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Der kleine Hexenturm bei L+T muss weichen

„Eigentlich“ war der kleine Hexenturm am Haseufer hinter dem Textilhaus ja nur ein überdachter Notausgang.
Da er aber so altertümlich ausgesehen hat, bekam er von den Osnabrückern den historisch klingenden Namen, der an die ehemalige Befestigungsanlage und die düstere Geschichte des Mittelalters erinnerte.

Nun hat das letztes Stündlein für das nur knapp 25 Jahre alte Kleingebäude geschlagen – der Bagger rückte am Montagvormittag an.

Bereits Anfang August zog das im Türmchen aufbewahrte Modell der mittelalterlichen Stadtbefestigung in das Archiv des Osnabrücker Stadtarchäologen um, der es schon bald wieder der Öffentlichkeit zugänglich machen will (HASEPOST berichtete).

Bauarbeiten für das L+T Sporthaus schreiten voran

Auf Nachfrage unserer Redaktion konnte Bernhard Fischer, Marketingleiter des Osnabrücker Textilkaufhauses, den planmäßigen Fortschritt der Bauarbeiten bestätigen.
Wenn alles weiter so rund läuft wie bisher, ist Anfang kommenden Jahres mit der Eröffnung des Sporthauses zu rechnen.
Nicht weit vom ehemaligen Notausgang der Tiefgarage (aka „Hexenturm“) kann dann im Neubau ganzjährig auf der „stehenden Welle“ gesurft werden.

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AFP

Wurde Gutachter für das Shoppingcenter am Neumarkt von der Landesregierung systematisch bevorzugt?

Papierkorb

Wer den öffentlichen Diskurs um die Ansiedlung eines Shoppingcenters am Osnabrücker Neumarkt verfolgt hat, kam in den ersten Jahren der Diskussion nicht um das CIMA Institut herum. Nun werden Vorwürfe laut, das Institut könnte bei Auftragsvergaben der scheidenden Landesregierung bevorzugt worden sein.

Im Auftrag der Stadt Osnabrück erstellte die CIMA Beratung + Management GmbH bereits Ende 2010 eine Wirkungs- & Verträglichkeitsuntersuchung für eine Shoppingcenter-Entwicklung. Da sich zwischenzeitlich die Planungen änderten, wurde das Gutachten 2013 nochmals aktualisiert. Das Ergebnis des Gutachtens war sehr im Sinne der Shoppingcenter-Befürworter im Stadtrat.

Wie sich inzwischen herausstellt, ist der Leiter des CIMA Instituts persönlich eng mit der niedersächsischen Sozialdemokratie verwoben. In der Diskussion um die fehlerhafte Vergabe von Aufträgen der Landesregierung an eine Kölner Agentur, die bereits zu personellen Konsequenzen geführt hat, gerät nun auch das CIMA Institut und das Ministerium von Cornelia Rundt (SPD) in den Fokus.

Rückblick: Einzelhändler kritisierten Einseitigkeit der CIMA

Nach der Präsentation des für das Osnabrücker Shoppingcenter-Projekt positiv ausgefallenen Gutachtens, gab es kritische Stimmen, dass das Ergebnis nur durch die Nichtbeachtung wichtiger Rahmenbedingungen zustande kommen konnte. Die von kritischen Bürgern und lokalen Einzelhändlern gegründete Initiative Lebendiges Osnabrück beauftragte auf eigene Kosten eine „Plausibilitätsprüfung“ des CIMA Gutachtens um die offensichtlichen Mängel des Gutachtens zu belegen. Dieses Gegengutachten stellte der CIMA ein denkbar schlechtes Zeugnis aus. Unter anderem hatten die Gutachter 2010 und 2013, als sich der Siegeszug des Onlinehandels kaum noch übersehen ließ, diesen nur ungenügend gewürdigt. Das Urteil des Gegengutachtens: „Wesentliche Rahmenbedingungen und Trends wurden von der CIMA nicht gewürdigt bzw. nicht mit einer für das hier in Rede stehende innenstadtbedeutsame Vorhaben angemessenen Gründlichkeit hinterfragt.“

