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„U1“-Untersuchung für den Zwergotter-Nachwuchs im Zoo Osnabrück

Zwergotter Zoo Osnabrück
Foto: Sophie Scherler

Die erste Untersuchung für den Zwergotter-Nachwuchs im Zoo Osnabrück: Am Freitagvormittag untersuchte Zootierarzt Thomas Scheibe die beiden zehn Wochen alten Jungtiere erstmals und stellte dabei auch gleich noch das Geschlecht fest.

Die „U1“-Untersuchung der kleinen Zwergotter im Tetra-Aquarium umfasste neben dem Entwurmen und Chippen auch die erste Impfung. „Impfen können wir erst ab der achten Lebenswoche und wir lassen den Tierfamilien außerdem immer erst ein wenig Zeit sich aneinander zu gewöhnen, bevor wir die Jungtiere untersuchen“, erklärt Veterinär Scheibe. Doch zuvor mussten die flinken kleinen Otter erst einmal eingefangen werden- für die Tierpfleger nicht immer einfach. Denn Otter sind wendige Tiere, die einen auch mal zwicken können. „Die Jungtiere haben zwar noch ihr Milchgebiss und die Zähnchen sind klein, aber dafür sehr spitz“, berichtet Zootierpfleger Felix Kopatz.

Der Zwergotter-Nachwuchs wird gründlich untersucht

Bei der Untersuchung maß der Zootierarzt zu allererst die Temperatur der Jungtiere, hörte Herz, Lunge und Bauch ab und ertastete außerdem die Lymphknoten sowie die Bauchdecke. „Es ist wichtig, zu Beginn eine allgemeine Untersuchung durchzuführen, denn davon hängt ab, wie wir weitermachen“, erläuterte Scheibe. Denn wenn das Tier krank ist, darf es nicht geimpft werden. Auf eine Krankheit können beispielsweise ein Gluckern im Bauch oder geschwollene Lymphknoten hindeuten. „Außerdem untersuchen wir Haut und Haare, die Augen und das Gebiss. Die Haare – also das Fell – und die Augen müssen glänzen und klar sein, das ist ein Zeichen dafür, dass das Tier gesund ist. Auch prüfen wir, ob der Nabel gut abgeheilt ist, da kann es bei Neugeborenen ja immer mal Probleme geben“, erklärt der Tierarzt. Die kleinen Otter haben aber keine Beschwerden und werden für gesund und impffähig erklärt.

Untersuchung Otter Nachwuchs Zoo Osnabrück
Stimmt die Temperatur?

Otter-Männchen oder Otter-Weibchen?

Geimpft werden die kleinen Otter gegen Staupe, eine Viruserkrankung die durch andere Wildtiere übertragen werden kann. Die Entwurmungskur wird den Ottern direkt in ihre kleinen Mäulchen gegeben. Zwar sei es möglich, die Kur in Hackfleischbällchen oder Joghurt zu mischen, jedoch gäbe es immer einige „Experten“, die dann nur um die Tablette herum fressen würden.  In dem die Entwurmungskur den Tieren direkt verabreicht wird, kann der Tierarzt auf Nummer sicher gehen und auch genau dosieren. Anschließend wurden die beiden noch gechipt. Dadurch können die Tiere später zweifelsfrei identifiziert werden. Natürlich wurde auch das Geschlecht der beiden Jungtiere festgestellt: Es sind ein Rüde und ein Weibchen.

Ganz ohne Verletzungen ging die Untersuchung aber nicht vonstatten. Der Zwergotter-Rüde nutze einen unaufmerksamen Moment von Tierarzt Scheibe aus und zwickte ihn fest in den Finger. Der Veterinär nahm es aber mit Humor und fuhr unbeirrt mit seiner Arbeit fort.

