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Cycle 4 Change kritisiert desolate Situation für Radfahrende an der Pagenstecherstraße

cycle4change Protest-Anhänger an der Pagenstecherstraße
cycle4change Protest-Anhänger an der Pagenstecherstraße. / Foto: Pohlmann

Vor etwa drei Jahren stürzte eine 18-jährige Frau an der Pagenstecherstraße mit ihrem Fahrrad vor einen LKW und verstarb an den Unfallfolgen. Seitdem steht die Pagenstecherstraße regelmäßig auf der Agenda von Stadtratssitzungen. Hauptanliegen ist, die Sicherheit für Radfahrende zu erhöhen – doch auf eine Lösung konnte sich die Stadtverwaltung noch nicht einigen. Die Fahrrad-Initiative Cycle 4 Change kritisiert mit Fahrradanhängern entlang der Pagenstecherstraße die desolate Situation für Radfahrende.

Fahrradanhänger mit provokanten Schriftzügen wie „Tote Radfahrer statt Verkehrssicherheit?“, „Radfahrer nicht willkommen!“ und „Todeszone für Radfahrer“ sollen auf die unsichere Verkehrssituation aufmerksam machen. Hinter den Schildern steckt die Initiative Cycle 4 Change. „Vor Jahren hat die Stadt gesagt, dass sie an der Situation etwas ändern will. Dann gab es ein langes hin- und her und jetzt hängen wir wieder dort, wo wir angefangen haben“, bemängelt Cycle 4 Change-Mitglied Uwe Trettin die aktuelle Lage. Mit den Fahrradanhängern will er Druck aufbauen, damit die Stadt schneller handelt.

Infrastruktur „mehr als frustrierend“

In den Augen Trettins sei die Fahrradinfrastruktur nicht nur auf der Pagenstecherstraße, sondern in ganz Osnabrück „mehr als frustrierend“. Cycle 4 Change gehe es vor allem um Verkehrssicherheit für Radfahrende, die vielerorts nicht gegeben sei. „Die Radwege sind an vielen Stellen zu schmal. Oft hängen schon die Seitenspiegel von Autos auf den Radwegen. Überholmanöver von Autos sind auf schmalen Straßen deshalb fast immer gefährlich.“

Anhänger sollen wandern

Uwe Trettin plant, die Fahrradanhänger durch die ganze Stadt wandern zu lassen. Sie sollen an verschiedenen Straßen stehen, bei denen die Initiative die Sicherheit von Radfahrern als gefährdet sieht. In den Stehpausen sollen sie außerdem als Gratis-Anhänger über Tauschbörsen fungieren, „beispielsweise für Menschen, die einen großen Einkauf oder ihre Kinder transportieren wollen.“

AFP

Ein Jahr nach Kriegsbeginn: 4.000 ukrainische Flüchtlinge leben im Landkreis Osnabrück

Vor dem Kreishaus im Landkreis Osnabrück
Kreishaus Osnabrück / Foto: Landkreis Osnabrück

Vor einem Jahr wurde die Ukraine von Russland angegriffen, seitdem herrscht ein Angriffskrieg. Knapp eine Million Geflüchtete aus der Ukraine kamen nach Deutschland um Schutz zu suchen, 4.335 Menschen in den Osnabrücker Landkreis. Dieser zieht nun ein positives Fazit.

Von den 4.335 geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainern aus dem Osnabrücker Landkreis ist die Hälfte minderjährig und gut zweidrittel weiblich. Bereits 1.000 Kinder kamen in Schulen und Kitas unter, um den Geflüchteten eine Perspektive zu bieten. Der Landkreis Osnabrück zieht nach einer vorerst herausfordernden Zeit nun ein positives Fazit.

Situation der knappen Unterkünfte erfolgreich bewältigt

„Die Lage war und bleibt herausfordernd. Mit einem großen Kraftakt vor allem auf Seite der Kommunen ist es uns bisher gelungen, allen Menschen ein Dach über dem Kopf bereitstellen zu können“, beschreibt Landrätin Anna Kebschull. Die Kapazität in Wohnungen in Privatunterkünften ist ausgeschöpft, es gibt allerdings 15 Gemeinschaftsunterkünfte in Gebäuden, z. B. Büroräume, die als Unterkunft für die Geflüchteten dienen. Durch die Zusammenarbeit von Gemeinden und Kommunen konnte die herausfordernde Situation erfolgreich bewältigt werden. „Dies gilt auch für den Bereich der Registrierung der Ankommenden und Erteilung der Aufenthaltstitel“, betont Kreisrat Winfried Wilkens. „Seit Februar 2022 sind von der Ausländerbehörde knapp 4.700 Aufenthaltstitel nach Paragraph 24 des Aufenthaltsgesetzes ausgestellt worden.“