CIMA Gutachten Osnabrück
Quelle: Initiative Lebendiges Osnabrück

CIMA mehrfach von Landesregierung bevorzugt

Die CIMA spielte im jüngsten Vergabe-Untersuchungsausschuss des Landtags bereits eine Rolle. Wirtschaftsminister Olaf Lies musste am 1. August als Zeuge einräumen, dass sein Ministerium seit 2013 drei Aufträge an CIMA gegeben habe und das diese Aufträge „nicht völlig frei von formellen Vergabefehlern“ geblieben seien, so Rundblick Niedersachsen.
Wie das Nachrichtenportal am Montag berichtete, gerät das CIMA Institut nun erneut in den Fokus eines sich ausweitenden Vergabeskandals der scheidenden Landesregierung. Dem Rundblick liegt demnach eine E-Mail einer Referatsleiterin aus der Gesundheitsabteilung an Mitarbeiter vor, in der um eine Auftragsvergabe an das Institut CIMA gebeten wird.

CIMA und die Nähe zur rot/grünen Landesregierung

Leiter des CIMA-Instituts für Regionalwirtschaft in Hannover ist Arno Brandt, der nach Angaben des Rundblicks früher für die Nord/LB tätig war und einst auch Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Hannover-Stadt gewesen ist. In Osnabrück gelten der ehemalige Osnabrücker Oberbürgermeister und jetzige Landesminister Boris Pistorius (SPD) und der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion und Landtagsabgeordnete Frank Henning als besondere Förderer der Idee eines Shoppingcenters am Neumarkt.
Nach dem Verkauf des ursprünglichen Projektinitiators, der Firma mfi aus Essen an einen multinationalen Konzern, ist das Projekt zwischenzeitlich ins Stocken geraten. Wesentliche Mitarbeiter des Investors haben das Unternehmen Unibail-Rodamco in den vergangenen Monaten verlassen oder wurden versetzt. Mit der Osnabrücker FDP kehrte in diesem Sommer eine Partei aus dem Befürworterkreis des Shoppingcenters aus und forderte eine Alternativplanung am Neumarkt.

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Wo im Landkreis Osnabrück die Blitzer stehen…

 

Die Tage werden dunkler, der Landkreis Osnabrück sorgt wieder für spannende Lichteffekte. Wie immer läßt sich der Landkreis Osnabrück diesen Service gut bezahlen. Zur Kasse gebeten werden nur die Autofahrer, die sich nicht an die Regeln halten und dabei sich und andere gefährden.

  • Montag, 28.8.2017                        Belm
  • Dienstag, 29.8.2017                      Bohmte
  • Mittwoch, 30.8.2017                     Georgsmarienhütte
  • Donnerstag, 31.8.2017                 Georgsmarienhütte
  • Freitag, 1.9.2017                            Melle
  • Samstag, 2.9.2017                         Bissendorf
  • Sonntag, 3.9.2017                          Ankum

Der Landkreis weißt darauf hin, dass jederzeit auch an anderen Orten die Geschwindigkeit gemessen werden kann.

Symbolbild: Dirk Vorderstraße, Lizenz: CC BY 2.0

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Nach Neumarktsperrung: „kein Szenario mehr ohne Diesel-Fahrverbot“ in Osnabrück

Hitzige Debatte zur Neumarktsperrung
Hitzige Debatte zur Neumarktsperrung

Auch wer einen relativ modernen Diesel-PKW fährt, darf sich auf ein baldiges Diesel-Fahrverbot einstellen. Ein Szenario ohne ein Diesel-Fahrverbot ist nach Ansicht des Osnabrücker Verwaltungsjuristen Prof. Dr. Thorsten Koch derzeit nicht mehr erkennbar.

Koch erläuterte seine Sicht der Dinge im Rahmen einer Presseveranstaltung, zu der am Freitagnachmittag der Bund Osnabrücker Bürger (BOB) eingeladen hatte.

Die von der Regenbogenkoalition forcierte Sperrung des Neumarkts kann nur durch massive Eingriffe in den Verkehr auf den Wällen kompensiert werden, ist sich der Jurist sicher. Der Luftreinhalteplan – der noch nicht vorliegt, aber ein zentrales Element aller Planungen ist – wird hier entsprechende Vorgaben machen, ist Prof. Koch überzeugt.