Erfassung der Daten in internationaler Datenbank

Die bei der Untersuchung erfassten Daten werden anschließend in eine internationale Datenbank eingetragen, auf die weltweit Zoos zurückgreifen können. Denn die Tiere gehören nicht wie oftmals vermutet dem Zoo selber, sondern werden über diese Datenbank koordiniert. Dies dient vor allem der Erhaltungszucht, die nur über einen Austausch zwischen den Zoos möglich ist. Auch die asiatischen Zwergotter gehören zu Arten, für die ein solches Programm nötig ist, denn sie gelten als gefährdet.

Untersuchung Otter Nachwuchs Zoo Osnabrück
Tapferes Kerlchen! Foto: Sophie Scherler

Die Namen stehen schon fest

Erstmal sollen die jungen Otter aber bei ihren Eltern Ambusa (12 J.) und Haima (11 J.), und ihren vier Geschwistern im Zoo Osnabrück bleiben. Immer öfter kann man die ganze Familie jetzt auch in ihrer Anlage bestaunen. Denn die Kleinen trauen sich mittlerweile öfter raus und werden aktiver

Über mögliche Namen für die beiden Jungtiere hatten sich die Tierpfleger schon im Vorfeld viele Gedanken gemacht. Nachdem dann die Geschlechter feststanden war klar: Larry und Mary sollen die beiden heißen.

AFP

Piraten, UWG und Linke wollen endlich ein Zirkus-Wildtierverbot für Osnabrück

Cirkus Krone, Elefanten, Wildtierverbot
Pressefoto Cirkus Krone

„Gefahrenabwehr“ um Wildtier-Zirkusse aus der Stadt zu halten?

Nach dem Unfall, bei dem in der Premierenvorstellung des Circus Krone eine Elefant in den Zuschauerbereich stürzte (HASEPOST berichtete deutschlandweit zuerst), haben die kleinen Parteien des Osnabrücker Stadtrats erneut das Thema „Zirkus-Wildtierverbot“ auf die Agenda gebracht.

Heidi Reichinnek, Ratsmitglied für die Fraktion „die Linke“ bedauert den Vorfall bei der Premierenvorstellung und ist sehr froh, dass es zu keinen schwerwiegenden Verletzungen gekommen ist. Allerdings macht das Ratsmitglied auch klar, dass es ihrer Ansicht nach so nicht weitergehen kann: „Für uns macht dieser Zwischenfall einmal mehr deutlich, dass Wildtiere im Zirkus nichts verloren haben. Bedauerlicherweise musste ein Ratsbeschluss zum Verbot von Wildtieren zurückgenommen werden, da hier die entsprechenden Landes– und Bundesgesetze fehlen. Unsere Fraktion fordert daher die Gesetzgebenden auf Landes– und Bundesebene nachdrücklich dazu auf, nun endlich tätig zu werden.“

Osnabrücker Herdbuch (OHG) in der Verantwortung

Die Linken-Politikern fordert die Verpächter von Zirkusflächen dazu auf, dass diese in Zukunft ihre Flächen nicht mehr Zirkussen mit Wildtieren überlassen.
Etwas deutlich werden UWG und Piraten. Wulf-Siegmar Mierke (UWG) und Nils Ellmers (Piraten), sie adressieren direkt die Osnabrücker Herdbuchgesellschaft (OHG): „Es ist nur schwer begreiflich, dass die OHG ihre finanziellen Interessen über das Wohl der Tiere und Menschen gestellt hat”, meint Nils Ellmers.

Mitverantwortung für das Unglück tragen nach Ansicht der Gruppe UWG und Piraten jene Ratsmitglieder, die den bereits einstimmig gefassten Beschluss für ein Wildtierverbot zurückgenommen haben. Dieser war auf Antrag der Gruppe in der Ratssitzung im Juli 2015 zustande gekommen. Nur dadurch sei die Osnabrücker Herdbuchgenossenschaft (OHG) ermutigt worden ihre Flächen wieder an Wildtierzirkusse zu vermieten.