Weiterhin großes Interesse an Sprach- und Integrationskursen

Für die Integration in den Arbeitsmarkt ist eine deutsche Sprachkenntnisse unabdingbar. Die Tochtergesellschaft des Landkreises Osnabrücks „MaßArbeit“ steht im engen Austausch mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Dadurch können genug Integrations- und Sprachkurse angeboten werden. „Die Geflüchteten sind sehr motiviert und haben ein starkes Interesse daran, die deutsche Sprache zu erlernen, sich zu qualifizieren und hier zu arbeiten“, erzählt Lars Hellmers vom Vorstand der MaßArbeit. „Um den großen Bedarf decken zu können – für Menschen unterschiedlicher Herkunft – streben wir außerdem eine möglichst unbürokratische Ausweitung von spezifischen Kursformaten wie Intensivkursen und Jugendintegrationskursen an“, ergänzt Hellmers. Rund 1.000 Erwachsene haben an Sprach- und Integrationskursen teilgenommen, ein Viertel davon konnte von der „MaßArbeit“ direkt in ein Beschäftigungsverhältnis vermittelt werden.

Aktuell weniger Flüchtende – kommende Situation unklar

Nach einem Jahr des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine und zwei Wochen nach der Erdbebenkatastrophe in der Türkei und Syrien, kann noch nicht gesagt werden, wie die Zukunft aussehen wird. Allerdings betont Landrätin Kebschull: „Ich danke den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die sich bei uns in der Region weiterhin so engagiert für Geflüchtete einsetzen.“

AFP

Wiedereröffnung: „The Lounge“ kehrt am Flughafen Münster/Osnabrück mit neuem Betreiber zurück

"The Lounge" eröffnet am FMO. / Foto: FMO
"The Lounge" eröffnet am FMO. / Foto: FMO

Am Flughafen Münster/Osnabrück wurde jetzt die „The Lounge“ wiedereröffnet. Neuer Betreiber ist der amerikanische Lounge Spezialist Global Lounge Network (GLN), der weltweit über 30 Lounges an Flughäfen betreibt.

Auf über 200 Quadratmetern bietet die Lounge am FMO eine exklusive Wohlfühloase, in der man die Zeit bis zum Abflug verbringen kann. Neben Sitzgruppen stehen den Fluggästen ein großes Sortiment an Snacks und kleinen Speisen, Kaffee- und Teespezialitäten, alkoholischen Getränken und Softdrinks sowie an Zeitschriften zur Verfügung. Auch kostenfreies WLAN ist natürlich vorhanden. Beliebt war die Lounge bislang vor allem bei Vielfliegern und Geschäftsreisenden.

Es wird eine Auswahl an Snacks, kleinen Speisen und Getränken geben. / Foto: FMO
Es wird eine Auswahl an Snacks, kleinen Speisen und Getränken geben. / Foto: FMOGeöffnet von 5 bis 22 Uhr

Geöffnet von 5 bis 22 Uhr

The Lounge befindet sich hinter der Sicherheitskontrolle im Abflugbereich gegenüber Gate C 13. Geöffnet hat sie täglich zwischen 5 Uhr und 22 Uhr. Freien Zutritt zur Lounge haben Lufthansa-Vielfliegerstatuskunden (HON Circle Member, Senator, Star Alliance Gold) sowie First Class- und Business Class-Gäste. Ebenso werden die Inhaber von Priority Pass, Lounge Key und Lounge Pass freien Eintritt haben.

The Lounge heißt aber auch alle anderen Fluggäste willkommen: Das Zugangsticket kann direkt am Empfangs-Counter in der Lounge für 26 Euro pro Person gekauft werden.