Rückendeckung für den Oberbürgermeister

Die Verantwortung dafür, dass es überhaupt soweit kommen konnte, sieht Koch auch beim Landesinnenministerium in Hannover. Die von seinem Amtsvorgänger Boris Pistorius (SPD) geführte Kommunalaufsicht wurde von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU) zweimal eingeschaltet, da er die Beschlüsse der Regenbogenkoalition zum Neumarkt für falsch hielt.
Nach Ansicht des Top-Juristen sei die Reaktion der Kommunalaufsicht auf die Bedenken des Oberbürgermeisters lediglich eine „Behauptung“ zugunsten der Regenbogenkoalition gewesen, eine Begründung habe er nicht erkennen können. Schon allein weil der Neumarkt im gültigen Flächennutzungsplan und den Bebauungsplänen eine mehrspurige Straße sei, könne der Platz nicht einfach von der Politik vom Verkehr entwidmet werden.

BOB kritisiert Nähe einzelner Regenbogen-Politiker zu Investoren

Für die Fraktion Bund Osnabrücker Bürger (BOB) kritisierte Dr. Stephen Grüner ein „Complianceproblem“ wenn zum Beispiel der SPD Fraktionsvorsitzende  Frank Henning öffentlich erkläre, dass die Sperrung des Neumarkts den Wünschen eines einzelnen Investors entgegen käme, wenn ein Hamburger Immobilienkaufmann massiv in den Wahlkampf eingreife und sich die Regenbogenkoalition auch noch juristische Schützenhilfe bei einer Anwaltskanzlei suche, die auch einen der Hauptakteure am Neumarkt vertrete.

Von der Umwelthilfe angedrohte Klage macht es noch komplizierter

Dadurch, dass jetzt der Verein Deutsche Umwelthilfe (DUH) auf den Plan getreten sei, der binnen vier Wochen auch die Hasestadt wegen Grenzwertüberschreitungen beim Stickstoffdixoid (NO2) verklagen will, wird ein Diesel-Fahrverbot auf dem Wall nochmals wahrscheinlicher, so Professor Koch. Er selbst, so der Juraprofessor, sehe die Privatisierung „öffentlicher Interessen“ sehr kritisch.
Als Folge einer DUH-Klage wird ein Diesel-Fahrverbot – auch auf der die Innenstadt tangierenden Bundesstraße 68 – nochmals wahrscheinlicher. Wie genau das funktionieren soll, ist aber noch offen. Eine Möglichkeit wäre die Einführung einer „blauen Plakette“ und eine Anpassung der Osnabrücker Umweltzone. Diese Umweltzonen werden von der aktuellen Rechtsprechung „akzeptiert“, allerdings habe noch keiner kritisch die Frage gestellt, wie das mit der grundsätzlichen Zulassung von Fahrzeugen durch das Kraftfahrt-Bundesamt für den öffentlichen Straßenverkehr vereinbar ist.

Anlieger können noch bis 1. September klagen

Im Bereich des Neumarktes zwischen Neuer Graben und Kollegienwall sowie eines Teilbereichs der Straße Neuer Graben zwischen Neumarkt und Lyrastraße soll die Nutzung beschränkt werden auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ohne Taxen und Mietwagen. Ausgenommen ist der Lieferverkehr in der Zeit von 6 bis 10.30 Uhr sowie der Fußgänger- und Fahrradverkehr. Gegen die Teileinziehung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Klage beim Verwaltungsgericht Osnabrück erhoben werden. Entsprechend der Bekanntmachung endet die Klagefrist damit am Freitag, 1.  15. September*, um 24 Uhr.

*Anmerkung zur Klagefrist, diese haben wir am 28.08. auf Hinweis eines Lesers „verlängert“. Der 1. September wurde ursprünglich vom Presseamt der Stadt genannt, nach Klärung im Stadtenwicklungsausschuss, wurde die Frist neu auf den 15.09.2017 festgelegt.

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Osnabrücker Autobahnpolizei entdeckt 7 Kilo Kokain

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Foto: Polizeiinspektion Osnabrück

Zum dritten Mal innerhalb einer Woche entdeckte die Autobahnpolizei Osnabrück bei einer Fahrzeugkontrolle mehrere Kilogramm Drogen.