Wildtierverbot um Zirkusbesucher zu schützen

“Anstatt das Unglück zu bagatellisieren, sollte der Zirkus Krone lieber zum Schutz der Besucher sowie dem Wohl der Tiere die Konsequenzen ziehen und auf Vorstellungen mit Wildtieren verzichten”, fordern Mierke und Ellmers einhellig.
Heidi Reichinnek von der Linkspartei geht hinsichtlich Schutz der Besucher noch einen Schritt weiter und macht den Vorschlag, über diesen Hebel ein Auftrittsverbot für Wildtier-Zirkusse durchzusetzen: „Weiterhin sollten wir als Stadt überlegen, ob nicht tatsächlich das Argument der Gefahrenabwehr zielführend ist. Der Vorfall bei der Premierenvorstellung macht deutlich, dass Wildtiere im Zirkus nicht nur aus Tierschutzgründen bedenklich sind, sondern auch eine eklatante Gefahr darstellen.“

Hintergrund: Herdbuchgesellschaft vermietet städtische Fläche

Wie unsere Redaktion bereits 2015 recherchierte, ist der Zirkus-Standplatz an der Halle Gartlage gut zur Hälfte in städtischem Eigentum. Geheimverträge mit der Osnabrücker Herdbuchgesellschaft (OHG) erlauben es dem Betreiber der Viehauktionshalle dennoch auch über das städtische Grundstück zu verfügen, als sei es ein eigenes Grundstück. So ist es möglich, dass auch auf (teilweise) städtischen Flächen Wildtier-Zirkusse ihre Zelte aufschlagen. Trotz zwischenzeitlich gegenteiliger Bekenntnisse überlässt die OHG weiterhin Flächen für Zirkusbetriebe, die mit Tiger, Elefant & Co auf Reisen gehen.

Ein Zirkus, zwei Vermieter

Titelillustration: Pressefoto Cirkus Krone

AFP

In eigener Sache: HASEPOST verzeichnet Rekordwachstum im 1. Halbjahr 2018

Mediadaten HASEPOST 01-06/2018
Halbjahreszahlen der HASEPOST 01-06/2018

Fast 50% mehr Seitenaufrufe als im gleichen Vorjahreszeitraum (konkret 47,23%*) und deutlich mehr als 1/3 neue Nutzer unter unseren Lesern (34,64%*): Das ist die stolze Bilanz des ersten Halbjahres 2018 für Osnabrücks Onlinezeitung HASEPOST.

Leser rufen uns direkt auf

Gleichzeitig verzeichnen wir eine immer größer werdende Zahl von „Direktaurufern“, die unsere Seite ganz gezielt aufrufen um aktuell aus und über Osnabrück, das Osnabrücker Land und die Welt informiert zu werden.

Im April 2017, dem seinerzeit stärksten Monat seit Gründung der HASEPOST, setzten wir uns noch das Ziel „regelmäßig“ pro Monat mehr als 100.000 Besucher auf unserem Portal begrüßen zu können. Angesichts der aktuellen Zahlen rückt nun die „Viertelmillion“ in greifbare Nähe, und das jeden Monat.

Inhaltlich setzen wir weiter auf Qualität und Unabhängigkeit. Unsere exklusiven Artikel und Reportagen kennzeichnen wir seit ab sofort deutlich mit einem grünen Haken „✅“, um uns für unsere Leser noch deutlicher vom Wettbewerb zu differenzieren.

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Facebook verliert an Bedeutung

„Die zu Jahresbeginn von Facebook angekündigten Änderungen im Algorithmus beginnen tatsächlich langsam zu greifen“, so HASEPOST-Geschäftsführer Heiko Pohlmann, und weiter: „diese langsame Erosion eines einst wichtigen Kanals um neue Leser zu erreichen, wird mehr als gut von einem geänderten Nutzungsverhalten unserer aufgefangen. Es hat sich herumgesprochen, dass wir bei HASEPOST.de nicht nur gut und unabhängig recherchieren, sondern auch aktuelle Nachrichten aus Deutschland und der Welt bieten, ohne dass dafür ein Abonnement abgeschlossen werden muss.

