Osnabrück Osnatel-Mutter "EWE" arbeitet bei Glasfaserausbau mit Telekom zusammen

Osnatel-Mutter “EWE” arbeitet bei Glasfaserausbau mit Telekom zusammen

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In Osnabrück bekommen zahlreiche Haushalte ihren Zugang zum Internet über das ehemalige Stadtwerke-Unternehmen osnatel. Der regionale Telekommunikationsanbieter ist Teil des EWE-Konzerns aus Oldenburg, der kurz vor Jahresende das OK vom Bundeskartellamt eine finale fusionskontrollrechtliche Freigabe für das Joint Venture „Glasfaser Nordwest“ mit der Telekom bekommen hat.

In einer gemeinsamen Erklärung begrüßen Telekom und EWE die vollständige Freigabe, nachdem schon im Dezember die kartellrechtliche Prüfung auf Basis gemeinsamer Zusagen keinen Anlass für Bedenken gegeben hatte. In den nächsten Tagen wird „Glasfaser Nordwest“ als Gemeinschaftsunternehmen gegründet und die Geschäftsführer werden bestellt.

Glasfaser-Aktivitäten aus Oldenburg gesteuert

Die Glasfaser Nordwest GmbH wird Ihren Firmensitz in Oldenburg (Niedersachsen) haben. Sie soll bis zu 1,5 Millionen Haushalte und Unternehmensstandorte mit Glasfaser bis ins Haus versorgen. Das Unternehmen wird in Teilen Niedersachsens, Nordrhein-Westfalens und Bremens ausbauen. Bei den Erschließungen stehen sowohl bisher unterversorgte ländliche Gebiete als auch urbane Regionen im Fokus. Technische Grundlage für das schnelle Internet sind Glasfaseranbindungen bis ins Haus (Fibre to the Home/FTTH). Beide Partner gehen von einer Investitionshöhe von bis zu zwei Milliarden Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren aus. Die Kooperation ist zeitlich nicht beschränkt.

Gigabit-Internet für die Region

„Kooperationen sind ein wichtiger Baustein für den Infrastrukturausbau in Deutschland. Wir freuen uns, dass wir nach langen Monaten der Prüfung nun gemeinsam mit EWE Glasfaser Nordwest etablieren können. Das neue Unternehmen wird sofort loslegen. Mit dem Ziel, möglichst schnell viele Menschen im Nordwesten mit Gigabitgeschwindigkeiten zu versorgen“, sagt Telekom Deutschland-Chef Dirk Wössner.

Auch EWE-Chef Stefan Dohler begrüßt die Genehmigung. „Großflächiger Glasfaserausbau ist Gemeinschaftsaufgabe. Ein Unternehmen alleine kann diese sehr hohen Investitionen nicht stemmen. Gemeinsam bringen wir nun den Nordwesten in die Gigabitgesellschaft. Wir stehen weiterhin für den Netzausbau und schnellstes Internet – von nun an gemeinsam mit einem starken Partner.“

Faire Preise für schnelles Internet angekündigt

Bereits im Dezember 2017 hatten die Telekom und EWE eine unverbindliche Absichtserklärung unterzeichnet und das Vorhaben bekanntgegeben. Im März 2019 meldeten beide Unternehmen Glasfaser Nordwest zur Genehmigung beim Bundeskartellamt an. Es folgte eine intensive Prüfung unter Einbeziehung der anderen Marktteilnehmer.

Mit dem gemeinsamen Ausbau von Glasfasernetzen will Glasfaser Nordwest auch bislang unterversorgte Gebiete erschließen. Dies ist die bislang größte Unternehmensgründung für den Ausbau von Glasfaser in Deutschland, so die Unternehmen, die sich vorgenommen haben die Glasfaser-Verbindung zu fairen und diskriminierungsfreien kommerziellen Bedingungen zur Verfügung stellen. 2020 sollen die ersten Kunden im Ausbaugebiet die neuen Glasfaseranschlüsse nutzen können.

PM
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