Den Beamten fiel am Samstag gegen 02.30 Uhr ein Daimler mit tschechischer Zulassung auf, der auf der A 30 in Richtung Hannover unterwegs war. In Höhe der Anschlussstelle Hellern kontrollierten sie das Fahrzeug.

Sieben Kilo Kokain professionell versteckt

Der Fahrer, ein 50-jähriger Mann aus Tschechien, verstrickte sich bei dabei in Widersprüche, so dass die Polizisten den Wagen genauer unter die Lupe nahmen. In einem professionellen Versteck stellten sie schließlich sieben Päckchen mit je einem Kilogramm Kokain fest. Weiterhin entdeckten sie Bargeld. Der Mann wurde vorläufig festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück am Vormittag einem Haftrichter vorgeführt. Der Richter erließ einen Haftbefehl.

Die Autobahnpolizei hatte in der vergangenen Woche bereits bei zwei Fahrzeugkontrollen (Samstag und Dienstag) den richtigen Riecher bewiesen und dabei 5000 Ecstasy Tabletten und 5 kg Amphetamine sichergestellt.

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Bei der 17. Osnabrücker Kulturnacht geht es um das „Wort“

Kulturnacht Osnabrück

In der 17. Osnabrücker Kulturnacht am Samstag, 26. August, dreht sich thematisch alles um das Thema „Wort” – angelehnt an das Jubiläum „500 Jahre Reformation“. Doch mit einem Wort lässt sich die Kulturnacht mit ihren zahlreichen kulturellen Blickfängen für Jung und Alt schon längst nicht mehr beschreiben.

Sprichwörtlich – wie auch im Sinne des Wortes – kommen ab 18 Uhr Museen, Kulturzentren, Kirchen, Theater, Kunstschaffende, Initiativen und Vereine mit über 100 Programmpunkten an mehr als 50 Veranstaltungsorten zu Wort und geben den Besuchern einen Überblick über die vielschichtige Kulturszene der Stadt. „Die Kulturnacht wird von vielen sehnsüchtig erwartet“, sagt Stadtrat Wolfgang Beckermann. „Sie ist ein Höhepunkt im Jahr und seit 17 Jahren weit über Osnabrück hin bekannt.“ Ein bunt gemischtes Straßenkulturprogramm und die kulturellen wie kulinarischen Angebote vieler Einzelhändler runden diese Nacht ab.

Kulturnacht Osnabrück
Die „unendliche Bibliothek“ auf dem Markt ist ein Blickfang.

Eine „unendliche Bibliothek“ auf dem Markt

Auf dem Markt erwartet die Besucher das Projekt „Die unendliche Bibliothek“ des Georgsmarienhütter Schauspielers Ruben Zumstrull, das das Werden und Vergehen der Worte als ewigen Kreislauf verbildlicht. Umgeben von Baumstämmen reflektiert der Schauspieler mit seinen Texten in einem Lese-Loop das Wesen der Literatur als einen kontinuierlichen Prozess der Entstehung und Verdrängung.

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Bei der 17. Osnabrücker Kulturnacht geht es um das "Wort" [edsanimate_end]

Die bearbeiteten Baumstämme stammen von dem Osnabrücker Künstler Volker-Johannes Trieb: große wie kleine, gerade wie gekrümmte Baumstämme, in deren Aussparungen Bücher auf Stahlseile gespannt sind. Sie sind real, aber nicht nutzbar – alles könnte in ihnen stehen – ein Bild der Unendlichkeit. Darüber breitet sich wie eine schützende Hand ein leuchtender Laserteppich der Firma Lightline aus. Die Mischung aus Installation und Lesung zum Thema Natur bietet nicht nur einen Sitzplatz für die Zuhörer, sondern bildet auch einen umhegten Raum, dessen Materialität die Inhalte spiegelt, die in ihm zur Sprache kommen.

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„Wir ermutigen alle Künstler unseren Themenschwerpunkt aufzugreifen“, erläutert Patricia Mersinger, Leiterin des städtischen Fachbereichs Kultur. „Wir freuen uns sehr, dass viele unserer Bitte gefolgt sind.“ Neben dem zentralen Projekt auf dem Markt, widmen sich viele andere Programmpunkte dem Themenschwerpunkt „Wort“: Wortwörtlich nimmt es die Autorin Sabina Ide mit ihrem „Wortstück” im Atelier in der Alten Werkstatt in der Lohstraße, ebenso wie das Schauspielduo „Herr Geese und Frau Habucht“, das in der Stadtbibliothek Osnabrück alles weiter spinnt, was von den Besuchern geliefert wird, bis hin zu den Wortspielen rund um die Friedensstadt beim KAOS Verein in der Lohstraße oder wenige Schritte weiter die mehrsprachige Lesung von Geflüchteten und internationalen Gästen im StadtgalerieCafé.

