Gegen 14:30 Uhr kam es heute zu einem Unfall mit einem LKW auf der Autobahn A33. An der Abfahrt Hilter fuhr er in den Böschungsgraben. Nach Problemen mit fehlenden Rettungsgassen und Schaulustigen am gestrigen Tag (wir berichteten), stoppte die Polizei heute zahlreiche Verkehrssünder, die durch die Absperrung an der Unfallstelle fuhren.

Der LKW fuhr in Fahrtrichtung Bielefeld an der Anschlusstelle Hilter a. Tw. von der Autobahn. Am Ende der Ausfahrt geriet er nach links von der Fahrbahn ab, überfuhr mehrere Leitpfosten und Schilder und blieb im Böschungsgraben stecken.

Der Fahrer des LKW wurde nach ersten Angaben leicht verletzt. Der Rettungsdienst brachte ihn in ein Krankenhaus. Die Feuerwehr Hilter rückte mit mehreren Fahrzeugen an und sicherte den schräg auf der Seite liegenden Laster. Außerdem fingen die Feuerwehrleute auslaufendes Öl auf, um ein Einsickern in das Erdreich zu verhindern. Anschließend zog ein LKW-Abschlepper das verunglückte Fahrzeug aus dem Graben.

Unmittelbar vor dem Unfall war der LKW Schlangenlinien gefahren, berichtete ein Zeuge. Die Ursache ist jedoch derzeit noch unklar.

Verkehrssünder stehen Schlange, Polizei stoppt sie alle

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten waren beide Ausfahrten der Anschlussstelle Hilter abgesperrt, dennoch hatte die Polizei viel zu tun. Viele Autofahrer umkurvten die mobilen Absperrbarken und Warnlampen einfach, teilweise sogar an einem Streifenwagen vorbei. Die Polizei verfolgte und stoppte alle Verkehrssünder.

Innerhalb einer Stunde wurden die Personalien von 18 PKW-Fahrern und einem LKW-Lenker aufgenommen. Teilweise standen die gestoppten Fahrzeuge in einer Warteschlange, einige musste die Polizei sogar mit ihren Streifenwagen verfolgen. „Auf der Dienststelle werden wir die entsprechenden Anzeigen dazu schreiben.“, so die Beamten vor Ort. Wie hoch die drohenden Bußgelder sind, konnten sie noch nicht sagen.

Dreistes Verhalten und Ausreden. Anzeigen wird es trotzdem geben

Besonders dreist waren PKW-Fahrer die behaupteten, die Absperrung sein nicht erkennbar gewesen weil die Barken von vorherigen Fahrzeugen umgefahren seien. Die Kontrolle ergab, dass von acht Warnlampen und 6 aufklappbaren Barken, mit denen nur eine der beiden Ausfahrten abgesperrt war, lediglich zwei Barken umgefahren oder umgefallen waren.