen einen kommunalen grenzenüberschreitenden Konsens fänden.“
Seidler weiter: „Es kann deshalb bei der Diskussion um die finanzielle Fortführung des Theaters nicht nur um bisherige Forderungen auf finanzielle Beteiligung des Landkreises gehen, sondern es muss auf Augenhöhe miteinander umgegangen werden in Form der Übertragung von Gesellschaftsbeteiligungen und damit auch Abgabe von Aufsichtsratsmandaten an den Landkreis. Der Landkreis muss bereit sein, Verantwortung mit zu übernehmen, die Stadt muss bereit sein, Verantwortung teilweise abzugeben.
Zur Not auch Preiserhöhungen denkbar
Die Alternative besteht nach Ansicht der FDP ansonsten darin, dass die Stadt die jährlichen Defizite von rund 10 Millionen Euro jährlich nicht mehr wird tragen können. Seidler denkt auch über Preiserhöhungen nach: „Falls es nicht zu dieser Lösung käme, müsste darüber nachgedacht werden, die Preisgestaltung zu verändern und eine räumliche Preisdifferenzierung anzustreben. Auswärtige Besucher des Theaters müssten höhere Eintrittskartenpreise in Kauf nehmen. Einwohnern der Stadt könnte dann auf Antrag ein Teil des Eintrittspreises erstattet werden.“
*Berechnungen des Bundes der Steuerzahler, siehe hier.
Zeitreise Osnabrück: Badekappenpflicht im Nettebad
Unsere heutige Zeitreise nimmt uns mit an das Außenbecken des Nettebads, irgendwann zu Zeiten der Badekappenpflicht. So ganz genau können wir das Bild nicht datieren, das uns für diese Folge die Stadtwerke zur Verfügung gestellt haben, aber es gibt Indizien.
Diese Zeitreise verknüpfen wir mit einem Link auf eine aktuellen Artikel, der die 2016er Besucherzahlen der Osnabrücker Schwimmbäder mit den Spitzenwerten aus den 70er Jahren in Beziehung setzt.
Zu der Zeit, als die damals noch sieben städtischen Schwimmbäder bis zu 1,3 Millionen Besucher jährlich verzeichneten, muss auch dieses Foto entstanden sein.
Badekappen, heute kaum noch bekannt
Ganz offensichtlich herrscht die bereits erwähnte und für jüngere Menschen kaum vorstellbare „Badekappenpflicht“, und das auch für männliche Schwimmbadbesucher. Ursprünglich mussten nur Frauen beim Schwimmbadbesuch „unter die Haube“, die oft aus wasserundurchlässigem Plastik war und so auch die Frisur trockenhalten konnte.
Grund für die Kappenpflicht war aber nicht die Sorge um die Frisur der weiblichen Badbesucher, sondern Bedenken, dass die beim Schwimmen ausfallenden Haare die Filter verstopfen oder andere Badegäste stören könnten.
Spätestens Anfang der 70er Jahre, also genau zur Eröffnung des Nettebads 1973, trugen die Männer oft längere Haare als die Frauen und es gab erst eine auf Freiwilligkeit und später verpflichtende Badekappenanordnung für beide Geschlechter. In den 80er Jahren – mit geänderter Haarmode und besseren Filteranlagen – fiel die Kappenpflicht wieder, auch in den Osnabrücker Bädern. Auf unserem Bild scheint sie aber noch zu gelten. Überhaupt scheint noch alles recht neu zu sein. Der Baum im Hintergrund (Blick durch den Zaun auf den Haster Weg) ist noch recht jung und die gesamte Anlage sieht akkurat gepflegt aus.
Waschbeton auf der Brücke… Willkommen in den 70er Jahren.
Rechts geht es unter der Brücke durch in die Schwimmhalle
Ältere Osnabrücker werden sich noch an den „Tunnel“ in die Schwimmhalle erinnern – ein Highlight eines jeden Schwimmbadbesuchs, zumindest für die jüngeren Badegäste. Unser orange-bekappter Schwimmer ist gerade auf dem Weg in die Schwimmhalle, ein anderer Schwimmer schaut unter der kleinen Brücke direkt in die Kameralinse.
Überhaupt, die kleine Brücke: Die Treppenstufen sind aus „Waschbeton“, jenem in den 70er Jahren omnipräsenten Material, das die Hannoversche Allgemeine Zeitung später als als „Strafe“ bezeichnen wird, „die sich Architekten ausgedacht haben, um die Welt zu vergrau(l)en“.