Figurentheater für Kinder

Für die Jüngsten, aber nicht nur für sie, laden traditionell das Figurentheater in der Kleinen Gildewart zu wortreichen Abenteuern. Der rollende Musikwagen der städtischen Musik- und Kunstschule lädt zum Lauschen von Klanggeschichten an verschiedenen Spielorten ein.


Auch eine Vielzahl an Ausstellungen nehmen das aktuelle Motto beim Wort, so zum Beispiel die Fotoreihe „words“ im Intervision Studio in der Lohstraße, die Ausstellung in Bild und Schrift von Henning Heigl und Masha Ananieva im Kunstquartier des Bundes Bildender Künstler in der Bierstraße oder auch eine Ausstellung zu Osnabrück im Zeitalter der Reformation im Kulturgeschichtlichen Museum, die gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Carolinum entwickelt wurde. Mit der Emotion des Wortes im Sinne der Muttersprache befassen sich hingegen die Arbeiten der Sprachlernklasse des Gymnasiums Carolinum im Kreuzgang des Doms, und auch auf dem Domvorplatz sind es Schüler aus Stadt und Landkreis Osnabrück, die ihre Forderungen und Vorstellungen einer gemeinsamen, lebenswerten Zukunft wörtlich auf 50 Thesentüren „nageln“.

Doch auch musikalisch wird das Kulturnachtsthema „zur Sprache gebracht”, zum Beispiel in der Kleinen Kirche neben dem Dom, wo sich die Kirchenmusik dem „Wort, das trägt” widmet. Im Anschluss präsentieren die Pianistin Viola Mokrosch und die Sopranistin Helen Katja Rothfuss das Wort „Liebe” humorvoll und leidenschaftlich in Wort und Ton. Die mehrstimmige Vertonung von Bibelworten des Osnabrücker Jugendchors im Dom, das Konzert des Orchesters „pro musica” in St. Marien unter dem Motto „Musik kann Sprache ohne Worte sein” und das traditionell abschließende Orgelkonzert mit Carsten Zündorf in St. Marien sind weitere musikalische Darbietungen.

Abschlussparty in der Lagerhalle

Alle, die das geballte Kulturprogramm bis dahin eventuell sprachlos gemacht hat, die aber immer noch nicht genug haben, können abschließend – ohne große Worte! – in der Lagerhalle die Kulturnacht tanzend beenden.

Veranstalter des Programms ist die Stadt Osnabrück in Kooperation mit den kulturellen Institutionen aus der Stadt und dem Osnabrücker Land. Der Programmfolder mit allen Programmpunkten, Uhrzeiten und Veranstaltungsorten der Kulturnacht ist im Kulturhaus am Heger Tor (Marienstraße 5/6), in der Tourist-Information, an der Rathaus-Information und in vielen anderen Einrichtungen erhältlich.

Neu ist in diesem Jahr eine Smartphone-App mit allen Programmpunkten und weiterführenden Informationen, die in den App-Stores kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung steht. Die Entwicklung der App ist eine Kooperation mit der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik der Hochschule Osnabrück.

Programme auch zum Download

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Brennende Müllcontainer in der Grußendorfstraße (Eversburg) sorgten für Rauchentwicklung

Feuer in der Grussendorfstraße, Osnabrück Eversburg

Die Rauchwolke am Himmel über Eversburg ließ Erinnerungen an die Brände im Hafen aufkommen, doch war die Ursache schnell abgelöscht.

Rauch Osnabrück, Eversburg
Die Rauchwolke war von beachtlich (Foto: Privat)

Am Freitagnachmittag, gegen 15 Uhr rückte die Feuerwehr mit zwei Löschfahrzeugen in Richtung Eversburg aus. In der Grussendorfstraße standen mehre Müllcontainer in Flammen und sorgten für eine erhebliche Rauchentwicklung.