AFP

„Start up“ in Osnabrück: „Unser Gesundheitssystem braucht Innovation“ – Ideen aus dem Osnabrücker Healthcare Accelerator

Startup-Managerin Katharina Lutermann und Startup-Manager Oliver Volckmer. / Foto: OHA
Startup-Managerin Katharina Lutermann und Startup-Manager Oliver Volckmer. / Foto: OHA

Auch wenn Osnabrück nicht immer als Vorreiter gilt, hat sich unsere Hasestadt bundesweit einen Namen auf dem Gründungsmarkt gemacht. Osnabrück und innovativ – ja, das passt sehr gut. Und es lohnt sich genauer hinzuschauen: In unserer neuen Artikelreihe „Start up“ in Osnabrück wollen wir genau das tun und mit der Osnabrücker Startup-Szene auf Tuchfühlung gehen. Seid gespannt auf zahlreiche Ideen für die Stadt und das Leben der Zukunft!

Osnabrück und innovativ – warum genau das passt, haben wir im ersten Teil unserer neuen Artikelreihe gelernt. Eine wichtige Rolle in der Frühphase der Startup-Entwicklungen nehmen dabei in unserer Hasestadt drei Startup-Zentren ein. Eines davon ist der Osnabrücker Healthcare Accelerator, kurz OHA.

Start up Osnabrück
Start up Osnabrück

Der OHA im Überblick

Gegründet wurde der OHA im Juni 2021 als eines von mittlerweile drei Startup-Zentren in Osnabrück. Während im Seedhouse und im SmartCityHouse Startups aus anderen Bereichen gefördert werden, unterstützt der OHA Gründungswillige aus der Gesundheitsbranche. Warum ausgerechnet dieser Bereich? „Wir haben in Osnabrück nicht nur zahlreiche Beschäftigte in der Gesundheitsbranche, sondern auch über 20 gesundheitsbezogene Studiengänge an Hochschule und Universität“, begründet Katharina Lutermann, Startup-Managerin beim OHA. Zudem sei es eine Branche, in der es viel Nachholbedarf gebe, etwa bei der Digitalisierung.

Finanziert wird die Arbeit am OHA auf zwei Wegen: 100.000 Euro stellt die Wirtschaftsförderung Osnabrück jährlich zur Verfügung, weitere 150.000 Euro kommen von einer Beteiligungsgesellschaft bestehend aus 36 Unternehmen und Einzelpersonen aus Branche und Region. 250.000 Euro stehen dem OHA somit jährlich zur Verfügung – doch was wird damit gemacht?

Die Arbeit im OHA

„Ziel ist es, neue Ideen im Gesundheitsbereich zu fördern, denn unser Gesundheitssystem braucht dringend Innovationen“, erklärt Lutermann. Die Umsetzung erfolgt in sogenannten Batches. In einem Batch werden sechs Startup-Ideen jeweils ein halbes Jahr lang gefördert. Den Auftakt machte Batch 1 im Januar 2022, mittlerweile läuft die dritte Runde. „In den Bewerbungen für die Batches erhalten wir zahlreiche neue Ideen, aus denen wir dann die jeweils besten sechs aussuchen“, so die Startup-Managerin weiter. Diese würden dann jeweils sechs Monate lang betreut.

Sowohl für die Betreuung als auch für die Auswahl der besten Ideen setzt der OHA auf sein Netzwerk bestehend aus den Gesellschaftern und zahlreichen weiteren Partnern aus der Region wie die Barmer Versicherung oder die Niels-Stensen-Kliniken. „Die Ideen, die in den Startups aufkommen, müssen auch in den Branchen Anklang finden. Dafür setzen wir auf unsere etablierten Partner“, erläutert Lutermann. Die Betreuung umfasst neben Workshops und Seminaren zu vielfältigen Themen wie Marketing oder Steuern auch ein breit aufgestelltes Coaching durch Netzwerkpartner. „Wir können dazu mittlerweile auf einen großen Pool an Unternehmen und Einzelpersonen setzen, die unsere Arbeit unterstützen.“

Noch würden Ideen aus dem Gesundheitswesen selten in Startups entwickelt, dem wolle man allerdings immer weiter entgegentreten. Unterstützung gibt es daher nicht nur für Startups aus der Region, sondern bundesweit. Neben zwei Osnabrücker Startups nehmen am aktuellen Batch auch zwei Startups aus Berlin sowie jeweils eines aus Frankfurt und Paderborn statt. Regionalen Startups stellt der OHA für die Dauer des Batches zudem auch Büroinfrastruktur zur Verfügung.