Aber nicht alles was die Architekten sich damals ausgedacht haben war eine architektonische Sünde. Der eben bereits erwähnte Durchschwimm-Tunnel war für Kinder eine Sensation, und die Terrasse rechts im Hintergrund hatte auch ihren Reiz. Über die Treppe (Barrierefreiheit war noch gänzlich unbekannt) konnte der hungrige Badbesucher auf die eine Hälfte der Terrasse gelangen und über eine Durchreiche in der bereits vorhandenen Gastronomie Pommes oder Langnese-Eis kaufen. Getrennt durch einen Gitterzaun von den Badbesuchern, konnten „angezogene“ Besucher die andere Hälfte der Terrasse nutzen und den Schwimmern beim nassen Vergnügen zuschauen. Eine Möglichkeit, von der eine kleine Gruppe auf unserem Zeitreise-Bild gerade Gebrauch macht.
Die Nettebad-Gastronomie ist mit schweren Gittern vor den Fesntern geschützt wie eine Bank. Rechts auf der Terrasse tummeln sich Zuschauer, links davon der Bereich der Badegäste.
Links im Hintergrund ist die „Umkleide Männer“ zu sehen, außerhalb des Bildausschnitts gibt es einen weiteren Flachdachbau für die weiblichen Besucher. Davor und die ganze Längsseite des Schwimmbeckens entlang gibt es zwei Reihen Sitzgelegenheiten, die im Sommer zum Sonnenbaden einluden und bei Schwimmveranstaltungen von Zuschauern genutzt wurden.
Und so sieht es heute im Freibadbereich des Nettebads aus:
Vielen Dank an die Stadtwerke Osnabrück für das historische Foto.
Die 70er und 80er Jahre werden heute gerne verklärt – alles schien möglich. Die Russen und Amerikaner flogen ins Weltall und die Städte und Gemeinden „gönnten“ sich zahlreiche Schwimmbäder. Osnabrück hatte in besten Zeiten sieben Schwimmbäder, heute nur noch drei. Aber die jetzt von den Stadtwerke betriebenen Bäder sind inzwischen so beliebt wie vor 40 Jahren die über das gesamte Stadtgebiet verteilten deutlich kleineren Schwimmbäder, zu denen u.a. das Pottgrabenbad (heute Alando) und das Niedersachsendad (heute Standort des neuen Combi-Verbrauchermarkts) zählten.
Am Rande der Präsentation der Besucherzahlen des vergangenen Jahres, zeigten der neue Stadtwerke-Vorstandschef Christoph Hüls und Bäder-Chef Wolfgang Hermle die aktuellen Besucherzahlen im Vergleich zu historischen Zahlen der vergangenen Jahrzehnte.
Selbst der absolute Spitzenwert aus dem Jahr 1975, als mehr als 1,3 Millionenbesucher die damals sieben städtischen Badeanstalten „stürmten“ scheint wieder in greifbarer Nähe. Exakt 1.228.387 Besucher wurden in den verbliebenen drei Bädern der Stadtwerke Osnabrück gezählt. Das Vorjahresergebnis liegt damit knapp unter dem Spitzenwert 1.247.620 Besuchern aus dem Jahr 2015. Ein Wert über den sich die Stadtwerke freuen, denn das Wetter hat mit dem späten Sommer in diesem Jahr nicht wirklich mitgespielt.
Besucherentwicklung Osnabrücker Bäder 1972 bis 2016 (in Tsd.), Durchschnitt (blaue Linie): 967tsd., rote Balken = nach Übernahme der Bäder durch die Stadtwerke, Quelle: SWO
Der Sommer 2016 sorgte für eine späte Freibadsaison
„Die Zahlen zeigen: Der klassische Bäderbetrieb ist und bleibt insbesondere während der Freibadsaison wetterabhängig. Und da hat der zurückliegende Sommer aus unserer Sicht den richtigen Startzeitpunkt leider verpasst“, bestätigt der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Christoph Hüls bei der Präsentation der Bäder- Jahresbilanz. „Dennoch haben wir wieder ein gutes Ergebnis eingefahren. Das ist für uns Beleg dafür, dass wir als ‚Unternehmen Lebensqualität‘ mit unserer strategischen Ausrichtung zur Weiterentwicklung aller drei Bäderstandorte auf dem richtigen Weg sind.“
Das Nettebad ist in Deutschland Spitzenklasse