Ziel: 2 Millionen Seitenaufrufe in 2018

Allerdings ist Facebook weder tot noch unbedeutend für die HASEPOST: Im März wurde die Marke von 20.000 „Fans“ geknackt und es geht weiter aufwärts. Schneller wächst derzeit jedoch Instagram. Erst im Frühjahr gestartet, wurden bis Juni mehr als 600 Follower „eingesammelt“, die 1.000er Marke wird bald fallen.
Ebenfalls schon bald wird die Marke von 1 Million Seitenabrufen für das Jahr 2018 fallen, 2 Millionen Seitenabrufe sind für das Jahr 2018 angesichts der aktuellen Wachstumsraten durchaus im Bereich des Möglichen!

Bei HASEPOST werben lohnt sich!

Wer bei der HASEPOST für sein Unternehmen wirbt, profitiert von stabilen Anzeigenpreisen, auch wenn es inzwischen deutlich mehr Reichweite gibt als noch im Januar, als wir unsere Preisliste zuletzt aktualisiert haben. Mehr Infos gibt es per Mail an werbung@hasepost.de.

Wir bedanken uns bei unseren Lesern und Anzeigenkunden!

* alle statistischen Angaben: Google Analytics für Hasepost.de, Angaben ohne Gewähr

Im März 2018 erreichten wir 20.000 Facebook-Fans:

* alle statistischen Angaben: Google Analytics für Hasepost.de, Angaben ohne Gewähr

AFP

Exhibitionist am Fürstenauer Weg

Polizei, Symbolbild,schamverletzender
Foto: Symbolbild

Am Donnerstagmittag, gegen 13.10 Uhr, zeigte sich ein älterer Mann einem Kind in schamverletzender Weise.

Der Mann (50-60 Jahre alt, rote Haare, roter langer Bart) war in einem dunklen VW Passat unterwegs, hielt sich mit dem Auto zuvor im Bereich des Friedhofs auf und sprach in Höhe eines Blumen- und Floristikgeschäftes auf dem Fürstenauer Weg ein Kind an. Er fragte nach dem Weg zu den Tennisplätzen. Der Mann war sehr spärlich bekleidet. Das Kind reagierte richtig, fuhr davon und berichtete umgehend seinen Eltern von dem Vorfall, die dann die Polizei informierten.

Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei in Wallenhorst und Bramsche bittet um Hinweise zu der beschriebenen Person und zu dem dunklen VW Passat, unter den Telefonnummern 05407 81790 oder 05461 915300.

AFP

Wilde Tiere im Zirkus Krone – Ein Kommentar

Am Mittwoch (04.07) fand die erste Vorstellung des Circus Krone in Osnabrück statt. Im Vorfeld war über die Veranstaltung heftig diskutiert worden, weil auch wilde Tiere bei den Vorführungen im Einsatz sind. Bei der Premiere heute kam es zu einem Unfall – Eine Elefantenkuh stürzte und fiel in die Besuchermanege. Gibt das den Kritikern Recht? Ein Kommentar von Sophie Scherler.

Um als Journalist über die Tierhaltung im Circus Krone schreiben zu können, ist es nötig beide Seiten zu kennen. Man muss sich mit Kritikern, aber auch Befürwortern auseinander setzten, sonst kann man kein objektives Bild liefern. Deswegen war ich im Vorfeld der Vorführung mit dem Wildtierdompteur Martin Lacey Jr. verabredet und habe mich im Zirkus umgesehen.