Feuer in der Grussendorfstraße, Osnabrück Eversburg
Viel blieb nicht übrig vom Müll und den Containern.

Feuer war schnell unter Kontrolle

Das Feuer, bei dem auch die Holz-Einfassung der Abstellanlage in Brand geraten war, konnte schnell gelöscht werden, wie ein Sprecher der Osnabrücker Feuerwehr gegenüber unserer Redaktion bestätigte.

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AFP

Erneut Rauchwolken über Osnabrück Eversburg

Rauch Osnabrück, Eversburg
Die Rauchwolke war von beachtlich (Foto: Privat)

Erneut Rauchwolken über Osnabrück Eversburg.

Ein Leser schickte uns diese Foto von der Natruper Straße, Fahrtrichtung Eversburg. Wir sind dabei einen aktualisierten Artikel zu erstellen.

[Update] Hier die Hintergründe zum Feuer in der Grußendorfstraße.

Das Bild erinnert an die Brände im Osnabrücker Hafen.

 

Foto: Privat

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Junge Radfahrerin fährt auf Gehweg im Schinkel Kind an und flüchtet

Polizei Symbolbild
Symbolbild

Bereits am Dienstag, 15.08.2017, kam es auf dem Gehweg der Bremer Straße (Nähe Einmündung Hunteburger Weg) zu einer Unfallflucht unter Beteiligung einer jungen Radfahrerin.

Die etwa 14 Jahre alte Jugendliche war gegen 07.30 Uhr verbotswidrig auf dem Gehweg stadteinwärts unterwegs und stieß mit einem 7-jährigen Mädchen zusammen, das gerade aus dem Wohnhaus auf den Fußweg gegangen war. Das Kind stürzte und zog sich dabei eine schwere Beinverletzung zu.

Blondes Mädchen mit vermutlich Sommersprossen gesucht

Die Radfahrerin hielt an, nahm das Kind kurz in den Arm und fuhr dann aber weiter in Richtung Innenstadt. Die Mutter des Kindes kam unmittelbar danach hinzu und kümmerte sich um ihre Tochter.
Die unbekannte Radfahrerin war etwa 160cm groß, hatte lange blonde Haare, blaue Augen und ein „fleckiges“ Gesicht (vermutlich Sommersprossen). Auf dem Rücken trug die Unfallverursacher einen Rucksack. Wer Hinweise in der Sache geben kann, meldet sich bitte bei der Polizei Osnabrück. Telefon: 0541-3272215.

 

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Schäden an Mahnmal Alte Synagoge beseitigt

Nun glänzt der eindrucksvolle Davidstern am Mahnmal Alte Synagoge wieder. Ende Mai dieses Jahres hatten ihn unbekannte Täter mit einer ätzenden Flüssigkeit beschädigt.

Die angehende Industriemechanikerin Kim-Sophie Bernhardt und der angehende Verfahrensmechaniker Marcel Möller, beide Auszubildende der Firma KME Germany, polierten den Stern mit viel Sorgfalt und beseitigten die Verunreinigungen.

Das Mahnmal an der Alten Synagogenstraße erinnert am Ort der in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstörten Synagoge an die Verfolgung und Ermordung der Osnabrücker Juden zur Zeit des Nationalsozialismus.

Mahnmal ist Teil der Osnabrücker Erinnerungskultur

2004 war das Mahnmal im Rahmen eines großen Kooperationsprojektes nach einem Entwurf von Richard Bitter, dem damaligen Leiter des staatlichen Baumanagements, realisiert worden. Viele Osnabrücker Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen unterstützen damals den Bau mit ihren unterschiedlichen Gewerken. Die KME-Ausbildungswerkstatt produzierte den Davidstern und die Texttafeln. Für Lars Schönball, den heutigen Leiter der Ausbildungswerkstatt, war es deshalb keine Frage, das sich KME auch bei der Beseitigung der Schäden engagiert.

Dass es erneut Auszubildende waren, die die Würde des Ortes wieder hergestellt haben, freut Christine Grewe vom städtischen Büro für Friedenskultur besonders: „Denn eine Erinnerungskultur im Sinne eines ‘Nie wieder’ wird auch in der Zukunft unverzichtbar sein.“

AFP