Das Nettebad hat es im vergangenen Jahr mit insgesamt knapp 730.000 Besuchern erneut in die Top-10 der „Bäder-Bundesliga“ geschafft, freut sich Bäderchef Wolfgang Hermle. Bei den sogenannten ‚SWIM Awards 2016‘ wurde Osnabrücks Freizeitbad mit dem 3. Platz in der Kategorie ‚beliebteste Freizeitbäder Deutschlands‘ gekürt“, freut man sich bei den Stadtwerken. Der leichte Besucherrückgang von 15.000 Besuchern kam für Hermle allerdings nicht unerwartet: „Aus branchenspezifischen Studien wissen wir, dass Freizeitbäder mit einem jährlichen Besucherrückgang von rund fünf Prozent rechnen müssen, wenn sie ihr Angebot nicht stetig attraktivieren“, so Hermle. „Dass wir in den vergangenen Jahren anhaltend steigende Besucherzahlen aufweisen konnten, lag an dem lang fortdauernden ‚Sloop-Effekt‘ und den sogenannten ‚Cross-Selling‘-Effekten durch sich optimale ergänzende Sport- und Freizeitangebote am Standort Nettebad.“ In 2016 habe dieser Effekt des „Voneinander Profitierens“ allein 38.000 Besucher durch die Eintritte von „X-Force“- und „Team Mohr“-Kunden ausgemacht – 15 Prozent mehr als in 2015. „Um die Wirtschaftlichkeit der Bäder weiterhin zu gewährleisten, war es – fünf Jahre nach der Einweihung der letzten „Super-Rutsche“ – aber Zeit für eine neue große Attraktion“, erläutert Bäder-Experte Hermle. „Mit der neuen Trichterrutsche ‚Twist‘ verfügt das Nettebad über einen der größten Rutschenparks Norddeutschlands.“ Bereits im Januar habe eine Postleitzahlbefragung den „Twist-Effekt“ deutlich gemacht: „Das Einzugsgebiet unserer Kunden hat sich nach der Rutscheneröffnung deutlich vergrößert, so dass wir uns für 2017 einen Besucheranstieg zum Ziel setzen.“
Besuchermagnet: Wasserrutschen im Nettebad
Schinkelbad: Auf konstant hohem Niveau
Auch fünf Jahre nach der Neuausrichtung als Gesundheitsbad mit Cabriosol, Salounge & Co. bestätigte das Schinkelbad mit 257.000 Besuchern seine konstant hohen Besucherzahlen. „Besonders stark nachgefragt sind Wellness- und Erholungsangebote wie unsere in 2014 eröffnete Textilsauna oder regelmäßige Veranstaltungen wie die „Abende der Harmonie“, freut sich Hermle. „Mit einer vollautomatisierten Massageliege, auf der unsere Badegäste zwischen verschiedenen Bewegungsabläufen sowie Massagedruckstärken wählen können, haben wir unser Entspannungsangebot seit Anfang des Jahres deshalb noch erweitert.“
Moskaubad: „Dschungel in der Wüste“ boomt
Trotz des aus Bäder-Sicht sehr späten Sommers strömten im vergangenen Jahr 242.000 Besucher ins Moskaubad – 2.000 mehr als noch im Vorjahr. „Die Zahlen zeigen, dass es die richtige Entscheidung war, unsere parkähnlichen Außenanlagen durch den „Dschungelpfad“ auch außerhalb der Freibadsaison zugänglich zu machen“, zeigt sich Bäder-Chef Hermle vom Erfolg des dschungelartig angelegten Seilgartens beeindruckt: Mit 12.000 „Dschungel- Besuchern“ konnte die prognostizierte Zahl in Höhe von 6.500 nahezu verdoppelt werden. „Mit der Umsetzung des zweiten Teils der Außenflächen-Attraktivierung wollen wir diese Besucherzahl in 2017 weiter ausbauen – wie genau die Neuerungen aussehen, stellen wir in Kürze vor“, hält Hermle die Spannung hoch.
E-Kartbahn heißt „Nettedrom“
Mit Spannung erwartet wird auch die anstehende Inbetriebnahme der neuen Nettebad-Attraktivierung. „Als nächsten Baustein des Masterplanes ‚Freizeitstandort Nettebad‘ werden wir am 19. März die E-Kartbahn ‚Nettedrom‘ eröffnen“, kündigt Stadtwerke-Chef Christoph Hüls an. HASEPOST hatte bereits über die Pläne berichtet.
Noch eine Baustelle, das „Nettedrom“:
Zielsetzung sei es, insbesondere die Verweildauer der Besucher durch weitere Freizeitangebote am Standort Nettebad zu verlängern – und so die Wirtschaftlichkeit der Bäder weiter zu verbessern. „Wir sehen uns hierbei als kommunales Unternehmen in der Verantwortung“, betont Hüls. „Denn nur mit neuen Attraktionen können wir Geld verdienen, unser Angebot der Daseinsvorsorge wie den Schul- und Vereinssport langfristig sichern – und somit für mehr Lebensqualität in Osnabrück sorgen.“ Nähere Informationen zur E-Kartbahn am Nettebad sind ab sofort online unter www.nettedrom.de abrufbar.