Erste Eindrücke

Ich bin weder Tierärztin, noch eine Expertin für die Haltung von Wildtieren, aber ich wollte mir trotzdem einen Eindruck von den Haltungsbedingungen im Zirkus schaffen. Rund 100 Tiere sind in der Anlage untergebracht, darunter Vögel, Elefanten, Tiger und Pferde. Auf mich wirkte keines der Tiere nervös oder gestresst, tatsächlich dösten die meisten Raubkatzen entspannt in der Sonne (was für Katzen aller Art normal ist, sie dösen zwischen 18 und 22 Stunden am Tag). Regelmäßig werden die Tiere untersucht, gefüttert und die Gehege gereinigt. Es liegt kein Dreck herum und die Wildtiere haben weder Verletzungen noch scheinen sie sich abnormal zu verhalten. Allerdings konnte ich mir nur einen kurzen Eindruck verschaffen und weiß nicht, ob es sonst vielleicht anders ist.

Tiger

Dompteur aus langer Tradition

Martin Lacey Jr. ist der Wildtierdompteur im Circus Krone. Er arbeitet seit vielen Jahren mit Raubkatzen und hat ein inniges Verhältnis zu ihnen. Wenn er ihre Namen ruft, kommen die Löwen und Tiger an das Gehege und lassen sich den Kopf streicheln. Auf die Frage, wie er zu der Kritik an dem Circus steht sagt er uns: „Bei uns kann ich das nicht verstehen. Das Dressieren von Tieren beruht nicht auf Zwang, sondern auf Vertrauen. Außerdem ist der Circus die am meisten kontrollierten Form der Tierhaltung in Deutschland, die Standards sind hier sehr hoch. Natürlich gibt es außerhalb von Deutschland anderen Bedingungen, da kann ich die Kritik verstehen. Die Tiere bekommen dort keinen Auslauf und es gibt auch keine Winter-Quatiere“. Der Circus betont außerdem, dass die Dressurübungen an die natürlichen Bewegungen der Tiere angelehnt sind und sie viele Beschäftigungsmöglichkeiten erhalten.

Ein Unfall mit Folgen?

Ich entschied mich, mir die Vorstellung anzusehen, um mir eben diese Dressurübungen anzusehen. Doch gleich am Anfang geschah der Unfall, über den wir schon vor einigen Stunden berichteten. Eine der Elefantendamen stürzte während Vorführung und fiel in die Zuschauerränge – genau dort, wo ich saß. Danach brach in der Manege Panik unter den Besuchern aus, sie rannten fluchtartig aus dem Zelt, auch ich. Bereits wenige Minuten später hatten die Mitarbeiter die Situation wieder unter Kontrolle gebracht. Die Elefantenkuh hatte sich eine Schürfwunde zugezogen, sich aber nicht schlimmer verletzt. Einige Besucher (darunter auch ich) erlitten Schürfwunden und blaue Flecken, aber niemand wurde ernsthaft verletzt. In der Pause sprachen wir mit Jana Mandana-Krone: „So eine Situation hatten wir noch nie, nicht ein Mal in 20 Jahren. Eine der Elefantendamen hat die anderen wohl angerempelt und als sie fiel, wollten die anderen zur Hilfe kommen. Da sie aber nicht aufstehen konnte, wurden die Tiere panisch. Wir mussten dann Ruhe in die Situation bringen und zeigen, dass wir helfen werden. Ich bin froh, dass sich weder der Elefant noch die Besucher ernsthaft verletzt haben“. Im Anschluss kam eine Tierärztin, die sich den Elefanten anschaute.

Wilde Tiere in die Wildnis

Einige Minuten später ging die Vorstellung weiter, als wäre nichts gewesen. Die Mitarbeiter des Circus haben schnell und professionell reagiert und so wohl Schlimmeres verhindert. Doch so ein Unfall zeigt, dass der Umgang mit wilden Tieren immer Gefahren mit sich bringt. Auch wenn die Tiere im Circus gut versorgt werden, lange leben und man sich für ihren Schutz einsetzt – für mich gehören Wildtiere nicht in die Manege. Die Tiertrainer lieben ihre Schützlinge zwar, das sieht man, aber ein solcher Vorfall muss Augen öffnen. Wilde Tiere müssen wild leben – den Menschen und den Tieren zu Liebe.