Herausforderung Kapital

Die meisten der Startups bestünden bereits aus kleinen Teams, berichtet Lutermann, doch auch Einzelpersonen seien mit ihren Ideen dabei. „In der Regel sind unsere Gründungswilligen zwischen Anfang 20 und Mitte 30 Jahre alt, aber das ist kein Kriterium.“ Auch Gründungserfahrung werde nicht vorausgesetzt. Was die Startups gemeinsam haben: „Die größte Herausforderung für alle ist es, Kapital aufzubringen. Es braucht Fremdkapital, etwa für Studien oder Zertifikate“, sagt Lutermann. Doch auch hier biete das Netzwerk Optionen. „Eine der Ideen aus unseren Batches konnte unsere Beteiligungsgesellschaft schon so sehr überzeugen, dass ein Wandeldarlehen in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung gestellt wurde“, berichtet die Startup-Managerin: „Da viele unserer OHA-Startups sehr frühphasig sind, ist das für uns ein erster toller Schritt, auf den viele weitere folgen sollen.“

Mit Ablauf des Batches sei die Betreuung der Startups zwar vorbei, doch über ein Alumni-Netzwerk bleibe man untereinander in Kontakt und könne sich so weiter austauschen, so Lutermann. Apropros Batch: Noch bis zum 10. April läuft die Bewerbungsrunde für den im Juni startetenden Batch. 25 bis 30 Bewerber bringe ein Batch im Schnitt hervor, so Lutermann, für zehn bis zwölf geht es schließlich in einem Pitch-Day um die sechs Plätze. Innovative Ideen können sich hier bewerben.

Ja, und was für Ideen bringt der OHA nun hervor? Genau diese Frage werden wir in den kommenden Beiträgen unserer Artikelreihe untersuchen. Laser-Physik, digitales Hirntraining – bleibt gespannt!

AFP

Am Jahrestag des Ukraine-Kriegs: Ursulagymnasium veranstaltet Trauerflashmob

Am 24. Februar fand am Osnabrücker Ursulagymnasium ein Trauerflashmob wegen des Ukraine-Kriegs statt. / Foto: Emrich
Am 24. Februar fand am Osnabrücker Ursulagymnasium ein Trauerflashmob wegen des Ukraine-Kriegs statt. / Foto: Emrich

Anlässlich des Jahrestages des Ukraine-Kriegs fand am Freitag (24. Februar) im Osnabrücker Ursulagymnasium ein Trauerflashmob statt.

Am Freitag (24. Februar) fand in der Ursulaschule in Osnabrück eine Aktion der ungewöhnlicheren Art statt. Vor genau einem Jahr brach in der Ukraine Krieg aus. Die Schülerinnen und Schüler des Ursulagymnasiums veranstalteten deswegen einen Trauerflashmob. Ukrainische Schülerinnen und Schüler erzählten vor der Schulgemeinschaft ihre persönlichen Geschichten. Die geflüchteten Schülerinnen und Schüler berichteten über ihre Heimatstädte, darüber dass sie Heimat und Freunde vermissen würden. Auf der anderen Seite seien sie aber auch froh und dankbar nun in Deutschland an der Ursulaschule zu sein. Auch Organisatorin Tetiana Kisker erzählte eine Geschichte und berichtete von einer ukrainischen Frau, die bei einem Bombenangriff ihre Tochter verloren hat.

Dieser Koffer soll die Geschichte des verstorbenen Mädchen aus der Ukraine thematisieren. / Foto: Emrich
Dieser Koffer soll die Geschichte des verstorbenen Mädchen aus der Ukraine symbolisieren. / Foto: Emrich

Gebete und Lieder für die Ukraine

Anschließend sprach eine ukrainische Schülerin das Gebet „Vaterunser“ auf Ukrainisch, welches de Schulgemeinde im Anschluss auf Deutsch wiederholte. Beendet wurde der Trauerflashmob mit einem Lied über Frieden.

Trotz des regnerischen Wetters haben zahlreiche Schülerinnen und Schüler am Trauerflashmob auf dem Schulhof der Ursulaschule teilgenommen. / Foto: Emrich
Trotz des regnerischen Wetters haben zahlreiche Schülerinnen und Schüler am Trauerflashmob auf dem Schulhof der Ursulaschule teilgenommen. / Foto: Emrich

Zusätzlich zum Trauerflashmob nehmen die Schülerinnen und Schüler der Ursulaschule auch an der Friedenskette zwischen Münster und Osnabrück teil. Stehen wird die Schulgemeinschaft im 6. Streckenabschnitt zwischen Hellern und Hasbergen.

