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Osnabrücker Grüne wollen Tempo 30 auf allen zweispurigen Straßen der Innenstadt

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Die Grüne Ratsfraktion schlägt vor, dem Beispiel Spaniens zu folgen. Dort gilt auf allen zweispurigen Stadtstraßen nun maximal Tempo 30. Der Wunsch nach Tempo 30 bestehe auch bei einer Mehrheit in Deutschland. Knapp 60 Prozent der Befragten sprechen sich laut einer Umfrage vom YouGov-Institut für langsameres Autofahren in der Innenstadt aus.

„An den Hauptverkehrsstraßen leiden in Osnabrück inzwischen fast 25.000 Bürger unter Verkehrslärm. Das sind sogar fast 4.000 mehr als noch 2012“, so der verkehrspolitische Sprecher, Michael Kopatz.

Die zurückliegenden Beschlüsse des Rates hierzu seien halbherzig so die GRÜNEN. „Dafür haben wir wenig Verständnis. Man kann doch nicht billigend in Kauf nehmen, dass die Menschen an den stark befahrenen Straßen unter Bluthochdruck, Stress und Schlafstörungen leiden“ so Kopatz. Lärm beeinträchtige das Arbeitsvermögen und könne psychische Beeinträchtigungen auslösen. Bei langer Wohndauer an verkehrsreichen, lauten Straßen sei das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen, höher als in ruhigen Wohngegenden. Lärm verkürze definitiv die Lebenserwartung. „Betroffen sind meistens einkommensarme Menschen, die sich eine Wohnung in ruhigen Lagen nicht leisten können. Deswegen geht es hier auch um mehr Gerechtigkeit und Ausgleich“, betont Kopatz. Flüsterasphalt sei teuer und gehe schnell kaputt. Eben deshalb gebe es Osnabrück nur sehr wenige Abschnitte mit diesem Belag. „Die Grünen setzen sich daher für Tempo 30 auf allen zweispurigen Straßen der Innenstadt ein. Das ist eine klare, transparente und überzeugende Maßnahme“, sagt Kopatz. „Leider bremst uns bisher die Landesregierung aus.“

Grünen: Höhere Sicherheit durch Tempo 30

Dabei hätte die Temporeduzierung, das zeigten verschiedene Untersuchungen, viele positive Effekte. Die Umstellung von Tempo 50 auf Tempo 30 wirke bei den betroffenen Anwohnern so, als habe sich der Verkehr halbiert. Die Begrenzung auf 30 km/h wäre daher eine riesige Entlastung für die Menschen an den verlärmten Straßen. Der Bremsweg halbiere sich gegenüber Tempo 50. Damit erhöhe sich die tatsächliche Sicherheit und das Sicherheitsgefühl spürbar. Die Zahl der Radfahrenden nehme in der Folge zu. Nicht zuletzt verbessere sich auch der Verkehrsfluss, u.a. weil sich der Sicherheitsabstand zwischen den Fahrzeugen verringere. „Nur Vorurteile sprechen noch dagegen“, so Michael Kopatz.

Die Osnabrücker Grünen wollen, dass Tempo 30 zur Regelgeschwindigkeit in der Stadt wird. Nur in gut begründeten Ausnahmen sollte davon abgewichen werden, etwa auf den breiten Einfallstraßen mit geringer Wohnbebauung.

Bald nur noch Tempo 30 in der Osnabrücker Innenstadt? (Symbolbild)

PM
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