Aber das ist nur meine Meinung. Am Ende muss jeder selbst entscheiden, ob er sich wilde Tiere im Zirkus ansehen möchte, oder nicht.

AFP

Circus Krone: Elefant stürzt bei Premierenvorstellung in Zuschauerbereich

Circus Krone
Foto: Sophie Scherler

Zelt kurzfristig evakuiert- Vorstellung geht weiter

„Glimpflich“, so HASEPOST-Redakteuerin Sophie Scherler, ging ein Unfall ab, der während der Premierenvorstellung des Circus Krone Zuschauer, den Dompteur und vor allem den betroffenen Elefanten in Aufregung versetzte.

[Update, 22:25: unsere Mitarbeiterin, die selbst ein paar Schürfwunden bei dem Unfall abbekommen hat, hat den Vorfall in einem Kommentar verarbeitet. Wie inzwischen bekannt wurde, hat ein Zirkusbesucher, der direkt neben der HASEPOST-Reporterin gesessen hat, mehr als nur Schürfwunden abbekommen; nähere Informationen liegen uns aber noch nicht bestätigt vor.]

Bei dem Vorfall geriet der Elefant ins Straucheln und stürzte in den Logenbereich. Zum Glück blieb es bei Schürfwunden, vor allem am Bauch des Großsäugetiers, – und einer großen Schrecksekunde beim Publikum. Nach ersten Informationen unserer Redaktion wurde keiner der Zuschauer ernsthaft verletzt, es soll jedoch zu panikartigen Reaktionen gekommen sein.

Circus Krone, Elefant
Dieses Foto entstand kurz vor dem Unglück am Mittwoch-Nachmittag

Direkt am Anschluss an den Vorfall wurde das Zelt evakuiert, so die HASEPOST-Mitarbeiterin am Telefon im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Vorstellung wurde jedoch schnell wieder fortgesetzt.

Der Vorfall passiert für den Zirkus zu einem ungünstigen Zeitpunkt, denn von Seiten der Lokalpolitik gab es bereits vor Jahren ein klares Votum gegen die Zurschaustellung von Wildtieren in der Zirkus-Arena, das jedoch angesichts der Rechtslage nicht durchgesetzt werden kann.

AFP

E-Bikes in Osnabrück im Visier von Dieben

Fahrraddiebstahl, Foto: POL-PPKO
Foto: POL-PPKO

40 Fahrraddiebstähle in nur zwei Monaten

Das anhaltend gute Wetter lockt viele Radfahrer auf Osnabrücks Straßen. In den letzten Jahren mischten sich auch zunehmend mehr E-Bikes unter die Radler. Doch wer mit einem elektrifizierten Zweirad unterwegs ist, sollte ein Auge darauf haben, denn alleine in den letzten zwei Monaten wurden 40 der hochwertigen Fahrräder von Dieben gestohlen – steckt eine Bande dahinter?

„E-Bike“ ist der Oberbegriff für Fahrräder, die eine elektrische Motorenunterstützung haben. Sie teilen sich in verschiedene Kategorien auf: Ein Pedelec unterstützt den Radfahrer bis 25 Stundenkilometer beim Strampeln und erfordert weder Zulassung noch Führerschein. Die so genannten „Schnellen Pedelecs“ gehören zu den Kleinkrafträdern und erreichen bis zu 45 Stundenkilometer. Um sie zu fahren benötigt man sowohl ein Versicherungskennzeichen, als auch einen Führerschein der Klasse AM. E-Bikes sind noch eine Dritte Kategorie, sie fahren bis 25 Stundenkilometer, aber das ohne das man zusätzlich treten muss. Es besteht eine Helm- und Führerscheinpflicht.