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Hintergrund von Nordstream-Anschlag offiziell weiter unklar

Pipeline-Verlegeschiff
Pipeline-Verlegeschiff

Foto: Castoro 10 beim Bau von Nord Stream 2, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Hintergründe des Anschlags auf die Nordstream-Pipelines in der Ostsee sind nach offiziellen Angaben weiter unklar. „Natürlich wollen wir dringend erfahren, wer dafür verantwortlich war“, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) der „Bild-Zeitung“.

Scholz warnte jedoch vor voreiligen Schlüssen in Bezug auf den möglichen Täterkreis. „Gerüchte gibt es viele, auch viel Widersprüchliches. Was am Ende zählt, sind Fakten“, sagte der Kanzler zu „Bild“. „Bei der Beantwortung dieser Frage sollten wir uns streng an die rechtsstaatlichen Kriterien halten. Es ist Sache des Generalbundesanwalts und der Sicherheitsbehörden, dies sorgfältig aufzuklären.“ Kürzlich hatte der Bericht eines US-Investigativjournalisten für Aufregung gesorgt, wonach die USA hinter dem Anschlag stecken sollen. Beweise legte er aber nicht vor.

AFP

Osnabrücker Friedenskette: Die letzten Infos vor dem Start

Ukraine (Symbolbild)
Ukraine (Symbolbild)

Am Freitagnachmittag (24. Februar) wird anlässlich des Jahrestages des russischen Überfalls auf die Ukraine eine Menschenkette zwischen den Friedensstädten Osnabrück und Münster gebildet. Stand Freitagmittag gibt es 18.025 Anmeldungen.

Wie die Veranstalter mitteilten seien 26 von 50 Abschnitten derzeit ausreichend belegt. Bis 15:30 Uhr können sich Interessierte weiterhin anmelden. „Willkommen sind auch Unangemeldete, wofür uns Ankündigungen vorliegen, teilweise per Bus, darunter ein EUREGIO-Bus aus den Niederlanden“, so die Veranstalter weiter. Mögliche Lücken werden mit buntem Band überbrückt, sodass die Friedenskette zwischen den Rathäusern in Osnabrück und Münster um 16 Uhr geschlossen werden kann.

Folgender Ablauf ist vorgesehen:

  • 16 Uhr Glockenläuten
  • 16.07 Uhr Schweigeminute
  • 16.08 Uhr „Give peace a chance“ aus Radios und zum Mitsingen

Die Veranstalter raten zudem witterungsbedingt zu Regenkleidung. Weitere Infos zur Friedenskette gibt es im Überblick auch auf unserer Webseite.

AFP

Studie: Ausbau von Autobahnen sorgt für mehr Staus

Autobahn (Symbolbild)
Autobahn (Symbolbild)

Foto: Autobahn, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Ausbau von Autobahnen führt laut einer Studie angeblich nicht zu weniger Staus, sondern erhöht sogar die Staugefahr. Dies habe eine Greenpeace-Auswertung von Verkehrsdaten des Anbieters TomTom auf acht Ausbaustrecken ergeben, schreiben die Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Profiteure von mehr Autobahnen seien vor allem Schnellfahrer außerhalb der Stoßzeiten. „Die Datenanalyse entzaubert die Mär von der Engpassbeseitigung“, sagte der Verkehrsexperte von Greenpeace, Benjamin Gehrs. Durch zusätzliche Fahrspuren fließe der Verkehr nicht flüssiger. Vielmehr rufe der Ausbau zusätzlichen Verkehr hervor, der zu mehr Staus in Stoßzeiten auch auf Nebenstrecken führe. „Breitere Autobahnen sorgen für mehr Verkehr und noch mehr Stau. Das schadet dem Klima und verschwende Steuergelder, die wir dringend für den Ausbau der klimafreundlichen Bahn brauchen. Auf diesen Ausbau sollte die Bundesregierung all ihre Planungskapazitäten konzentrieren“, so der Umweltschützer. Für die Analyse wurden die Pkw-Geschwindigkeiten auf acht Ausbaustrecken jeweils im Jahr vor dem Bau und im zweiten Jahr nach Abschluss der Bauarbeiten verglichen.

Während die Durchschnittsgeschwindigkeit nach dem Ausbau auf den Strecken zwar insgesamt leicht stieg, ging sie bei den am langsamsten fahrenden fünf Prozent der erfassten Pkw in vier von acht Fällen zurück. Dies sei ein Zeichen für Stau und stockenden Verkehr, so Greenpeace. Auch auf die umliegenden Hauptstraßen wirkten sich die ausgebauten Autobahnabschnitte negativ aus. In vier von acht Fällen sank die Durchschnittsgeschwindigkeit auf den umliegenden Straßen.