Teure Räder im Visier von Dieben

Fest steht, alle diese Typen von E-Bikes sind sehr teuer. Die günstigen Modelle fangen bei knapp über 1.000€ an, es sind aber auch durchaus Preise von mehr als 4.000€ möglich. Das hängt von Kategorie und Hersteller ab, besonders der Akku der Geräte ist wertvoll. Das haben auch Diebe erkannt, denn immer häufiger werden die E-Bikes gestohlen.

Allein in den Monaten Mai und Juni 2018 wurden 40 Räder bei der Polizei in Osnabrück als „vermisst“ gemeldet, so eine Sprecherin der Polizeiinspektion Osnabrück auf Nachfrage unserer Redaktion.

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Die Schlösser wurde zum Teil geknackt, die Akkus entwendet oder die begehrten Objekte direkt aus dem Geräteschuppen der Besitzer gestohlen. Ob es sich bei den Taten um Einzeltäter oder Banden handelt, konnte die Pressestelle der Polizei auf Anfrage der Redaktion nicht beantworten. – man vermute, das wohl beides zuträfe.

E-Bike gestohlen
E-Bike weg?

Wie kann man sein E-Bike schützen?

Heißt das jetzt, dass man sein E-Bike besser gleich zu Hause lassen sollte? Nein, denn man kann sich vor Diebstahl schützen. Die Sprecherin der Polizei sagte dazu: „Man sollte auf jeden Fall Geld in ein gutes Schloss investieren, das sich nicht so leicht aufbrechen lässt. Dann verlieren potenzielle Diebe schnell das Interesse“. Des Weiteren empfiehlt die Polizei sowohl den Akku, als auch die Tachoeinheit von Fahrrad zu entfernen, wenn man es irgendwo abstellt, denn ins Besondere die Akkus sind sehr wertvoll. Und auch wenn man sich zu Hause sicher fühlt, sollte man die E-Bikes im Carport und der Garage abschließen.

 
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AFP

Die schönsten Sommer-Plätze in Osnabrück – Voting

Springbrunnen und Beete im Schlossgarten Osnabrück
Springbrunnen und Beete im Schlossgarten Osnabrück

Für die Studenten ist die vorlesungsfreie Zeit in greifbarer Nähe und die Schüler genießen ihre Sommerferien bereits in vollen Zügen. Passend dazu laden die warmen Temperaturen ein, sich mit einem Eis oder einem kalten Getränk nach draußen zu setzten und einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Dafür bieten sich in Osnabrück viele verschiedene Orte an – doch welche sind die beliebtesten Osnabrücker Hotspots für Sonnenanbeter?

Hier könnt ihr für euren Lieblingsort abstimmen:

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AFP

Schwarzfahrer attackierte NordWestBahn-Zugbegleiterin

Symbolbild Kontrolle Bundespolizei
Symbolbild: Bundespolizei

Ein 21-jähriger Mann hat am Montagmorgen in einem nach Osnabrück fahrenden Zug eine Zugbegleiterin der NordWestBahn (NWB) attackiert.

Nach Angaben der Bundespolizei ereignete sich der Vorfall gegen 08:25 Uhr in Höhe Bersenbrück, nachdem der 21-Jährige zuvor mit dem Zug von Oldenburg in Richtung Osnabrück gefahren war. Vorausgegangen war ein Streit über eine Fahrscheinunregelmäßigkeit.

Der 21-Jährige hatte entsprechende Berechtigungen für ein genutztes Sonderticket nicht erbringen können. Dies ist aber laut den Tarifbestimmungen zwingend erforderlich. Darum erklärte sich der junge Mann nicht mit einem erhöhten Beförderungsentgelt für die Zugfahrt einverstanden.

Zugbegleiterin bis in Führerstand verfolgt

Der Fahrgast wurde im weiteren Verlauf handgreiflich und folgte der Zugbegleiterin bis in die Kabine des Triebfahrzeugführers. Das von der Zugbegleiterin eingezogene Sonderticket versuchte der sehr aggressiv wirkende Mann mehrfach unter körperlichem Einsatz zurückzuerlangen, dabei bedrängte er die NWB-Mtarbeiterin.
Der Zugbegleiterin gelang es dabei nicht die Kabine des Triebfahrzeugführers zu schließen. Erst durch den Einsatz des couragierten Kollegen konnte der 21-Jährige zur Vernunft gebracht werden.

NWB-Mitarbeiterin brach Dienst nach Attacke ab

Die attackierte 47-jährige Zugbegleiter wurde laut bisherigem Kenntnisstand nicht verletzt, musste jedoch ihren Dienst abbrechen. Gegen den ivorischen Staatsangehörigen wurden strafrechtliche Ermittlungen wegen möglicher Körperverletzung und Nötigung eingeleitet.

Zeugenhinweise werden an die Bundespolizei in Oldenburg unter 0441 – 21838 0 bzw. Osnabrück unter 0541 – 33128 0 erbeten.

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„Heimliche Westumgehung“ – Zusätzliche Umleitungsschilder sollen Staus vermeiden

Baustelle Westerberg

Bis vor kurzem war die „heimliche Westumgehung“ im Bereich Gluckstraße/Händelstraße die einzige Möglichkeit für Autofahrer den Wall zu umgehen, wenn sie von den westlichen Stadtteile nach Eversburg/Hafen oder Haste wollten. Da ist Stau natürlich vorprogrammiert, besonders, da es keine Umleitung für die Strecke zu geben schien. Das soll sich nun zumindest für den Weg zur Paracelsiusklinik ändern – Umleitungsschilder sind inzwischen bestellt.

Die Stadtwerke-Netztochter erneuert derzeit Strom-, Gas- und Wasserleitungen im Bereich zwischen Lieneschweg und Sedanstraße. Für die Arbeiten musste der betroffene Abschnitt komplett gesperrt werden. Besonders für die Autofahrer im Berufsverkehr eine echte Belastung, denn Ausweichen über den Wall ist auf Grund der Bauarbeiten für die neue „Protected Bike Lane“ schwierig. Bleibt wohl nur die Albrechtstraße, auf der es aber auch regelmäßig zu langen Rückstaus kommt. Wo also lang fahren?

Keine Umleitung ausgeschildert

Berechtigterweise suchen nun viele nach einer Umleitung für die „heimliche Westumgehung“, finden aber keine. Ein Sprecher der Stadt Osnabrück sagte gegenüber unserer Redaktion „Auf eine Umleitungsbeschilderung für die Vollsperrung in der Gluckstraße wurde nach einer Entscheidung des Arbeitskreises Verkehrslenkung verzichtet“. Das ist offensichtlich auch vielen Nutzern der Strecke aufgefallen, denn weiter lässt die Stadt verlauten, dass sie nun doch Umleitungsschilder aufstellen will – zumindest für den Weg zur Paracelsiusklinik: „Aufgrund der eingegangenen Hinweise jedoch haben wir bereits bei der zuständigen Verkehrssicherungsfirma eine Umleitungsbeschilderung für die Paracelsiusklinik angeordnet“.

Beschilderung inzwischen in Arbeit

Die Schilder für die Umleitung seien bereits in Arbeit und werden in dieser Woche aufgestellt. Wo genau die Strecke dann lang führen soll, wird in dem Schreiben nicht gesagt. Wahrscheinlich ist aber die Albrechtstraße zwischen Natruper Straße und Lotter Straße, denn viel mehr Alternativen gibt es nicht. Die Arbeiten an Versorgungsleitungen und Kanalisation werden vermutlich bis Ende September andauern, so lange bleibt auch der Abschnitt zwischen Lieneschweg und Sedanstraße voll gesperrt. Ob die neuen Umleitungsschilder weitere Staus vermeiden können, bleibt aber fraglich.

AFP