In sechs von acht Fällen sank die Geschwindigkeit der am langsamsten fahrenden Pkw, was wiederum auf vermehrte Staus hinweist. Von dem Ausbau der Autobahnen profitieren vor allem Schnellfahrer außerhalb der Hauptverkehrszeiten. So stieg in der Mehrheit der untersuchten Fälle der Wert für die fünf Prozent der Fahrzeuge, die am schnellsten fahren, überdurchschnittlich.

AFP

Energie rund zwölf Prozent teurer als vor Ukraine-Krieg

Foto: Heizungsrohre, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Energie kostet ein Jahr nach dem Ausbruch des Ukraine-Krieges immer noch 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Nach dem Preisrekord im Oktober 2022 sind jedoch die Preise für Heizung, Strom und Sprit insgesamt um 21 Prozent zurückgegangen, so die Auswertung eines Vergleichsportals, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten.

So liegen die Energiekosten für einen 3-Personen-Musterhaushalt in diesem Februar bei 6.543 Euro pro Jahr – und damit 679 Euro oder 12 Prozent höher als im Vorjahresmonat. In der Spitze waren die Energiekosten im Oktober um 35 Prozent auf ein Allzeithoch gestiegen. Nie zuvor mussten Haushalte in Deutschland mehr für Energie ausgeben. Aktuell sinken die Großhandelspreise für Gas und Strom rapide. Die Preise der überregionalen Versorger befänden sich inzwischen wieder auf Vorkriegsniveau. Ein Anbieterwechsel bei Strom und Gas könne die Energierechnung von Familien um durchschnittlich 708 Euro, von Paaren um 474 Euro und von Singles um 303 Euro senken. Vor allem Strom- und Gaskunden mussten in den vergangenen 12 Monaten deutliche Preiserhöhungen hinnehmen. Bei Gas stiegen die Jahreskosten für 20.000 Kilowattstunden von 2.829 Euro auf aktuell 3.372 Euro, was einem Plus von 19 Prozent entspricht. Das Preishoch lag bei 4.349 Euro. Seither ist der Gaspreis bis heute um 35 Prozent gesunken. Strom hat sich binnen eines Jahres um 16 Prozent verteuert. Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden (kWh) zahlt nun 1.802 Euro statt vormals 1.553 Euro. Seit dem Allzeithoch im Oktober haben die Preise jedoch wiederum 16 Prozent nachgegeben. Für Heizölkunden verteuerte sich das Heizen innerhalb von 12 Monaten nur um 5 Prozent. Für 20 Hektoliter Heizöl werden in diesem Februar 2.053 Euro fällig, nach einem Spitzenhoch von 3.075 Euro. Durchschnittlich müssen Autofahrer aktuell etwa 2 Prozent mehr fürs Tanken ausgeben.

AFP

Forscher erwartet bald 200.000 Ukraine-Flüchtlinge in Arbeit

Foto: Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Ein Jahr nach Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine schreitet die Integration von ukrainischen Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt mit großen Schritten voran. Wie die Funke-Mediengruppe unter Berufung auf das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Nürnberger Bundesagentur berichtet, könnten bis zum Ende dieses Jahres mehr als 200.000 Flüchtlinge einen Job gefunden haben.

IAB-Migrationsexperte Herbert Brücker sagte den Funke-Titeln: „Wenn sich die Entwicklung wie im vergangenen Jahr fortsetzt, dürfte die Beschäftigung bis zum Jahresende 2023 um weitere 60.000 bis 120.000 Personen steigen. Seit Kriegsausbruch entspräche das einem Beschäftigungsanstieg um 150.000 bis 210.000 Personen.“ Nach Brückers Angaben waren bis gegen Ende des vergangenen Jahres rund 90.000 ukrainische Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt integriert worden – etwa drei Viertel davon in sozialversicherungspflichtigen Stellen und der Rest in Minijobs. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 registrierten die deutschen Behörden mehr als eine Million Flüchtlinge aus der Ukraine. Die meisten davon sind Frauen. Der deutsche Arbeitsmarkt ist ausgesprochen aufnahmefähig, in etlichen Branchen fehlen Fach- und Hilfskräfte. Ukrainische Kriegsflüchtlinge dürfen in der EU uneingeschränkt arbeiten.

AFP